Zustimmung zur Legalisierung in Deutschland gesunken!? | DHV-Video-News #105

  • Veröffentlicht am: 16. Dezember 2016 - 17:38
  • Von: Georg Wurth

Zustimmung zur Legalisierung in Deutschland gesunken!? | DHV News #105

Die Hanfverband-Videonews vom 16.12.2016

• Zustimmung zur Legalisierung in Deutschland gesunken!?
• DHV stellt ein: Kommunikations-/Medien- und Eventmanager/in
• BKA-Drogendatei: Jetzt Aufklärung fordern!
• Münster: Tagung zu Cannabis-Modellprojekt
• Philippinen: Präsident Duterte erschießt selbst gern Verdächtige
• Kanada: Expertenkommission macht Vorschläge für Legalisierung
• USA: Bierkonsum sinkt in Legalize-Staaten
• DHV-Weihnachtsspendenkampagne
• Termine

Zustimmung zur Legalisierung in Deutschland gesunken!?

DHV stellt ein: Kommunikations-/Medien- und Eventmanager/in

BKA-Drogendatei: Jetzt Aufklärung fordern!

Münster: Tagung zu Cannabis-Modellprojekt

Philippinen: Präsident Duterte erschießt selbst gern Verdächtige

Kanada: Expertenkommission macht Vorschläge für Legalisierung

USA: Bierkonsum sinkt in Legalize-Staaten

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Kommentare

Betreff: Zustimmungsrückgang Legalisierungsfrage

Hi!
Erstmal: Ihr seid so geil, was für eine wunderbar detaillierte und sachliche Diskussion des Problems. Geradezu wohltuend in Zeiten der medialen Emotionswallungen. Wann wird Georg endlich als Bundespräsidentenkandidat nominiert? Aber nah, den brauchen wir ja hier noch.

Ich möchte noch einen möglichen Grund für das Absinken der Zustimmung nennen, ist natürlich pure Spekulation, ich verfüge über keinerlei Daten. *fake news???*
Deshalb und überhaupt ist das auch keine politische Stellungnahme, sondern einfach nur ein Überlegung von jemand, der gerne Überlegungen anstellt.

Also ich hab mir gedacht, evtl. hängt das neueste Ergebnis mit der Flüchtlings/Migrationsthematik seit Ende 2015 und der damit einhergehenden Polarisierung der gesellschaftlichen Positionen zusammen - insofern, dass davor eher apolitische Bevölkerungsteile, die der Legalisierung bisher neutral bis positiv gegenüberstanden, aber zugleich eine zunehmend ablehnende Haltung gegenüber Flüchtlingen entwickelten, durch die assoziative - und tatsächlich ja nicht völlig von der Hand zu weisende - Verbindung der Befürwortung der Legalisierung mit der politischen Linken/Linksliberalen und damit dem (neuen) ideologischen Gegner, von ihrer vorherigen, der Zustimmungen zuneigenden Neutralität in der Hanffrage abgerückt sind.
Eine Ablehnung liberaler Drogenpolitik durch zunehmende Annäherung an rechte Positionen bei bestimmten Gruppen scheint jedenfalls den entsprechenden ideologischen Gedankenlinien zu folgen.

Kurz, die Assoziation: Legalisierungsfreund = Migrationsbefürworter = links/liberal = politischer Gegner hat vielleicht ihren Anteil an den sieben Prozent.
Immerhin ist das Flüchtlingsthema seit über einem Jahr derart medial präsent, dass es mich nicht wundern würde, wenn es auch in andere politische "Randfragen" wie die Lega ausstrahlen sollte. Solche sachfremden und an sich unsinnigen Konnotationen wären natürlich bedauerlich, aber nicht beeinflussbar.
Bleibt nur, die hervorragende Pionierarbeit des DHVs weiter zu unterstützen.

Grüße, Hans

P.S.: Ich finde, der DHV sollte einen "Hanfverband" als Merch einführen. Einerseits kann man sich dann statementgerecht verbinden, wenn man ein Aua hat, andererseit kommt er auf Demos sicher gut, um die Verletzung des Selbstbestimmungsrechts öffentlichkeitswirksam anzuprangern...

