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Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Medizin Anhörung

Im Gegensatz zur Anhörung “Wie gefährlich ist Cannabis?” zum “Cannabis Social Clubs” -Antrag der LINKEN gab es kaum Reaktionen zur “Cannabis als Medizin” -Anhörung. Hier eine Übersicht, die wir noch fortlaufend ergänzen werden.

Die Thüringer Allgemeine schreibt über Ute Köhler, die an chronischen Schmerzen leidet. Sie versucht seit zwölf Jahren, eine Kostenübernahme für Dronabinol durch ihre Krankenkasse zu erstreiten – bis heute erfolglos. Sie engagiert sich in der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin und initiierte eine Petition, die vergangene Jahr abgelehnt wurde.

Die Badische Zeitung titelt “Grüne: Mehr Kranke sollen Cannabis bekommen” und beschreibt klar die zentralen Probleme im Bereich Cannabis als Medizin: “Viele Kranke bekommen also nicht die nötige Hilfe, weil sie Sativex schlicht nicht bezahlen können. […] In Deutschland leiden in der Folge Tausende Bürger darunter, dass es kein Cannabis-Arzneimittel gibt, das zur Therapie verschiedener Krankheiten über die Spastiken von MS-Patienten hinaus zugelassen ist, und von den Kassen bezahlt wird. […] Denn die Rechtsprechung und die Kassen hielten nichts für Patienten bereit, die oft viele Jahre litten und denen Medikamente ohne Cannabis keine Linderung verschafften.” Der Hamburger Medizinrechtler Oliver Tolmein wird mit den Worten zitiert: “Sie werden trotz wirksamer Behandlungsmöglichkeiten mit ihren schwerwiegenden Erkrankungen allein gelassen.”

Unter dem Titel “Grüne fordern straffreie Haschisch-Therapien” beschreibt die Ärztezeitung kurz den Antrag der Grünen. Staatsanwalt Jörn Patzak erwähnt die Anhörung im Beck Blog. Der Artikel auf apotheke-adhoc.de geht ebenfalls nicht über die schon bekannten Inhalte aus dem Artikel des Bundestages hinaus.

Hans-Christian Ströbele, der auch bei der Anhörung anwesend war – als Zuschauer und aus reinem Interesse, da er kein Mitglied im Gesundheitsausschuss ist – schreibt auf Facebook:

Hanf ist noch immer nicht frei. Himmelschreiendes Unrecht. Cannabis ist nicht mal frei als Medizin. Gerade komme ich von der Expertenanhörung des Bundestagsausschusses für Gesundheit zu „Medizinisches Cannabis für alle Patienten ermöglichen“. Zwei Duzend Experten äußerten sich zu einem grünen Antrag. Schnell war klar: Die geltende Regelung hilft den bedürftigsten Patienten nicht. Cannabis gibt es erst, wenn alles andere nicht hilft, wenn die Krankheit akut lebensbedrohlich ist und nach langem Zulassungsverfahren. Dronabinol und andere Extrakte sind viel zu teuer und die Krankenkasse zahlt meist nicht. Ich hörte schlimme Beispiele von schwer Leidenden, die sich in ihrer Not die Droge selbst beschafft hatten und mit Gefängnis bis zu 30 Monaten bestraft wurden. Nein, da haben die Grünen Recht: Cannabis auf ärztliche Empfehlung muß sofort straffrei sein und die Kasse die Kosten tragen. Das Parlament ist jetzt gefordert. Und nicht vergessen: Gebt das Hanf frei!

Dr. Harald Terpe schreibt auf Facebook zur Anhörung:

So, Anhörung zu Cannabis als Medizin beendet. Selbsthilfenetzwerk Cannabis-Medizin war auch dort. Die Positionen der anderen Fraktionen (Ausnahme: Linke) waren kaum erträglich. Die Frage, wie man den Betroffenen wirklich helfen kann, spielt für sie offenbar keine Rolle. Bin gespannt, was geschieht, wenn wir unseren Antrag demnächst zur Abstimmung stellen. An einer betäubungsmittelrechtlichen Lösung führt aus unserer Sicht kein Weg vorbei. Menschen, die Cannabis aus Medizinischen Gründen z.B. anbauen wollen, sollen dies straffrei tun können.

