Petition "Cannabis als Medizin" freigeschaltet!

  • Veröffentlicht am: 13. August 2014 - 10:02
  • Von: Maximilian Plenert

Die Petition "Cannabis als Medizin" an den deutschen Bundestag wurde zum Unterzeichnen freigeschaltet. Jetzt brauchen wir bis zum 10.09.2014 50.000 Unterschriften, damit der Petitionsausschuss eine öffentliche Anhörung zu diesem Thema veranstaltet. Initiator ist Dr. med. Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin. Der DHV ruft dazu auf, die Petition zu unterzeichnen und zu bewerben!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




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Georg Wurth fordert euch in einem Video zur Unterstützung auf. Nur mit eurer Hilfe ist es möglich, die 50.000 Unterschriften innerhalb der kurzen Zeitspanne zu sammeln und den Experten Franjo Grotenhermen in den Bundestag zu bringen. Auch wenn ihr schon viele Petitionen in den letzten Jahren unterschrieben habt: Diese hier ist wirklich wichtig! Bitte unterschreibt und informiert eure Freunde und Bekannte.

 

Aufruf zur Petition Cannabis als Medizin

Direkt zum Unterzeichnen geht es über diesen Kurzlink: www. hanf.to/medizinpetition
Direkt zum Ausdrucken der Unterschriftenlisten geht es hier: http://cannabis-medizin-petition.de/petition_download.pdf
Website der Petition mit weiteren Informationen: http://cannabis-medizin-petition.de
Youtube Kanal der Petition: https://www.youtube.com/channel/UC5Qm3FD7LDaKWCS83k11qvQ/videos
Facebook Seite der Petition: https://www.facebook.com/drgrotenhermen
Facebook Event zur Petition: https://www.facebook.com/events/514918615320940/

Hier der vollständige Text der Petition:

Arzneimittelwesen - Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung für die Behandlung mit Medikamenten auf Cannabisbasis vom 30.05.2014

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Bundesregierung Maßnahmen ergreift, damit die Kosten einer Behandlung mit Medikamenten auf Cannabisbasis bezahlt werden. Der Bundestag möge zudem beschließen, dass Strafverfahren gegen Patientinnen und Patienten im Zusammenhang mit einer durch einen Arzt bescheinigten notwendigen medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten grundsätzlich eingestellt werden.

Begründung

Patientinnen und Patienten, die von einer Behandlung mit Medikamenten auf Cannabisbasis profitieren, sollten unabhängig von ihren wirtschaftlichen Verhältnissen einen Zugang zu Cannabisprodukten erhalten. Die inhumane strafrechtliche Verfolgung von kranken Bundesbürgern, die mit Unterstützung ihrer Ärztin bzw. ihres Arztes eine Selbsttherapie mit Cannabis durchführen, muss beendet werden. So würden sowohl die Therapiefreiheit als auch die Menschenrechtssituation kranker Menschen in Deutschland spürbar verbessert.

In Deutschland können drei Medikamente auf Cannabisbasis auf einem Betäubungsmittelrezept verschrieben werden. Zudem besteht die Möglichkeit einer Ausnahmeerlaubnis durch die Bundesopiumstelle zur Verwendung von Medizinal-Cannabisblüten aus der Apotheke. In beiden Fällen müssen die Betroffenen die häufig nicht unerheblichen Behandlungskosten meistens selbst tragen.

Daher sind vermögende Patientinnen und Patienten in Deutschland hinsichtlich der Möglichkeiten der medizinischen Nutzung von Cannabisprodukten deutlich besser gestellt als weniger vermögende Patientinnen und Patienten. Es besteht in diesem Bereich eine Zweiklassenmedizin und eine medizinische Unterversorgung. Hunderttausende von Bürgerinnen und Bürgern sind heute mangels erschwinglicher Alternativen gezwungen, sich illegal mit Cannabisprodukten selbst zu therapieren.

In anderen Ländern wurden unterschiedliche Lösungen für dieses Problem gefunden. So erstatten viele Krankenkassen in den Niederlanden eine Behandlung mit Cannabisblüten. In Israel und Kanada sind die Preise für Cannabisprodukte wesentlich niedriger als in Deutschland. In Spanien ist der Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf erlaubt.

Wenn man eine ärztlich befürwortete Selbsttherapie nicht legalisieren möchte, so sollte wenigstens der § 31 des Betäubungsmittelgesetzes, nach dem bereits heute ein Strafverfahren eingestellt werden soll, wenn nur eine "geringe Schuld" vorliegt, sinnvoll erweitert werden. Bisher wird von einer geringen Schuld nur ausgegangen, wenn es um den Besitz einer kleinen Cannabismenge geht. Patientinnen und Patienten, die sich mangels Alternativen selbst therapieren, besitzen jedoch notwendigerweise häufig erhebliche Cannabismengen und sind zudem Wiederholungstäter. Es sollte Ärztinnen und Ärzten erlaubt sein, Empfehlungen für eine Selbsttherapie mit Cannabisprodukten auszusprechen, und Strafverfahren gegen Patientinnen und Patienten mit einer solchen ärztlichen Empfehlung sollten ebenfalls grundsätzlich eingestellt werden.

Internationale Vergleiche mit Ländern wie Kanada und Israel zeigen, dass die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Medikamenten auf Cannabisbasis unzureichend ist. Das mit der unhaltbaren gegenwärtigen Situation verbundene körperliche und seelische Leid durch unzureichend behandelte schwere Krankheitssymptome bzw. eine andauernde Angst vor Strafverfolgung darf nicht ohne Not fortgesetzt werden. Hier ist der Gesetzgeber in der Pflicht.

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