Medizin-Gesetz in Kraft getreten | DHV-Video-News #115

  • Veröffentlicht am: 10. März 2017 - 18:24
  • Von: Georg Wurth

Medizin-Gesetz in Kraft getreten | DHV News #115

Die Hanfverband-Videonews vom 10.03.2017

• Medizin-Gesetz in Kraft getreten
• Cannabisagentur vorgestellt
• DHV-Kinospots: Nummer Eins erledigt
• Berlin: 0-Toleranz-Zone soll in wenigen Wochen aufgehoben werden
• Frank Tempel hat unsicheren Listenplatz
• Lindenstraße - auch mal probieren
• Termine

Medizin-Gesetz in Kraft getreten

Cannabisagentur vorgestellt

DHV-Kino-Spots: Nummer Eins erledigt

Berlin: 0-Toleranz-Zone soll in wenigen Wochen aufgehoben werden

Frank Tempel hat unsicheren Listenplatz

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Termine der kommenden zwei Wochen


Kommentare

Liste der Krankheiten, für die das BfArM schon Ausnahmegenehmigungen erteilt hat. Die Liste ist nicht 100 % aktuell, es sind noch ein paar Indikationen dazu gekommen, zum Beispiel Restless Leg Syndrom.
Bei diesen Krankheiten ist eine Nutzung von Cannabis quasi staatlich anerkannt. In allen diesen Fällen sollte es Ärzten grundsätzlich möglich sein, Cannabis zu verschreiben.

Häufig:

• chronische Schmerzen
• Multiple Sklerose
• Tourette-Syndrom
• depressive Störungen
• ADHS

Außerdem:

•  Allergische Diathese
• Angststörung
• Appetitlosigkeit und Abmagerung
• Armplexusparese
• Arthrose
• Asthma
• Autismus
• Barrett-Ösophagus
• Blasenkrämpfe
• Blepharospasmus
• Borderline-Störung
• Borreliose
• Chronische Polyarthritis
• Chronisches Müdigkeitssyndrom
• Schmerzsyndrom nach Polytrauma
• Chronisches Wirbelsäulensyndrom
• Cluster-Kopfschmerzen
• Colitis ulcerosa
• Epilepsie
• Failed-back-surgery-Syndrom
• Fibromyalgie
• Hereditäre motorisch-sensible Neuropathie mit Schmerzzuständen und Spasmen
• HIV-Infektion
• HWS- und LWS-Syndrom
• Hyperhidrosis
• Kopfschmerzen
• Lumbalgie
• Lupus erythematodes
• Migraine accompagnée
• Migräne
• Mitochondropathie
• Morbus Bechterew
• Morbus Crohn
• Morbus Scheuermann
• Morbus Still
• Morbus Sudeck
• Neurodermitis
• Paroxysmale nonkinesiogene Dyskinese (PNKD)
• Polyneuropathie
• Posner-Schlossmann-Syndrom
• Posttraumatische Belastungsstörung
• Psoriasis (Schuppenflechte)
• Reizdarm
• Rheuma (rheumatoide Arthritis)
• Sarkoidose
• Schlafstörungen
• Schmerzhafte Spastik bei Syringomyelie
• Systemische Sklerodermie
• Tetraspastik nach infantiler Cerebralparese
• Thalamussyndrom
• Thrombangitis obliterans
• Tics
• Tinnitus
• Trichotillomanie
• Urtikaria unklarer Genese
• Zervikobrachialgie
• Folgen von Schädel-Hirn-Trauma
• Zwangsstörung

Danke für die Zusammenstellung!

In den nächsten Wochen und Monaten werden sicherlich etliche Leute versuchen, sich über Haus/Facharzt entsprechende Rezepte zu besorgen. Da schliesse ich mich ein, meine "Selbstmedikamentation" (nicht meine Worte) findet seit Jahren mit dem Wissen und der Unterstützung der behandelnden Ärzte statt, die bis jetzt auf moralische beschränkt war.
Das könnte sich nun ändern.

Da wäre es vielleicht interessant, ein wenig systematisch an feedback zu kommen:
Wer versuchts warum wo bei wem mit welchem Ergebnis.

