|

Vortrag von Dr. Nicole Krumdiek. beim Fachgespräch der LINKEN zur Drogenpolitik 2012

Am 29. Juni 2012 führte die Bundestagsfraktion DIE LINKE. ein öffentliches Fachgespräch über illegalisierte Drogen durch. Unter dem Motto „Den Teufelskreis durchbrechen! Drogenpolitik auf dem Prüfstand” diskutierten zahlreiche Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Fachrichtungen über die Thematik. Unter den Referenten waren auch drei Mitglieder des Schildower Kreis, einem Netzwerk von Experten aus Wissenschaft und Praxis, die sich für eine Ende der gescheiterten Prohibition engagieren. Hier das dritte von drei Videos mit Dr. Nicole Krumdiek.

Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierten Dr. Nicole Krumdiek (Universität Bremen), Prof. Dr. Heino Stöver (Fachhochschule Frankfurt am Main) sowie Frank Tempel (MdB, Drogenpolitischer Sprecher der Fraktion) über die Möglichkeiten einer alternativen Drogenpolitik.

Dabei ging es vor allem um eine Bestandsaufnahme der bisherigen Drogenpolitik. Frau Dr. Krumdiek kam dabei zum FAZIT, dass die bisherige Rechtspraxis vor allem beim Umgang mit Cannabis verfassungswidrig sei. So stünden dem angestrebten Hauptziel der Cannabisprohibition — dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung — die vom Gesetzgeber gewählten Mittel entgegen. Hierbei komme es zu massiven Grundrechteeingriffen, unter anderem durch Haftstrafen. Andere europäische Länder wie beispielsweise Portugal haben indes bewiesen, dass die Abkehr von der repressiven Drogenpolitik den Gesundheitsschutz der Bevölkerung wesentlich verbessert habe und der befürchtete Anstieg des Drogenkonsums ausgeblieben ist. Ihr Vortrag als PDF.
 


Kommentare

5 Antworten zu „Vortrag von Dr. Nicole Krumdiek. beim Fachgespräch der LINKEN zur Drogenpolitik 2012“

  1. Anonymous

    RE: Vortrag von Dr. Nicole Krumdiek. beim Fachgespräch der LINKE
    Dr. Krumdiek zur Frage ob man wegen Cannabis vor dem Bundesverfassungsgericht klagen sollte
    http://youtu.be/9zLXD33c_Og
    Die Frage, ob eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht nicht sinnvoll wäre, wird sehr häufig gestellt. Dr. Nicole Krumdiek vom Schildower Kreis und Autorin des Buches “Die national- und internationalrechtliche Grundlage der Cannabisprohibition in Deutschland” hat beim Fachgespräch der LINKEN zu dieser Frage Stellung genommen.

  2. Anonymous

    RE: Vortrag von Dr. Nicole Krumdiek. beim Fachgespräch der LINKE
    Vielen Dank!
    Endlich einmal eine Fachfrau, die weiss wovon sie redet! KOMPLIMENT! Weitsicht, wissenschaftlich haltbare Aussagen, kein dummes “Gesülze”, [b]praktischer Jugendschutz mit Verstand! DANKE![/b]

  3. Anonymous

    RE: Vortrag von Dr. Nicole Krumdiek. beim Fachgespräch der LINKE
    1. BITTE BITTE BITTE Fr. Dr. Nicole Krumdiek, kandidieren Sie für das Amt der Bundesdrogenbeauftragten !!!

    2. Wenn eine(r) das Potential hat erneut unter anderen als in den bisher vorgebrachten Kontexten Aussicht auf Erfolg hinsichtlich einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht im Sachverhalt BTMG hat dann Fr. Dr. Nicole Krumdiek! Zudem wird Sie mit Sicherheit auch ernster genommen als ein “otto-normal” Bürger!

    Bitte wenn Sie das vllt. Irgentwie/wann lesen sollten, überlegen Sie sich das doch einmal! Sie haben ja selbst angesprochen und erkannt das es nicht rechtens bzw. ÜBERHAUPT NICHT rechtens ist

    Danke!

    mit freundlichem Gruß
    Patrick

    !!! VOTE FOR FR. DR. KRUMDIEK AS BDB (BUNDES-DROGEN-BEAUFTRAGTE) !!!

  4. Anonymous

    RE: Vortrag von Dr. Nicole Krumdiek. beim Fachgespräch der LINKE
    erst einmal dickes lob für den dhv.
    toll wie sich die menschen hier für etwas sinnvolles einsetzen.Ich verfolge die legal.bewegung seit 10 jahren und bin uneingeschränkt dafür.
    leider wird die diskussion über die legalisierung als genussmittel sehr ideologisch geführt.deswegen war ich nicht so begeistert dass gerade die linke sehr stark und oft zitiert wird und sich da sehr stark einmischt.Ich glaube daß das eher kontraproduktiv ist.
    Meiner meinung nach müßte die debatte entideologisiert werden.. aber was steckt hinter der Phrase ?
    Ich meine damit folgendes:
    es gibt linke wie rechte oder libertäre oder konservative die bier saufen, warum
    soll ein solches genussmittel wie hanf denen vorenthalten bleiben?
    wie erreicht man ,daß nach wissenschaftlichen erkenntnissen eine debatte geführt wird ohne ideologie.
    die konservativen könnte man ja mit gewissen essays von ernst jünger ,einen nationalkonservativen dichter befrieden.
    die technokraten in der tschechien haben es vorgemacht.
    Immernoch denken die meisten :Kiffen tun nur hppies, dabei kenne ich polizisten, finanzbeamte u.a. die gerne mal schmauchen.
    NUR eine Anregung,ansonsten respekt für alle die sich für die bewegung einsetzen,
    ich werde in den nächsten wochen mal ne spende zum dhv rüberschicken.
    gruß polytricks

  5. Anonymous

    RE: Vortrag von Dr. Nicole Krumdiek. beim Fachgespräch der LINKE
    Ok, mal wieder ein Hoffnungsschimmer ..wo wir schon mal von Verfassungswidrigkeiten sprechen. Wie verhält sich das mit den Medien und deren Verbreitung von Lügen, durch falsche Übersetzungen, und aus dem Zusammenhang gerissenen Halbwahrheiten etc … ? wie z.B der in den letzten Tagen fleissig ausgestrahlte und falsch übersetzte Bericht, das Cannabis nun doch langfristig dumm macht :zzz

    Könnte man hier nicht diese falsche Propaganda nutzen ! um deutlich zu machen welche Mittel eingesetzt werden um die Öffentlichkeit zu täuschen ? ich meine, wenn man dies mal über einen TV-Bericht erläutern könnte, dann müssten sich doch die meisten Menschen fragen – was wollen die eigentlich verstecken ? – was ist der Grund, das so viel Energie und Geld investiert wird, um Cannabis, gegen alle bestehenden Beweise, weiter zu verteufeln. Und dabei müsste ein für alle Mal ganz deutlich eine Linie gezogen werden, wo Erwachsene nicht als Kinder eingestuft werden. Kinder sollten weder Alkohol noch Zigaretten noch Cannabis oder sonst was konsumieren, während Erwachsene für sich selbst entscheiden dürfen sollten – siehe Verfassung/GG.
    Cannabis ist als Medizin nicht wirklich zugänglich für die, die es brauchen, wobei dasselbe Argument immer wieder auftaucht – Cannabis ist schädlich für Kinder ?!
    Das wäre als würde man alle Medikamente und Genussmittel verbieten, die für Erwachsenen unschädlich sind, da sie schädlich für Kinder sein können…