Ist Cannabis eine Einstiegsdroge?

  • Veröffentlicht am: 7. Februar 2012 - 11:20
  • Von: Maximilian Plenert

Ist Cannabis eine Einstiegsdroge? Diese Frage spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle bei ihrer Beurteilung der Droge und der Frage, ob sie legalisiert werden sollte. 73% glauben, dass Cannabis eine Einstiegsdroge sei und auch anlässlich der Anhörung "Wie gefährlich ist Cannabis?" im Bundestag wurde diese These mehrfach vorgetragen. Die Forschung spricht hier eine deutliche Sprache: Cannabis ist keine Einstiegsdroge - selbst auf Internet-Seiten der Bundesregierung ist dies nachzulesen.

 

Der Bundesärztekammer-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery schrieb in seiner Pressemitteilung "Cannabis: Aufklärung und Drogenprävention statt Legalisierung": „Eine Legalisierung dieser Einstiegsdroge kann die schädliche Entwicklung noch fördern“.

Die Stellungnahme des Staatsanwalts und Sachverständigen der CDU, Jörn Patzak, ist bewusst verwirrend und Zweifel sähend:

"Zwar greift nicht jeder, der Cannabis konsumiert, auch zu „harten“ Drogen (sog. „Gateway“- oder „Schrittmacher“-Theorie). Fakt ist aber auch, dass derjenigen, die Amphetamin, Kokain oder Heroin konsumieren, fast ausnahmslos ihre Drogenkarrieren mit dem Cannabiskonsum begonnen haben." - Stellungnahme von Jörn Patzak, Staatsanwaltschaft Trier

Auf der einen Seite gibt er zu, dass es kein Automatismus von Cannabis zu "harten Drogen" gibt, im nächsten Satz befeuert er die "unechte" Einstiegsdrogenthese a la "Vor Heroin war immer Cannabis" gerade wieder. "cum hoc ergo propter hoc" nennt sich dieser logische Fehler, "bei dem zwei gemeinsam auftretende (koinzidente) Ereignisse als Ursache und Wirkung (kausal) erklärt werden." Ebensogut könnte man die Beobachtung anführen, dass fast alle Heroin- und Cannabiskonsumenten mit Alkohol und Zigaretten oder gar mit Zucker angefangen haben...

Auf parlament.de wurden dann aus seiner Aussage: Staatsanwalt Jörn Patzak aus Trier entgegnete den Befürwortern der Legalisierung, dass Cannabis weiterhin eine Einstiegsdroge sei. "Fast jeder, der später Kokain oder ähnliches konsumiert, hat mit Cannabis angefangen", warnte er.

Der Stand der Wissenschaft ist eindeutig

Die Cannabisexperten Prof. Dieter Kleiber und Prof. Renate Soellner schreiben in “Cannabis – Neue Beiträge zu einer alten Diskussion”, Herausgeber Raphael Gaßmann (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen):

"Die Einstiegsthese wird gern im politischen Raum vorgetragen, um die Gefährlichkeit von Cannabisprodukten nachvollziehbar zu machen und dies gilt, obwohl sie mehr als dreißig Jahren in der Fachwelt kritisiert und heute von Fachleuten einhellig als empirisch unbestätigt zurückgewiesen wird."

Das Projekt Drugcom.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das ausführende Organ des Bundesministeriums für Gesundheit in Sachen gesundheitliche Prävention, hatte im Mai 2011 die Frage Vom Kiffen zum Heroin? als TOPTHEMA:

„Schrittmacherfunktion“ wissenschaftlich nicht haltbar
Würde man die Tatsache, dass die meisten Opiatabhängigen mit Cannabis angefangen haben, als Argument für die Einstiegsdroge Cannabis anführen, könne man nach Ansicht der Drogenforscher Dieter Kleiber und Karl-Arthur Kovar ebenso gut behaupten, „dass eine Erkältung zwangsläufig zu einer Lungenentzündung führt, weil so gut wie jeder Lungenentzündung eine Erkältung vorausgeht.“ Beide Autoren haben 1998 im Rahmen einer umfangreichen Expertise die Risiken des Cannabiskonsums beleuchtet und stellten zu der Frage der „Einstiegsdroge“ fest, dass die These von der „Schrittmacherfunktion“ nach damaligem wissenschaftlichem Kenntnisstand nicht haltbar sei.


Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Dachverband der in der Suchtkrankenhilfe bundesweit tätigen Verbände und gemeinnützigen Vereine, vertreibt zusammen mit der BZgA die Broschüre "Cannabis - Basisinformation", darin steht:

Das Risiko des Umstiegs auf andere »härtere« Drogen wurde lange Zeit unter dem Stichwort »Einstiegsdroge« kontrovers diskutiert. Dabei wurde die Beobachtung, dass fast alle Heroinabhängigen früher Cannabis geraucht hatten, zum Anlass genommen, Cannabis für den Umstieg auf Heroin verantwortlich zu machen. Was für Heroinabhängige rückblickend stimmt, trifft jedoch nicht auf Cannabiskonsumenten zu. Tatsächlich steigt nur ein sehr kleiner Teil der Cannabiskonsumenten auf andere Drogen um.

Weitere, etwas ältere Aussagen zur Frage "Ist Cannabis eine "Einstiegsdroge?" finden sich auf cannabislegal.de:

"Cannabis ist eine Einstiegsdroge"
Diese Theorie ist schon seit über 20 Jahren widerlegt. Zahlreiche Studien fanden, dass nur 2 bis 5 Prozent der Cannabiskonsumenten später bei harten Drogen landen, 95 bis 98 Prozent tun es nicht.

  • Das Bundesverfassungsgericht befand 1994 nach Einsicht der wissenschaftlichen Literatur, die These von der Einstiegsdroge werde "überwiegend abgelehnt". (BVerfG 1994)
  • Die Studie von Dr Dieter Kleiber, die der damalige Bundesgesundheitsminister Seehofer (CSU) in Auftrag gegeben hatte, kam 1998 zu dem folgenden Schluss: "Die Annahme, Cannabis sei die typische Einstiegsdroge für den Gebrauch harter Drogen wie Heroin, ist also nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand nicht haltbar." (Kleiber/Soellner)
  • Staatsanwalt Körner, der Autor des massgeblichen Gesetzeskommentars zum heutigen Betäubungsmittelgesetz, schreibt dazu: "Die These vom Umsteigeeffekt des Haschisch (...) hat sich als Mythos erwiesen." Er führt aus, dass es etwa 40 mal mehr Cannabiskonsumenten als Heroinkonsumenten gibt, ein Umstieg also eher die Ausnahme denn die Regel ist. (Körner)
  • Der Bericht des amerikanischen "Institute of Medicine" zu Cannabis kam 1999 ebenfalls zu dem Schluss, dass Cannabis keine "Einstiegsdroge" ist. In den USA kommen nach über dreissig Jahren "Drogenwelle" auf etwa 80 Millionen Cannabiskonsumenten mehrere Hundertausend aktueller Konsumenten harter Drogen, ein Verhältnis von 100 zu 1.

Kommentare

Ich finde nicht das Cannabis eine Einstiegsdroge ist. Derzeit wegen dem Politnischenstand ist sie aber leider eine Einstiegsdroge ! Weil der Schwarzmarkt auf reinen Gewinn aus ist und möchte das der Konsument nicht nur Cannabis konsumiert. Hätten wir einen offenen Regulierten Markt, gäbe es dies nicht.

Ich glaube nicht das Cannabis eine Einstiegsdroge ist, da die Mehrheit der Jugendlichen die erste Erfahrung mit der "Psychoaktiven Substanz" Alkohol sammeln... und so erst Erfahren was eine Art "Rausch Zustand" überhaupt ist..

Ich sag es einfach wie es ist, 73 % sind NICHT informiert, kennen NICHT die Sachverhalte und reden nur pauschalisierten Stuss der ihnen von genauso unwissenden Autoritätspersonen über Massenmedien eingeflößt wird ! Wenn es eine Einstiegsdroge geben soll, dann ist dies Nikotin. Da wenn man nicht raucht, raucht man auch nicht Marihuana... viele würden jetzt als Argument sagen, dass man es ja auch anderes konsumieren kann... Aber man raucht es einfach das erste mal ! Alkohol und Nikotin sind die Einstiegsdrogen, dann kommt Marihuana. Wenn man dann behauptet, dass man wenn man Marihuana benutzt, noch härtere Sachen haben will ... irrt man sich. Marihuana spricht einfach eine andere "Konsumklasse" an als Ecstasy oder andere ! Diese bleiben in den meisten Fällen bei Marihuana. Diese, die weitere Drogen einnehmen, sind doch selber Schuld ! Sie "müssen" sich über die Folgen bewusst sein. Und wenn nicht, dann wurde nicht genug aufgeklärt: In der Schule wie auch in den Medien !Außerdem hat Marihuana ein sehr sehr viel weniger starkes Suchtpotenzial als Nikotin, welches man mit dem von Heroin vergleichen kann (natürlich nur psychisch).Es wird einfach nicht öffentlich genug aufgeklärt !Es gibt so viele Vorteile ... Das Volk sollte entscheiden was es will, NICHT die Regierung da sie wie es scheint nicht die Meinung des Volkes vertritt !Die ist meine Meinung !Ich bin FÜR die legalisierung !