Evtl. wird manches da zumindest in der Anfangszeit unterschiedlich gehandhabt.
Was sich natürlich einpendelt: Eine Gleichbehandlung der Patienten muss gewährleistet sein. Was aber, so denke ich, erst einmal nicht der Fall sein wird. Zu unterschiedlich sind da wohl die Bewertungen und Kenntnisse bei den Ärzten. Da gibt es Unsicherheiten und daher auch erst einmal keine Einheitlichkeit.
Das wird sich erst nach und nach einspielen.

Ohne Euch da Arbeit aufdrücken zu wollen:
Aber wär es nicht gerade in dieser Übergangszeit, in der manches schwer kalkulierbar ist weil die Erfahrungen fehlen, eine Idee betroffene Patienten aufzurufen, Euch ihre Erfahrungen nach der Gesetzesänderung mitzuteilen?
Evtl. liesse sich da online ein Formular vorbereiten, wo man anonym Grund, Verlauf, Ergebnis, Region uä. erfassen könnte?
Natürlich laufen begleitende Studien, aber bis deren Ergebnisse vorliegen werden ein paar Jahre vergehen. Gerade jetzt zu Beginn könnte es doch hilfreich sein, zu sehen:
Patient A mit Krankheit X bekommt in C-Stadt Hanf verschrieben,
Patient B mit der gleichen Krankheit in D-Stadt nicht.

Sehr ausführliche, gut verständliche und merklich engagierte Berichterstattung! Der Kampf um Cannabis als Medizin ist gewonnen, nun geht es um die Entkriminalisierung der Konsumenten und die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel.

Let's legalize it!

Liebe Menschen vom DHV,

Kann ich mir als Dronabinol-Patient aus Österreich nun auch bei Aufenthalten in Deutschland Cannabis`als Medizin verschreiben lassen?
Reicht dafür mein Dronabinol-Ausweis?
Danke für Eure Antwort!
Liebe Grüße
Boris

Jeder kann sich Blüten oder Fertigarzneimittel von jedem Arzt (ausgenommen Tierärzte und Zahnärzte) auf eigene Kosten verschreiben lassen.

P.S.: Sofern sich der Arzt dazu bereit erklärt. Das dürfte die größere Hürde darstellen, insbesondere wenn ihm der Patient zuvor nicht bekannt war.

Was ist denn mit den Star-Krankheiten Katarakt, Glaukom oder Amaurose? Ich dachte, das hilft da auch.

ja! hilft! mit der dementsprechenden Menge an CBD. du solltest eine Arzt mit Cannabis- Kenntnissen konsultieren. Habe das selbe Problem und auch noch ab und an Glaukom-Anfall. Dies wirkt sich in Form von unvorstellbaren Schmerzen in dementsprechenden Bereich des Auges oder sogar auf Beide Augenbereiche mit Frantalstirnlappen-Schmerzen des Gehirnes aus. Dann bin ich alsolut zu nichts in der Lage, bis die Schmerzen abklingen (nehme dagegen ausschließlich canadisches Aspirin - ohne Nebenwirkungen, wie unsere Nedizin)Da ich Kraftfahrer bin, kann ich leider keine weiteren Behandlung OHNE med. Freigabe erlauben und
nehme z.Zt. kein CBD -haltige Medizin mehr zu mir.
good wees mfg. cosmo

Also mit CBD als Rezepturarzneimittel (>99%, gelöst in Öl oder in Kapseln) gibt es garantiert keine Probleme mit dem Führerschein. Der Grenzwert für THC in Nahrungsmitteln liegt bei 0,2%. Im Rezepturarzneimittel ist der Wert weit darunter und man braucht nur sehr wenig davon.

Kann man auch als Österreicher sich von einem Arzt in Deutschland dann den Hanf in Deutschland verschreiben lassen? Oder geht das nur für in Deutschland lebende Menschen.. ?

