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Über 200 Kilo Cannabis und 620.000 Euro sichergestellt

Meldungen über Cannabisfunde der Polizei gibt es jeden Tag. Normalerweise berichte ich lieber über die ganz kleinen Fische, die wegen ein paar Hanfblüten ziemlich viel Ärger bekommen. Das hier ist mal eine Nachricht vom anderen Ende der Fahnenstange.

Über 200 Kilo Cannabis und allein in einem Kurierauto über eine halbe Million Euro, das ist schon fett. Meine Nachricht des Tages. Hier die Meldung der Polizei in Auszügen:

 


POL-HH: 090115-2. Schlag gegen organisierte Kriminalität – sechs Festnahmen – mehr als 200 kg Cannabis und über 620.000 Euro sichergestellt

 

Die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt Hamburg haben gestern einen mutmaßlichen Rauschgifthändlerring zerschlagen. Dabei wurden sechs Männer im Alter von 24 bis 44 Jahren vorläufig festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Im Verlauf des Einsatzes wurden 205 Kilogramm Cannabis und mehr als 620.000 Euro Bargeld sichergestellt.

Im Rahmen der Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Hamburg wurde bekannt, dass zwei Niederländer (28, 44) regelmäßig große Mengen Cannabis, überwiegend Marihuana, aus den Niederlanden nach Deutschland einschmuggelten und an verschiedene Abnehmer in Norddeutschland verkauften. (…) Am 12. Januar dieses Jahres übernahm ein 24-jähriger Türke in Hannover-Groß Buchholz insgesamt 50 Kilogramm Marihuana. Die Fahnder nahmen den Türken daraufhin vorläufig fest und stellten das Rauschgift sicher. Beamte der ZKI Hannover setzten die Ermittlungen fort. Sie führten den Beschuldigten einem Haftrichter vor.

Gestern reisten die beiden Niederländer erneut nach Deutschland ein und übergaben im Bereich Trelde/Buchholz einem 39-jährigen Abnehmer drei Sporttaschen mit insgesamt 77 Kilogramm Marihuana. Der 39-Jährige fuhr anschließend mit seiner Ehefrau nach Hamburg und wurde in der Innenstadt am Klosterwall vorläufig festgenommen. Das Rauschgift wurde sichergestellt.

Unterdessen hatte der Niederländer (44) bereits einen weiteren Abnehmer (44) mit 55 Kilogramm Marihuana beliefert, der anschließend mit einem Mietwagen nach Hamburg gefahren war. Die Einsatzkräfte hielten den Pkw in Höhe Deelböge an, nahmen den 44-jährigen Deutschen vorläufig fest und stellten das Rauschgift sicher. Nach den Auslieferungen des Rauschgiftes fuhren die Niederländer wieder Richtung Niederlande. Beamte des MEK und SEK Münster nahmen die Tatverdächtigen auf der BAB 1 in Höhe Anschlussstelle Bremen-Asten vorläufig fest. In dem Fahrzeug stellten die Beamten 545.000 Euro Bargeld sicher, das die Täter vermutlich durch die Rauschgiftlieferungen eingenommen hatten.

Im Zuge der Ermittlungen konnten die Kriminalbeamten einen Komplizen (37) des 44-jährigen Abnehmers identifizieren. Der 37-Jährige wurde in einer Wohnung in Hamburg-Alsterdorf vorläufig festgenommen. Bei der Wohnungsdurchsuchung stellten die Ermittler rund 19 Kilogramm Marihuana, vier Kilogramm Haschisch sowie 76.000 Euro sicher. Darüber hinaus stellten die Beamten in dieser Wohnung eine Geldzählmaschine, zwei Schreckschusswaffen, einen Schlagstock und einen Elektroschocker sicher.

Die sechs Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft.

 


 

Die niederländische Grasindustrie ist wohl immer noch ganz schön leistungsfähig.


Kommentare

4 Antworten zu „Über 200 Kilo Cannabis und 620.000 Euro sichergestellt“

  1. Anonymous

    Ich stimme Dir zu, dass bei
    Ich stimme Dir zu, dass bei 200 Kilo die “geringe Menge” etwas überschritten ist.

    Aber meiner persönlichen Schätzung nach ist 20% Ameisen-Handel und 80% organisierte Großlieferung im Container.

    Wenn man sich ein kleines Stückchen besorgt, ist dies meiner Meinung nach auch nur ein Stückchen aus der Tonne, die irgendwo durchgekommen ist.

    Ich denke auch, dass die Verfolgung von Kleinstmengen nur den Hintergrund hat, Druck auszuüben und Informationen über die Stufe darüber zu erhalten und so weiter.

    Ich befürworte auch bei großen Mengen die volle Solidarität und will nicht unterscheiden zwischen “kleinem, sympatischen Händler” und “bösem, reichen Großhändler.

    In dieses Gewerbe wächst man ja hinein, oft über Jahre hinweg. Ich finde es allzu menschlich, bei Erfolg zu versuchen, seinen Erfolg noch weiter zu steigern.

