Der Jahresrückblick 2014 des Deutschen Hanfverbands

  • Veröffentlicht am: 31. Dezember 2014 - 19:17
  • Von: Florian Rister

Das Jahr 2014 war für die Hanflegalisierung im Allgemeinen und für den DHV im Besonderen ein extrem erfolgreiches Jahr. International gab es riesige Fortschritte, aber auch in Deutschland hat sich die öffentliche und mediale Wahrnehmung des Themas deutlich zum Besseren gewendet. Hier ein ausführlicher Überblick über das vergangene Jahr.

Am 01. Januar gab es im US Bundesstaat Colorado die ersten legalen Verkäufe von Cannabis zu Genußzwecken. Hunderte Menschen standen bei Schnee und Eiseskälte stundenlang Schlange, um sich an diesem historischen Tag als Erste ein paar Gramm legales Cannabis zu kaufen. Die Tatsache, dass in einigen US-Staaten Cannabis legal gehandelt wird, veränderte die gesamte öffentliche und mediale Debatte über Cannabislegalisierung grundlegend.

Für den DHV begann das Jahr 2014 vor allem mit der Pro7/Sat1 TV-Show Millionärswahl. Da wir über das Internet viele Unterstützer dazu gebracht hatten, sich auf der dazugehörigen Plattform zu registrieren und dort für uns zu voten, waren wir eindeutig unter den Top 49 der KandidatInnen und damit für die Sendung qualifiziert. Zunächst ging es uns dabei gar nicht primär um den Gewinn des Geldes, sondern vor allem um die Möglichkeit, unsere Botschaft im Fernsehen zu verbreiten.

Nach dem Auftritt von Georg in der zweiten Sendung wurde der DHV mit Anfragen nur so überschwemmt. Die Zahl unserer Facebooklikes stieg enorm und auch bei den Privatsponsoren gab es einen deutlichen Anstieg.

Das Finale der Sendung wurde dann wegen zu geringer Einschaltquoten nur im Internet übertragen. In einer knappen Abstimmung erhielt Georg genau gleich viele Punkte wie Fritz von Viva Con Agua, gewann dann aber doch die Million wegen der größeren Anzahl an Telefonstimmen.

Nach dem Sieg der Million mussten zunächst einige strukturelle Dinge angegangen werden. Das DHV Personal wurde zum 01. April von 3 auf 5 Personen aufgestockt und wir zogen innerhalb unseres Büros in größere Räumlichkeiten, die auch Platz für 5 Menschen bieten. In diesem Video zeigt euch Georg die alten und die neuen Büroräume des DHV.

Natürlich gab es im Frühjahr 2014 auch andere wichtige drogenpolitische Ereignisse, mit denen wir uns beschäftigten. So wurde am 20.Februar 2014 die DHV-Petition "Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten" durch den Deutschen Bundestag offiziell abgelehnt, die bereits im Jahr 2010 durch uns eingereicht worden war.

Ebenfalls im Februar ging eine erschreckende Meldung durch fast alle deutschen und viele internationale Medien: Ein deutscher Forscher hatte angeblich den Nachweis für die ersten Cannabistoten weltweit geliefert. Bei zwei Männern, die an Herzversagen verstorben waren, konnte Cannabisbesitz und -Konsum festgestellt werden. Das mediale Aufsehen war zunächst groß. Der DHV veröffentlichte wenige Tage später eine kritische Betrachtung der Fälle. Für uns ist immer noch klar: Es gibt keine nachgewiesenen Todesfälle, die alleine auf dem Konsum von Cannabis beruhen.

Kurz danach wurde ein geheim gehaltenes Fax des Bundesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 2010 bekannt, in dem das Bundesgesundheitsministerium die Erteilung von Anbaugenehmigungen für Cannabispatienten durch das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittelrecht und Medizinprodukte (BfArM) untersagt.

Am 15. April reichte Franjo Grotenhermen die Bundestagspetition für Cannabis als Medizin offiziell ein. Bis zur Freischaltung durch den Bundestag sollte jedoch noch einige Zeit vergehen.

Anfang Mai fand dann weltweit in vielen hundert Städten der Global Marijuana March statt. Auch 17 deutsche Städte beteiligten sich, wobei etwa 4.000 Menschen auf die Straße gingen. Das anschließende Medienfeedback und die Resonanz der Besucher war sehr positiv, so dass wir auch in den nächsten Jahren den GMM als festen Aktionstag einplanen.

