DHV-Finanzen

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Transparenz ist uns wichtig! Deshalb stellen wir am Ende dieser Seite die kompletten Einnahme-/Überschussrechnungen seit 2011 zur Verfügung.

Allgemeine Entwicklung der letzten Jahre

Das Jahr 2014 war durch den Gewinn der TV-Show "Millionärswahl" ein absolutes Ausnahmejahr für den DHV. Was wir 2014 mit dem Geld gemacht haben, berichten wir in dieser FAQ. Vor allem die erste PR-Kampagne für die Legalisierung in europäischen Kinos ist dabei zu nennen, aber auch diverse andere spezielle Ausgaben. Abgesehen davon haben wir nachhaltig in die Struktur des DHV investiert, vor allem in Personal und dazugehörige Bürofläche und -ausstattung.

Außerdem haben wir eine erhebliche Rücklage i.H.v. knapp 200.000 Euro gebildet, um diese gestärkten Strukturen so lange aufrecht zu erhalten, bis sie sich wieder durch steigende Beiträge und Spenden selbst tragen. Wir sind damals von erheblichen Defiziten in den Jahren 2015 bis 2017 ausgegangen, wobei dieses 2015 auch bestand. Doch schon 2016 sind die Beiträge und Spenden für den DHV so stark gestiegen, dass das Defizit vollständig ausgeglichen war und wir wieder "grüne" Zahlen geschrieben haben.

Oben genannte Rücklage aus der Millionärswahl besteht also weiterhin und konnte auch 2017 weitere erhebliche Investitionen vorfinanzieren, vor allem wiederum in mehr Personal für weitere Öffentlichkeitsarbeit und neue Projekte.

Entwicklung 2017

2017 war abgesehen vom Millionärswahljahr 2014 das erfolgreichste der DHV-Geschichte mit einem erheblichen Zuwachs bei den Einnahmen. Insgesamt ist das Budget (Nettoeinahmen ohne Umsatzsteuer) von ca. 232.000 Euro um 113.000 Euro auf ca. 345.000 Euro gestiegen!

Einen erheblichen Teil dieses Zuwachses verdanken wir der größten Zuwendung in der DHV-Geschichte, mit der Sens Media die DHV-Führerscheinkampagne 2017 ermöglicht hat. Auch die Moderniesierung unseres Firmensponsoren-Konzeptes trägt langsam Früchte. 2017 war vor allem durch die Gewinnung neuer Firmensponsoren erfolgreich, insbesondere auch solche aus dem Ausland. Die Zahlungen von Firmen mit Sitz außerhalb Deutschlands sind von ca. 18.000 Euro auf ca. 50.000 Euro gestiegen, insbesondere durch die erfolgreiche Weihnachtsspenden-Aktion. Insgesamt wird der DHV von fast 200 Unternehmen unterstützt. Die Zahl unserer privaten Fördermitglieder ist von 2.215 auf 2.556 gestiegen, ihre Beiträge sind von 112.000 Euro auf 119.000 Euro gestiegen, während die allgemeinen Spenden, ebenfalls überwiegend von Privatpersonen, von 31.000 auf 51.000 Euro gestiegen sind. Die Einnahmen aus Spendendosen und aus dem DHV-Shop liegen jeweils im vierstelligen Bereich und sind um je 1.000 Euro gesunken bzw. gestiegen, hier gab es also keine großen Veränderungen.

Grob gesagt, stammen die Einnahmen 2017 je ungefähr zur Hälfte von Unternehmen und Privatpersonen, eine gesunde, vielschichtige Basis unserer Arbeit!

Die Ausgaben sind noch etwas mehr gestiegen als die Einnahmen. Wir konnten insbesondere in Personal investieren, was unsere Arbeit erheblich vorangebracht hat. Die Personalkosten sind von 98.000 auf 162.000 Euro gestiegen. Darin enthalten ist noch nicht das Einkommen von DHV-Inhaber Georg Wurth (37.000 Euro vor Abzug sämtlicher privat zu tragender Versicherungs- und Vorsorgekosten), das als Privatentnahme aus dem Gewinn gebucht wird. Dazugekommen sind die Stellen Eventmanagement, Business Relations, Presse/Kommunikation und IT/Web. Bei anderen Stellen wurden die Wochenstunden aufgestockt, insbesondere Grafik/Video, Kampagnen-/Ortsgruppenmanagement und Geschäftsführung. Diese Entwicklung hat es uns ermöglicht, gleich mehrere Großprojekte in 2017 zu stemmen: Die Führerscheinkampagne, die erfolgreichste Bundestags-Petition des Jahres 2017 und die erste politische DHV-Konferenz "Cannabis Normal". All diese Projekte bringen unser Thema voran. Aber auch in den üblichen Kernbereichen unserer Arbeit sind wir mit mehr Personal deutlich besser geworden, z.B. unsere Messeauftritte, unsere online-Präsenz auf diversen Kanälen, unsere Medienkontakte und die Zahl der entsprechenden Artikel und Berichte oder die Häufigkeit und Qualität unserer politischen Kontakte. All das produziert natürlich auch höhere sonstige Kosten. So sind z.B. die Ausgaben in den Bereichen Wareneinsatz/Fremdleistungen (+8.000), Werbekosten (+35.000) und Reisekosten (+10.000) gestiegen. In einigen Bereichen sind die Ausgaben auch gesunken, z.B. Raumkosten und Porto.

