Am 20.09.2026 findet in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahl statt. Die zukünftige Regierung wird weiterhin erheblichen Einfluss darauf haben, wie das Bundesland mit Anbauvereinigungen umgeht oder sich bezüglich der Einrichtung von Modellprojekten positioniert. Daher haben auch Landtagswahlen konkrete Auswirkungen für Hanffreunde in den betreffenden Bundesländern.
Wir haben für euch wie immer die drogenpolitischen Positionen in den Wahlprogrammen analysiert, unsere Wahlprüfsteine verschickt und uns das politische Handeln der Parteien in der letzten Legislaturperiode angeschaut. Die ausführliche Wahlanalyse zur Landtagswahl gibt es für alle, die es ganz genau wissen wollen. Nachfolgend findet ihr die Zusammenfassung der Wahlanalyse.


Unser Wahlcheck für Mecklenburg-Vorpommern hat keinen Sieger! Keine der Parteien hat rundum überzeugt. Vor allem im Hinblick auf die Wahlprogramme war das Niveau erschreckend schwach und zwar auch bei Parteien, die normalerweise für eine progressive Drogenpolitik stehen.
Dass wir dennoch eine Wahlempfehlung mit Einschränkung für die Linke und die Grünen aussprechen können, liegt allein an deren Antworten auf unsere Wahlprüfsteine. Hier konnten beide Parteien mit Hintergrundwissen punkten und glaubhaft machen, dass sie für eine liberale Cannabispolitik stehen. Das Wahlprogramm der Linken ist ein Totalausfall. Bei den Grünen ist ein wenig mehr vorhanden. Dafür konnte die Linke gemeinsam mit der SPD in der Praxis etwas leisten und hat das Drug-Checking-Projekt in MV auf den Weg gebracht.
Die SPD hat ein schwaches Programm und nicht auf unsere Wahlprüfsteine geantwortet. Einzig beim Regierungshandeln in der letzten Legislaturperiode konnte sie gemeinsam mit der Linken drogenpolitische Akzente setzen, z.B. bei der Umsetzung von Drug-Checking in MV. Das reicht jedoch nicht für eine Wahlempfehlung.
Das BSW hat im Hinblick auf Drogenpolitik das umfangreichste Wahlprogramm. Dennoch lässt dieses viele grundsätzliche Fragen und Positionierungen der Partei offen. Zum Thema Cannabis äußert sich das BSW beharrlich nicht. Da wir ebenfalls keine Antworten auf unsere Wahlprüfsteine bekommen haben, können wir keine Wahlempfehlung geben.
CDU und AfD stehen in Mecklenburg-Vorpommern ganz klar für eine repressive Drogenpolitik. Beide Parteien lehnen einen liberalen Umgang mit Cannabis oder illegalisierten Drogen kategorisch ab. Selbst lebensrettende Maßnahmen wie Drug-Checking wollen beide nicht und predigen Abstinenz. Zwei klassische Verbotsparteien, die unter Drogenpolitik vor allem Strafverfolgung von Konsumenten verstehen. Bloß nicht wählen!


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