Der DHV unterstützte im Jahr 2014 alle GMM-Organisatoren vor Ort mit einem kostenlos nutzbaren Plakat- und Flyerlayout und stand beratend zur Seite. Auf Grund der außergewöhnlichen finanziellen Situation konnten wir in diesem Jahr auch ein direktes Sponsoring für alle GMM Gruppen anbieten. Das wird leider 2015 nicht so einfach gehen.

Passend zum Global Marijuana March in Ulm präsentierten wir außerdem unsere Werbekampagne für Baden-Württemberg: „Auch die Grünen jagen Hanffreunde“. Damit weisen wir auf die drogenpolitische Untätigkeit der Grün-Roten Landesregierung hin. http://hanfverband.de/nachrichten/blog/baden-wuerttemberg-auch-die-gruen...

Im Juni kam es zu einem unangenehmen Vorfall. Bei mehreren Grow- und Headshops in Bremen und Hannover gab es Überwachungsmaßnahmen und Razzien, sowie in einem Fall auch eine Gewerbeuntersagung, die allerdings nach einigen Wochen vorläufig aufgehoben wurde. Durch Nutzung von beschlagnahmten Kundendaten kam und kommt es noch immer zu Ermittlungen gegen Kunden, die völlig legale Gegenstände gekauft hatten.

Der DHV ist weiterhin auf der Suche nach Betroffenen Kunden, bei denen eine erfolglose Hausdurchsuchung auf Grund einer Bestellung von legalem Growequipment erfolgt ist. Damit streben wir ein klärendes Urteil an, um diese Art der staatlichen Repression gegen legale Geschäfte und ihre Kunden zukünftig zu unterbinden oder zu erschweren.

Während die deutsche Staatsanwaltschaft gegen Besteller von Equipment zur Pflanzenzucht strafrechtlich vorging, entschied der Europäische Gerichtshof, dass sogenannte „Legal Highs“ rechtlich gesehen keine Arzneimittel sind. Deutsche Behörden hatten zuvor jahrelang Händler von legalen, berauschenden Mischungen auf Grund von Verstößen gegen das Arzneimittelrecht bestraft, weshalb der Handel damit in den letzten Jahren vermehrt über das Internet stattfand. Nach dem Urteil fingen dann sehr schnell auch deutsche Händler wieder an, solche Mischungen mit unbekannten, chemischen Wirkstoffen zu verkaufen.

Ebenfalls im Juni wurde die Resolution von über 100 deutschen Strafrechtsprofessoren, die bereits vorher eine hohe mediale Aufmerksamkeit erlangt hatte, durch Linke und Grüne als offizieller Antrag im Deutschen Bundestag eingebracht. Die Resolution trug insgesamt entscheidend dazu bei, dass die Debatte über Legalisierung mittlerweile auch von vielen nicht hanf-affinen Menschen in Deutschland sehr offen geführt wird.

Ungefähr zu dieser Zeit stürmte die albanische Polizei unter Anwendung gepanzerter Fahrzeuge und schwerer Waffen das Dorf Lazarat, in dem seit Jahren große Mengen Cannabis angebaut wurde. Die Polizisten wurden bei ihrem Einmarsch mit Maschinengewehren und Panzerfäusten beschossen. Mexikanische Verhältnisse, mitten in Europa...

Währenddessen hatte in Deutschland ein Hanfaktivist namens Oliver Becker angekündigt, am 21. Juni mit mehreren Kilo marrokanischem Haschisch in den Görlitzer Park in Berlin zu kommen, und dieses dort zu verkaufen. Einige Medien berichteten über den Plan, und so fanden sich an dem sonnigen Sommertag einige hundert Menschen im Park ein. Von der Polizei war keine Spur, genausowenig von Oliver Becker. Dieser hatte, geht man nach den letzten YouTube Videos, in Marrokko eine psychische Notsituation erlitten und sich dann in Behandlung begeben.

Bei einer Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik des Jahres 2013 fand unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Maximilian Plenert heraus, dass die Polizei den Kontrolldruck gegenüber Cannabiskonsumenten gezielt erhöht, und dies auch offen zugibt. Der Anteil der konsumentennahen Delikte im Bereich Cannabis steigt im Vergleich zur gesamten festgestellten Drogenkriminalität weiter an.