Die Hoffnung stirbt zuletzt ! Wissentswerte Beitragsgetaltung und sehr gut - Doch... leider wird mit dem Gesetz der med. Versorgung die Kranken Personen (wie auch ich) mit Cannabis als Medizin ab Beginn an Schindluder getrieben. NUR die sog. besonders "Verauenswürdigen" C.-Agenturen der Pharmaindustrie, sowie ausgebende Apotheken werden davom finanziell - wie immer in Deutschland -- profittieren. Der Ausgabepreis liegt jetzt schon jenseits von Gut und Teuer. Schaut mal den Patientenpreis in Israel an ! ! ! Geschweige denn - den in USA oder auch Uruquay.. oder.. oder.. oder ! Sollte der Preis/Gr. über € 10,-- liegen, wird NIEMALS der illegale Markt verschwinden. Es wird eine SEHR HOHE Hürde bei den Krankenkassen geben, die exorbitanten Preise über € 25.-- pro med. Cannabis geben - und NUR ganz wenige Patienten können sich die Preise selbst. leistem.
good weed euer COSMO

Das ist leider richtig und eben der Grund dafür, dass der legale Eigenanbau unbedingt notwendig ist. Das Argument, die Patienten könnten dann die Dosis nicht genau kontrollieren ist an den Haaren herbei gezogen. Natürlich können sie die Dosis nicht aufs PPM genau bemessen, aber das müssen sie auch nicht. Da eine gefährliche Überdosis unmöglich und der THC/GHB-gehalt pro Pflanze konstant ist, sind die "Gefahren" für die Patienten absolut selbst einschätzbar. Wenn sie den Wirkstoffgehalt überprüfen lassen könnten gäbe es überhaupt keinen Unterschied zum gekauften Arzneimittel.

Der Eigenanbau wird derzeit nur aus einem Grund nicht erlaubt: man kann damit kein Geld verdienen. Alles andere ist Wahlkampf-Gerede der konservativen.

Den Schwarzmarkt wird die medizinische Freigabe kaum beeinflussen. Um den auszutrocknen muss Cannabis für Erwachsene legal erwerblich und der Eigenanbau legal sein. Leider liegt auch da den entsprechenden Parteien offensichtlich nichts am Schutz der Patienten, Konsumenten oder Kindern und Jugendlichen.

Die medizinische Freigabe, so richtig sie ist, war nur dazu gedacht, Patienten den Eigenanbau zu verbieten. Der Regierung sind die Ausnahmegenehmigungen einfach zu oft erteilt worden.

Wir reden hier über Gras als Arzneimittel. Nicht über Spass-Gras.
Dass die Herstellung von Arzneimitteln gewissen Standards entsprechen muss, schon allein im Patienteninteresse, sollte doch einleuchten. Und wenn Gras in diese Schublade fällt, dann gilt dafür die gleichen Anforderungen wie für jedes andere Medikament.
Das mag in dem Einzelfall nicht nachvollziehbar sein, die Regelung insgesamt ist wohl schon.
Was meinst Du, was die Pharma-Firmen jubeln würden, gäbe es da keine entsprechend harten Vorschriften?
In einer gewissen Weise ist das die Kehrseite bzw. "Nebenwirkung" des Erfolgs der med. Freigabe.
Med. Marijuane wird nicht schlechter behandelt als andere Arzneimittel - aber auch nicht besser.

Dass die med. Freigabe irgendwie den Schwarzmarkt beeinflussen könnte, seh ich auch nicht. Mir ist daber als Argument für die med. Freigabe gar nicht so erinnerlich. Die allermeisten, die sich auf dem Schwwarzmarkt versorgen, dürften Genusskiffer sein.

Ich finde die Kritik an der jetztigen Regelung, die eine ungeheure Verbesserung ist, lange unvorstellbar war und mit Sicherheit ein ganz wichtiger Schritt für die Legalisierung als Genussmittel ist, ist etwas überspannt.

Das ist schliesslich nur ein Etappensieg. Nicht mehr. Aber immerhin.
Dass die Gerichte den Eigenanbau in Ausnahmefällen überhaupt gestatten haben, lag an den Versäumnissen des Gesetzgebers. Darauf hat die Justiz reagiert, und darauf wieder der Gesetzgeber.
So funktioniert die Gewaltenteilung nun mal in der Praxis.

