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Best of IACM-News März – Mai

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Meine persönliche Auswahl der IACM-Nachrichten zum Thema Cannabis als Medizin März – Mai:

  • USA: Im November werden die Bürger von Colorado über die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum abstimmen
  • USA: Mehr als 4000 registrierte Cannabispatienten in Rhode Island und Neumexiko
  • Wissenschaft: Der Einfluss von Cannabis auf den zerebralen Blutfluss
  • Cannabinoide hemmen die Vermehrung von HI-Viren in späten Aids-Stadien
  • USA: New Jersey und Washington D.C. werden Cannabisverteilungsstellen erhalten
  • Cannabiskonsum erhöht das Risiko für chronische Bronchitis
  • Gerauchter Cannabis reduziert Symptome der multiplen Sklerose
  • Cannabidiol ist ähnlich wirksam bei der Schizophrenie wie ein Standard-Medikament
  • USA: Richter am Obersten Gerichtshof von New York mit Krebs verwendet Cannabis
  • Europa: Zulassung von Sativex in zehn weiteren EURopäischen Ländern erwartet
  • USA: Cannabisverteilungsstellen könnten in Rhode Island öffnen
  • Presseschau: Haschischkonsum durchlöchert das Gedächtnis (Die Welt)
  • Presseschau: Wundermittel Hanf: vom Rausch- zum Arzneimittel (gesund.co.at)
  • Bewegte Bilder: Cannabis gegen Tourette – nur der Joint hilft Billy Wieschollek (Sat1)
  • Presseschau: Die Kombinationsbehandlung von Cannabis mit Ketamin (Hanf Journal)
  • Cannabispatient erhält Führerschein zurück
  • Presseschau: Der einzige Cannabis-Apotheker der Schweiz (Tagesanzeiger, Schweiz)

Aus den IACM-Informationen vom 10. März 2012:

USA: Im November werden die Bürger von Colorado über die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum abstimmen

Die Wähler von Colorado werden bei einer Abstimmung im November gebeten, darüber zu entscheiden, ob Cannabis für den Freizeitkonsum legalisiert werden soll. Der Gesetzentwurf würde, wenn er von den Wählern angenommen wird, den Besitz bis zu einer Unze (etwa 28 Gramm) Cannabis oder bis zu sechs Pflanzen beim Anbau legalisieren. Er würde auch einen regulatorischen Rahmen für den Verkauf von Cannabisprodukten und die Anwendung von Verkaufs- und Verbrauchsteuern schaffen. Zudem würde der Anbau von Nutzhanf legalisiert. Eine Bestimmung des Gesetzes würde dafür sorgen, dass die ersten 40 Millionen US-Dollar an Steuereinnahmen, die aufgrund von Cannabisverkäufen eingenommen wurden, für den Bau öffentlicher Schulen verwendet werden. Alle Einnahmen über diese 40 Millionen Dollar hinaus würden in den allgemeinen Staatshaushalt fließen.

Bisher erlaubt kein Staat die Verwendung von Cannabis für den Freizeitkonsum. Eine Gesetzesinitiative in Kalifornien war im Jahr 2010 gescheitert. Colorado ist einer der 16 Staaten und Washington D.C., der bereits den Cannabiskonsum für medizinische Zwecke erlaubt, auch wenn Cannabis nach den Bundesgesetzen weiterhin als illegales Betäubungsmittel eingestuft ist. Die öffentliche Meinung ist hinsichtlich des Nutzens der vollständigen Legalisierung geteilt. Zur Zeit sind nach dem medizinischen Cannabisgesetz, das 2000 in Colorado verabschiedet wurde, 80.000 Patienten, die Cannabis verwenden dürfen, registriert.
Mehr unter:
www.reuters.com/article/2012/02/28/uk-usa-marijuana-colorado-idUSLNE81R00V20120228
(Quelle: Reuters vom 28. Februar 2012)

USA: Mehr als 4000 registrierte Cannabispatienten in Rhode Island und Neumexiko
Gegenwärtig sind 4416 Personen im medizinischen Cannabisprogramm von Rhode Island registriert. In Neumexiko gab es im letzten Oktober 4310 medizinische Cannabispatienten, und die führende Kategorie war PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) mit 1854 Patienten. (Quellen: Associated Press vom 1. März 2012, Las Cruces Sun-News vom 5. März 2012)

