DHV-Umfrage Infratest Dimap 2019

  • Veröffentlicht am: 13. September 2019 - 16:20
  • Von: Georg Wurth

Seit 2014 lässt der DHV jedes Jahr in einer repräsentativen Umfrage die Meinung der Deutschen zur Cannabislegalisierung erkunden. Das Ergebnis in diesem Jahr: 44 Prozent der Deutschen sprechen sich für die Legalisierung von Cannabis aus.

Das ist das zweithöchste bisher gemessene Ergebnis in einer repräsentativen Umfrage durch ein klassisches Umfrageinstitut. Aber eben nur das zweithöchste, es sind zwei Prozentpunkte weniger als 2018. Im letzten Jahr wurden 46 Prozent Zustimmung gemessen. Dennoch spricht Infratest Dimap nicht von einem Rückgang, weil die Abweichung gering ist und innerhalb der möglichen statistischen Fehlertoleranzen liegt. Entsprechend formuliert Infratest Dimap im Ergebnisdokument, das wir am Ende dieser Nachricht zum Download zur Verfügung stellen:

Etwas mehr als die Hälfte der Deutschen (54 Prozent) präferiert auch aktuell die Beibehaltung des in Deutschland bestehenden CannabisVerbots, ähnlich wie vor etwa einem Jahr (52 Prozent / November 2018). Auch der aktuelle Zustimmungswert für die Legalisierung des Cannabis-Zugangs (44 Prozent) entspricht in etwa dem des Vorjahres (46 Prozent).

Die konkrete Fragestellung mit einer kleinen Einleitung lautete:

Über den gesetzlichen Umgang mit Hanf, auch bekannt als Cannabis oder Marihuana, wird international diskutiert. In Deutschland gibt es bislang ein strenges Verbot. In Kanada sowie demnächst zehn Bundesstaaten der USA können dagegen volljährige Personen Cannabis legal erwerben und teilweise ist auch gestattet, für den Eigenbedarf anzubauen. Sagen Sie mir bitte, ob Sie folgender Aussage hierzu eher zustimmen oder eher nicht zustimmen: ...

Cannabis sollte für Volljährige legal und reguliert erhältlich sein, zum Beispiel über Fachgeschäfte wie in Kanada oder den USA.

In den angehängten Dokumenten finden sich viele weitere Statistiken zu Alter, Parteizugehörigkeit, Bildung und Einkommen der Befragten und ihre jeweilige Einstellung zur Cannabislegalisierung. Dabei ist aber zu beachten, dass die Fehlertoleranz durch die kleinere Untergruppe der Stichprobe wesentlich größer und das Ergebnis damit weniger repräsentativ ist.

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Kommentare

Hallo!
Wenn ich mich recht erinnere wurden doch sonst auch Werte zur Entkriminalisierung von Konsumenten abgefragt. Wurde diese Frage dieses Jahr gar nicht gestellt? Gibt es neue Zahlen wie die Bevölkerung dazu steht?

MfG
Martin Fontana

Hallo Martin!

Dieses Jahr haben wir nur diese eine Frage gestellt. Daten aus anderen Umfragen zum Thema Entkriminalisierung sind nicht bekannt. Von daher stammt die letzte Zahl dazu aus unserer letzten Umfrage 2018, findest du hier:

https://hanfverband.de/nachrichten/pressemitteilungen/neue-studie-kosten-der-cannabis-prohibition-in-deutschland-wachsende-zustimmung-fuer-legalisierung-in-deutschland

Weil es sein muss um die Lobbyisten der Pharmariesen in die Ecken zu drängen das sie immer noch ein nummer1 Monopol haben und die wissen das wenn das legal wird gehen die pharmariesen zu Grunde und machen nicht mehr so viel Profit und Umsatz dazu das stegmatisieren von Bürgern die es konsumieren und nur weil man konsumiert arm wird und im existensminimum leben muss

Wenn man unterstellt, dass die Deutschen bei Neuerungen traditionell eher zögernd und ängstlich sind, dann ist ein Zustimmungswert von 44 Prozent doch recht hoch. Dass es keine Mehrheit ist, liegt meiner Meinung nach daran, dass der Großteil der Bevölkerung älter als 50 Jahre ist. Diese Generation kennt noch die alten Schauermärchen von der gefährlichen Einstiegsdroge Cannabis. Und diese Generation neigt tendenziell stärker dazu, an Gewohntem festzuhalten und neue Wege abzuwehren. Die vielen älteren Wähler sorgen auch noch dafür, dass die Union im Bund stärkste Partei ist. Aber diese Dinge wandeln sich gerade. Die Statistiken zur Europawahl in Deutschland zeigen: Die alten Volksparteien taumeln ihrem Ende entgegen. Die Zukunft wählt grün. Damit rückt ein zeitgemäßer Umgang mit der alten Kulturpflanze Hanf in greifbare Nähe. Aus meiner Sicht werden keine wirklich überzeugenden Argumente vorgetragen, die für eine Beibehaltung der gescheiterten Prohibitionspolitik sprechen würden. Deshalb sollte man diesen kostenintensiven Unfug schnellstens beenden.

Cannabis ist keine Einstiegsdroge. Ein großer Teil der Junkies gerät durch harten Alkohol auf die schiefe Bahn.

Wie istes eigentlich in Amsterdam? Da darf man in manchen bereichen der Stadt kein Alkohol trinken und dafür was rauchen?!

Ja ! genauso ist es... vor allen in den Touristen Gegenden stehen haufenweise Schilder die den Konsum von Alkohol verbieten. Kiffen ist eigentlich nur in den Coffeshops geduldet, die Polizei geht in der Regel aber nicht dagegen vor solange es niemanden stört. leider fallen vor allem junge Engländer immer wieder unter Alkohol auf... klar das es den Amsterdamern langsam reicht...ab 2021 keine Führungen mehr durch den red-light District.

Cannabis sollte logalisiert werden.
Alkohol und Tabak Konsum sollte eher Stränger unter die Lupe genommen werden. Aber für den statt ist es nicht lukrativ da der Staat mehr Steuer an Tabak und Alkohol einnimmt als an Cannabis einnehmen wurde. So einfach

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