DHV-Finanzen

DHV-Finanzen

Allgemeine Entwicklung 2014-2018

2014 hat DHV-Geschäftsführer Georg Wurth in der TV-Show "Millionärswahl" eine Million Euro für den DHV gewonnen, die uns auch nach Abzug von Steuern auf den Gewinn einen großen Schritt nach vorn gebracht haben. Nach einer großen Kinospot-Kampagne waren noch erhebliche Rücklagen übrig, die uns geholfen haben, unsere Aktivitäten von 2014 bis 2018 erheblich auszubauen. Diese Rücklage hat es uns ermöglicht, in Büro, Personal und PR zu investieren. Dadurch konnten wir zum Beispiel das sehr erfolgreiche Format der DHV-News realisieren, insgesamt unsere Social Media Reichweite massiv ausbauen, Ortsgruppen aufbauen, mehr Lobbyarbeit machen, uns bei den Medien als wichtigster Ansprechpartner in Sachen Cannabispolitik positionieren etc. Dadurch ist auch die Zahl der DHV-Mitglieder stark gestiegen, so dass wir mit steigenden Einnahmen von der Rücklage länger profitieren konnten. Ende 2013 hatten wir 963 private Fördermitglieder, Ende 2018 waren es 2.933.
Nach fünf Jahren Investition war diese Rücklage allerdings Ende 2018 aufgebraucht, so dass wir ab 2019 wieder ohne zusätzliche Finanzspritze auskommen müssen.
Wir stabilisieren uns dabei auf einem wesentlich höheren Niveau. 2013 standen uns Netto-Einnahmen von gut 107.000 Euro zur Verfügung, 2018 waren es gut 388.000 Euro.

2018 konnten wir noch einmal etwas mehr Geld investieren als uns an Einnahmen zur Verfügung stand und haben gezeigt, was mit einer guten Finanzausstattung möglich ist. Das betrifft insbesondere die zweite Ausgabe unserer erfolgreichen "Cannabis Normal" Konferenz, den ersten Parlamentarischen Abend, der sehr gut von Bundestagsabgeordneten und deren Mitarbeitern besucht wurde, sowie der Gründung, Koordination und Unterstützung von mehr DHV-Ortsgruppen. Das und allgemein mehr Öffentlichkeitsarbeit wurde möglich durch die Einstellung eines politischen Koordinators und mehr Personalstunden und Budget für die Ortsgruppen.

Allgemeine Entwicklung 2019-2021

2019 waren dann zunächst vorsichtiges finanzielles Handeln und einige Einschnitte notwendig. Schmerzhaft war das insbesondere beim vorläufigen Verzicht auf die Fortführung der "Cannabis Normal" Konferenz und des Parlamentarischen Abends. Davon abgesehen konnten wir aber das wesentlich höhere Niveau unserer Arbeit im Vergleich zu 2013 weitgehend halten.

Ein weiterer wesentlicher Einschnitt mit schwer vorhersehbaren finanziellen Auswirkungen war die auch von uns mit geplante Gründung des Branchenverbandes Cannabiswirtschaft (BvCW). Damit ging einher, dass wir als DHV nicht mehr den Anspruch hatten, Branchenverband zu sein und Interessenvertretung für Firmen und Privatleute gleichzeitig zu sein. Seit dem 01.01.2020 versteht sich der DHV ausschließlich als "peoples movement", als Interessenvertretung privater Legalisierungsbefürworter. Wir haben alle DHV-Firmensponsoren aufgerufen, den BvCW zu unterstützen. Die Firmensponsoren, die an Bord geblieben sind, wollen unsere Arbeit weiterhin unterstützen, ohne irgendwelche Ansprüche an Lobbyarbeit, Service etc. zu stellen. Diese Entwicklung hat natürlich die Einnahmen von Firmensponsoren reduziert, aber auch die Kosten, insbesondere beim Personal. Seitdem kommt der ganz überwiegende Teil des DHV-Budgets von privaten Unterstützern.

