Berlin-Wahl: Jetzt E-Mail an Rot-Rot-Grün!

  • Veröffentlicht am: 29. September 2016 - 12:28
  • Von: Marc Walter

In der letzten Legislaturperiode, in der SPD und CDU regierten, hat die Kriminalisierung und Strafverfolgung von Konsumenten in Berlin zugenommen. Unter anderem durch die bundesweit bekannte "Null-Toleranz-Zone" im Görlitzer Park kamen obskure Verfahren zustande, die normalerweise in Berlin sofort eingestellt würden. Die CDU und ihr Innensenator Frank Henkel wurden für ihre Politik vom Wähler abgestraft. Nun wird sich eine neue Koalition bilden, Rot-Rot-Grün gilt als sehr wahrscheinlich. Erste Sondierungsgespräche haben bereits stattgefunden, nächste Woche beginnen die offiziellen Verhandlungen.

Jetzt ist es wichtig, den Parteien zu zeigen, dass Hanffreunde und Legalisierungsbefürworter die Umsetzung ihrer Wahlversprechen in Bezug auf Drogenpolitik und insbesondere die Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten auch wirklich einfordern. Rot-Rot-Grün hat mit zwei legalisierungsfreundlichen Parteien und einer relativ liberalen SPD großes Potential für echte Fortschritte. Aber wenn kein Druck dafür existiert, wird die Drogenpolitik nicht die Rolle im Koalitionsvertrag spielen, die angemessen wäre.

Also: Schreibt den Parteien eine kurze E-Mail! Bleibt dabei höflich und sachlich, nur so werdet ihr ernst genommen. Am Ende dieses Artikels findet ihr eine Liste mit Adressen. Hier zwei Textvorschläge, die ihr verwenden könnt:

"Ich habe Ihnen diesmal meine Stimme gegeben, weil Sie sich für die Legalisierung von Cannabis einsetzen und erwarte von Ihnen, dass Sie das Thema in den Koalitionsverhandlungen berücksichtigen. Bitte beenden Sie die Null-Toleranz-Politik von Frank Henkel, sorgen Sie für eine möglichst weitgehende Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten in Berlin und für ein Modellprojekt zur Cannabisabgabe!"

"Ich bitte Sie, das Thema Cannabislegalisierung in den Koalitionsverhandlungen zu berücksichtigen. Bitte beenden Sie die Null-Toleranz-Politik von Frank Henkel, sorgen Sie für eine möglichst weitgehende Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten in Berlin und für ein Modellprojekt zur Cannabisabgabe!"

E-Mail-Adressen der Verantwortlichen für die Koalitionsverhandlungen:

SPD:
Michael Müller: spd@spd.berlin
Raed Saleh: raed.saleh@spd.parlament-berlin.de
Angelika Schöttler: angelika.schoettler@arcor.de
Barbara Loth: loth@spd-seenplatte.de

LINKE:
Klaus Lederer: klaus.lederer@die-linke-berlin.de
Udo Wolf: post@udo-wolf.berlin
Katina Schubert: katina.schubert@die-linke-berlin.de
Carola Bluhm: kontakt@carola-bluhm.de

Grüne:
Ramona Pop: ramona.pop@gruene-fraktion-berlin.de
Antje Kapek: antje.kapek@gruene-fraktion-berlin.de
Daniel Wesener: daniel.wesener@gruene-berlin.de
Bettina Jarasch: buero.jarasch@gruene.de

Sonderthemen: 

Kommentare

an alle PolitikerInnen und PopulistInnen die das Hanfverbot nach Ultimo schleppen,

