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Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nichts neues…

Gestern, am 22. Mai 2012 stellte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, den Drogen- und Suchtbericht 2012 vor. Große neue Erkenntnisse zur Drogenpolitik sind darin nicht zu finden, die Message ist: Oma Mechthild kümmert sich um die armen Süchtigen – mit einem reichlich eingeschränkten Horizont und ohne jeden Biss gegen Widerstände beispielsweise aus den eigenen Reihen beim Thema Glücksspiel. Repression existiert in ihrer Welt nicht, ansonsten stinkt es vor lauter regierungsamtlicher Selbstbeweihräucherung.

Manchmal ist es spannender zu schauen, was nicht erwähnt wird, als was erwähnt wird. Das Wort Repression taucht im Drogen- und Suchtbericht 2012 einzig einmal im Bericht über eine Delegationsreise der Drogenbeauftragten in die USA auf. Das Wort Verbot taucht nur im Kontext von Alkohol- und Tabakkonsum, Glücksspiel, Doping und Legal Highs auf. Deswegen titelte ich vorige Woche, dass der Teil 1 des Drogen- und Suchtberichts, der Repressionsbericht 2011 in Form der polizeilichen Kriminalstatistik, bereits erschienen sei.

FDP-Parteikollegin ASCHENBERG-DUGNUS faselt in ihrer Pressemitteilung das gleiche schräge Lied wie bei der Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik, Prävention durch Aufklärung sei die tragende Säule der Drogenpolitik.

Hierzu schrieb ich damals, was heute leider immer noch genauso richtig ist:

Angesichts der mehr als 200.000 Strafverfahren pro Jahr wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz – 3 von 4 Fälle davon sind konsumbezogene Delikte – und der geplanten verfassungsrechtlich höchst fragwürdigen Ausweitung des Betäubungsmittelgesetzes um Substanzgruppenverbote als Reaktion auf die Legal Highs ist eine solche Darstellung der Drogenpolitik und die Nennung des BtMGs im gleichen Atemzug mit Nichtraucherschutz und Jugendschutz der blanke Hohn. Die Behauptung, man konzentriere sich im Wesentlichen auf Prävention, während Repressionsmaßnahmen den weitaus größten Teil der finanziellen und personellen Ressourcen verschlingen, ist die größte Lüge in der deutschen Drogenpolitik.

Im Abschnit “1.2.4 Illegale Drogen” schreibt die Drogenbeauftragte:

… Eine Bedrohung für die gesamte Gesellschaft stellen auch der Drogenhandel und die Drogenkriminalität dar…

2/3 der gesamten “Rauschgiftkriminalität” sind konsumbezogene Delikte, also im wesentlichen das, was nach Abzug des Drogenhandels übrig bleibt und hier mit “Drogenkriminalität” beschrieben wird. Sind damit Drogenkonsumenten also nun eine “Bedrohung für die gesamte Gesellschaft”?

Beim Thema Cannabis als Medizin sieht die Bundesregierung keinen Handlungsbedarf. Die Anhörung im Gesundheitsausschuss zu dem Thema wird nicht erwähnt. Hier war der breite Konsens, dass die Versorgungslage alles andere als optimal ist.

Auch bei anderen illegalen Drogen tut sich wenig, der Ausbau der Heroinabgabe stockt weiterhin, die Versorgungslage bei Substitutionspatienten verschlechert sich und die tödliche Verweigerung einiger Bundesländer wie Bayern, Drogenkonsumräume anzubieten, wird weiter hingenommen.


Kommentare

11 Antworten zu „Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nichts neues…“

  1. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    ACHTUNG PARODIE! (Einfach nur Parodie, keine Beschimpfung und nichts!, PARODIE = verzerrt und überzogen! auf meine Art, also auch ein wenig “dreckig”)

    Andere Zeigen eben die Eintrittskarte von Pispers, und ich eben meine Überspitzten Kommentare 😉
    ————————————-

    FDP-Parteikollegin ASCHENBERG-ANUS pfurtzt in ihrer Presseverschleierung nicht weniger stinkende Heisse Luft, und stimmt ein in die schräge Hymne der Nationalsozialistischen Strategie zur Drogen- und Suchtverarsche, Verschleierung, Trug, Täuschung Verfolgung und Unterdrückung seien die tragenden Säulen der Befreiung des Deutschen Volkes vor diesem kiffendem Gesinndel!”

    (frei erfunden!)
    Fr. Merkel äusserte sich in einem Interview wie folgt:”Inhaftierung, und konsequente Aussgrenzung aus der Gesellschaft, dafür stehen uns Mittel wie Führerscheinentzug und anderweitige Repressalien zur Verfügung, zur Not gucken wir den Leuten in den Arsch” und fügte an:”Was ich, ähh also Wir damit sagen möchten ist, Wir als CHRISTLICH demokratische (Merkel lächelnd) UNION sollen ähh wollen doch dabei den Menschen nicht vergessen”.

    bkk.
    (blöder kiffer kommentiert)

  2. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    Nachtrag!

    Mal ganz davon abgesehen das man auch ohne Kiffen vor Blödheit nicht gefeit ist, und zudem sollte man nicht aus der Aussage weniger oder einzelner ein Gesamtbild konstruieren.

  3. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    @Name

    Na wenn es denn einen Hintergrund hat warum Sie das so sehen, dann bitte erklären Sie dies!

    Vllt. haben Sie ja in dem Kontext Ihrer Ansicht und Ihrer Aussage ja recht, ist ja nicht so das man trotz “Blödheit” nicht in der Lage ist an seinen Fehlern zu arbeiten!

    Oder war das nur ne pummeliche Provokation?

