Der “Gesamtverein” MarianaCSCs hat sich 2023 zum Ziel gesetzt, in 180 Zweigvereinen für die Mitglieder Cannabis anzubauen. 18.000 Mitglieder haben hohe Investitionen in die Vorbereitungen ermöglicht. Insbesondere die Personalkosten dürften hoch sein. Bisher wurde allerdings kein einziges Gramm ausgegeben. Nun hat der Verein begonnen, Mitgliedern mit offenen Beiträgen Mahnungen zu schicken und mit einem Inkassoverfahren zu drohen.
Bei uns melden sich viele Betroffene, die über dieses Vorgehen empört sind. Das liegt auch daran, dass vielen gar nicht bewusst war, dass der “Mariana Cannabis Social Clubs Deutschland e.V.” sie offiziell als Mitglied betrachtet. Gerade in der ersten Zeit war der Anmeldeprozess teilweise verwirrend und irreführend. Manche dachten, dass sie sich bei einem lokalen CSC in ihrer Stadt anmelden und bekamen dann eine Rechnung vom CSC Göttingen, aus dem der Gesamtverein MarianaCSCs hervorging. Andere Betroffene schreiben uns, dass sie sich nie dort als Mitglied angemeldet haben und jetzt plötzlich Mahnungen erhalten.
Bei den Mahnverfahren geht es mindestens um ca. 85 Euro für die Eintrittsgebühr plus drei Monatsbeiträge (Mindestmitgliedschaftsdauer), teilweise aber auch um vierstellige Beträge.
In diesem Beitrag möchten wir dieses aggressive Vorgehen von MarianaCSCs einerseits grundsätzlich einordnen und bewerten, andererseits juristisch analysieren und Anhaltspunkte für Betroffene liefern, ob und wie sie sich gegen die Forderungen des Vereins wehren können.
Viel Kritik an MarianaCSCs
Das Konzept von MarianaCSCs ist ungewöhnlich, es hat von Anfang an für Diskussionen in der Community gesorgt. Auch der DHV befasst sich schon lange mit MarianaCSCs. Im April 2024 erschien ein Artikel auf hanfverband.de, in dem wir auf diverse Ungereimtheiten bei MarianaCSCs hingewiesen hatten. Schon damals haben wir uns auch direkt mit Vertretern von MarianaCSCs ausgetauscht. Auf der CaNoKo24 haben wir das Mariana-Konzept und dessen Vertreter auf den Prüfstand gestellt, hier die Videoaufzeichnung.
Viele Kritikpunkte der Community kann man aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Es gibt z.B. auch “normale” CSCs, die bis heute kein Gras verteilen und sich die Zähne an den Behörden ausbeißen. Damals hatten wir grundsätzliche juristische Bedenken, ob das Konzept mit dem riesigen Gesamtverein überhaupt genehmigungsfähig ist, denn es gilt laut KCanG eine Obergrenze für CSCs von 500 Mitgliedern. Tatsächlich mussten die Satzungen der lokalen MarianaCSCs so geändert werden, dass die Zweigvereine eine größere formale Eigenständigkeit haben. Mit derartigen Satzungsänderungen gibt es aber mittlerweile die ersten Betriebsgenehmigungen und der erste Anbau von Cannabis durch MarianaCSCs hat vor Kurzem begonnen.
Eine Besonderheit bei Mariana ist das quasi “sozialistische” Konzept. Wer bei MarianaCSCs Mitglied ist, muss in den meisten Fällen davon ausgehen, dass die eigenen Mitgliedsbeiträge zunächst dafür verwendet werden, anderswo Anbauanlagen aufzubauen. Manche profitieren aber auch von dieser Art Solidarität. Das kann man gut oder schlecht finden, Hauptsache diese Tatsache ist von Anfang an klar.
Andererseits wird MarianaCSCs eine zu starke Kommerzialisierung vorgeworfen, insbesondere kursieren Gerüchte über diverse Tochterunternehmen und Verflechtungen mit Servicegesellschaften, an denen angeblich auch der Gründer von MarianaCSCs, Nils Harbers, beteiligt ist. Aber auch solche Konstrukte gibt es bei anderen CSCs. Das kann einen stören oder auch nicht.