Zudem beschrieb und kommentierte er die Anhörung auf Twitter (in umgekehrter chronologischer Reihenfolge):

Jetzt melden sich Betroffene im Anhörungssaal zu Wort. #Cannabis als Medizin
#SPD fragt nach gesetzgeberischem Handlungsbedarf. Am Ende der Anhörung… #Cannabis als Medizin. #team
#SPD fragt immer noch. Fragt nach Zulassungserweiterungen für #Cannabis als Medizin.
Retweetet von Harald Terpe + Team
Schade, dass große Fraktionen bei der Fragezeit so begünstigt werden. #Cannabis als Medizin
Jetzt fragt wieder die #SPD. #Cannabis als Medizin
@hanfverband stellt dar, dass Patienten bestraft wurden, weil sie sich #Cannabis als Medizin auf dem Schwarzmarkt besorgt haben.
#ACM: Sativex kann nicht allen Patienten helfen. Für diese Patienten ist eine Lösung nötig. #Cannabis als Medizin
Müller-Vahl: Eigenanbau kann Menschen helfen, weil die Alternativen fehlen. #Cannabis als Medizin
Jetzt sind wir Gleich dran mit Fragen. Kollege Ströbele ist auch da. #Cannabis als Medizin
Prof. Böllinger: Derzeitige Rechtslage unverhältnismäßig. #Cannabis als Medizin
Unser Sachverständiger @tolmein mußte leider aus privaten Gründen kurzfristig absagen. Wir drücken die Daumen nach HH.
Jetzt fragen die #Linken. #cannabis als Medizin
Peinlich. #Dyckmans glaubt, dass die Kassen die Kosten für #Cannabis als Medizin bei Genehmigungen des BfArM übernehmen können. #team
Sachverständiger: Therapien mit #Cannabis als Medizin werden von der #GKV aus Kostengründen abgelehnt.
#GKV verweist auf den #MDK. Aha. Mit dem gibts ja gute Erfahrungen… #Cannabis als Medizin #Team
#FDP fragt nach Kriterien für Verordnung zu Lasten der GKV. #Cannabis als Medizin
Jetzt kann die #FDP fragen. #Cannabis als Medizin.
Jetzt erstmals Fragen an die Betroffenen selbst – nach 45 Minuten. Typisch. #Cannabis als Medizin
#SPD fragt nach Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Scheinen ja rückschrittlicher als die #Union zu sein. #Cannabis als Medizin #Team
Sachverständiger bemängelt Studienlage zu #Cannabis als Medizin. Wie auch, wenn das so lange abgelehnt wurde. #Team
Jetzt ist die SPD mit Fragerunde dran. Fragt nach Nutzen von #Cannabis als Medizin sowie weiteren THC-haltigen Präparaten.
War ja klar: #GKV möchte keinen Off-Label-Use von #Sativex. Das ist Rationierung. #Team
Es geht weiter: Sachverständiger : #Cannabis samen sehr heterogen. Klar, wenn die nur auf dem Schwarzmarkt zu haben sind.
Jetzt kommts: Unionssachverständiger: Von selbst angebautem #Cannabis können Patienten nicht profitieren. Soso. Ideologie!
Spannend: Unionssachverständiger lobt #Cannabis als Medizin. Hat das jetzt Konsequenzen für die Rechtslage, liebe Union?
Wir haben 13 Minuten mit Fragen zu #Cannabis als Medizin. Jetzt fragt erstmal die Union zum medizinischen Nutzen…
Anhörung im Gesundheitsausschuss zu #Cannabis als Medizin startet gleich.
Heute Anhörung des Gesundheitsausschusses zu unserem Antrag #Cannabis als Medizin.

Pressemitteilungen zur Anhörung sind uns bisher keine bekannt, auch der SCM hat bisher auf seiner Homepage nur den Hinweis auf deren Stellungnahme.


Kommentare

15 Antworten zu „Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Medizin Anhörung“

  1. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    Für mich als MS-Patient war die Anhörung mal wieder ein Schlag in die Fresse, aber andererseits war das fast schon klar als diese geschmacklos angezogenen CDU-Schnäpfen ihre ersten Fragen gestellt haben. Letzendlich findet jetzt mal wieder Interessengruppen-Geschachere statt. Die Hauptdarsteller der Tragödie sind Krankenkassen, die Pharma-Lobby und selbstverständlich ihre Freunde aus der Politik. Nur der um den es geht, spielt in der Tragödie keine Rolle: Der Patient!