Und diese übliche Gerede von "damit kann man kein Geld verdienen" veranlasst mich dann doch zu zwei Bemerkungen:

- Du kannst gerne ein Unternehmen gründen, dass keinen Gewinn machen will. Nach der Pleite, mit den Schulden bei Deinen Lieferanten usw. auf dem Buckel, dem Arbeitsplatzverlust Deiner Angestellten wirst und angesichts der hungrigen Mäuler Deiner Kinder wirst Du das vielleicht überdenken. Das hat nicht nur was mit Geldgeilheit zu tun, sondern mit Verantwortung.
Auch eine Freigabe des Grases wird die Gesetze des Marktes nicht ausser Kraft setzen sondern sich in deren Rahmen abspielen. Es wird auch eine Kommerzialisierung des legalen Gras-Marktes kommen. McKiff wird seine Filialen öffnen und mit Discount-Preisen dem heimischen idealistischen Grasbauern zur Konkurrenz. usw.
Zudem ist die Kommerzialisierung längst da wie man am Merchandising-Geschäft, Aufkleber, T-Shirts usw. (da geben ja auch Konsumkritiker ihr Geld aus, und es gibt kaum etwas Kommerzielleres als Merch...), dem headshop-Markt oder Entwicklungen wie bei Bulldog/A`dam sehen kann.

- Wenn Du erwartest, eine Legalisierung würde auch den privaten schrankenlosen Anbau freigeben, irrst Du Dich ganz sicher. EIN wichtiges Argument FÜR die Legalisierung sind Steuereinnahmen. Es mag eine Regelung kommen wie beim Bierbrauen für den Eigenbedarf. Aber eine völlige, unkontrollierte Freigabe zu fordern würde dem Argumten "Steuern" und evtl. auch "Schwarzmarkt" den Boden unter den Füssen wegziehen. Die Bereitschaft derjenigen, deren Zustimmung man braucht und die durch wirtschaftl. Argumente anzusprechen sind, würde gegen Null sinken.
Eine Freigabe wird Ergebnis eines Kompromisses sein. Nicht eine Kapitulation des Gesetzgebers vor der Radikalposition der Befürworter. Das hat er nicht nötig, er sitzt am Drücker. Wir sollten ihm die Zustimmung einfacher machen statt zu erschweren. Und das mit dem Zeug Geld zu verdienen ist, für die Wirtschaft, für den Staat - das ist ein gewichtiges Argument. Um damit zu wuchern und zu einem Kompromiss zu kommen, kann man auf dieser Ebene keine Komplettfreigabe des Privatanbaus fordern. Es würde anderen Argumenten in den Rücken fallen.

Aber insgesamt sollt man bei der breiten öffentlichen Kritik (die mich überrascht!) an der neuen Regelung doch auch im Hinterkopf haben, wie wichtig und richtig sie ist (und bei aller Macht, den manche den Pharma-Firmen unterstellen: wäre es für die nicht bequemer und wirtschaftlicher gewesen, schon die neue Regelung zu verhindern? Eigtl. hat man hier ne Möglichkeit, seine Vorurteile ein wenig an der Realität zu messen statt immer noch mit diesem Klischee im Kopf rumzulaufen - NIEMAND steckt mehr Geld in die Erforschung von med. Gras als die Pharmaindustrie! Nur diesen Forschungen ist es zu verdanken, dass man überhaupt zu einer Regelung wie der jetzigen gekommen ist!)
und
dass diese Regelung gar nicht alle Probleme lösen kann, soll oder will:
Das Ziel bleibt die Freigabe an Erwachsene.
Warum nörgeln auf einmal so viele an diesem wahnsinnigen Fortschritt herum?
Man kann sich die Erfolge auch kleinreden.
Aber was hat man davon?

kleine Korrektur: "NIEMAND steckt mehr Geld in die Erforschung von med. Gras als die Pharmaindustrie!"

Das meiste Geld in diesem Bereich dürfte von Universitäten und aus öffentlichen Mitteln stammen. Es gibt weltweit nur sehr wenige zugelassene Fertigarzneimittel auf Cannabisbasis.

Bei synthetischen Cannabinoiden zur medizinischen Verwendung sieht es anders aus, da dürfte die Pharmaindustrie tatsächlich Vorreiter sein.

Slate schrieb:

- Du kannst gerne ein Unternehmen gründen, dass keinen Gewinn machen will. [...] Das hat nicht nur was mit Geldgeilheit zu tun, sondern mit Verantwortung.

Es sind zwei paar Schuhe, ob man mit einem eigenen Produkt Geld verdient oder quasi aus Gewohnheit das Monopol (bzw. Oligopol) auf ein fremdes Produkt fordert. Die Pharma-Industrie hat kein Anrecht darauf, mit Cannabis Geld zu verdienen. Die Forschung wird meist aus öffentlichen Geldern finanziert (hauptsächlich in Israel).

