Chaostage für Cannabis-Patienten

  • Veröffentlicht am: 24. März 2017 - 21:01
  • Von: Michael Knodt

Der Deutsche Hanfverband begrüßt die aktuelle Gesetzesänderung zur Verwendung von medizinischem Cannabis ausdrücklich. Doch seit einigen Tagen erreichen uns vermehrt Berichte, aus denen hervorgeht, dass es noch Wochen dauern wird, bis Patienten auf Grundlage des Gesetzes mit medizinischem Cannabis versorgt werden.

Mit wenigen Ausnahmen sind die Anträge der über 1000 bereits anerkannten Patienten bei den Krankenkassen noch nicht bearbeitet, einige wurden bereits abgelehnt und ganz wenige genehmigt. Zwar sind die Ausnahmegenehmigungen für diese Übergangsphase noch zwei Monate lang gültig, aber die Therapie kostet jetzt noch mehr als zuvor. Denn durch das neue Gesetz fällt Cannabis jetzt unter § 4 Arzneimittelpreisverordnung  "Apothekenzuschläge für Stoffe“. Viele Apotheken sind deshalb dazu übergegangen, den Inhalt der Dosen zu zerkleinern und zu portionieren, wofür eine zusätzliche Gebühr von 43 Euro für eine Dose mit fünf Gramm anfällt. Patienten, die noch über eine gültige Ausnahmeerlaubnis verfügen, müssen diese Mehrkosten von fast neun Euro/Gramm ohne positive Antwort ihrer Kasse jetzt zusätzlich selber tragen. Auch Patienten, die aufgrund der neuen Gesetzeslage Cannabis auf Privatrezept verordnet bekommen haben, zahlen derzeit fast 24 Euro pro Gramm. So wird die Therapie für die meisten zumindest vorerst noch unerschwinglicher als zuvor.

Einige Apotheken verzichten auf den Aufschlag, wenn der behandelnde Arzt auf dem Rezept vermerkt, die Medizin solle "nicht zerkleinert" ausgehändigt werden, andere Apotheken bestehen selbst dann auf die zusätzliche Gebühr. Das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) hatte auf der Pressekonferenz zur Gesetzesänderung Anfang März angekündigt, die Genehmigungsverfahren von Krankenkassen und medizinischem Dienst dauerten im besten Fall drei, ansonsten bis zu fünf Wochen. Vorher wird nicht absehbar sein, ab wann und bei welchen Indikationen die Kassen klaglos die Kosten erstatten. Lediglich Anträge von Palliativpatienten sollen innerhalb weniger Tage bearbeitet werden.

Kommentare

Bitte erwähnt auch das die Apothker bis zu 100% Aufschlagen nehmen.
Aber es gibt auch welche die bei Privatrezepten zumindest auf diese Zuschläge verzichten. Einfach weil sie Menschlich geblieben sind und der ansicht das es keine Zweiklassen Medizin geben sollte. Jetzt kann es sich nur leisten wer wirklich viel Geld hat. Klar braucht es diese möglichkeit der zerkleinerung und Messlöffelchen. Aber doch nicht für die 1000 die sich bereits auf komplette Blüten eingerichtet haben und viel Geld dafür ausgeben mussten, nur weil sich unsere Politik in die Hose kackt. Es könnte ja jemand auf Kassenkosten stoned werden. Müsste nicht sein, würden sie endlich ihre Angst vor unbegründeten Dingen haben. Meine Kassenmitarbeiterin, sehr freundlich, kann mir nicht helfen. Warum? Ihr sind die Hände gebinden und der Medizinische Dienst der Kassen, erlaubt sich auch noch die Frechheit, sich über die BfArM zu setzen und dehren überprüfungen in zweifel zu setzen. Was soll das denn? Man lebt nur einmal und jede Sekunde Krankheiten aushalten ist eine Sekunde zu lang wenn es denn ein Kraut dagegen gibt. Wozu leiden, wozu überhaupt darüber nachdenken ob es mir ein anderer Erlaubt. Niemand ist besser als jemand anderes und nur weil auf einem Stück Papier steht ich dürfe das nicht oder jemand der Null Ahnung hat will mir erzählen ob mir was gut tut oder nicht. Was bilden sich die Arschlöcher überhaupt ein? Wenigstens für die Übergangszeit hätte man den Erlaubnisinhabern ermöglichen können bis zur kostenübernahme in ihren Stammapotheken weiterhin zur gewohnten Preisklasse einzukaufen. Ich habe die Einkaufspreise gesehen und es sind über 100%Aufschlag pro Dose wenn der Apotheker Grindet, Siebt und Portioniert. Das ist auch gerecht fertigt, aber er muss keine Dose aufmachen nur um die Blüten in eine andere zu packen. DAS ist Geldschneiderei und ich rufe alle Patienten dazu auf solche Apotheken zu meiden und nur zu den zu gehen die Sozial sind. Später wenn die Kasse übernimmt, weiterhin zu diesen Fairen gehen, egal was dann auf den Rezepten steht, Rezeptur oder nicht. Zeigen wir dehnen was der freie Markt für Möglichkeiten hat, ich glaube kein Apotheker möchte auf seinen Dosen sitzen bleiben.