Wissenschaft: Der Einfluss von Cannabis auf den zerebralen Blutfluss
Forscher des VA San Diego Healthcare System (USA) untersuchten die Wirkungen des Cannabiskonsums auf den Blutfluss im Gehirn von Heranwachsenden. Verglichen mit 23 Nichtkonsumenten zeigten 23 Cannabiskonsumenten einen reduzierten Blutfluss in vier Regionen der Hirnrinde und eine Zunahme des Blutflusses in einer Region. Nach vierwöchiger Abstinenz gab es zwischen den beiden Gruppen keinen Unterschied mehr. (Quelle: Jacobus J, et al. Psychopharmacology (Berl), 7. März 2012 [im Druck])

 

aus den IACM-Informationen vom 24. März 2012:

Wissenschaft/Zellen: Cannabinoide hemmen die Vermehrung von HI-Viren in späten Aids-Stadien

Forscher der Mount Sinai School of Medicine in New York (USA) haben entdeckt, dass Cannabinoide, die an den CB2-Rezeptor binden, andere Rezeptoren auf bestimmten Immunzellen aktivieren, die direkt den HI-Virus in späten Aids-Stadien hemmen können. “Wir wussten, dass Cannabinoid- Substanzen wie Marihuana eine therapeutische Wirkung bei Aids-Patienten haben können, haben jedoch nicht verstanden, wie sie die Verbreitung des Virus selbst beeinflussen”, erklärte die Autorin der Studie Dr. Cristina Costantino. “Wir wollten Cannabinoidrezeptoren als mögliche Angriffspunkte für pharmazeutische Behandlungen untersuchen, die Symptome später Aids-Stadien behandeln und das weitere Fortschreiten der Erkrankung ohne die unerwünschten Nebenwirkungen von medizinischem Marihuana verhindern.”

Der HIV infiziert bestimmte Immunzellen, aktive T-Zellen, die den CD4-Rezeptor tragen, was dazu führt, dass diese Zellen nicht mehr in der Lage sind, die Infektion zu bekämpfen. Um sich auszubreiten, benötigt der Virus die Aktivierung so genannter ruhender T-Zellen. Bei fortgeschrittenem Aids verändert sich der HIV, so dass er diese ruhenden T-Zellen infizieren kann. Er erhält Zutritt zu diesen Zellen durch Verwendung eines Signalrezeptors mit dem Namen CXCR4. Durch eine Behandlung der Zellen mit einem Cannabinoid-Agonisten, der den CB2-Rezeptor aktiviert, wurde dieser Signalprozess blockiert und die Infektion durch den Virus unterdrückt. “Die Entwicklung eines Medikaments, das nur den CB2 triggert, als eine zusätzliche Behandlung zur antiviralen Standard-Medikation könnte helfen, die Symptome der späten Aids-Erkrankung zu lindern, und verhindern, dass der Virus sich weiter ausbreitet”, erklärte Dr. Costantino. Weil der HIV den CXCR4 nicht in den frühen Stadien der Infektion verwendet, um die Infektion der Immunzellen zu beschleunigen, scheint es so zu sein, dass CB2-Agonisten nur in den späten Krankheitsstadien wirksame antivirale Medikamente sind.

Als ein Ergebnis dieser Entdeckung in Zellexperimenten plant das Forscherteam, das von Professor Benjamin Chen von der Mount Sinai School of Medicine geleitet wird, ein Mausmodell für späte Aids-Stadien zu entwickeln, um die Wirksamkeit eines Medikamentes zu untersuchen, das den CB2-Rezeptor aktiviert. Im vergangenen Jahr hatte ein Forscherteam von der Universität von Louisiana in New Orleans (USA) eine Studie veröffentlicht, nach der THC bei Rhesusaffen, die mit dem SI-Virus, das ein Äquivalent zum HI-Virus ist, die Zahl der Viren reduzierte und das Fortschreiten der Aids-ähnlichen Erkrankung hemmte.

Mehr unter:
www.sciencedaily.com/releases/2012/03/120320195252.htm
www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0033961
(Quellen: Science Daily vom 20. März 2012; Costantino CM, Gupta A, Yewdall AW, Dale BM, Devi LA, Chen BK. Cannabinoid Receptor 2-Mediated Attenuation of CXCR4-Tropic HIV Infection in Primary CD4+ T Cells. PLoS One, 20. März. 2012 [im Druck])

 

aus den IACM-Informationen vom 21. April 2012:

USA: New Jersey und Washington D.C. werden Cannabisverteilungsstellen erhalten
Am 16. April erteilte New Jersey seine erste Genehmigung für ein Unternehmen, damit es sofort beginnen kann medizinischen Cannabis anzubauen. Cannabis könnte für Bewohner des Staates mit chronischen Erkrankungen im Sommer verfügbar sein, erklärte Donna Leusner, Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Washington D.C. erteilte am 30. März 6 Cannabisanbauern eine Lizenz. Damit setzt der Distrikt endlich das medizinische Cannabisprogramm um, das im Jahr 1998 von den Wählern angenommen wurde. (Quelle: Washington Post vom 6. April 2012, Wall Street Journal vom 17. April 2012)