Anfang Juli wurde der offizielle Drogen- und Suchtbericht der Deutschen Bundesregierung veröffentlicht, in diesem Jahr erstmals begleitet von der Veröffentlichung des Alternativen Drogen-und Suchtberichts.

In Göttingen gab es wie im Jahr 2013 auch dieses Jahr wieder massives Guerilla Gardening mit Hanf. Die Gruppe der „autonomen Blumenkinder“ bekannte sich erneut zu der Tat, die mediale Aufmerksamkeit war aber deutlich geringer, als im Vorjahr.

Am 22. Juli fällte das Verwaltungsgericht Köln ein Urteil zum Eigenanbau durch Cannabispatienten, welches bei den Medien hohe Wellen schlug. Viele Zeitungen und Fernsehsender berichteten, der Eigenanbau von Cannabis sei für kranke Patienten jetzt erlaubt. In Wirklichkeit hatte das Kölner Gericht nur einmal mehr klargestellt, dass die Ablehnung der Anträge der 3 erfolgreichen Kläger durch das BfArM nicht ordentlich begründet waren.
Einige Monate später wurde bekannt, dass das BfArM gegen das Urteil in Berufung geht.

Auf Grund der untragbaren Situation für schwerkranke Patienten unterstützte der DHV nach dem Bekanntwerden des Kölner Urteils eine Spendenkampagne der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, indem Georg Wurth jede eingegangene Spende bis 5.000€ verdoppelte. Mit dem Geld sollen Strafverfahren von betroffenen Patienten finanziert werden. Bisher sind über 13.000€ zusammengekommen.

In einer Aufsehen erregenden, einwöchigen Kampagne forderte derweil in den USA eine der anerkanntesten und wichtigsten Zeitungen, die New York Times, die vollständige, bundesweite Legalisierung von Cannabis.

Am 25.07. kam es in der bayrischen Kleinstadt Burghausen zu einem schlimmen und relativ mysteriösen Todesfall. Zwei Zivilpolizisten hatten versucht den wegen angeblichem Cannabishandel per Haftbefehl gesuchten Andrej B. in einem belebten Innenhof zu verhaften. Als dieser versuchte zu flüchten, schoss ihm einer der Beamten aus wenigen Metern Entfernung von hinten in den Kopf. Der Schütze wurde zunächst vom Dienst suspendiert, das Gerichtsverfahren gegen ihn hat noch nicht begonnen.

Neben all diesen Dingen, mit denen wir beim DHV uns in diesem Jahr beschäftigten, war natürlich auch die Planung der Werbespots und die Verwendung der Million die gesamte Zeit über ein wichtiges Thema. Neben unseren eigenen Projekten wurden mit dem Geld auch die lokalen GMM-Gruppen, sowie viele andere befreundete Organisationen finanziell unterstützt.

Im August startete dann die größte Demonstration in Deutschland zur Legalisierung von Cannabis, die Hanfparade. Über 6.000 Besucher waren gekommen und zeigten so öffentlich ihre Forderung nach der Legalisierung von Cannabis. Dank toller Bands, vieler Infostände und relativ gutem Wetter wurde es bei der Abschlussveranstaltung noch ein langer und hanfiger Abend am Brandenburger Tor.

In Österreich kam es im September zu einer sehr erfolgreichen Petition. Dank großer medialer Berichterstattung konnten in kürzester Zeit viele tausend Stimmen von Österreichern für die „Herausnahme von Cannabis aus dem Suchtmittelgesetz“ eingesammelt werden.

Quasi gleichzeitig schaltete der Deutsche Bundestag die deutsche Petition für Cannabis als Medizin frei, die im April von Dr. Franjo Grotenhermen eingereicht worden war. Kurz nach der Hanfparade und kurz vor dem DHV Treffen in Dahnsdorf war die Mobilisierungskraft des DHV und der deutschen Szene eindeutig nicht 100% vollständig, die Petition verfehlte, trotz fleißiger Unterschriftensammler im ganzen Land, das Quorum von 50.000 Stimmen in 4 Wochen.