Okay, bin ich verwirrt oder Ihr? Was sind denn nun die Fake-News? Dieser Artikel hier, oder diese seltsamen Falschmeldungen der Zeit und der Ärztezeitung Online? Welche Ihr als Fake-News betitelt? haben sich Fake-News nun doch als wahr erwiesen?

Hallo Hans,
die Falschmeldung war die, die von der Zeit (und etlichen anderen Zeitungen und Portalen) kam.

Sowas passiert wohl, wenn die Redakteure nicht mehr selbst schreiben, sondern nur noch kopieren und einfügen. Zumindest ist das meine Vermutung.

Gruß, Manu

War doch klar, ich warte auch noch auf die Antwort bin selbst seit Ende 2015 Ausnahmeerlaubnis Inhaber. Fakt ist bei einer Ablehnung wird mein Rechtsanwalt sich damit beschäftigen und ich werde meinen Antrag auf Eigenanbau nicht zurück ziehen sondern erweitern. Ggf. frage ich mal beim BfArM nach falls ich ne Ablehnung bekomme, dann verklickre ich denen mal dass meine Krankenkasse deren Kompetenz in Frage stellt und die mir zu unrecht eine Erlaubnis erteilt haben......... Evtl. ruft die BfArM ja bei Ablehnungen die Krankenkassen an? Die wollen ja dass die Anbauanträge zurückgezogen werden.
Zumindest wissen die bei der Krankenkasse das mit mir nicht gut Kirschen essen ist, aktuell bin ich mit den Pennern zwecks Übernahme vor Gericht (seit 2016). Meine Diagnosen sind u.a. Hyperhidrose, Krebs, Fatique,Persönlichkeitsstörung. Ich lass mir nix mehr gefallen, die haben mir auch keinen Fragebogen geschickt, ging gleich zum MDK. Wenn ich anrufe und nach dem Stand der Dinge frage, höre ich nur Entschuldigungen. Habe aktuell 4 Ärzte die die Therapie befürworten die sollen sich wagen mir ne Ablehnung zu schicken dann ist der Teufel los.

Ja. So ist das. Die DAK lässt sich da auch viiiel Zeit. Ein Formular gibts bei denen nicht. Mein Arzt hatte mir einen "Erstantrag auf Übernahme" mit allen Angaben geschrieben.
Die Sachbearbeiterin meinte, er muss von vorneherein festlegen, welche Sorte und welche Zeitdauer und die Dosierung in Zukunft. (morgens mittags abends). Ein Blick in die Kristallkugel.
Jedenfalls hat sie mich dann (nicht ohne den Hinweis, dass das eine böse Einstiegsdroge auf dem direkten Weg zu Heroin ist und ich mir das nochmal überlegen soll) wieder mit meinem Schrieb nachhause. Ein Formular habe die DAK nicht, mein Arzt solle sich doch bei "seiner" Ärztekammer informieren und nicht die Patienten vor schicken.
Der MDK würde das eh aus Kostengründen ablehnen, da ich "Chroniker" bin.
Klar.
Also viel Rauch um ein Gesetz, das das Papier nicht wert ist.
Auf meiner Akte prangt jetzt der rote Stempel "K I F F E R". Netter Schachzug um " kriminelle " zu katalogisieren. Und ich hätte beinahe wieder Vertrauen gehabt.

Dan schrieb:

Jedenfalls hat sie mich dann (nicht ohne den Hinweis, dass das eine böse Einstiegsdroge auf dem direkten Weg zu Heroin ist und ich mir das nochmal überlegen soll) wieder mit meinem Schrieb nachhause.

lol Richtige Antwort darauf wäre: "nur wenn der Apotheker es mit Heroin streckt"

Jetzt mal eine ganz dumme Frage, steht im Gesetz, dass ich die Blüten in einer deutschen Apotheke kaufen muss?