Wissenschaft/Mensch: Cannabiskonsum erhöht das Risiko für chronische Bronchitis
Nach einer prospektiven Langzeitstudie mit 299 Teilnehmern an der Universität von Kalifornien in Los Angeles (USA) erhöhen sowohl Tabak- als auch Cannabis-Rauchen das Risiko für die Entwicklung einer chronischen Bronchitis. Wenn die Teilnehmer das Rauchen einstellten, hatten sie so wahrscheinlich chronische Atemprobleme wie Personen, die nie geraucht hatten. Die Autoren folgerten, dass “diese Befunde den Nutzen der Beendigung des Marihuana-Rauchens bei der Bewältigung von vorbestehenden Symptomen einer chronischen Bronchitis zeigen”. (Quelle: Tashkin DP, et al. COPD, 12. April 2012 [im Druck])

 

aus den IACM-Informationen vom 19. Mai 2012:

Wissenschaft/Mensch: Gerauchter Cannabis reduziert Symptome der multiplen Sklerose

Eine klinische Studie mit 30 erwachsenen Patienten mit multipler Sklerose an der Universität von Kalifornien in San Diego hat gezeigt, dass gerauchter Cannabis eine wirksame Behandlung der Spastik darstellen könnte. Die Placebo kontrollierte Studie führte auch zu einer reduzierten Schmerzwahrnehmung. Die Studienleiterin Dr. Jody Corey-Bloom und ihre Kollegen teilten die Teilnehmer zufällig einer von zwei Gruppen zu, von denen eine drei Tage lang einmal täglich Cannabis rauchte, und die andere identische Placebo-Zigaretten erhielt. Nach einem 11-tägigen Intervall wechselten die Teilnehmer zur anderen Gruppe.

“Wir fanden heraus, dass gerauchter Cannabis Placebo bei der Reduzierung von Symptomen und Schmerzen bei Patienten mit behandlungsresistenter Spastik oder starken Muskelkontraktion überlegen war”, erklärte Corey-Bloom. Die Studie verwendete ein objektives Messeinstrument, die modifizierte Ashworth-Skala, die die Intensität der Muskelspannung in mehrere Grade einteilt. Die Schmerzen wurden mittels einer visuellen Analogskala gemessen. Die Forscher untersuchten auch die körperliche und die geistige Leistungsfähigkeit und befragten die Patienten hinsichtlich psychischer Wirkungen. Das Rauchen von Cannabis wurde gut toleriert und hatte nur leichte Wirkungen auf die Aufmerksamkeit und die Konzentration. Die aktuelle Studie ist die fünfte klinische Untersuchung zur möglichen Wirksamkeit von Cannabis für die klinische Verwendung, über die das Zentrum für medizinische Cannabisforschung (CMCR) der Universität von Kalifornien berichtete. Vier weitere klinische Studien hatten ebenfalls positive Resultate ergeben.

Frei verfügbarer vollständiger Text:
www.cmaj.ca/content/early/2012/05/14/cmaj.110837.long
Mehr unter:
www.sciencedaily.com/releases/2012/05/120514122607.htm
www.reuters.com/article/2012/05/14/us-marijuana-sclerosis-idUSBRE84D0RS20120514
Quelle: Corey-Bloom J, Wolfson T, Gamst A, Jin S, Marcotte TD, Bentley H, Gouaux B. Smoked cannabis for spasticity in multiple sclerosis: a randomized, placebo-controlled trial. CMAJ, 14. Mai 2012 [im Druck].

Wissenschaft/Mensch: Cannabidiol ist ähnlich wirksam bei der Schizophrenie wie ein Standard-Medikament

Klinische Forschung an der Universität Köln mit 42 Patienten, die an einer akuten Schizophrenie litten, zeigt, dass CBD die psychopathologischen Symptome signifikant reduziert, wenn ihre Stärke mit der Ausgangssituation verglichen wird. Die Hälfte der Patienten erhielt in einem Doppelblind-Design vier Wochen lang 800 mg orales CBD (Cannabidiol), und die andere Hälfte erhielt das Standardmedikament Amisulprid, ein hoch wirksames Antipsychotikum. Die Ergebnisse, die zuerst beim IACM-Kongress in Leiden im Jahr 2005 vorgestellt worden waren, wurden nun in einer medizinischen Zeitschrift veröffentlicht.