Dank einer weiterhin erfreulichen Entwicklung bei der Zahl der Fördermitglieder und den Spendeneinnahmen haben wir all das gut überstanden. Ende 2020 war die Zahl der Fördermitglieder auf 7.033 gestiegen und die Nettoeinnahmen haben zum ersten Mal die Marke von 500.000 Euro pro Jahr überschritten. Seit 2021 sind wir wieder auf Wachstumskurs. Mitte 2021 hat der DHV sieben feste Mitarbeiter und damit eine solide Grundstruktur. Wo wir bisher überwiegend in Personal, Büro etc. investieren mussten, steigt mit weiteren Einnahmen nun der Anteil an externen PR-Ausgaben zum Beispiel für Plakate und Online-Werbung stetig.

Wir haben uns als Stimme für Legalisierung in Deutschland fest etabliert und sind erster Ansprechpartner für Medien und Politik, wenn es um dieses Thema geht. Hier zeigen wir einige unserer wichtigsten Aktionen und Kampagnen der letzten Jahre.

Wir danken allen Unterstützern, die unsere Arbeit möglich machen!

Vorjahre

Transparenz ist uns wichtig, deshalb stellen wir nicht nur die genauen Zahlen online, sondern bieten jedem regelmäßigen Unterstützer auch die Möglichkeit, im Büro in Berlin Einblick in unsere Buchhaltung zu nehmen.

Umfeld

Der DHV ist die finanziell stärkste Legalize-Organisation in Deutschland und die einzige, die ein regelmäßig besetztes Büro unterhält. Jeder neue Sponsor, jede Spende trägt dazu bei, dass wir weitermachen und noch mehr tun können.

Zum Vergleich: In den USA bestehen mehrere sehr schlagkräftige Legalize-Organisationen. Das Marihuana Policy Projekt ist mit mehr als 40.000 zahlenden Mitgliedern und einem jährlichen Budget von 5 Millionen Dollar die mitgliederstärkste Organisation dieser Art und beschäftigt 35 Mitarbeiter. Die Drug Policy Alliance (DPA) hatte 2017 ein Beitrags- und Spendenaufkommen von ca. 11,4 Millionen Dollar, wobei alleine 4 Millionen Dollar jährlich vom US-Milliardär George Soros übernommen werden. In Deutschland gibt es dagegen bisher keine wohlhabenden privaten Großspender für die Legalisierung im Bereich über 10.000 Euro. Auf der Homepage der dritten großen Organisation der USA, NORML, sind im Gegensatz zum DHV keine Finanzberichte der letzten Jahre zu finden. NORML hat mit einer Facebook Reichweite von etwa 900.000 Followern und mehr als 130.000 Email-Abonnenten jedenfalls einen enormen Aktionsradius. Beim DHV lag die Zahl der privaten Fördermitglieder Ende 2018 bei 2.933 und der Newsletter geht an ca. 9.000 eingetragene Emailadressen. Deutschland ist zwar nicht Amerika, aber es sollte auch hier noch einiges mehr möglich sein.

Übrigens gibt es in anderen Bereichen auch in Deutschland Organisationen, die sich durch Spenden finanzieren und zeigen, dass die Deutschen nicht unbedingt Spendenmuffel sind. Greenpeace Deutschland hatte 2016 rund 580.000 Förderer und ein Budget von fast 56 Millionen Euro. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat rund 410.000 Mitglieder und Spender und mehr als 2.000 Ortsgruppen. MISEREOR, das Hilfswerk der katholischen Kirche, konnte allein 2016 gut 202 Millionen Euro Einnahmen verbuchen, davon 53,2 Millionen Spenden etc. Im Vergleich dazu ist der DHV noch geradezu winzig. Dennoch gelingt es uns auch mit einem kleinen Bruchteil dieser Budgets schon recht gut, die öffentliche und politische Debatte rund um Cannabis zu beeinflussen. Aber da geht noch mehr!

Hilf auch du mit, dass der Deutsche Hanfverband seine Arbeit fortführen und stärker werden kann! Unterstütze uns und ermögliche damit eine schlagkräftige Interessenvertretung der Hanffreunde!