    Michael

  2. Anonymous

    Unterdrückung ! Das Volk will
    Unterdrückung ! Das Volk will Cannabis! Auch wenn es nur rund 4 Millionen Cannabis konsumenten in Deutschland und viel viel mehr als 13 Millionen in ganz Europa sind, sollte man doch in einer Demokratie auch die minderheit aktzeptieren oder? Und ausserdem ist das zeug nicht nur zum rauchen da! Papier, Kleidung, Seile, Energie, Medizin, Autos wo mit Ethanol aus Cannabis fahren. ( Henry Ford entwickelte in den dreisiger jahren ein Auto fast komplett aus Hanf, der Ford T) Also unsere Frage lautet nicht, Joint ja oder Joint nein, unsere Frage ist: Wo ist die Hanf Pflanze? Man verbietet eine Pflanze wie kann das sein, das eine Pflanze verschwindet! Warum ist man nicht auf die Idee gekommen die Weintraube zu verbieten, wo Alkohol noch verboten war? Der Grund ist: Cannabis würde so vieles verdrängen, weil Hanf nahezu alles kann! Und wir dürfen nicht davon profitieren. Aber die USA baut jährlich 10 000 tausend Tonnen Hanf an, im wert von rund 38 Milliarden Dollar. Komischerweise kamm aber von dort das verbot!!! Also sage ich nur, hallo du Europäische Marionette!! Schämt euch das ihr nicht selbst entscheiden könnt und nur der USA hinterher hüpft wie ein Hampelmann. Und ich vermute das Frau Bätzing (BTMG) überhaubt keine ahnung von dem was sie macht hat,(ich were bestimmt schon entlassen worden wenn ich nicht wüsste was ich auf der Arbeit machen soll) sie kennt nur das wort verbieten und sowas ist Drogenbeauftragte!!!Legalisiert es!!! Wir müssen dafür kämpfen, das diese Pflanze wieder legal wird. Unser blauer Planet die Erde samt Cannabis gehört uns allen!! Wir haben ein Recht drauf!!!!!

    Ich habe vor Weinschten 5 Gramm Cannabis bei mir zu hause gehabt, wollten schön mit freunden Weinachten/ Silvester feiern, da meine Nachbarn im laufe der jahre mitbekommen haben das ab und an ein Joint geraucht Wurde, und es uns gut geht,(Denke ich) wurde ich bei der Polizei angeschwärzt, dazu kamm das ich seit 5 jahren im Dachgeschoss das Kinderzimmer eingerichtet habe und vor ca. 2 Jahren am dachfenster das rollo kaputtgegangen ist habe ich es mit einer pappe verdunkelt, und die Kinder beim spielen haben immer das licht an vergessen, somit dachten sie das ich eine Plantage dort oben hätte, ok meine schuld, aber ich hatte echt nicht damit gerechnet, bei drei Kinder hast du echt andere sachen im Kopf. Aber als die Polizei die Tür von dem Zimmer öfnette waren sie erst mal entäuscht da war keine Plantage! LOL. Dennoch durchwühlten sie mein ganzes Haus und fanden neben meinen ca. 5 Gramm Cannabis, eine Lampe wo schon mindestens 10 jahre auf dem speicher lagerte, eine waage wo nicht mal mehr richtig funktionierte, ein paar samen, einen Aschenbecher mit einem Cannabisblatt symbol, und nahmen natürlich ales mit sogar mein PC, den wo ich am nächsten Tag aber wieder bekam, nachdem sie vor mir die festplatte durchsuchten und ausser ein paar Cannabis Bilder nichts fanden. Jetzt warte ich mal was passiert. Aber das ist mir egal ich will nur ab und an nen rausch deswegen sage ich egal was passiert, ich bin nicht schuldig, ich fühle mich auch nicht schuldig, ich fühle mich nur durch so einem Staat vergewaligt, und wenn ich das Recht habe zu konsumieren, dan habe ich auch das Recht es zu kaufen. Die sollen echte Straftätter Jagen. Und nächstes jahr um die gleiche Zeit dürfen sie bei mir wieder eine Razzia machen ein paar Gramm werden sie dann auch wieder finden, ich lasse mich nicht zwingen Alkohol zu Trinken. Lg

  3. Anonymous

    Ich sehe das ganze etwas
    Ich sehe das ganze etwas anders.

    Sicher ist das Ganze scheiße gelaufen und den Typen gehts grad alles andere als gut. Jedoch sollte man sich gerade als Dealer im Klaren sein, dass man sich schon stark im rechtlichen Abseits befindet. Wer damit nicht klar kommt soll es lassen und v.a. in dieser Größenordnung spare ich mir mein Mitleid. Das gilt – wie Georg sie bezeichnet – eher den kleinen Fischen, die wegen nichts und wieder nichts groben Ärger mit der Justiz bekommen. Hier gilt es zu unterstützen und zu helfen.

  4. Anonymous

    Traurige Geschichte.

    Traurige Geschichte.

    Das war bestimmt kein Zufall, da stehen sicher längere Ermittlungen davor.

    Wie so oft leider den Zeitpunkt verpasst, an dem man die leisen Zeichen erkennt und besser in Urlaub gefahren wäre.

    Wie mag es den Kollegen jetzt ergehen?
    Alles kaputt, alles verloren. Kein Kontakt nach außen, selbst ein guter Anwalt kann wenig helfen.

    Könnte man das nicht als Aufhänger in Verbindung mit einer Spendenaktion aufziehen nach dem Motto
    “Ströbele hilft auch Dir “?
    Natürlich müsste man dafür den Herrn Ströbele aktivieren, aber immerhin hat er ja eine Widmung in “Rauschzeichen” geschrieben. Also besteht doch eine kleine Hoffnung, dass diese armen Kerle einen prominenten Rechtsbeistand erhalten.

    Wie denkt Ihr darüber?

    Ich würde was im hohen zweistelligen Bereich spenden.

    Michael