Frank schrieb:
Jetzt mal eine ganz dumme Frage, steht im Gesetz, dass ich die Blüten in einer deutschen Apotheke kaufen muss?

kann ich nicht sagen aber wenn ich in Frankreich Ritalin per Versand bestellen wollte müste ich Orginalrezept (auch BTM) hinschicken nicht nur scan ...

obs dann noch stress gibt keine Ahnung...
aber da ja Staatsvertrag mit 2 Firmen gibt zur Importierung könnte das je nachdem wie es ins Land kommt probleme geben ... aber mitgeführt ja wohl nicht wenn man rezept hat kann ja keiner sagen woher er kommt

nur wie sihts mit anderen EU Ländern aus da darf es ja nicht einfeführt werden also im Urlaub schon wieder Stress vorprogramiert wenn man das als Medi braucht

Der Zwischenstand meiner Prozedur:

Nachdem ich praktisch genötigt wurde, mich bei der Beschwerdestelle meiner Krankenkasse zu melden, sind meine Unterlagen (und zwar auch jene, die angeblich nicht mehr nötig sind) an den MDK übergeben worden. Seitdem warte ich auf eine Entscheidung.

Ich finde die Vorgehensweise meiner ansonsten nicht so zimperlichen Krankenkassen ziemlich heftig. Da ich da offensichtlich nicht die einzige bin, finde ich die Berichterstattung hier bisweilen übertrieben positiv. Das neue Gesetz mag ja ganz gut sein. Aber was nützt es, wenn Krankenkassen, Apotheken und Ärzte es ignorieren? Etwas mehr Berichterstattung darüber, was man tun kann, wo und wie man zu seinem Recht kommt, wäre nicht schlecht.

Zwischenstand bei mir:

Der MDK will jetzt noch fachärztliche Angaben hinsichtlich der Indikationen und schriftlich vom Arzt das keine Therapiealternativen zur Verfügung stehen. Bekommen die wenn es nur daran hängt, man kann denen auch schreiben das der behandelte Arzt der einzige in Deutschland ist, der überhaupt von der Materie was versteht bzw. Herausgeber von Cannabis - Fachliteratur ist, interessiert die nicht.............
Was aber der Hammer ist, die behaupten meine Unterlagen vom Dezember 2015 wären nicht mehr aktuell, die kommen doch immer mit dem alten Scheiß.
Auch die Ausnahmeerlaubnis geht denen am Arsch vorbei, die wollen einfach nicht raffen dass man ohne Austherapiert zu sein, die Erlaubnis nie bekommen hätte.
Gott sei Dank habe ich noch Simultan ein Verfahren gegen die KK laufen, wenn der Richter vorher zu meinen Gunsten entscheidet kann der MDK sich eh mal ins Knie ficken.

Alles nur Verzögerungstaktik die zahlen so oder so ............

Kämpft für eure Rechte!

Ruft die Bfarm an, beschwert euch, ich habe es auch schon getan.
Das Schreiben vom MDK habe ich direkt per Fax zum Bfarm hingeschickt, vorher habe ich mit dem zuständigen Arzt gesprochen und ihm verklickert dass ich meinen Antrag auf "Eigenanbau" nicht zurückziehe bevor die Kostenübernahme vorliegt. Seine Aussage und die habe ich schwarz auf weiß, die Krankenkassen sind bei Antragstellung verpflichtet die Kosten zu übernehmen. Habe ich auch der KK geschickt interessiert die nicht.

Die Preis-Politik in Sachen medizinisches Cannabis dient eindeutig nur dafür den Preis so hochzutreiben, dass man es sich doch wieder günstiger illegal besorgt. Es wird mit jedem Preis versucht, dass Cannabis keine Alternative ist. Hier kommen Argumente mit medizinischen Grad sicherstellen und der Riesen Aufwand.
Als Beispiel andere pflanzliche Wirkstoffe:
0,9 Gramm Johanniskraut-Trockenextrakt in Tablettenform 0,46 Cent.
0,5 Gramm Baldrianwurzel-Pulver 6,2 Cent.
0,8 Gramm Lavendel-Öl 47 Cent.

Irgendwas stimmt da nicht. Da wird einem erzählt, dass wir mit dem heutigen Stand der Technik nicht in der Lage wären, Cannabis kostengünstig anzubauen und zu vertreiben.
Also solang der Apotheker 43€ fürs Abwiegen verlangt, wird der Bio-Grow im Garten oder der Dealer von nebenan die bessere Wahl sein.

Ohne eine Lösung wie Cannabis Social Clubs wird das nix.