Im Gesamtergebnis sind unsere Rücklagen um ca. 15.000 gesunken. Damit haben wir immer noch Rücklagen i.H.v. 180.000 Euro, im Wesentlichen von der Millionärswahl, so dass wir auch 2018 weiter in noch mehr Legalize-Arbeit investieren können.

*Alle hier genannten Zahlen sind gerundet.

Mit erheblich gestiegenen Einnahmen konnten wir unsere Aktivitäten 2017 weiter ausbauen. Wir danken allen Unterstützern, die das möglich gemacht haben!

Ausblick

Obwohl wir bereits 2017 erhebliche Summen in die Strukturen des DHV investiert haben, können wir damit Dank der stabilen Entwicklung in 2017 und Dank der Rücklagen auch 2018 weitermachen. Die Business-Relations-Stelle und das Ortsgruppenmanagement wurde aufgestockt. Außerdem wurde eine neue Stelle für politische Kommunikation eingerichtet. Mit den Einnahmen aus der Weihnachtsspenden-Aktion wurde eine Studie über die Kosten des Hanfverbots in Deutschland in Auftrag gegeben, die wir auf der "Cannabis Normal" Konferenz präsentieren werden.

Vorjahre

Transparenz ist uns wichtig, deshalb stellen wir nicht nur die genauen Zahlen online, sondern bieten jedem regelmäßigen Unterstützer auch die Möglichkeit, im Büro in Berlin Einblick in unsere Buchhaltung zu nehmen.

Umfeld

Der DHV ist die finanziell stärkste Legalize-Organisation in Deutschland und die einzige, die ein regelmäßig besetztes Büro unterhält. Jeder neue Sponsor, jede Spende trägt dazu bei, dass wir weitermachen und noch mehr tun können.

Zum Vergleich: In den USA bestehen mehrere sehr schlagkräftige Legalize-Organisationen. Das Marihuana Policy Projekt ist mit mehr als 40.000 zahlenden Mitgliedern und einem jährlichen Budget von 5 Millionen Dollar die mitgliederstärkste Organisation dieser Art und beschäftigt 35 Mitarbeiter. Die Drug Policy Alliance (DPA) hatte 2017 ein Beitrags- und Spendenaufkommen von ca. 11,4 Millionen Dollar, wobei alleine 4 Millionen Dollar jährlich vom US-Milliardär George Soros übernommen werden. In Deutschland gibt es dagegen bisher keine wohlhabenden privaten Großspender für die Legalisierung im Bereich über 10.000 Euro. Auf der Homepage der dritten großen Organisation der USA, NORML, sind im Gegensatz zum DHV keine Finanzberichte der letzten Jahre zu finden. NORML hat mit einer Facebook Reichweite von etwa 900.000 Followern und mehr als 130.000 Email-Abonnenten jedenfalls einen enormen Aktionsradius. Beim DHV lag die Zahl der privaten Fördermitglieder Ende 2017 bei 2.556 und der Newsletter geht an ca. 8.000 eingetragene Emailadressen. Deutschland ist zwar nicht Amerika, aber es sollte auch hier noch einiges mehr möglich sein.

Übrigens gibt es in anderen Bereichen auch in Deutschland Organisationen, die sich durch Spenden finanzieren und zeigen, dass die Deutschen nicht unbedingt Spendenmuffel sind.  Greenpeace Deutschland hatte 2016 rund 580.000 Förderer und ein Budget von fast 56 Millionen Euro. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat rund 410.000 Mitglieder und Spender und mehr als 2.000 Ortsgruppen.  MISEREOR, das Hilfswerk der katholischen Kirche, konnte allein 2016 gut 202 Millionen Euro Einnahmen verbuchen, davon 53,2 Millionen Spenden etc. Im Vergleich dazu ist der DHV noch geradezu winzig. Dennoch gelingt es uns auch mit einem kleinen Bruchteil dieser Budgets schon recht gut, die öffentliche und politische Debatte rund um Cannabis zu beeinflussen. Aber da geht noch mehr!

Hilf auch du mit, dass der Deutsche Hanfverband seine Arbeit fortführen und stärker werden kann! Unterstütze uns und ermögliche damit eine schlagkräftige Interessenvertretung der Hanffreunde!