    Aber was soll`s, es hat keiner gesagt das es leicht wird den Muff im Bundestag einfach so auszu lüften. Herr Wurth und die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. haben sich richtig ins Zeug gelegt und es gibt auch in Politik und Wissenschaft einige Konsensbereite und vernunftbetonte Leute wie man sehen kann. Ich kann eigentlich nur noch sagen weiter so, irgendwann hat man auch die dickste Rostschicht abgeschliffen! Dumm ist dabei nur das einigen Patienten die Zeit davon läuft…

  2. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    [quote name=”Herr Müller”]…Verletzung des verfassungsmäßig geschützten Rechts auf Gleichbehandlung – eine weitere Möglichkeit, juristisch vorzugehen….Das hat nicht einmal in den astronomisch liberaleren Niederlanden geklappt.[/quote]

    “Herr Müller” hat bereits oder wünscht erst künftig einen exzellenten und gleichermaßen engagierten Rechtsanwalt für sein Entspannungs-Hobby und verfügt über Zeit und notwendiges Kleingeld sich durch die Instanzen zu klagen, um sein Recht auf “Gleichbehandlung” zu erstreiten? Herr Müller möchte das “Problem” (wie er es nennt) [b]nicht mit politischen Initiativen – sondern mit juristischen Mitteln lösen?[/b]

    Ihre Idee “Ich habe gekifft”, Herr Müller, und das zugehörige Massenbekenntnis sind ein alter Hut, der “[b]Zeig Dich![/b]” heißt und als gescheiterte – wenn auch ursprünglich großartige – Idee des [b]Richters Sack[/b] und Support durch die Hanf-Zeitzschrift GROW! gilt, und die dennoch (soweit ich weiß) als bislang nicht ausreichende Menge an individuellen Cannabis-User-Selbstbekenntnisssen im Safe einer Frankfurter Rechtsanwalts-Kanzlei vor sich hin rottet. Seit Jahren schon.

    2006 habe ich mich (an)gezeigt, weil ich aus medizinischen Gründen Weed konsumiere und der Verlogenheit der seit 40 Jahren komplett aus dem Ruder laufenden Betäubungsmittelgesetzgebung meinen Protest dagegen kundtun wollte .

    Resultat: Hausdurchsuchung, Beschlagnahme von 9 Pflanzen, erstinstanzlich 1 Jahr ohne Bewährung, Aussetzung der Haftstrafe zur Bewährung für die Dauer von 4 Jahren im Berufungsverfahren. Gsamtkosten des Experiments inkl. RA-Honorar, Gerichts- und Analyse-Kosten rund 9000 Tacken.

    [b]Nur zu, Herr Müller: “Zeig Dich!”[/b] Du brauchst [b]keine[/b] medizinische Indikation, um als Gesunder ungleich ungleichbehandelter zu werden als die vielen Patienten, um die es [b]bei dieser Anhörung[/b] ging…also um z.T, sehr schwer kranke Menschen. Es ging nicht um “Gebt das Hanf frei!” aus “menschenrechtsgedeckten Genuss- Rohstoff- und Medizin-Gründen”. Dafür ist der Steffen Geyer zuständig mit der “Cannabiskult(o)ur”, die gerade durch die Republik rollt und darauf wartet, dass Du, Herr Müller, Dich dort auch zeigst. Gesund oder krank. Mit Rechtsanwalt oder ohne. Politisch oder juristisch.

    Abschließend: Was – bitteschön – ist an den Niederlanden derzeit “[b]astronomisch liberaler[/b]” angesichts einer halbherzig praktizierten Duldungspolitik, die der Einführung des Wiet-Pas wegen eindeutig diskriminierende Tendenzen aufweist als auch das Problem des Coffie-Shop-Backdoor-Handels nicht in geordnete Bahnen zu lenken vermag?