Slate schrieb:

- Wenn Du erwartest, eine Legalisierung würde auch den privaten schrankenlosen Anbau freigeben, irrst Du Dich ganz sicher. EIN wichtiges Argument FÜR die Legalisierung sind Steuereinnahmen. Es mag eine Regelung kommen wie beim Bierbrauen für den Eigenbedarf.

Genau das fordere ich ja. Der Privatanbau muss für Erwachsene legal sein. Du darfst ja auch Tabak, Gerste und Hopfen selbst anbauen und damit Tabakwaren und Alkoholika herstellen. Was den Eigenbedarf überschreitet muss versteuert werden und die Abgabe an Jugendliche bleibt eh strafbar.
Und wer seine Produkte dann (gewinnbringend) verkaufen will muss sich natürlich anderen Regeln unterwerfen.
Genau diese Regelungen will ich auch für Cannabis. Mit einer Sonderstellung hat das nichts zu tun. Eher mit einer Gleichstellung.
Im Endeffekt würden Freizeitkonsumenten durch ihren Eigenanbau nicht wie Schwerverbrecher behandelt und die Polizei könnte sich auf den echten Schwarzmarkt konzentrieren. Der würde somit ziemlich schnell bedeutend kleiner werden, wie man in anderen Ländern gesehen hat.
Zudem würde der legale Privatanbau auch die Steuereinnahmen kaum beeinflussen. Ich hab hier im Umkreis von 100 km über 200 Brauereien, die ziemlich gut laufen. In Discountern gibt es eine größere Auswahl an Alkoholika als an Gemüse.
Die Steuereinnahmen durch Tabakwaren sind mittlerweile höher, als die Gesundheitskosten, die Raucher verursachen (wenn man den frühen Tod mit einberechnet). Trotz Rauchverboten.

Das Geld, das sich mit Drogen verdienen lässt liegt auf der Straße. Da geb ich es lieber dem Staat (also uns), als Pharma-Konzernen und kriminellen Organisationen.

Habe seit 7 Jahren Bruxximus nächtliches Zähnepressen und Knirschen. Hab bereits einige Entspannungstherapien verschrieben bekommen und probiert. (Autogenes Trainings , Physiotherapie, Massagen) Habe eine auf meinen Kiefer speziell angepasste Bisschen für die Nacht und auch schon 2 durchgebissen. Zudem habe ich meine untere Zahnreihe heruntergeschliefen bevor ich die Schiene hatte. Und auch mit der Schiene mir noch eine Hälfte eines Zahnes herausgebissen.

Kommt Cannabis für mich in Frage? (unabhängig von der persönlichen Meinung eines Arztes?)

Gruss David

Cannabis kann eine gute Ergänzung zu deiner bisherigen Therapie darstellen, probier es aus. Versuche auch herauszufinden, ob CBD oder THC dir besser hilft.

Jetzt ist es raus... Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bezweifeln Wirksamkeit und haben vor allem keine Bereitschaft längerfristig die medizinisch notwendigen Cannabismedikamente zu übernehmen... Ja wer hat hier welche Interessen...?

Der Gesetzgeber wollte den Anbau von Cannabis unterbinden.
Die Pharmaindustrie Ihre Umsätze sichern.
Die Krankenkassen auf keinen Fall zahlen.
Die Kassenärzte haben Sorgen, dass ihr Kassen-Budget überschritten wird und fürchten Mehrarbeit und scheuen ggf. die „Fortbildung“

Was macht man da als GKV wenn dann ein Gesetz doch kommt: Man bezweifelt einfach dass Cannabis in einer ganzen Reihe von Fällen helfen kann...;
Um dann die Anträge der Kranken allenfalls für Todkranke nach entsprechender Hartnäckigkeit zu bewilligen. Wer „aufmuckt“ wird an die Gerichte verwiesen.

Würde man eine sinnvolle Hanf Politik betreiben, könnte man längerfristig Kosten sparen und z.B. Nebenwirkungen von Morphin bei chronisch Kranken vermeiden.

Die Öffentlichkeit merkt von dieser Situation wenig, weil für die Mehrzahl der Bevölkerung das eh sehr suspekt ist. Stichworte in der Presse hierzu: „Kiffen auf Rezept“ Das es hier um Medizin für chronisch Kranke geht und es Jeden morgen selbst erwischen kann, realisieren leider – bis jetzt- erst wenige Menschen.

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