Mangelnde Transparenz
Von Transparenz kann unter anderem mangels offizieller Informationen bezüglich der mit MarianaCSCs verflochtenen Dienstleistungs- und Serviceunternehmen keine Rede sein. Und mangelnde Transparenz ist einer von zwei Punkten, die wir von Anfang an und bis heute bei MarianaCSCs sehr kritisch sehen, siehe oben verlinkter Artikel. So gibt es z.B. bis heute keine Finanzberichte zum Gesamtverein. Wie hoch waren die Einnahmen des Gesamtvereins in 2024 und 2025, wofür wurde das Geld ausgegeben, wie viel ist noch vorhanden? Fairerweise muss man dazusagen, dass solche Zahlen auch von anderen CSCs nicht veröffentlicht werden. Aber bei einem so großen “Gesamtverein” wie MarianaCSCs wären jährliche Finanzberichte aus unserer Sicht eine Selbstverständlichkeit.
Mittlerweile wird im Beitrittsprozess klarer erläutert, welchem Konstrukt man beitritt und dass es nicht nur um einen lokalen CSC geht. Dennoch sei auf dieses Problem hier nochmal hingewiesen, weil es unmittelbar mit den aktuellen Mahnungen zu tun hat. Denn viele dieser Mahnungen betreffen Mitglieder, die schon vor 1-2 Jahren beigetreten sind und dachten, dass sie Mitglied eines normalen lokalen CSC werden. Teilweise sind diese Mitglieder sofort wieder ausgetreten. Aber trotz der damals schwer zu durchschauenden Informationen besteht MarianaCSCs darauf, dass mindestens die Gebühren für Beitritt + drei Monate bezahlt werden, selbst wenn die Leute gleich am nächsten Tag ihren Beitritt zurückgezogen haben.
Es gibt in diesem Zusammenhang auch neue Punkte, bei denen eher von Irreführung als von Transparenz die Rede sein muss. Das betrifft z.B. die Frage, ob nach den Mahnungen ein Inkassoverfahren vorgesehen ist, an dessen Ende die offenen Beiträge auch vollstreckt werden können, also beispielsweise durch einen Gerichtsvollzieher oder per Gerichtsbeschluss vom Bankkonto der Betroffenen eingezogen werden können. Eine Arbeitsgruppe des Vereins hat wohl genau das bezüglich der offenen Mitgliedsbeiträge so beschlossen: ein Mahn- und Inkassoverfahren. Auch in den Mahnungen an die Mitglieder wird darauf hingewiesen, dass bei Nicht-Zahlung ein Inkassoverfahren folgen wird. In der Stellungnahme von MarianaCSCs vom 08.01.2026 mit der Überschrift “Mahnungen und Inkasso bei Mariana Cannabis – unsere Erklärung” wird das aber verschwiegen. Das Wort “Inkasso” kommt in dieser Stellungnahme (abgesehen von der Überschrift) gar nicht vor. Stattdessen heißt es dort: “Die Mahnungen sind kein erster Schritt. Sie sind ein letzter.” Angeblich dienten die Mahnungen nur dazu, die entsprechenden Mitglieder zu einer Reaktion zu animieren, um deren Mitgliedsstatus zu klären. Das suggeriert, dass es anschließend an die Mahnungen kein Inkassoverfahren geben wird, obwohl genau das Gegenteil beschlossen und in den Mahnungen angekündigt wurde.
Ein weiteres Beispiel für mangelnde Transparenz betrifft Mitglieder mit offenen Beiträgen, die nach eigenem Bekunden nie wissentlich und willentlich dem Verein beigetreten sind. In der Stellungnahme heißt es dazu:
“Wer keine Aktivität aufweist und angibt, sich nicht selbst angemeldet zu haben, wird ohne weitere Kosten vollständig aus dem System entfernt.
(…) In Fällen, in denen jemand angibt, ohne eigenes Zutun angemeldet worden zu sein, bitten wir um eine Anzeige bei der Polizei. Nicht, um jemandem Schwierigkeiten zu machen. Sondern weil uns durch solche Vorfälle, ob sie nun auf Identitätsdiebstahl, Missbrauch oder Verwechslungen zurückgehen, ein erheblicher Aufwand und Imageschaden entsteht.”