  3. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    Hallo, Georg Wurth 2012-05-11 08:58, Hut ab vor eurer Aktion! Mit (insgesammt?) zwölf Leuten hätte ich wohl nicht den Mut dazu gehabt. Mir ist aber die massenhafte Bekenntnis das Wichtigste an solchen Aktionen. Hatte zwischenzeitlich noch eine andere Idee: “Ich habe abgetrieben!” war einmal die Initialzündung für eine Neuregelung des §218. “Ich habe gekifft!”, verbunden mit einem entsprechenden Statement, unterstützt bis in prominente Kreise, wäre für mich das Gebot der Stunde, denn in wievielen, auch deutschen Filmen, sieht man mitlerweile brennende Tüten, wie oft schon im TV versteckte Bemerkungen in Personalityshows gesehen. Ich halte es auch für ganz falsch, die Bewegung nur auf den medizinischen Aspekt zu begrenzen. Ich halte Drogengebrauch für ein Menschenrecht, und es wird ja auch exessiv davon Gebrauch gemacht, aber das mit einer tödlichen, zerstörerischen Droge, nämlich Alkohol. Dies ist für mich eine Verletzung des verfassungsmäßig geschützten Rechts auf Gleichbehandlung – eine weitere Möglichkeit, juristisch vorzugehen. Den Weg, mit politischen Initiativen das Problem anzugehen halte ich für völlig nutzlos und erschreckend naiv. Das hat nicht einmal in den astronomisch liberaleren Niederlanden geklappt.

  4. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    [quote name=”Herr Müller”]Knackige Aktionen: Die niederländischen Kiffer haben durch permanente, massenhafte Selbstanzeigen (…) eine Lösung ERZWUNGEN. Bietet ihr die Platform zur Koordination und Unterstützung?(…)[/quote]
    Mein drogenpolitischer Werdegang begann 1996 mit einer Selbstanzeige wegen 4 Gramm Gras. Zwei Jahre später habe ich zusammen mit Theo Pütz eine Kampagne organisiert, bei der sich 12 Leute in 5 Bundesländern am gleichen Tag mit ca. 2 Gramm selbst angezeigt haben. Beides hat für gute Medienresonanz gesorgt. Weil dann aber die Führerscheinproblematik immer heftiger wurde, haben wir von weiteren derartigen Aktionen erstmal abgesehen, um die Leute nicht ins offene Messer laufen zu lassen. Mittlerweile gibt es keine MPUs mehr für den bloßen Besitz kleiner Mengen. Wenn du also bereit bist für eine Selbstanzeige, werden wir das gerne positiv begleiten. Du kannst auch gerne im DHV-Forum den Vorschlag mal anbringen. Vielleicht finden sich wieder genug Leute, die mitmachen wollen, dann werden wir auch das im Rahmen unserer schmalen personellen Möglichkeiten gern koordinieren und promoten.

  5. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    @Mueller: Du hast romantische Vorstellungen von den Niederlanden. Das hilft aber nicht weiter. Ruf jeden Tag im Bundesministerium fuer Gesundheit an, verlange Tillman Holzer, sag ihm hier ist die Hanflobby und wir rufen jetzt jede Woche an. Wahrscheinlich wird er dich an die Frau fuer alles Illegale weiterverbinden.

    hier ist die telefonnummer: 030 – 18-441-1452

  6. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    [quote name=”Herr Müller”]Knackige Aktionen: Die niederländischen Kiffer haben durch permanente, massenhafte Selbstanzeigen und juristische Spitzfindigkeiten (wenn einer des Drogenbesitzes angeklagt wird, kommen zehn Leute und behaupten, der Stoff wäre ihrer) eine Lösung ERZWUNGEN. Bietet ihr die Platform zur Koordination und Unterstützung? Jeden Tag mit -zig Leuten bei der Poizei alles blockieren und einen irrsinnigen juristischen shitstorm hervorrufen? Zweiter Ansatz: Strafanzeige wegen Körperverletzung (ich habs schon beschrieben in #1), Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung bei Krankheit, bringt mal eure manpower ein, um das juristisch zu klären, gegen wen das gehen kann, und um es dann durchzuziehen. Noch irgenwelche Wünsche?[/quote]

    Dir ist aber schon bewußt das es,wie aXXL schon schrieb,sich bei den Betroffenen meist um schwerstkrank Menschen handelt?Du verstehst auch daran daß diese in ihrer Handlungsfähigkeit und Belastbarkeit stark eingeschränkt sind?Falls nicht bezieh dies nochmals in deine Aussage ein und stelle diese neu dar 😉