Das da was nicht stimmt erzähl ich dem DHV und anderen Hanf-Medien schon seit über nem Jahr. Seit für MICH klar war, dass Frau Mortlers Mann mit Bionorica Verträge abgeschlossen hat. Mortlers machen seit 2010 in Saatgut für die Pharmaindustrie. Wäre ja nicht der erste politische gefallen, gegen fetten Auftrag in Bayern ;) Erst die Ämterpatronage (u.U. strafbar) durch den Gröhe, wobei dies bei Mortler fast schon an fahrlässiger tötung grenzt, man bedenke die vielen NPS Todesfälle. Das neue NPS-Gesetz ist auch ein riesen Witz. Mortler ist nur da um Nein zu sagen. Bionorica hats bisher sicher gefreut. Wenn man über 5000 Fertigarzneimittelpatienten schon 2016 sprechen konnte, wird dies nun Explodieren. Medizinalhanf dagegen wird weiterhin ausgebremst, wo es nur immer möglich ist. Klar wirds verschrieben, es laufen ja auch Studien. Aber nur um die Zwingen später noch fester zu drehn und die Monopolstellung weiterhin zu wahren. Fandet ihr es nicht auch komisch, dass in Bayern das meiste Marihuana durch die Apotheken abgegeben wurde? Gerade in Bayern? Und Frau Mortlers Freunde wussten da sehr früh bescheid. Wochen bevor es in den Medien zu lesen war... Und dass der Gröhe seinen Apothekerfreunden noch nen kleinen Bonus verpasst, versteht sich wohl von selbst ;)

Ja. Ist schon wahr.
Das neue Gesetz wird als großer Wurf gehyped.
Für viele von uns Patienten hat sich aber nichts geändert.
Gerade in einer eher ländlichen Region.

Vorher kämpfte man mit dem Staat. Jetzt mit dem MDK.
Wer es sich leisten kann, klagt dagegen und holt sich ein Privatrezept.
Wer es sich nicht leisten kann, steht genau so da wie vorher auch und muss auf nicht legale Quellen zurückgreifen.
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Versteht das bitte nicht falsch. Der DHV leistet hervorragende Arbeit. Ganz ohne Frage.
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Auch das "Anbauverhinderungsgesetz" ist im Prinzip für uns Patienten nicht schlecht, wenn es denn auch so umgesetzt würde.
Die Realität sieht leider anders aus.
Der Spießrutenlauf geht weiter. Und ich bin mir nicht sicher, ob es nicht ein ziemlicher Fehler war, das mit dem Arzt zu beantragen. Ich hatte mich wirklich gefreut. Mein Arzt ist sehr aufgeschlossen, weil er bei vielen seiner Patienten (die sich praktisch illegal selbst behandeln) die Erfolge sieht.

Ich leide unter Depressionen, Panikattacken und ADHS.
Ich konsumiere sehr geringe Mengen, über die jeder Spaßkiffer nur lachen würde und führe auch eine kleine Exceltabelle über Menge, Sorte (soweit verfügbar), Wirkung und Gesamtzustand Meinerselbst. Meine eigene Studie sozusagen.

Cannabis wirkt bei mir paradox. Es macht mich wach und konzentriert. Die positiven Effekte entsprechen denen von Medikinet. Die negativen Effekte von Medikinet (Depressionsloch am Abend, zombieartiges Gefühl) bleiben aus, bzw. werden durch den abendlichen Cannabisdampf stark gemildert. Ich brauche nur noch ein Viertel der Menge an Medikinet, keine süchtig machenden Schlafmittel (hier Zopiklon) und keine zusätzlichen Antidepressiva mehr.
Mit Cannabis kann ich normal sein. Ohne Nebenwirkung. Alleine das gibt mir Lebensqualität zurück.

Aber so wie es gerade läuft, werde ich über kurz oder lang wohl abstürzen, weil ich nicht zu den tollen Youtubern gehöre, die mal eben 800€ im Monat ausgeben können.

Wenn der MDK ablehnt (und das wird er, so wie ich meine DAK verstanden habe), werde ich in meiner Krankenkassenakte trotzdem den Stempel "illegaler Kiffer" haben. Und für einen Widerspruch oder Klage fehlen mir die Mittel.

Ich habe durch das "gelobte" Gesetz leider nichts gewonnen. Bisher.
Also sollte man das Kind beim Namen nennen und darüber berichten, wie die Wirklichkeit aussieht.

