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Hanfverband fordert schleswig-holsteinische Verhältnisse bundesweit


Meldung des DHV vom 21. 3. 2006

Die Pressemitteilung “Bund soll jetzt für einheitliche Einstellungspraxis sorgen” wurde von verschiedenen Presseagenturen zum Anlass genommen auf die Ungleichbehandlung von Cannabiskonsumenten in den Bundesländern hinzuweisen.
Der Pressedienst MVregio verarbeitete eine entsprechende ddp-Meldung unter der Überschrift “Hanfverband fordert schleswig-holsteinische Verhältnisse bundesweit”.

Hier der komplette Artikel:
19.03.2006: Berlin/MVr
Der Deutsche Hanf-Verband (DHV) lobt das liberale Vorgehen gegen Cannabis-Konsumenten in Schleswig-Holstein. Die Maßstäbe der Justiz in diesem Bundesland müssten auf ganz Deutschland übertragen werden, sagte Verbandschef Georg Wurth am Sonntag der Nachrichtenagentur ddp in Berlin. Er verwies auf eine neue Studie des Freiburger Max-Planck-Instituts, wonach es in Deutschland regional “erhebliche Unterschiede” bei der Strafverfolgung von Cannabis-Konsumenten gebe, obwohl das Bundesverfassungsgericht schon 1994 eine bundesweit einheitliche Regelung angemahnt habe.

Der Hanf-Verband forderte die Bundesregierung auf, “unverzüglich für eine bundeseinheitliche Regelung zu sorgen, die eine echte Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten darstellt”. Wurth betonte: “Auf keinen Fall sollen die bayerischen Verhältnisse auf das ganze Land übertragen werden. Rechtschaffene Hanffreunde werden dort wie Schwerverbrecher behandelt.” Besser sollte die liberale Haltung von Schleswig-Holstein überall angewendet werden, regte er an. In allen Bundesländern sollten also relativ hohe Werte bei der Definition einer “geringen Menge” Cannabis angesetzt werden. Nur so könne dem Umstand Rechnung getragen werden, dass Hanfkonsum kein Verbrechen sei.

MVregio Landesdienst mv/bln

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