    Zur CDU bei der Anhörung…
    Sowas unmesnchliches,unverschämtes,menschenverachtendes,arogantes…
    bei einem Kommentar nachdem die Anhörung beendet wurde von der Vorsitzenden,sprach eine Mutter von ihrem schwerstkranken Sohn der nurnoch knapp 23 Kg wiegt und dieser ohne Cannabis nichtmehr leben würde.Dabei standen der Herr und die Dame(Frau Schröder CDU)grinsend auf und ignorierten die Aussagen der Frau…

    Ich hätte euch liebe CDU wenigstens soviel menschlichkeit zugetraut,das ihr auch wenn es euch nicht interessiert wie Menschen leiden,das ihr wenigstens aus Anstand so getan hättet als ob ihr zuhört.
    Aber einfach wegzugehn…

    Danach rief ein Patient das diese Gegensprecher,BÄK,GKV,einige Experten,FDP;CDU,Mörder seien,und wie es in der Realität aussieht bezüglich Kostenübernahmen,Genehmigungen,Zugang,u.a.über den MZD,BÄK…

  7. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    Knackige Aktionen: Die niederländischen Kiffer haben durch permanente, massenhafte Selbstanzeigen und juristische Spitzfindigkeiten (wenn einer des Drogenbesitzes angeklagt wird, kommen zehn Leute und behaupten, der Stoff wäre ihrer) eine Lösung ERZWUNGEN. Bietet ihr die Platform zur Koordination und Unterstützung? Jeden Tag mit -zig Leuten bei der Poizei alles blockieren und einen irrsinnigen juristischen shitstorm hervorrufen? Zweiter Ansatz: Strafanzeige wegen Körperverletzung (ich habs schon beschrieben in #1), Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung bei Krankheit, bringt mal eure manpower ein, um das juristisch zu klären, gegen wen das gehen kann, und um es dann durchzuziehen. Noch irgenwelche Wünsche?

  8. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    [quote name=”Herr Müller”]Tja, die ganze Aktion hat nichts gebracht. welche “Siege” wollt ihr euch auf eure Fahnen schreiben? Nix, Null, Totalausfall.[/quote]

    Seit wann geht es bei diesem Thema um [b]”Siege”[/b]? Seit wann geht es um “[b]knackige Aktionen[/b]”, welche eine “Legalität” herbeiführen sollen?

    Es waren im Wesentlichen Patienten, deren verzweifeltem Kampf und inständiger Beharrlichkeit es zu verdanken ist, dass mit den ersten Ausnahmegenehmigungen und Importen von Bedrocan zumindest schon mal ein Zeh vom Fuß in der einen Spalt breit geöffneten Tür steht, die bis 2005 bzw. 2009 noch von ignoranter Betonkopf-Mentalität und purer BfArM-Willkür versperrt war.

    Inzwischen wird die Kritik an der noch immer nicht befriedigenden Situation wenigstens gehört und diskutiert. Eine Änderung der politischen Verhältnisse würde vermutlich sehr viel rascher als bisher auch eine Änderung der Patientensituation herbeiführen, aber das ist mit “knackigen Aktionen” eher nicht zu erreichen.

    Also mal nicht sooo pessimistisch, “Herr Müller”, sofern Du nicht an einer schwerwiegenden oder regelmäßig tödlichen Erkrankung leidest. Es hilft nur den Verbotsbefürwortern (von med. Cannabis), wenn Betroffene und Unterstützer sich nun gegenseitig niedermachen, bloß weil sich die etablierte Presse an ein derart komplexes Thema (noch) nicht so forsch heran traut wie Du.

  9. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    Dumm rumproleten? Vielen Dank! Aktionen? Hab ich doch gesagt, oder ist das “holländische Modell” der Legalisierung nicht bekannt? Schade aber auch, echte Fachleute hier. Ansonsten halte ich die ganze deutsche Drogenszene für total kaputt, die werden niemals etwas auf die Reihe kriegen! M.E. eure Aufgabe, daran was zu ändern, wenn ihr nicht nur ein Organ zur Presseschau sein wollt. Ich hab mit Drogen nichts mehr zu tun (nach 30 Jahren kiffen), also helft euch selbst oder keiner wird euch helfen!