Ich warte seit nun einem Monat auf die Antwort meiner Krankenkasse. Die hat mir nur geschrieben dass es ans MDK weiter geleitet wird. Seitdem: Funkstille! MDK hat sich bei mir überhaupt gar nicht gemeldet! Ich bin im Besitz einer Ausnahmeerlaubnis und habe denen klar geschrieben, dass ich eine zügige Entscheidung benötige, um meine Therapie nicht unterbrechen zu müssen, denn die Erlaubnis ist nur noch 2 Monate gültig, jetzt das es das neue "tolle" Gesetz gibt. Das Schlimme daran, ist dass es schwer geworden ist, finanzielle Unterstützung für die aktuelle Versorgung mit Blüten aus der Apotheke mit der "alten" Erlaubnis zu erhalten, weil alle in der Zeitung "Kiffen auf Rezept" gelesen haben und denken ich würde jetzt schon meine Therapie auf KK-Kosten erhalten. Mir kommt das neue Gesetz nicht als Verbesserung vor, sondern als Verschlimmbesserung! Die Leute sollen von der Bürokratie abgeschreckt werden und auf ihr Recht auf ein schmerzfreieres Leben verzichten? Zum Kotzen! Mein Problem ist weiter, dass ich zwar einen Kassenarzt gefunden habe, der Verantwortung für die Therapie übernehmen würde (bislang war ich bei einer Privatärztin in Behandlung), aber er ist sehr zurückaltend und kennt sich bei dem Thema weniger aus als ich und ist bei der Sache nicht sonderlich engagiert. Er hat geschrieben dass er die Fortführung der Therapie befürwortet und ich habe die Gutachten der Privatärztin aus dem vergangenen Mai aus meiner Ausnahmeerlaubnis bei der KK eingereicht. ich weiß aber nicht ob es dem pingeligen MDK reichen wird und weiß nicht wo ich mir dann Unterstützung suchen soll, mein Kassenarzt ist wie gesagt nicht sonderlich engagiert, er wird keine Merharbeit machen wollen, um mich tatkräftig zu unterstützen. Er befürwortet die Therapie nur auf grund des Gutachtens der bisherigen Privatärztin und weil ich damit die Ausnahmeerlaubnis erhalten have. Und er kennt sich juristisch überhaupt gar nicht aus, das Wortlaut des gesetzes hat er nicht verstanden (er meinte man müssen komplett austherapiert sein, es steht aber anders im Gesetz... und ich bin nicht gaaanz austherapiert, habe Opiate zwar probiert 8und schlecht vertragen), Morphium aber nicht, will mich damit nicht zerstören! das akzeptierte der Bfarm). Also falls jmd einen Arzt im Raum Lüneburg kennt, der bei der Sache engagierter wäre... her mit der Info! Und wo gibt es eine gute Zusammenfassung mit Infos wie man sich gegen die KK und den MDK wehren kann, wenn die herumzicken und die Kostenübernahme ablehnen? Also zum Thema Widerspruch, einstweiliger Rechtsschutz und vielleicht wie Begründungen aussehen, je nach Krankheitstyp (bei mit geht es um Rheumaschmerzen, die nur Cannabis lindert, ohne die Blüten schlafe ich nachts einfach nicht und bin arbeitsunfähig). Bei einer Ablehnung erwäge ich gegen die Verantwortlichen von MDK und KK Strafanzeige wegen Körperverletzung zu stellen. Denn wenn ich meine Therapie nicht erhalten kann, muss ich Schmerzen in Kauf nehmen, die ich sonst nicht habe. Dazu bin ich nicht bereit. Das ist absichtliches Zufügen von Schmerzen, das ist eine Misshandlung und Verletzung der körperlichen Unversehrtheit. Das lasse ich mir auf keinen Fall gefallen und ich kann da sehr bockig sein! Ach und danke für den Typ, sich beim Bfarm zu beschweren. Ich denke wir müssen um unseres Recht auf ein schmerzfreieres Leben kämpfen und überall Druck machen, wo es geht! Also wäre eine zusammenfassender Artikel wie man sich wehren kann, wo man Druck machen kann, super! Weil das Gesetz erstmals nur den Effekt hat, dass die Öffentlichkeit nun denkt, wir hätten doch was wir wollen, keiner weiß wie beschissen die Situation ist, die Politik rühmt sich mit einem ach so tollen Gesetz! Ekelig! Wir stehen dadurch alleine da ohne den Druck der Öffentlichkeit.

Alle die eine Ablehnung bekommen Widerspruch und ab zum Anwalt!!!