Beide Behandlungen waren sicher und führten zu einer signifikanten klinischen Verbesserung, aber CBD verursachte signifikant geringere Nebenwirkungen. Zudem war die Cannabidiol-Behandlung von einer signifikanten Zunahme des Blutspiegels von Anandamid begleitet. Anandamid ist ein vom Körper produziertes Endocannabinoid. “Die Ergebnisse legen nahe, dass die Hemmung der Anandamid-Deaktivierung zu den antipsychotischen Wirkungen von Cannabidiol beitragen könnte, was einen vollständig neuen Mechanismus bei der Behandlung der Schizophrenie darstellt”, schrieben die Autoren.

Frei verfügbarer vollständiger Text:
www.nature.com/tp/journal/v2/n3/full/tp201215a.html
Quelle: Leweke FM, Piomelli D, Pahlisch F, Muhl D, Gerth CW, Hoyer C, Klosterkötter J, Hellmich M, Koethe D. Cannabidiol enhances anandamide signaling and alleviates psychotic symptoms of schizophrenia. Transl Psychiatry, 20. März 2012 [im Druck].

 

USA: Richter am Obersten Gerichtshof von New York mit Krebs verwendet Cannabis
Ein Richter aus New York, der an Krebs leidet, ist zu einer Stimme für die Unterstützung der Legalisierung von medizinischem Cannabis geworden, als er zugegeben hat, die Droge zu rauchen, um die Nebenwirkungen seiner Behandlungen zu lindern. Gustin Reichbach, Richter am Obersten Gerichtshof, der wegen eines Bauchspeicheldrüsenkrebses behandelt wird, schrieb in einem Artikel für die New York Times, dass er Cannabis mit einem “hohen persönlichen Risiko” verwendet hat, um die Übelkeit, die Schlaflosigkeit und den Appetitverlust durch die Chemotherapie zu lindern.
Quelle: Reuters vom 17. Mai 2012.

Europa: Zulassung von Sativex in zehn weiteren EURopäischen Ländern erwartet
Nach früheren Zulassungen in Großbritannien, Spanien, Deutschland, Italien, Dänemark, Schweden, Österreich und der Tschechischen Republik wird erwartet, dass der Cannabisextrakt Sativex eine Zulassung für die Behandlung der Spastik bei multipler Sklerose in zehn weiteren EURopäischen Ländern erhalten wird. Zu diesen Ländern zählen Belgien, Finnland, Island, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal und die Slowakei.
Quelle: GW Pharmaceuticals vom 8. Mai 2012.

USA: Cannabisverteilungsstellen könnten in Rhode Island öffnen
Das Repräsentantenhaus von Rhode Island verabschiedete ein Gesetz, das nach Auffassung von Unterstützern die Eröffnung von Verteilungsstellen für medizinischen Cannabis ohne Furcht vor Strafverfolgung durch die Bundesbehörden erlauben sollte. Das Gesetz gelangt nun auf den Tisch von Gouverneur Lincoln Chafee, von dem die Unterzeichnung erwartet wird. Dann sollten Verteilungsstellen innerhalb einiger Monate eröffnen können. Nach dem Gesetz können Verteilerstellen bis zu 1500 Unzen (etwa 4,2 kg) Cannabis besitzen. Der Vorschlag würde es den Strafverfolgungsbehörden erlauben, die Verteilungsstellen zu inspizieren.
Quelle: Associated Press vom 16. Mai 2012.

 

aus den ACM-Mitteilungen vom 10. März 2012:

Presseschau: Haschischkonsum durchlöchert das Gedächtnis (Die Welt)

Ein Artikel der Tageszeitung Die Welt stellt eine tierexperimentelle Studie vor, die einen neuen Mechanismus bei der akuten Wirkung von Cannabisprodukten untersucht hat. Es ist bekannt, dass die akute Verwendung von THC in einer ausreichend hohen Dosis zur Vergesslichkeit führt, weil das sogenannte Arbeitsgedächtnis beeinträchtigt ist. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass diese Wirkung durch eine Bindung von THC an Cannabinoid-1-Rezeptoren auf Nervenzellen des Gehirns zustande kommt. Jetzt hat ein internationales Forscherteam herausgefunden, dass die Aktivierung von CB1-Rezeptoren auf Astrozyten, Zellen mit Immun- und Stützfunktionen im Gehirn, dafür verantwortlich ist. Aber keine Sorge: Nach dem Cannabisrausch arbeitet das Arbeitsgedächtnis wieder normal. Die reißerische Überschrift des Artikels hat daher wenig mit dem Ergebnis der Forschung zu tun.

www.welt.de/gesundheit/article13897961/Haschischkonsum-durchloechert-das-Gedaechtnis.html
Haschischkonsum durchlöchert das Gedächtnis
Ina Hübener, 01. März 2012
(…)

Presseschau: Wundermittel Hanf: vom Rausch- zum Arzneimittel (gesund.co.at)