Danke für die Blumen!
Ja, deine Spekulation liegt nahe. Unsere Gedanken gingen auch in diese Richtung. Jedenfalls ist Toleranz nicht gerade die vorherrschende Richtung bei der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung. Dabei mag es Nachteile haben, dass eher linksgerichtete Parteien auf unserer Seite sind, es schreckt die "Links-Gegner" eher ab, wenn es um Cannabis geht. Andererseits scheinen die politischen Fronten beim Thema Cannabis auch aufzuweichen. Unter meiner schriftlichen Analyse findest du die kompletten Umfrage-Daten incl. Parteienpräferenz:

https://hanfverband.de/nachrichten/blog/verwirrende-umfragen-sinkt-die-zustimmung-zur-legalisierung-in-deutschland

Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ wegen der jeweils kleineren Gruppen und sie weichen stark voneinander ab. Man könnte aber herauslesen, dass sich die Zustimmung tendentiell weniger am politischen Lager festmacht. Ein Institut hatte jedenfalls erstaunlich viele AfD-Wähler am Telefon, die für die Legalisierung waren. Spekulation halt.. :-)

Liest sich plausibel. Irgendwas muss ja passiert sein, das einen Einfluss auf die Meinung der Masse hatte. Repräsentative Umfrageergebnisse sind natürlich immer korrekt, selbst wenn man sie nicht erwartet hätte. Darum wollen die Briten auch keinen Brexit und der neue amerikanische Präsident ist eine Frau!

P.S.: Kennt jemand jemanden, der schon einmal von jemandem gehört hat, der von Forsa/Emnid/Infratest befragt wurde?

Stimmt nicht.Ich bin ein absoluter Legalisierungsbefürworter und werde es auch für immer bleiben.

Ebenso bin ich ein totaler Gegner davon,dass man jedes Jahr hunderttausende junge Männer aus dem Orient,zum größten Teil erzkonservativ,religiös verbohrt und im Besitz von allem,was gegen eine freie,tolerante Gesellschaft ist sind.

Habt ihr Liebhaber von Migranten aus dem Orient schon einmal diese Leute gefragt,was sie von einer freien Gesellschaft,mit freier Auslebung von Sexualität und Konsum von den Sachen,die man mag überhaupt halten?Fragt sie mal,was sie von Juden,Homosexuellen und Kiffern halten!Die meisten von diesen Leute wird sich nie assimilieren und sich immmer von der Gesellschaft abschotten.

Guckt Euch mal an,wie die Türken in der vierten(!) Generation Erdogan anhimmeln und verehren.Das ist IHR Präsident.Ich würde es gerne anders haben,aber 80% der Türken sind-obwohl sie in der vierten Generation sind-sowas von schlecht integriert,sie teilen nur sehr wenig,von dem,was wir unter einer freien,vielfältigen Gesellschaft verstehen.Wie wird das mit noch fremderen Völkern(islamischen) sein?

Ich bin für die Migration von Chinesen,Amerikaner,Japaner,Südamerikanern,Spaniern und auch von christlichen Syrern und Afghanen(denn die müssen wirklich um ihr Leben fürchten,leider auch in Deutschland,vor ihren Landsmännern).

Gegen die Legalisierung zu sein,ist genauso ein Blödsinn,wie für die Migration von Menschen zu sein,die nichts von einer freien,vielfältigen Gesellschaft halten und sie nie ausleben werden.Wer diese Probleme leugnet ist blind und war noch nie in einem "Ghetto".

Seit wann wird denn bei Entscheidungen nach der Mehrheit in der Bevölkerung gefragt?

Wieso also ausgerechnet bei der Legalisierung?

Gar kein blöder Gedanke. Das Verbot schadet ja auch der Mehrheit der Bevölkerung (auch wenn sie den Zusammenhang meist nicht sehen):
Die Polizei kann sich weniger um echte Kriminelle kümmern, da die wenigen Beamten mit Drogenkonsumenten beschäftigt sind.
Polizei und Justiz verprassen Unmengen an Steuergeldern, die andernorts genutzt werden könnten (Prävention, Suchthilfe, Rentenkasse etc.).
Eltern verlieren schneller die Kontrolle, da jugendliche durch die Prohibition schneller an Gras (und andere Drogen) kommen, als sie selbst. Und viele weitere Themen.

Natürlich wäre es schön, wenn die Bevölkerungsmehrheit hinter einer Regulierung stehen würde. Dennoch müsste alleine die Tatsache reichen, dass das Verbot keine positiven, dafür aber viele negative Effekte hat.

Zustimmungsrückgang:

Komischerweise liefern die Webseiten "esst-mehr-hundefleisch.de" und "hundefleisch-ist-eklig.de" die Ergebnisse auf die Umfrage zum Thema "Gehört mehr Hundefleisch auf den Speiseplan?" komplett unterschiedliche Ergebnisse. Keine Ahnung wie das passieren kann. Liegt bestimmt an den Telefoninterviews.

Scherz beiseite:
Ich erinnere mich, dass der Link zur Civey-Umfrage hier auf dieser Seite zu finden war. Das wird sicherlich nicht unerheblich dazu beigetragen haben, dass die Zustimmung höher war als bei der Telefonumfrage.

Das hat sicherlich die Rohdaten beeinflusst, die tatsächlich eine sehr hohe Zustimmung zur Legalisierung ergeben haben, um die 90 Prozent, glaube ich. Aber Civey hat uns versichert, dass sie das mit ihrer Umrechnungsformel in den Griff bekommen.

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