hab gerade Bock mal ein kleines Statement zu der Farce um das Kraut abzugeben, welches scheinbar der Spitzenpolitik und deren WirtschaftsfreundInnen so großes Kopfzerbrechen bereitet,dass sie sich nicht scheuen sich regelmäßig in aller Öffentlichkeit schamlos so dermaßen zu blamieren, dass sie selbst von Jugendlichen dafür völlig zurecht ausgelacht werden und auch ich nichts mehr auch nur ansatzweise ernst nehmen kann, was diese Sparten zu diesem Thema zu sagen hätten. Mein Umfeld und Freundeskreis ist bunt gemischt, wie vermutlich unzählige andere Freundeskreise mit Affinität zum Cannabiskonsum auch in diesem und jenem Land und besteht sowohl aus Personen im öfftl. Dienst, aus der Unterhaltungsbranche, aus Angestellten, Kunst-und Kulturschaffenden usw., als auch Personen in der freien Wirtschaft. Wir sind zum Großteil AkademikerInnen sämtlicher Sparten (PhysikerInnen, LehrerInnen, GeisteswissenschaftlerInnen, ÄrztInnen, ForscherInnen in Biologie und Chemie, MediendesignerInnen, HistorikerInnen, ArchäologInnen, KünstlerInnen, JuristInnen, und und und), und wir alle machen uns regelmäßig strafbar, in dem wir uns das Dope besorgen und mit uns herumtragen, welches wir gelegentlich am Wochenende inhalieren. Wir gehen jeden Tag zur Arbeit, ins Labor, in die Schulen, in die Uni, ins Theater, ins Büro, ins Geschäft, ins Gericht, ins Museum, in die Behörde, kurz um in sämtliche Einrichtungen die für jeden Menschen in irgendeiner Weise relevant sind. Wir und tausende andere sind dabei verantwortungsvoll in dem was wir dort tun. Zudem pflegen wir gesunde menschliche Beziehungen, haben Spaß, sind gesellschaftlich akzeptiert, integriert und aufgeschlossen, sind sozial engagiert und zahlen unsere Steuern. Wir sind zwischen 30 und 50 Jahre alt und nicht krank. Das Verbot ist erschreckend aber es schreckt uns nicht ab. Das Marijuana/Haschisch lässt uns einfach nur entspannen und all die ganzen positiven Besonderheiten und negativen Risiken dieses freiwilligen und selbstbestimmten Konsums, welche nach und nach auch wissenschaftlich belegt wurden und werden, sind uns mitunter seit Jahrzehnten durch aufmerksames Lesen und natürlich dem Selbstversuch, bekannt. Wir sind durch und durch aufgeklärt, fürchten ständig um unsere Fahrerlaubnis trotz Nüchternheit und finden die ganze politische Debatte einfach nur lächerlich. Klar ist: die Scheuklappen von Merkel, Mortler und Co. sind forciert und so unglaublich peinlich, vor allem auch deswegen da es jeder sieht, wie sich an ein von allen Seiten her als überflüssig befundenes Doktrin festgekrallt wird; über die Gründe dafür kann man nur spekulieren, was ich mir verkneifen werde,jedenfalls mit Vernunft oder politischer Verantwortung hat das nichts zu tun. Was ich mir nicht verkneifen werde ist hier zu sagen, dass ich diesen politischen Wahnwitz, aus Propaganda, schlechtem Schauspiel, Kriminalisierung und unsachlichen Angstgeschüre als absolut respektlos, als maßlose Frechheit und empörende Beleidigung, nicht nur mir als reflektierter mündiger Person oder jeder/m anderen KifferIn gegenüber sondern auch derer/n gegenüber,die dafür empfänglich sind und die sie mit dieser sinnfrei dahergelogenen Agitation erreichen und somit verunsichern, also alle, empfinde. Deshalb mahne ich jeder/m PolitikerIn dazu: entweder auf seine/ihre unqualifizierten Aussagen zu verzichten, sich für derartiges aus der Vergangenheit zu schämen und sich dafür zu entschuldigen bzw. alles dafür zu tun dieser Chose endlich ein faires Ende zu bereiten.

Alles Liebe, Respekt und Ausdauer für alle emanzipierten KonsumentInnen, AktivistInnen und dem Team vom Hanfverband Laura

Das war wohl eines der besten Statements zu diesem Thema! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, das sollte direkt zu einer der Oppositionsparteien der CDU und co. gesschickt werden!

Auf den Punkt gebracht, danke!

Liebe Laura und Team,
Eine ganz wunderbar passendes Statement, mir aus den Herzen gesprochen ! Denn nun bin auch ich ein Straftäter.
Ich bin aus der Gesundheitsbranche und leite(te) einen ambulanten Pflegedienst, denn nun sagt der liebe Staat, ich darf das nicht mehr.....
Meine Straftaten (Hanf zu besorgen) wollte ich so gering und unauffällig betreiben, wie nur eben möglich und kam auf die wundervolle Idee, es mir selbst zu machen.
Sprich mir einen Growschrank zu kaufen und los geht's.
Dann wurde ich verpfiffen und 20g THC reichen aus um jemanden der nie vorher polizeilich auffällig wurde, ins gesellschaftliche Aus zu schieben.....
Was geht hier eigentlich ab...?

Das ist hier traurige Realität, deshalb passt auf Euch auf liebe Straftäter !

Lasst Euch aber wegen so etwas nicht entmutigen, ich tue es jedenfalls nicht.

Ich habe nach eurem letzten Artikel, mit zugegeben schlechten E-Mail Adressen, die Parteien angeschrieben. Grün hat als einzige geantwortet und zwar das meine Mail weitergeleitet würde. Mehr ist nicht gekommen, was mir egal ist, wichtig ist mir das es zur Kenntnis genommen wurde. Der CDU habe ich auch geschrieben, hier lies ich mir es nicht nehmen auf dehren Rückwärtsgewante Drogenpolitik hinzuweisen. SPD hat eine bitte bekommen und Links, Grün eine aufforderung.

Bin zwar kein Berliner, habe aber trotzdem mal die Gelegenheit genutzt und Emails an die genannten Personen geschickt. Schließlich verfolgen wir alle aufmerksam, was gerade in Berlin passiert, weil die Cannabispolitik der Hauptstadt ein Vorbild für andere werden kann!

Gruß aus dem Rheinland!

Hab ihren Text an alle angegebenen Adressen gesendet! Ist ne Sache von 2 minuten!
Es muss endlich passieren!

Klasse Text Laura,du triffst es auf den Punkt. Wir normalen Bürger werden hier zur Schnecke gemacht und kriminalisiert oder/und der Weg über die Führerscheinstelle trotz Genuss ohne Verkehrsteilnahme.