Eine österreichische Internetseite, die sich mit Gesundheitsthemen beschäftigt, berichtet über den Stand der Cannabisproduktion in Österreich für medizinische Zwecke. “Auch wenn der Anbau von Cannabis in Österreich seit der Novelle zum Suchtmittelgesetz im Jahr 2008 für medizinische und wissenschaftliche Zwecke grundsätzlich erlaubt ist, so erschweren zahlreiche Einschränkungen nach wie vor die Produktion”, heißt es in dem Beitrag.

gesund.co.at/hanf-arzneimittel-wundermittel-24991/

Wundermittel Hanf: vom Rausch- zum Arzneimittel
10. März 2012

Dass Hanf nicht bloß als berauschender Bestandteil von Zigaretten dient, ist auch dem österreichischen Gesetzgeber nicht verborgen geblieben. Immer neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung zum erfolgreichen Einsatz von Hanfbestandteilen als Medikament bringen die Politik in Zugzwang. (…)
Vom Rausch- zum Arzneimittel
Während Nutzhanf mittlerweile ein fixer Bestandteil am Rohstoffmarkt ist, ist es um die Etablierung von Medizinalhanf noch schlecht bestellt, wie Vertreter der österreichischen Arbeitsgemeinschaft “Cannabis als Medizin” immer wieder beklagen. Auch wenn der Anbau von Cannabis in Österreich seit der Novelle zum Suchtmittelgesetz im Jahr 2008 für medizinische und wissenschaftliche Zwecke grundsätzlich erlaubt ist, so erschweren zahlreiche Einschränkungen nach wie vor die Produktion.
Diese ist deshalb auch still und heimlich angelaufen: Seit 2008 läuft die Cannabisherstellung über die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die dem Gesundheitsministerium unterstellt ist. Seither werden in einer Halle im Norden Wiens auf insgesamt 1.200 Quadratmetern Cannabispflanzen zum Zwecke der Arzneimittelherstellung indoor aufgezogen. Der genaue Standort wird aus Sicherheitsgründen geheim gehalten, außerdem wird die Produktionsstätte streng überwacht, wie die AGES betont. (…)

 

aus den ACM-Mitteilungen vom 24. März 2012:

Bewegte Bilder: Cannabis gegen Tourette – nur der Joint hilft Billy Wieschollek (Sat1)

In der Sendung Planetopia auf Sat1 wurde am 19. März ein Bericht über die Wirkungen von Cannabis bei einem Patienten mit Tourette-Syndrom berichtet. Im Begleittext heißt es: “Für Menschen mit TS ist es unmöglich, ein normales Leben zu führen. Doch es gibt ein Heilmittel aus der Natur: Cannabis. Der darin enthaltene Wirkstoff THC ist erstaunlich wirksam, aber in Deutschland gesetzlich verboten. Billy hat Glück: Er ist einer von etwa 60 Patienten, die eine Genehmigung für den Kauf von Cannabis haben. Etwa 10 Joints braucht er täglich, um normal leben zu können. Die Krankenkassen weigern sich allerdings, die Kosten zu übernehmen. Billy Wieschollek steht daher vor dem finanziellen Ruin.”

www.planetopia.de/magazin/news-details/datum/2012/03/19/cannabis-gegen-tourette-nur-der-joint-hilft-billy-wieschollek.html
Cannabis gegen Tourette – nur der Joint hilft Billy Wieschollek
19. März 2012

 

aus den ACM-Mitteilungen vom 07. April 2012:

Presseschau: Die Kombinationsbehandlung von Cannabis mit Ketamin (Hanf Journal)

Das Hanf Journal berichtete in der April-Ausgabe von dem Fall einer Patientin mit starken chronischen Schmerzen im Unterarm, die erst durch eine Kombination aus Cannabis und einer Ketaminsalbe ausreichend gelindert werden konnten.

www.hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2012/144_april/s03_0412_grotenhermen.php
Die Kombinationsbehandlung von Cannabis mit Ketamin
Franjo Grotenhermen, 2. April 2012