Ja Littleganja,

wenn Du mir einen Anwalt bezahlst, mach ich das.
Wehren kann sich nur, wer Geld hat. Alle anderen sind beschissen dran.
Ein Anwalt will erstmal ne fette Anzahlung. Auch die Grüne Hilfe will erstmal Geld in Form von Mitgliedsbeitrag(was ich zwar verstehen, aber mir nicht leisten kann im Moment). Sammelklagen gibt es in unserer Bananenrepublik nicht, was mich nicht sonderlich wundert....
Würde ich nicht an die Sache mit dem Karma glauben, dann wünschte ich diesen Politfunktionären allen das Gleiche mitzumachen, was Patienten jeden Tag erleiden.
Aber ich glaube ja an Karma. Deshalb : Liebe deinen Feind, auch wenns ein Vollpfosten ist ;)

Wenn du kein Geld für den Anwalt hast, geh zu deinem zuständigen Amtsgericht und hol dir ein Beratungsschein für den Anwalt.
Wenn es vor Gericht gehen solle beantragt der Anwalt für dich dann Prozesskostenhilfe, zumal das Sozialgericht eh kostenlos ist, der Anwalt ist entscheidend.
Weiterhin brauchst du soviel ich weiß im Sozialrecht nicht zwingend einen Anwalt.

Hallo Dan erkundige Dich mal nach PKH (Prozesskosten Hilfe). Ein erfahrener Sozialrechtsanwalt wird Dir im jedenfall weiterhelfen können

Großartig: ich habe gerade eine Ablehnung meiner KK erhalten. Ich bin im Besitz einer Ausnahmeerlaubnis. Die KK schreibt, der MDK hat sich nicht zurück gemeldet und auf Grund der bisher vorliegenden Unterlagen lässt sich die medizinische Notwendigkeit der Therapie nicht ableiten. Ohne weitere Begründung. Also Ablehnung und ich darf laut Rechtsbehelfsbelehrung Widerspruch einlegen. Als Unterlagen hatte ich das ärztliche Gutachten mit dem ich die Ausnahmegenehmigung erhalten habe sowie einen aktuellen Attest meines Kassenarztes, der die Fortführung der Therapie befürwortet, eingereicht.
Ich bin einfach nur wütend. Ich lege selbstverständlich Widerspruch ein!

Bei meinem Kostenübernahmeantrag ist auch noch nicht viel passiert. Hab am 03.03 alle Berichte, den Antrag, Ausnahmegenehmigung und alles was sonst noch helfen könnte abgeliefert. Rund 100-150 Zettelchen halt.
Am 08.03 bekam ich dann nen Anruf der KK, sie müssten meinen Antrag ablehnen weil das Gesetz noch nicht in Kraft getreten ist. Am 09.03. kam die Ablehnung. Am 10.03. war das Gesetz ja aktiv und sie haben dann Gott sei Dank alles zum MDK geschickt. Bis zu diesem Datum hatte ich schon die 3te Dame der KK am Telefon. Am 24.03. hab ich mich dann nach dem Stand erkundigt und ob was an Akten nachgereicht werden muss. Nein war die Antwort, ich hätte ja genug geschickt. Ok war wirklich viel, zugegeben, ich wollte aber wenn möglich nichts dem Zufall überlassen. Am 29.03. bekomm ich Post der KK und bin schon aufgeregt wie nichts gutes. Ein Schreiben in dem ich in Kenntnis gesetzt werde, dass der MDK weitere Unterlagen benötigt. Ein Fragebogen wurde zum Hausarzt geschickt. Nach 4 bzw. 3 Wochen wo alles bei denen liegt fällt jemandem ein ... Fragebogen. Glücklicherweise haben die Ladys bei meinem Arzt schon alles erledigt. Aber mal ehrlich, fängt man mit nem Fragebogen nicht an? Eins muss ich aber zugeben, egal bei welchem Behördengang ich in den letzten 15 Jahren unterwegs war, die deutsche Bürokratie hat immer die schärfsten Unterhaltungsprogramme abgeliefert. Egal ob du fast verreckst, die lassen dich durch jeden verdammten Ring springen plus einige Bonusrunden :)
Naja, heut ist der 31.03. und es sind jetzt nach Gesetz genau 3 Wochen vergangen. Dann müsste es nächste Woche ja theoretisch KK Antworten hageln. Ich drücke allen mal die Däumchen.

MfG Börger

Und zu der Frage mit dem Rezept im Ausland einlösen. Ich wage zu bezweifeln dass sowas geht. Das geht nicht mal mit der Ausnahmegenehmigung wenn ich mich richtig erinnere.