  4. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    Wenn ich mir die Kommentare hier mal ansehe, glaub ich doch langsam, dass Kiffen vielleicht ein bisschen blöd macht..

  5. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    Wir sind in der Minderheit ganz klar!

    Und was passiert mit Minderheiten in Deutschland?
    Richtig sie werden plattgemacht!

    War schon immer so in Deutschland.

    Im 3. Reich die Juden, in den 60ern die Schwulies und heute eben die Kiffer!
    Das ist doch alles nix neues.

    Was man dagegen tun kann?
    Ganz einfach wir müssen von der Minderheit zur Mehrheit werden!
    Das heißt?
    Fangt an zu missionieren! Laded jeden Nichtkiffer den Ihr kennt zu ‘ner guten Tüte ein. Verschenkt auch mal hin und wieder ein paar Gramm an Eure Eltern, Geschwister und deren Kinder. Evtl auch auf dem nächstgelegen Schulhof mal ein paar fertig gerollte Stickys verteilen. Je mehr Kiffer es werden desto besser.

    Denn sobald die Konsumenten in der Mehrzahl sind kann die Dyckmanns endlich auf den Friedhof und BTMG hat sich erledigt.

    Alles nur eine Frage der Mehrheitsverhältnisse!

  6. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    Wir haben es selber in der Hand das sich was ändert. Wenn wir nur dasitzen und nichts tun haben wir auf gut deutsch gesagt verkackt!

  7. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    [quote name=”lop”]was erwartet ihr denn neues???es wird sich nie was ändern wenn sich was ändern würde müsste sich die ganze gesellschaft ändern.mechtild dyckmanns kommt von einer ganz anderen gesellschaftlichen schicht als wir und hat eine ganz andere lebensphilosophie.das ist genauso gehirnwäsche wie die terroristen,nazis etc.solange es so eine politik wie jetzt geben wird heuchlerei…wird sich nie was ändern[/quote]

    Man,entschuldigung das ich langsam so abgeh,aber so ein gerede…
    Klar ändert sich nix wenn die ganzen Homegrower,Kleinstmengenkiffer,usw nicht endlich mal ihren Arsch in die Luft bekommen.
    Trotz mir hauptsächlichem medizinischen Anliegen setze ich mich wo es nur geht ein,würd gern mit einigen gesunden tauschen um mehr bewegen zu können.Und genau da geht mir der Hut hoch…lawern können se alle,aber die Aktisten alleine stehen lassen…is jawohl ne Sauerei.
    Lawer nicht,beweg was!
    Mach Flyer,schreib Briefe an Zeitungen,TV,Politik.
    Aber dafür gehts den meisten wohl immernoch viel zu gut.Wenns geknallt hat,ists zu spät,dann heulen alle wieder rum.Bewegt euch JETZT,grade ist ein Hype der langsam wieder abflacht,wozu gibt es Sozial Networks,wozu stellt der DHV,Geyer,SCM,ACM,Hanfjournal,Soft Secrets,und wie sie alle heißen Infos bereit.Die machen doch schon die Anfangsarbeit,ihr müßt doch eigentlich NUR dafür sorgen das die Wahrheit an die Menschen rankommt,mehr verlangt doch von euch niemand.

  8. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    Wenn Drogenkriminalität so ein Problem ist, warum hört sie dann nicht einfach damit auf Drogen und Nutzer zu kriminalisieren und stellt fortan kein Problem mehr dar? Aus dem Satz verstehe ich ehrlich das sie das Problem ist, denn sie(mechti) kriminalisiert und hetzt.
    Liebe Frau Mechtdingens…. Nutten und Prostitution waren auch nur solange ein Problem bis das Prostitutionsgesetzt rauskam. Auch wenn sie nicht wahrhaben wollen, das es durch die ganze Gesellschaft praktiziert wird. Da kann man noch so viel Predigen von Aids und allen möglichen Gefahren. Prostitution hat einen Jahresumsatz von 15 MRD € in deutschland. Die Gefahr für die Prostituierten entstand nicht durch den Beruf an sich, sondern das Prostituierte in ihren Handlungen nicht vom Gesetz toleriert wurden. Leute wie Frau Mechti waren das Problem und sind es heute noch.

  9. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    was erwartet ihr denn neues???es wird sich nie was ändern wenn sich was ändern würde müsste sich die ganze gesellschaft ändern.mechtild dyckmanns kommt von einer ganz anderen gesellschaftlichen schicht als wir und hat eine ganz andere lebensphilosophie.das ist genauso gehirnwäsche wie die terroristen,nazis etc.solange es so eine politik wie jetzt geben wird heuchlerei…wird sich nie was ändern

  10. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    [quote]Sind damit Drogenkonsumenten also nun eine “Bedrohung für die gesamte Gesellschaft”?[/quote]

    Eigentlich stellen Drogenkonsumenten keine direkte Bedrohung für die gesamte Gesellschaft dar.
    Es besteht aber die Gefahr das die verhängten Kriminalstrafen auf den Konsumenten, bzw. dem zum Täter ernannten Konsumenten, unangemessen sind; und damit eine unerwünschten Abdrängung des Konsumenten aus der “normalen” Gesellschaft in die Drogenszene und einer Solidarisierung mit ihr stattfindet. (Siehe BVerfGE 90, 145,188)

    Je nach Drogenszene (kleiner Homegrower oder kriminelle Organisation) kann diese durchaus eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen.

    Das ist die Kehrseite von den Gesetzten die einen abschreckenden Charakter haben sollen und den Menschen vor sich selbst beschützen bzw. ihm die Freiheit/Verantwortung über sich selbst entziehen.

  11. Anonymous

    RE: Drogen- und Suchtbericht 2012 erschienen – Von Dyckmans nich
    …. das könnte schneller gehn mit der legalisierung ….