Cannabisprodukte wurden in den vergangenen Jahrzehnten von Millionen von Menschen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Medikamente eingenommen haben oder einnehmen, verwendet, ohne dass bisher starke unerwünschte Wechselwirkungen bekannt geworden sind. Cannabis und THC können die Wirkung einiger Medikamente verstärken, während die Wirkung anderer Medikamente herabgesetzt werden kann. Weit verbreitet ist die Kombination von Cannabisprodukten mit anderen Schmerzmitteln, insbesondere Opiaten. Erste Studien haben gezeigt, dass Cannabis bei Schmerzpatienten, die bereits Opiate einnehmen und diese auch während der Studie beibehalten, eine zusätzliche Schmerzlinderung erzielen kann. Weitere Medikamente, die in der Regel gut zusammen mit Cannabisprodukten eingenommen werden können, sind brechreizhemmende Mittel, muskelentspannende Medikamente, Asthmamittel sowie Mittel zur Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks.
Jüngst berichtete ein Professor eines niederländischen Instituts für neuropathische Schmerzen von der erfolgreichen Kombination einer Ketamin-Salbe mit Cannabis, das eine Patientin in Keksen einnahm. Sie litt an starken chronischen Schmerzen aufgrund einer Nervenschädigung im rechten Arm. Bereits im Alter von 7 Jahren hatte sich die jetzt 56 Jahre alte Frau erstmals die Speiche des rechten Unterarms gebrochen. Dieser Knochen war 6 Wochen später erneut gebrochen worden, um die Heilung zu verbessern. Mit 11 Jahren brach sie sich bei einem Unfall erneut die gleiche Speiche. Drei Jahre später trat ein weiterer Bruch an diesem Knochen auf. Dabei gelang es nicht einen Knochensplitter wieder in den Knochen zu integrieren. Mit 17 Jahren konnte sie plötzlich aufgrund des wandernden Knochensplitters den Ellbogen nicht mehr bewegen. Bei der anschließenden Operation wurde ein Nerv verletzt. Mit 22 Jahren wurde ihr Ellbogen bei einem Fahrradunfall verletzt. Zu dieser Zeit begannen Schmerzen im rechten Unterarm, begleitet von Muskelschwäche und Krämpfen. Mit 41 Jahren nahmen diese Schmerzen deutlich zu, konnten jedoch durch eine Operation mit Verlegung des betroffenen Nervs verbessert werden. Mit 49 Jahren nahmen die Schmerzen erneut deutlich zu. Seit dieser Zeit wurde eine Vielzahl von Schmerzmitteln verwendet.
Im Jahr 2009 betrug die Schmerzintensität 9 auf einer Skala von 0 (keine Schmerzen) bis 10 (stärkste vorstellbare Schmerzen). Mit Paracetamol, Pregabalin und einem Opiat (Oxycodon) ließ sich die Schmerzintensität auf 7 reduzieren. Die Patientin litt jedoch unter starken Nebenwirkungen. Die Schmerzen wurden als brennend, kribbelnd, stechend, juckend oder als ein kaltes schmerzhaftes Gefühl beschrieben. Eine transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) reduzierte die Schmerzintensität auf 5, was allerdings nur eine Stunde anhielt.
Wegen der schweren Nebenwirkungen ihrer Medikamente brach sie die Behandlung ab und begann mit der Einnahme von Cannabis in Form von hausgemachten Keksen. Der Cannabis war der Patientin von den Schmerztherapeuten verschrieben worden. Zehn Gramm Cannabis aus der Apotheke verarbeitete sie zu 20 Keksen. Davon nahm sie täglich dreimal ein Drittel Keks, entsprechend 0,5 g pro Tag. Unter dieser Therapie reduzierten sich die Schmerzen auf eine Intensität von 5. Durch Zugabe eines Antidepressivums verbesserten sich die Schmerzen nicht weiter, die Betroffene schlief jedoch besser und empfand ihre Schmerzen als weniger belastend.
Dazu verordneten die Ärzte ihr eine Salbe mit Ketamin, die sie auf die betroffenen Stellen auftrug, was zu einer weiteren Reduzierung der Schmerzintensität auf Werte zwischen 2 und 3 führte. Ketamin ist ein Medikament, das Schmerzlinderung, Anästhesie, Halluzinationen, erhöhten Blutdruck und Bronchienerweiterung verursacht. Es wird vor allem verwendet, um eine Vollnarkose einzuleiten und aufrecht zu erhalten. Ketamin ist auch als Partydroge bekannt („Vitamin K“, „Kitti“, und andere gebräuchliche Namen). Wie andere Schmerzmittel (Opiate, Cannabis) wirkt Ketamin auch bei lokaler Verabreichung schmerzlindernd.
Dieses Beispiel zeigt, wie Cannabis zusammen mit anderen Medikamenten in ein Konzept zur Behandlung schwerster Schmerzen integriert werden kann, wenn Ärzte unbefangen mit dieser Möglichkeit verfahren. Wenn die Rahmenbedingungen für Ärzte in den Niederlanden auch günstiger sind, so besteht grundsätzlich auch die gleiche Möglichkeit für Ärzte in Deutschland und Österreich. Dabei können sowohl Arzneimittel auf Cannabisbasis wie Nabilon, Dronabinol oder Sativex als auch natürliche Cannabisprodukte im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung durch die Bundesopiumstelle zum Einsatz kommen. Tatsächlich verwenden auch einige Patienten mit einer solchen Erlaubnis Cannabis in einer sinnvollen Kombination mit anderen Medikamenten.