Bei mir ist bislang nichts passiert. 5 Wochen liegt jetzt alles bei der KK und 4 Wochen beim MDK. Ich hatte naklar die dämliche Vorstellung mit Ausnahmegenehmigung wird man eventuell durchgewunken, zumindest aber zu den leicht feststellbaren Personenkreis gehören, die 3 Wochen warten müssen.
Die Wahrheit scheint von meiner Version aber schwer abzuweichen. Mit blick auf meine Vorrednerin die sogar ne Absage bekommen hat, kann man allgemein wohl davon ausgehen, dass die KKs alles versuchen werden die 1000 mit Erlaubnis abzuschmettern damit der Kampf gegen den Rest der Patienten ohne Erlaubnis um so einfacher wird. Es ist naklar viel einfacher Kranke in einem Rechtsstreit platt zu machen als die Bundesregierung. Wir haben auf sowas eh keine Lust, Kraft, Zeit, oder körperlich nicht mehr die Fähigkeit. Mir ist natürlich bewusst, dass es egal ist um was es geht. Alle ziehen das so mit den schwächern ab und keiner kümmert sich um Moral. Aber mal ehrlich, das alte Verfahren eine Ausnahmegenehmigung zu erhaschen war schon nervig und entspricht zu annähernd 100% dem jetzigen Kostenübernahmeantrag bei der KK. Mit anderen Worten, die 1000 Leute waren damit eigentlich schon durch und fangen mit dem gleichen Dreck wieder an und werden im 2ten Durchlauf weggeprügelt. Am Ende passiert der ganze Mist nur um etwas Geld zu sparen. Heut zu Tage haben es die Leute nicht mehr ihren Kopf anzustrengen, alle die was zu sagen haben scheinen mit ihrem Hinterteil zu denken wo die Brieftasche schliesslich auch sitzt.
Es wird Zeit, dass die Menschen auf den Tisch hauen. Dummerweise hab ich wenig Ideen ohne im Gefängnis zu landen. :)

MfG Börger

Gibts bei Rechtsangelegenheiten im Medizinbereich nicht auch sowas wie ne Sammelklage? Ja ich weiss das ist USA und bei uns wirds auch nen anderen Namen haben. Ich kann mich auch nur noch sehr dunkel an den Contergan Skandal erinnern.

Heute gabs nen unerwarteten Anruf, die KK übernimmt die Kosten. Jetzt bin ich davon so erstaunnt, dass ich nicht weiss ob ich lachen oder weinen soll. Klar ist, sie musste es eigentlich bewilligen. Nun schäme ich mich aber, weil viele andere bei denen es auch klar war ein nein bekommen haben. Die scheinen beim genehmigen noch eine relative Willkür an den Tag zu legen.
Ich muss eh noch auf die Post von denen warten. Bevor meine Äugelein das nicht gelesen haben glaub ich eh nix mehr.

MfG Börger

Vielleicht hilft das einigen hier:
§ 13 Abs. 3a SGB V

„Die Krankenkasse hat über einen Antrag auf Leistungen zügig,( ... ) zu entscheiden.
( ... )
Kann die Krankenkasse Fristen nach Satz 1 oder Satz 4 nicht einhalten, teilt sie dies den Leistungsberechtigten unter Darlegung der Gründe rechtzeitig schriftlich mit. Erfolgt keine Mitteilung eines hinreichenden Grundes, gilt die Leistung nach Ablauf der Frist als genehmigt.

Vgl. auch Urteil vom 17.06.2015 – L 2 KR 180/14

PCG schrieb:

„Die Krankenkasse hat über einen Antrag auf Leistungen zügig,( ... ) zu entscheiden.
( ... )
Kann die Krankenkasse Fristen nach Satz 1 oder Satz 4 nicht einhalten, teilt sie dies den Leistungsberechtigten unter Darlegung der Gründe rechtzeitig schriftlich mit. Erfolgt keine Mitteilung eines hinreichenden Grundes, gilt die Leistung nach Ablauf der Frist als genehmigt.

Vgl. auch Urteil vom 17.06.2015 – L 2 KR 180/14

Interessant. Also: Die DAK hat mir vergangene Woche einen Schrieb geschickt, dass mein Antrag am 23.3 eingegangen ist, zum MDK geschickt wurde und bis spätestens 25.4 (gestern) beschieden wird. Soweit so gut. Hatte noch keine Post, deshalb habe ich heute mal angerufen. Die Mitarbeiterin sagte mir, dass das immer noch beim MDK liegt und ich frühestens Mitte Ende Mai mit einer Entscheidung rechnen darf. Wie ist das jetzt mit den Fristen?

Hallo Dan,

die Kassen bzw. der MDK haben maximal fünf Wochen Zeit, um über den Antrag zu entscheiden. Es gilt meines Wissens nach der Posteingangsstempel. So gesehen hätte der MDK sich bis zum 20.4. schriftlich zu deinem Antrag äußern müssen. Verstreicht diese Frist, müsste der Antrag aufgrund der dann greifenden Genehmigungsfiktion automatisch akzeptiert werden. Kläre das aber am besten mit einem Anwalt! Mehr Infos findest du hier: https://www.anwalt.de/rechtstipps/genehmigungsfiktion-wenn-krankenkasse-...