Das klingt ganz entspannt, unproblematisches Ausbuchen in den entsprechenden Fällen, verbunden mit der Bitte, der man entsprechen kann oder auch nicht. Wobei klar sein dürfte, dass es eine hohe Hürde und Hemmschwelle für die Betroffenen ist, bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt wegen ungerechtfertigter Anmeldung bei MarianaCSCs zu stellen. In der Praxis ist von einer “Bitte” und von Freiwilligkeit keine Rede mehr. Uns liegt entsprechender Schriftverkehr vor, in denen MarianaCSCs einem Betroffenen schreibt:
“Wenn du dich nicht selbst angemeldet hast, dann ist das ein großes Datenschutzproblem, welches wir unbedingt gemeinsam angehen müssen. Wir wollen dir dabei helfen, das Problem zu lösen. Dafür ist es nötig, dass du eine Anzeige bei der Polizei erstattest und uns diese zukommen lässt. Selbstverständlich entstehen dir dann auch keine Kosten.”
Inkassoverfahren gegen Mitglieder – ein NoGo für den DHV!
Sowohl in unserem o.g. Statement als auch in persönlichen Gesprächen mit MarianaCSCs war der Umgang mit offenen Mitgliedsbeiträgen das wichtigste Thema. Nach 1,5 Jahren scheint MarianaCSCs immerhin unseren Vorschlag umgesetzt zu haben, dass neu angemeldete Mitglieder erst ab dem Zeitpunkt als solche gelistet werden, wenn sie ihren ersten Beitrag gezahlt haben. (So machen wir das beim DHV auch.) Auf diese Weise bekommen Neumitglieder die Möglichkeit, ihren Mitgliedsantrag zu widerrufen bzw. verfallen zu lassen, ohne dass das irgendwann später zu einem unerwarteten Mahnverfahren führt.
Bei den bisher aufgelaufenen offenen Beiträgen kennt Mariana aber keine Gnade. Was beim DHV selbstverständlich ist, nämlich das unproblematische Ausbuchen von “Karteileichen” und die Stornierung von offenen Beiträgen, auch bei Kündigung als DHV-Fördermitglied, kommt für MarianaCSCs offenbar nicht in Frage. Die Argumentation, dass es sich bei uns um eine freiwillige Leistung handelt, bei MarianaCSCs aber eine konkrete Gegenleistung in Form von Cannabis vorgesehen ist, läuft gerade bei den aufgelaufenen Altfällen ins Leere. Denn bisher gab es ja noch gar keine entsprechende Gegenleistung. Und selbst wenn man demnächst als Mitglied eines lokalen Mariana-Zweigvereins die Möglichkeit hat, Cannabis zu erhalten, kann die Ausgabe ja immer noch an ein ausgeglichenes Mitgliedskonto geknüpft werden. Alle Argumente von MarianaCSCs, warum es notwendig sein soll, diese Beiträge aggressiv einzutreiben, laufen nach unserer Ansicht ins Leere.
Auch die Tatsache, dass MarianaCSCs die offenen Forderungen über teilweise 1-2 Jahre hat anwachsen lassen, bevor jetzt die gesamten aufgelaufenen Beiträge ins Inkassoverfahren gegeben werden sollen, ist aus unserer Sicht vollkommen daneben.
Es mag schon Fälle gegeben haben, bei denen ein Verein offene Mitgliedsbeiträge von privaten Mitgliedern bis zur Pfändung durchgesetzt hat, aber das dürfte äußerst selten vorkommen. Uns ist jedenfalls kein derartiger Fall bekannt. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, warum das bei MarianaCSCs eine gute Idee sein sollte. Auf lange Sicht wird der Imageschaden, den das Inkassoverfahren verursacht, vermutlich größer sein als der Vorteil durch die kurzfristigen Einnahmen.
Juristische Einordnung & Tipps
Wir haben das Vorgehen von MarianaCSCs mit der Rechtsanwältin Rosalie Schönbach-Krieger besprochen, die sich mit Vereinsrecht auskennt und bereits einen Mandanten in dieser Sache vertritt. Darauf beruhen folgende grundsätzliche Feststellungen und Tipps, inklusive einer Checkliste, die als Entscheidungshilfe und ggf. Vorbereitung juristischer Schritte gegen MarianaCSCs dient.