Gibt es einen Tipp, welche-r SPD-Politiker-in ein-e sinnvolle-r Adressat-in wär?
:D

@Laura Das würd ich genauso unterschreiben. LG

Sehr geehrte Damen und Herren ,und Natürlich Sativafreunde
Es ist eine Bodenlose Frechheit wie diese Sativa Pflanze von manchen Politikern
für ihre eigenen Interessen in den Dreck gezogen wird und unwissende Menschen angst eingejagt wird.
Das Alkohol und Tabak Jährlich Tausende Menschen tötet scheint als wäre das nur ein Märchen !
Aber das wird mit Respektlosen Sätzen wie zitat: Marlene Mortler
1) Alkohol gehört zu unserer Kultur ! zu welcher Kultur gehört Sativa eigentlich ?:)
2) wir haben schon mit Tabak und Alkohol 2 Probleme in unserem Land warum noch eins dazu holen ! wenn man wirklich das wohl der Menschen in diesem Land schützen will dann sollte man nach meiner Meinung diese 2 (Großen) und Gefährlichen Probleme loswerden und sich lieber 1 (kleines) ( nicht gefährliches Problem ) reinholen Sativa Tote = 0.
Normalerweise sollte man die Verantwortlichen Anzeigen wegen Körperverletzung & Fahrlässige Tötung.
Dachte Menschenleben Retten steht an erster Stelle aber alles nur Scheinzitate, soviel zur Politik jetzt zu meiner Person.
Ich bin 40 Jahre Lebe in Baden Württemberg, habe mit 13 Jahren angefangen Tabak zu Rauchen und rauche heute noch würde aber langsam mal was gesundes Rauchen undzwar wie damals mit Zigaretten also nicht Kriminell !. Da konnte man ja auch ohne Probleme am Automaten seine Zigaretten kaufen und diese Respektlosen Bilder von Erkrankten waren auch nicht auf den Päckchen also Warnungen von Sucht und Lebensgefahr = 0 und wenn man mit ner Zigarette in der Hand von der Polizei gesehen wurde auch keine Kontrolle.
Mein erster Kontakt mit Sativa war mit 17 in Stuttgart, ich hatte Blockuntericht und habe jemanden kennen gelernt der schon länger Komsumierte und er war echt ein Lustiger netter Mensch und ein guter Schüler. Er hat mir das auch nicht angeboten, er hat nur wie ich nach dem Unterricht im Park seine Zigarette raucht seinen Joint geraucht.
Am letzen Tag vom Blockunterricht habe ich ihn gefragt ob er mir auch zum probieren was besorgen kann, am wochenende vor dem Discobesuch hab ich dann meine Erfahrungen gemacht und es waren zum Glück Positive Erfahrungen:)
Ich habe dann 3 Jahre Sativa Konsumiert auch manchmal sehr viel mit Freunden nach der Arbeit am wochenende wie das halt ist als Jugendlicher.
Aber wieder mit Positiven erfahrungen :) zum Glück hatte ich keinen so Großen draht zu Alkohol.
20 Jahre habe ich keinen Konsum von Sativa aber nicht wegen dem Verbot sondern weil ich keine Connection zu Dealern habe und auch keine will und genau das ist das einzigste Negative also Legalize it und tut den Menschen was gutes.
Möge Shiva eure Ernten Segnen

P.S : and die Verantwortlichen würde gerne Tabak mit Sativa umtauschen sie Tauschen doch auch schlechte sachen um..

"Cannabis" statt "Sativa".
Oder "Cannabis Sativa", eine Art von Cannabis/Hanf.

Kurze Frage, falls es bei der Verhandlung zur einer Mehrheit kommt, wie geht es dann weiter? Haben da nicht die Frau Mortler/Merkel auch noch was zu sagen bis es zur einer Legalisierung in Berlin führt?

Grüße und schönen Tag euch allen!!

Berlin hat nicht die Zuständigkeit, Cannabis komplett zu legalisieren. Aber ein Bundesland kann die Strafverfolgung abmildern und sich z.B. für ein wissenschaftliches Modellprojekt zur Cannabisabgabe einsetzen. 

Man spricht von Cannabis immer als Droge. Warum wohl? Weil "Mammas little helper" anderen dicke Konten bescheren? Sieht ganz so aus. Cannabis ist Medizin und ein hervorragendes Entspannungsmittel. Alkohol entspannt auf eine andere Weise, die sich z. B. ein Epileptiker nicht leisten kann. Für ihn ist Cannabis hervorragend geeignet Krämpfe zu verhindern. Doch da es verboten ist, kommt der Epileptiker in Stress, was er nicht sollte, wenn er es sich besorgt. Denn, statt frei erhältlich, muss man sich auf Abenteuer einlassen.
Was ist das für eine Regierung, die ihre Bürger so im Stich lässt und anlügt?
Eine gute - eine schlechte? Auf jeden Fall eine irgnorante Regierung.

Es kann sein, dass diese Pflanze die Regierung stürzt. Es hat schon begonnen.

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