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Hessen soll einseitige Drogenpolitik beenden


Meldung des DHV vom 9. 2. 2006

Der Deutsche Hanf Verband startet heute eine Protestaktion gegen die besonders einseitige Drogenpolitik in Hessen.
Das Bundesland setzt derzeit auf eine drastische Verschärfung fragwürdiger Repressionsmaßnahmen, insbesondere die Strafverfolgung einfacher Cannabiskonsumenten. Positive Effekte dieser Bemühungen sind nicht zu erkennen. Die Landesregierung selbst beklagt steigende Zahlen von Cannabiskonsumenten und das sinkende Einstiegsalter.

Gleichzeitig werden Mittel für Prävention seit Jahren gekürzt. In 2004 erreichten die Ausgaben für Suchtprävention mit 556.000 Euro den tiefsten Stand seit 10 Jahren.
Für Repressionsmaßnahmen wie Polizei, Justiz und Gefängnisse gibt Hessen laut Schätzungen des Deutschen Hanf Verbandes mindestens 75 Millionen Euro aus. Das ist rund 135 mal so viel wie für Präventionsmaßnahmen! Und hier zeigt die Tendenz durch verschärfte Polizeieinsätze steil nach oben.

Laut Landesregierung setzt die hessische Drogenpolitik auf die drei Säulen “Prävention, Beratung und Therapie, sowie Repression“. Es wird Zeit das bestehende Ungleichgewicht der Mittel zu korrigieren. Bereits ein Prozent der Mittel für Repressionsmaßnahmen könnte die Möglichkeiten in den Bereichen Prävention und Beratung mehr als verdoppeln!


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