Um nochmal die Dringlichkeit der Sache klarzumachen: MarianaCSCs schickt nicht einfach Zahlungserinnerungen, die man durch Nicht-Reagieren oder ablehnende Mails aussitzen kann. Die formalen Mahnungen bereiten ein Inkassoverfahren vor, das letztendlich zu einem gerichtlichen Mahnverfahren und damit zur Vollstreckung führen kann. Das Geld wird dann ggf. einfach vom Bankkonto eingezogen.
Nicht gezahlte Vereinsbeiträge können juristisch durchgesetzt werden
Gegen fällige Vereinsbeiträge zwischen Eintritt und Austritt kann man grundsätzlich wenig machen. Wer in einen Verein eintritt, verpflichtet sich grundsätzlich auch zur Zahlung der Beiträge, wie sie in Satzung und Beitragsordnung festgelegt sind. Daran ändert es auch nichts, dass es bisher gar keine Ausgabe von Cannabis bei MarianaCSCs gegeben hat. Es reicht, dass die Beiträge verwendet wurden, um das Vereinsziel zu erreichen, unabhängig davon, ob diese Bemühungen bisher erfolgreich waren.
Manche MarianaCSCs-Mitglieder haben dem Gesamtverein mitgeteilt, dass sie bis zur Ausgabe von Cannabis im Mariana-CSC vor Ort keine Beiträge mehr zahlen werden. Das ist fatal, denn die offenen Beiträge werden trotzdem fällig, häufen sich an und werden am Ende ggf. im Mahnverfahren z.B. durch Pfändung eingetrieben. Wer also aktuell noch Mitglied bei MarianaCSCs ist, aber keine Beiträge zahlen möchte, sollte sofort die Mitgliedschaft kündigen!
Scheinbar konnte man sich bei MarianaCSCs mit beliebig hohen Monatsbeiträgen anmelden, was manche wohl getan, dann aber nicht gezahlt haben, was im Laufe der Zeit zu sehr hohen Rückständen geführt hat. In diesen Fällen sollte versucht werden, eine Einigung mit MarianaCSCs zu erzielen, wenn sich keine Ansätze für eine grundsätzliche Ablehnung der Forderungen ergeben. MaranaCSCs schreibt im Statement dazu:
“Deshalb reduzieren wir in solchen Fällen aus Kulanz die offenen Beiträge nachträglich auf einen niedrigeren Betrag. Wer in eine solche Situation geraten ist, soll sich bei unserem Support melden. Wir finden eine faire Lösung.”
Klagegründe?
Eintritts- & Kündigungsdatum
Ein Ansatz, die Forderungen abzulehnen, wäre es, wenn nachgewiesen werden könnte, dass gar kein formaler Eintritt in den Verein stattgefunden hat. Das dürfte aber in den meisten Fällen schwer nachweisbar sein und müsste in jedem Einzelfall genau geprüft werden. Das Gleiche gilt, wenn die Daten von Eintritt und Austritt angefochten werden sollen, um die Gesamtforderung zu reduzieren. Gab es z.B. bereits früher eine Kündigung der Mitgliedschaft, die von MarianaCSCs ignoriert wurde, und kann man das z.B. anhand der Austritts-E-Mail dokumentieren?
Nie Mitglied geworden?
In einigen Fällen berichten Betroffene, dass sie nie wissentlich und willentlich Mitglied bei MarianaCSCs geworden sind. Allerdings ist es natürlich schwierig nachzuweisen, dass man nicht beigetreten ist. Zwar zeigt sich MarianaCSCs vordergründig im Statement auch in diesen Fällen kulant:
“Wer keine Aktivität aufweist und angibt, sich nicht selbst angemeldet zu haben, wird ohne weitere Kosten vollständig aus dem System entfernt.
(…) In Fällen, in denen jemand angibt, ohne eigenes Zutun angemeldet worden zu sein, bitten wir um eine Anzeige bei der Polizei.” [wegen “Identitätsdiebstahl, Missbrauch”]
Allerdings wissen wir aus E-Mails an Betroffene, dass MarianaCSCs tatsächlich nicht um die Anzeige bei der Polizei “bittet”, sondern sie als Voraussetzung für die Stornierung der aufgelaufenen Beträge verlangt!
Außerdem wird die Frage, ob ein Mitglied “Aktivität” aufweist, sehr weit ausgelegt. Das kann z.B. auch ein einmaliges Login in den Kommunikationstools für Mitglieder von MarianaCSCs sein.