Viel Aufsehen erregte dann ein Video des Bundesvorsitzenden der Grünen, Cem Özdemir. Als dieser sich anlässlich einer internationalen Welle von YouTube Videos mit einem Eimer Wasser übergoß, stand er auf einem Balkon neben einer Cannabispflanze. Strafrechtliche Ermittlungen fanden nicht statt. Die deutschen Medien berichteten intensiv, ohne die Aktion besonders stark zu kritisieren.

Ebenfalls im September startete der DHV sein YouTube Format „DHV News“. In kurzen, wöchentlich erscheinenden Videos berichtet euch Georg darin von aktuellen Entwicklungen zur Cannabislegalisierung in Deutschland und weltweit. Mittlerweile haben sich die News zu einem sehr erfolgreichen Format mit einer großen Zuschauerschar entwickelt. Die Zahl der YouTube Abonennten des DHV hat sich deutlich erhöht.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter organisierte am 10. und 11.09. eine Veranstaltung mit dem Thema "Der aussichtslose Kampf gegen Drogen - Ist Legalisierung die Antwort?". Mit dabei waren auch Maximilian Plenert und Georg Wurth. In den Monaten danach äußerte sich der BDK Vorsitzende André Schulz mehrfach sehr deutlich, dass die jetzigen Hanfgesetze sinnlos und auch für die Polizei unpraktikabel sind.

Im Oktober sollte dann unter der Führung von Münsters Polizeipräsident Hubert Wimber die Organisation „Law Enforcement against Prohibition Deutschland“, kurz LEAP Deutschland gegründet werden. Das NRW Innenministerium untersagte Wimber die Teilnahme und log anschließend öffentlich deswegen. Es wurde behauptet, es habe kein offizielles Verbot gegeben. Durch eine Anfrage der Piratenpartei wurde wenige Wochen später aber eindeutig bestätigt, dass doch ein klares Verbot ausgesprochen worden war.

Am 27. September gab es in München erstmals eine Gegenveranstaltung zur berühmtesten und größten Drogenparty der Welt, dem Oktoberfest. Unter dem Motto „Lieber Kiffen statt Kotzen“ zogen über 100 Demonstranten am Gelände des Oktoberfests vorbei. Sie signalisierten so ihre Ablehnung gegen die Verteufelung von Cannabis und die Verherrlichung des maßlosen Alkoholkonsums.

Am 04.11. wurde bei Volksabstimmungen in den US-Bundesstaaten Alaska und Oregon ebenfalls die vollständige Legalisierung von Cannabis zu Genußzwecken beschlossen. Die Umsetzung wird einige Zeit erfordern, aber damit gibt es jetzt 4 Bundesstaaten, in denen Besitz und Handel von Cannabis staatlich reguliert und nicht vollkommen verboten sind.

Ende November forderte der Vorsitzende der eigentlich eher konservativen Deutschen Polizeigewerkschaft DPolG, Rainer Wendt, andere Wege in der Hanfpolitik. Cannabisbesitz bis zu einer gewissen Menge solle generell straffrei und kein Grund für polizeiliche Ermittlungen sein.

Ein Jahr nach den ersten legalen Verkäufen in Colorado, gab es im Dezember dann erste statistische Zahlen über mögliche Folgen der Legalisierung. Alles deutet auf  primär positive Effekte der neuen Gesetzgebung hin. Damit gibt es jetzt realistische Diskussionsgrundlagen über die Frage, was nach einer Legalisierung passiert.

Im gesamten Jahr 2014 war für uns die Debatte über Modellprojekte zur kommunalen Cannabisabgabe ein thematischer Dauerbrenner. Nachdem wir in den letzten beiden Jahren das Thema mit Bürgerpetitionen voran getrieben hatten, gab es jetzt die ersten politischen Erfolge.
Neben dem geplanten Antrag im Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg am Görlitzer Park gibt es jetzt auch Pläne für solche Anträge in Köln und in Frankfurt.

In Berlin und Frankfurt gab es mehrere Veranstaltungen zu diesem Thema, bei denen auch der DHV beteiligt war. Bei den beiden Veranstaltungen in Berlin, die erste vom Museum Friedrichshain Kreuzberg und die zweite vom Bezirk selbst organisiert, waren wir nicht nur als Besucher und Redner beteiligt, sondern trugen durch finanzielle Unterstützung auch mit dazu bei, dass die Veranstaltungen in dieser Form stattfinden konnten.