 

aus den ACM-Mitteilungen vom 05. Mai 2012:

Cannabispatient erhält Führerschein zurück

Nach langem Kampf hat Ralf Hermann vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg seinen Führerschein zurückerhalten. Das ACM-Mitglied Hermann gehört zu den Patienten, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Ausnahmegenehmigung zur Verwendung von Cannabis aus der Apotheke erhalten haben. Ein Gutachten im Rahmen einer MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) einer Begutachtungsstelle für Fahreignung in Koblenz vom 25. April war positiv ausgefallen.

Im März 2010 hatte Herr Hermann unter dem Einfluss von Cannabis und Amphetaminen am Straßenverkehr teilgenommen, und es waren dadurch Zweifel an der Kraftfahreignung entstanden. Herr Hermann hatte angegeben, dass er aufgrund seiner ADHS-Erkrankung aus medizinischen Gründen Cannabis verwende. Im Gutachten heißt es dazu: “Es sei festzuhalten, dass bei Herrn Hermann aufgrund der Dauerbehandlung mit THC von einem regelmäßigen gewohnheitsmäßigen Cannabiskonsum ausgegangen werden müsse, sobald die entsprechenden Grenzwerte bei THC 1,0 ng/ml überschritten seien.”

Da Herr Hermann zwischenzeitlich eine Ausnahmegenehmigung von der Bundesopiumstelle erhalten hat, sollte die MPU die Frage klären, “inwieweit Herr Hermann Betäubungsmittel (ausgenommen Cannabis) konsumiert und inwieweit aufgrund der bestehenden Erkrankung (ADHS) und der damit einhergehenden notwendigen Einnahme der Medikation (Cannabis, Dronabinol) Fahreignung gegeben ist. Kann aufgrund der Cannabisaufnahme überhaupt von einem gelegentlichen Konsum ausgegangen werden, welche es zulässt, Cannabiskonsum und Verkehrsteilnahme zu trennen? Es ist daher auch die Frage zu klären, ob er trotz der Hinweise auf gelegentlichen Cannabiskonsum sowie der bekannten Verkehrsteilnahme unter Cannabiseinfluss ein Kraftfahrzeug sicher führen wird und insbesondere nicht zu erwarten ist, dass er auch künftig ein Kraftfahrzeugs unter Einfluss von Betäubungsmitteln oder deren Nebenwirkungen führen wird. (…) Liegen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit vor, welche kompensiert werden können?”

Das MPU-Gutachten verweist auf ein allgemeinärztliches Gutachten vom Januar 2012. Darin heißt es, dass ein Cannabis-Gebrauch aus medizinischer Indikation ärztlicherseits als sinnvoll angesehen werde, da eine Behandlung mit Ritalin nur die Aggressivität des Herrn Hermann erhöhe und eine langlaufende Verhaltenstherapie keinen anhaltenden durchgreifenden Erfolg gebracht habe. Die Medikation mit Cannabis sei bislang die einzige tragfähige Therapie-Alternative gewesen.

Das MPU-Gutachten zitiert auch eine Stellungnahme des Leiters der Bundesopiumstelle, Herrn Cremer-Scheffer, vom 7.2.2011. Darin heißt es: “Patienten, die von der Bundesopiumstelle eine Ausnahmegenehmigung zur therapeutischen Anwendung von Cannabis (als Extrakt oder Blüten) erhalten haben, seien von einem Fahrverbot und unter Umständen von der Entziehung der Fahrerlaubnis bedroht, da der Führer eines Kraftfahrzeuges nach § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG) ordnungswidrig handele, wenn Cannabis (THC) in seinem Blut nachgewiesen werde. § 24a StVG werde nicht nur auf Cannabis sondern auch auf andere Stoffe, die gegebenenfalls Bestandteile von Arzneimitteln seien, angewendet. Die betroffenen Stoffe seien in der Anlage § 24a StVG aufgeführt. Ausnahmen seien geltend, wenn die verwendete Substanz aus der bestimmungsmäßigen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrühre.
Bei der ärztlich begleiteten Selbsttherapie mit Cannabis auf der Grundlage einer Erlaubnis nach § 3 Abs. 2 BtMG handle es sich unzweifelhaft um eine ärztliche Anwendung. Cannabis könne aber aufgrund betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften u. U. nicht im Sinne von § 24a StVG verschrieben werden, so dass zwar bei der Anwendung des § 24 StVG keine Ausnahme für Cannabis in der ärztlich begleiteten Selbsttherapie möglich sei. Eine ärztlich begleitete Selbsttherapie mit Cannabis sei jedoch, zumindest sobald eine gleich bleibende Dosierung erreicht sei, bezüglich der möglichen Auswirkungen auf die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges der Therapie mit einem verschriebenen Arzneimittel vergleichbar. Cannabis werde in den betroffenen Fällen als Arzneimittel angewendet, der Arzt habe eine Dosierungsempfehlung abgegeben und der Patient wende Cannabis bestimmungsgemäß an.