Auch hier wird es auf eine individuelle Betrachtung des Falles inkl. Auswertung der gesamten dokumentierten Kommunikation ankommen. Allerdings: Wer meint, nie beigetreten zu sein und bisher keinerlei Mitgliederaktivität gezeigt hat, sollte sich jetzt nicht erstmals in der Mitgliedersoftware von MarianaCSCs einloggen, um Kommunikation zu sichten und zu sichern, denn das würde MarianaCSCs als Mitglieder-Aktivität definieren!
Gibt es einen Mariana-Zweigverein vor Ort?
Möglicherweise könnte es ein erfolgversprechender Ansatz sein, wenn es den angeblichen Mariana-Zweigverein vor Ort gar nicht gibt. Denn man tritt laut Satzung gleichzeitig dem Gesamtverein und dem Zweigverein bei. Wenn es diesen Zweigverein faktisch gar nicht gibt, erfüllt MarianaCSCs an dieser Stelle womöglich nicht die Grundvoraussetzung für den “Vertrag”, den man beim Beitritt eingegangen ist.
Allerdings liegt der Teufel auch hier im Detail. So ist es z.B. nicht das entscheidende Kriterium, ob der Zweigverein im Vereinsregister eingetragen und damit ein “e.V.” ist. Laut Statement sind von den 180 gegründeten MarianaCSCs nur 100 eingetragen, 80 sind es nicht. Auch nicht eingetragene Vereine können juristische Personen sein und z.B. Mitgliedsbeiträge einnehmen. Wenn es allerdings nur ein altes Gründungsprotokoll gibt, aber keinerlei Aktivität vor Ort erkennbar und der Zweigverein nicht erreichbar ist (Adresse, Telefon, E-Mail-Adresse), dann könnten die geforderten Beiträge evtl. grundsätzlich abgelehnt werden. Wie das letztlich Richter in einem Prozess werten würden, ist allerdings nicht sicher, der Versuch birgt das Risiko zu scheitern.
In allen Fällen gilt: Je besser die eigene Position dokumentiert ist, desto besser!
Lohnt sich das?
Wenn einer der oben beschriebenen Ansätze für eine juristische Auseinandersetzung vorhanden ist, stellt sich die Frage: Möchtet ihr euch wirklich in diese Auseinandersetzung begeben? Möchtet ihr euch selbst ohne juristischen Beistand wehren?
Dabei spielt sicher euer Ärger und Gerechtigkeitssinn eine Rolle, aber ihr solltet die Frage auch finanziell abwägen. Wie hoch ist die Forderung von MarianaCSCs? Lohnt es sich, dafür zu kämpfen? Ist das mehr oder weniger, als eine anwaltliche Vertretung kosten würde (s.u.)?
Ein Brief von einer Anwaltskanzlei könnte schon vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung dazu führen, dass MarianaCSCs die Forderungen zurückzieht, während eure eigenen Mails erstmal mit Standard-Textbausteinen abgewimmelt werden.
Checkliste von RA Schönbach-Krieger
Wenn ihr euch dafür entscheidet, euch anwaltlich beraten zu lassen, könnt ihr euch bei Rosalie Schönbach-Krieger melden, aber natürlich auch bei jedem anderen Anwalt, mit Kenntnissen des Vereinsrechts.
Frau Schönbach-Krieger hat uns für Mariana-Fälle pauschale Beratungshonorare genannt:
Erstberatungsgespräch (30 min) – 150 €
Erstberatungsgespräch sowie außergerichtlicher Schriftsatz – 300€.
Falls es zu Gerichtsverfahren/-terminen kommen sollte, fallen zusätzlich die gesetzliche Vergütung und Auslagen (z.B.Reisekosten) nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz an. Dazu kommen im Fall einer Niederlage noch die Gerichtskosten und die gegnerischen Anwaltskosten.
Solltet ihr euch für eine anwaltliche Vertretung durch Frau Schönbach-Krieger entscheiden, dann füllt bitte vor dem ersten Gespräch so weit wie möglich ihre Checkliste aus und sendet ihr diese ggf. zusammen mit den Unterlagen/Nachweisen per E-Mail. Die Checkliste soll dabei helfen, die Erfolgsaussichten einzuschätzen und die juristische Argumentation und das Erstgespräch vorzubereiten.


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