Hanfige Grüße,

Sascha [DHV]

Naja. Das Schreiben der Krankenkasse, dass sie bis spätestens 25.4 entscheiden, ist zumindest laut Briefkopf vom 20.4
Allerdings ohne Begründung. Nur 2Sätze. Noch warten ? Was gilt als "Woche". 5 wektage, 7 Tage, ohne Feiertage ? ;) Nuja. Mal abwarten. Hab mich im Forum angemeldet. Werde weiter berichten...

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Ehrlich gesagt bin ich im Moment noch nicht so glücklich mit der aktuellen Situation.
Es ist bis jetzt im Netz noch kaum etwas zum Thema zu finden.
Welche Sorte ist für eine Erkrankung die geeignetste und vor allem in welcher Dosierung.
Also mir ist es auch wichtig eine möglichst niedrige Dosierung zu bekommen, denn ich habe keinen Bedarf, den ganzen Tag zugedröhnt herum zu laufen.
Das habe ich Gott sei Dank hinter mir.

Ich mein ja nur, es muss doch irgendwo diese Infos geben, z . B. bei unseren Niederländischen oder Kanadischen Freunden.
Das Zeug wird doch auch da bezogen, anstatt es selbst hierzulande anzubauen, was unserer Wirtschaft sicherlich nicht schaden würde.
Dass es Patienten empfohlen wird, sich selbst über Art und Dosierung zu informieren bevor sie zum Arzt gehen um evtl. dann mit der richtigen Dosis, Sorte und Rezept zur Apotheke gehen, finde ich unhaltbar.
Da dürfen sich die Beteiligen sicherlich noch mal an den Tisch setzten und Lehrgänge besuchen.
Und das bitte schnellstmöglich.
Danke

Wenn ich bedenke, dass es bei fast allen Medis die ich je zu mir genommen hab immer einen grossen Anteil Selbstversuche gab, weiss ich nicht was da die richtige Antwort wäre. Fakt ist das wir alle anders funktionieren, alle Dosierungen Durchschnittsangaben sind und jeder für sich das fein Tuning selbst bewältigen muss. Es ist reines Glück mit der optimalen Dosierung egal bei welchen Pillen zu starten. Aber ich geb dir recht, dass bei den meisten Medis bedingt klar is wo sich die Spielräume befinden. Das wird beim Cannabis genau so laufen müssen. Dafür werden jetzt Daten gesammelt um auch bei Cannabis Tabellen zu erstellen. Fakt Nummer 2, ein Deutscher lässt sich nicht vom Ausland belehren. Egal wer damit Erfahrung hat, sowas will hier keiner wissen. Wir zwingen anderen unsere Werte auf aber nicht anders herum.
Nicht wenige kämpfen grad gegen ihre Krankenkassen und einige wurden schon abgeschmettert. Die Leute mit Ausnahmegenehmigung haben auch ne fest geschriebene Dosierung die vom MDK der Bundesopiumstelle abgesegnet werden musste. Da gabs wenige Schüsse ins blaue, alles musste plausibel belegt werden und erst dann gabs die Genehmigung.
Wenn du die Erfahrung wie du schreibst schon hast, dann solltest du doch am besten deine Dosierung einschätzen können. Das wiederum ist dann die Orientierungshilfe für deinen Arzt. Bei Leuten komplett ohne Eigenerfahrung sollten man wohl niedrig starten und testen ab welcher Menge sich ein erträglicher Tag einpendelt, oder auf die in den nächsten 2 Jahren gesammelten Daten warten.

MfG Börger

manchmal träume ich ich lebte in einer demokratie .!!!hanf hilft zu gut.--- kapitalismus und die drogenmafia zerstören hier ales gute im menschen ,freiheit ist illussion wir haben hier dauerhafte drohnenüberwachung rockerclubs sagen der politik was gemacht wird ,der bürger wehrt sich nicht !lebensmittel werden verseucht wei der verbraucherschutz abbreckt ,knäste und psychiatrien sind privatisiert worden (wie in usa)das krankensystem wird bald nur noch reiche gescheit behandeln ein indiz sind die igel leistungen das ist nur der anfang ,zb schreiben kks den zahnärzten vor zähne die zu retten wären durch op zu ziehen weil se für op s mehr geld zurückbekommen,die geburtskliniken das selbe ,kaiserschnite werden aufgeschwetzt da sie das doppelte kosten,es ist heute alles an der börse , sogar verkehrssicherheitsrelevante firmen die aufgaben erledigen die der staat eigentlich erfüllen muss ,um nicht absurdum geführt zu werden . heels angels prost

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