Das MPU-Gutachten fasst die ausführliche Untersuchung wie folgt zusammen:
“Herr Hermann konsumiert keine Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes (ausgenommen Cannabis) und trotz der bestehenden Erkrankung (ADHS) und der damit einhergehenden notwendigen Einnahme der Medikation (Cannabis, Dronabinol) ist davon auszugehen, dass Fahreignung gegeben ist.
Gemäß der Ausführungen der behandelnden Fachärzte, den Angaben von Herrn Hermann und den Untersuchungsbefunden im Rahmen der Begutachtung ist die Krankheitssymptomatik durch die medikamentöse Dauerbehandlung mit Medizinal-Cannabisblüten abgeschwächt und kompensiert, so dass unter Berücksichtigung der Leitsätze zur Grunderkrankung die Voraussetzungen zur Teilnahme am Straßenverkehr gegeben sind.
Aufgrund der Cannabisaufnahme kann nicht von einem gelegentlichen Konsum ausgegangen werden, aber der von Seiten des Herrn Hermann zuverlässige bestimmungsgemäße Konsum von Cannabisblüten im Rahmen eine ärztlich begleiteten Selbsttherapie von Medizinal-Cannabis lässt es zu, illegalen Cannabiskonsum und Verkehrsteilnahme zu trennen.
Herr Hermann kann trotz der Hinweise auf regelmäßigen, ärztlich begleiteten in der Dosierung therapeutisch festgelegten Cannabiskonsum sowie der bekannten Verkehrsteilnahme unter Cannabiseinfluss ein Kraftfahrzeug sicher führen.
Insbesondere ist nicht zu erwarten, dass Herr Hermann auch künftig ein Kraftfahrzeug unter Einfluss von Betäubungsmitteln oder deren Nachwirkungen führen wird.
Es liegt eine ausreichende Compliance und Kenntnis der Erkrankung vor, die ein Gefährdungspotenzial durch Teilnahme am Straßenverkehr nicht überdurchschnittlich hoch erscheinen lassen.
Es liegen keine Einschränkungen der Leistungsfähigkeit vor, die kompensiert werden müssten.”

 

Presseschau: Der einzige Cannabis-Apotheker der Schweiz (Tagesanzeiger, Schweiz)

Der Tagesanzeiger in der Schweiz berichtete über den Apotheker Dr. Manfred Fankhauser, der in Langnau eine Apotheke betreibt. Das langjährige ACM-Mitglied gibt dort Dronabinol auf Rezept an Patienten ab. In der Schweiz darf Dronabinol nur mit einer Sonderbewilligung des Bundesamtes für Gesundheit verschrieben werden.

www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Der-einzige-CannabisApotheker-der-Schweiz/story/27548220
Der einzige Cannabis-Apotheker der Schweiz
Von Annina Hasler, 4. Mai 2012

(…)

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Nachrichten über die Anhörung im Bundestag Anfang Mai zu Cannabis als Medizin habe ich hier ausgelassen, da wir darüber auf der DHV-Seite bereits ausführlich berichtet haben. Das gleiche gilt für einige Nachrichten aus den IACM-News, die Maximilian Plenert im Mai bereits an dieser Stelle veröffentlicht hat, s.u.
Ab jetzt gibt es die News-Übersicht hoffentlich wieder monatlich…

Mehr zum Thema:

IACM – USA: Connecticut wird der 17. Staat, der die medizinische Verwendung von Cannabis legalisiert, DHV-Meldung vom 11. Mai 2012

IACM – USA: Präsident Barack Obama erläutert seine Politik zu medizinischem Cannabis in Staaten, in denen er legal ist, DHV-Meldung vom 12. Mai 2012

IACM – Welt: Eine zunehmende Zahl von Patienten verwendet Cannabis aus medizinischen Gründen, DHV-Meldung vom 12. Mai 2012

IACM – Deutschland/USA: Drei Viertel der Bürger in den USA und Deutschland unterstützen die medizinische Verwendung von Cannabis, DHV-Meldung vom 13. Mai 2012

best of IACM-News Februar, DHV-Meldung vom 10. März 2012


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