  10. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    Ja ja, keine Haarspalterei jetzt, aber das mit dem Cannabis hätte unsere Bevölkerung vor 1000 Jahren wissen sollen, die ihre Städte nach “…hennef” usw. benannt haben. Bad Cannabis, wunderhübsch!

  11. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    Ach ja, wie sollte man deiner Meinung nach vorgehen? Erstelle mal einen detailierten “Schlachtplan”.
    Was hast du schon auf die Beine gestellt.

    Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich viele über die Arbeit des DHV aufregen, aber selbst nicht den Arsch hoch bekommen. Am ehesten dürfen das noch die Sponsoren machen (meckern/ kritisieren).

    Ich finde es gut, dass es den DHV überhaupt gibt. Auch ich bilde mir meine Meinung über die Arbeit, aber, wenn ich etwas zu kritisieren hätte, dann würde ich einfach mal nüchtern einen Vorschlag einreichen und nicht nur dumm rumproleten, ohne wirkliche Substanz dahinter.

  12. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    [quote name=”Herr Müller”](Cannabis bzw. Marihuana ist ein Kampfbegriff der amerikanischen Anti- Drogen- Behörde aus den 1950ern)[/quote]

    Berichtigung:
    [i]Cannabis[/i] ist der botanische Name der Pflanzengattung, die im “laienhaften Sprachgebrauch” Hanf genannt wird.

    [i]Marihuana[/i] wurde durchaus als “Kampfbegriff” verwendet. Allerdings, soweit ich informiert bin, damit die normale Bevölkerung nicht weiss, dass es eigentlich das normale Cannabis ist, das jeder (positiv) kannte. Das Wort stammt aus dem Spanischen (bzw. “Mexikanischen”) und wurde lediglich geliehen.
    Ich vergleiche es mal mit dem Hakenkreuz, das eine jahrtausende alte Tradition hat und nun, nur wegen der Verwendung durch irgendwelche Idioten, einen bösen Ruf hat.

  13. Anonymous

    RE: Pressespiegel und politische Reaktionen zur Cannabis als Med
    Tja, die ganze Aktion hat nichts gebracht. Thüringer Allgemeine, Badische Zeitung, Ärztezeitung – das ist ja ein wahrer Sturm im Provinzblätterwald! Wie glaubwürdig wollt ihr eigentlich sein, wenn ihr die Sprachregelung eurer Gegener kritiklos übernehmt (Cannabis bzw. Marihuana ist ein Kampfbegriff der amerikanischen Anti- Drogen- Behörde aus den 1950ern). Nehmt euch mal ein Beispiel am Ströbele (Hanf!), dann wird auch Uneingeweihten klar, dass Hanf eine jahrtausende alte Kulturpflanze ist, DIE NATÜRLICH AUCH SCHON SO LANGE KONSUMIERT WURDE! Schon mal drüber nachgedacht, dass diese Tatsache bedeutet, dass die Hanfwirkstoffe IN UNSEREN METABOLISMUS EINGEBAUT WURDEN, und daher das Verbot eines integralen Körperinhaltsstoffes als KÖRPERVERLETZUNG gewertet werden könnte (und für viele unspezifische Leiden verantwortlich sein könnte)? Was glaubt ihr eigentlich, in welchem Land ihr lebt? Selbst in den Niederlanden wird die Schraube jetzt angezogen aufgrund der Diktatur der EUDSSR- Bürokraten – was erwartet ihr dann eigentlich vom Land der Deutschländerwürstchen? Schon mal Aktionen überlegt, ähnlich dem Druck der niederländischen Kiffer vor 40 Jahren zur Herbeiführung der Legalität? Ihr könnt noch Jahrzehnte eure verbale Betroffenheit dokumentieren, was kommen wird ist doch sonnenklar: Jahrelanges Hinundher- Gewinde der Politik, und zum Schluss kommt die Pharma- Mafia mit einem hyperüberteuerten, vollständig “gereinigten” Präparat, dabei beträgt der Herstellungspreis unter Lampen für ein Gramm Trockensubstanz mal gerade 1 EURO! Vergesst mal schön die Bewußtseinserweiterung, denn Bewußtsein ist der größte Feind unserer Politschikaria. Wenn ihr keine knackigen Aktionen auf die Reihe bekommt, dann kann man euren Club doch vergessen – oder welche “Siege” wollt ihr euch auf eure Fahnen schreiben? Nix, Null, Totalausfall.

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