Ende November konnten wir dann endlich die lang ersehnten Hanf-Spots veröffentlichen. Nachdem alle großen Sendeanstalten die Ausstrahlung der Spots verweigert hatten, konzentrierte sich die Kampagne auf Kinos. Mit einer großen Premierenfeier und durch die gute Pressearbeit unseres Praktikanten Jakob konnten wir es schaffen, dass fast alle privaten Fernsehsender sowie viele Zeitungen in Deutschland über das Erscheinen der Spots berichteten. Etwa eine halbe Million Euro wurde für diese Kampagne investiert. Die Spots laufen noch einige Wochen in verschiedenen Kinos, die aktuelle Liste findet ihr immer auf unserer Website.

Auch die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler musste darauf reagieren, und äußerte sich im Interview sehr kritisch über die Arbeit des DHV.

Natürlich konnten in diesem Jahresrückblick nicht alle Ereignisse genannt werden. Es gab unzählige interessante Meldungen und Aktionen rund um das Thema Hanf, in vielen deutschen Städten wurden Menschen aktiv, um für die Legalisierung einzutreten. Insgesamt war das Jahr 2014 also sehr erfolgreich für den DHV und für die Legalisierung von Cannabis allgemein. Nie war die Debatte so intensiv geführt worden, nie gab es international so viele Experten, die ein Ende der derzeitigen repressiven Drogenpolitik fordern. Die positiven Ereignisse überschlagen sich teilweise regelrecht. Aber man sieht auch immer noch gegensätzliche Zeichen: Die Repression gegen Hanfkonsumenten in Deutschland hat sich 2014 eher noch verschärft, die Razzien bei Kunden von Head- und Growshops sind da nur die Spitze des Eisbergs. Für viele scheint die mediale und politische Debatte über die Legalisierung daher persönlich belanglos.

Das ist sie aber nicht. Wie jedes strittige Thema muss auch die Frage der Cannabislegalisierung intensiv ausdiskutiert werden, bevor eine Gesellschaft sich für derartige Änderungen öffnet. Daher ist es wichtig, dass jetzt möglichst viele Hanffreunde aktiv werden, und das aktuelle historische Zeitfenster nutzen, um die Diskussion mitzugestalten und das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Zeit ist reif für Veränderungen...

Unser Jahresrückblick zeigt auch, welchen Wert die Arbeit des DHV in der permanent geführten Debatte über die Legalisierung hat. Als langjährige, professionelle und seriöse Interessenvertretung für Hanffreunde und Legalisierungsbefürworter sind wir mittlerweile akzeptierter Ansprechpartner für Politiker und Medien. Mit eurer Unterstützung werden wir auch 2015 die Diskussion weiter vorantreiben und reale politische Verbesserungen einfordern. Deswegen: Jetzt DHV-Privatsponsor werden!

Sonderthemen: 

Kommentare

Sehr interessanter und informativer Artikel! 2014 war wirklich ein gutes Jahr. Jetzt müssen wir gerade dranbleiben, damit es weitergeht in der Cannabis-Debatte!

Gut so.
Weitermachen.
Wenn uns seit den späten Sechzigern über die Jahre aus den Vereinigten Staaten peu à peu Hippies, Acid, Hip Hop, Crack und Kaugummi erreicht haben, dann wird die Kommerzialisierung von Cannabis auch hier Einzug halten.

Ein schönes und erfolgreiches Jahr wünsche ich dem Hanfverband. Ich freue mich das sich in der Legalisierungsbewegung endlich merklich was bewegt. Ich war vor kurzem im Kino und bin durch euren Werbefilm auf euch aufmerksam geworden. Ich bin schon älter und hoffe dass ich eine vollständige Legalisierung dieses wunderbaren Genussmittels noch erleben darf. Also lasst euch nicht unter kriegen, man hat schon an den Reaktionen des Kinopublikums gemerkt das nicht nur die Jüngeren hinter euch stehen. Eine andere Dame hat es sich nicht nehmen lassen die Worte "endlich, wird ja auch Zeit" durchs Kino zu rufen, daraufhin wurde sogar lautstark applaudiert.

Alles in allem war 2014 ein großer schritt in die richtige richtung.
Lasst uns den erfolg nicht lang feiern und stattdessen direkt weiter machen!

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