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen das Cannabis keine Einstiegsdroge in meinen sozialen Umfeld darstellt(16Jahre alter Berliner). Doch ich teile die Meinung das ein unregulierter Markt gerade den Kontakt zu härteren Drogen fördert. Was bei einer teilhaften Legalisierung noch weiter die Gefahr senken würde überhaupt in Kontakt mit härteren Drogen zu kommen.

Was hier nicht bedacht wird ist, dass das Wort "Einstiegsdroge" an sich (!) gar nicht die sog. "Schrittmacherfunktion" beinhaltet. Das wird nur suggeriert - und immer angenommen. Genau genommen kann man sagen: Cannabis war seine Einstiegsdroge, später rauchte er Lucky Strike. Einstiegsdroge sagt eigentlich nur, dass es die erste Substanz war, zu der eine Person Kontakt hatte, bevor er weitere Drogen, also den Einstieg in den Drogenkonsum, begonnen hat zu konsumieren. Von Wirkung und Ursache ist hier streng genommen nichts zu erkennen. Also die Aussage an sich ist richtig, aber es ist im allgemeinen Sprachegebrauch und Verständnis eine Frechheit derartige "richtige Aussagen" mit so falschen Suggestionen zu tätigen.

und jeder der cannabis konsumiert, hatte vorher in der regel kontakt mit alkohol und/oder nikotin....aber die einstiegsdroge nr 1 ist und bleibt die muttermilch...! :-)

CANNABIS IST EINE AUSSTUEGSDROGE!!!2003 trank icvh täglich 2 Flaschen Wodka und hatte große Angst sterben zu müssen. Ich hatte Angst vor dem Entzug und der Depression die dann käme und bekam es einfach nicht hin aufzuhören. Mit meinem Bruder, der mir das empfahl, bin ich dann nach Holland gefahren und habe mir Hanfblütenharz besorgt, welches ich dann als Nichtraucher, in kleinen Portionen gegessen habe. So habe ich den Alkoholentzug ohne Schmerzen und Leid, erfolgreich bis heute, hinbekommen.Seit dem fahre ich gerne ab und zu nach Holland um mal in einem Coffeshop eine zu dämpfen (als Nichtraucher natürlich mit Vaporizer). In Deutschland konsumiere ich nicht, weil ich viel zu viel Angst vor der Strafverfolgung habe.Die konservative Politik ist so verlogen in dieser Thematik, dass mir schlecht werden könnte. Bei der nächsten Wahl werde ich einer Partei meine Stimme geben, die eine vernünftige Drogenpolitik vertritt.Mir hat Hanf das Leben gerettet.

Einstiegsdroge :Tabak und Alkohol - ja. Cannabis - nein.Ich habe mal einem schwerstabhängigen H - User nen Joint zugesteckt. Er sagt er hatte so lange wie nie zuvor keinen Bedarf sich nen Schuss zu setzen und er wolle daran arbeiten, dass er es nie mehr braucht. Ich wünsche ihm, dass ers geschafft hat.Ich trinke keinen Alkohol, rauche aber ab und an Zigs. Früher immer am WE Alk oder wenn paar Leute zusammen waren. Heute nicht mehr. Ich lehne Alk und Suff strikt ab - damit kann ich nichts anfangen.

Meine Einstiegsdroge, wenn es denn eine gibt war definitiv Nikotin. Ich habe mit 5 Jahren eine Zigarette geraucht und viele Jahre später war ich Raucher. Damals, vor knapp 40zig Jahren fand man eher lustig wenn ein Kund raucht. So was kann man sich Heute nicht mehr vorstellen, eine Schachtel Zigaretten im Automaten für 2.- DM !!Ich habe bis auf Meth alle Drogen durch und nein Hasch war nicht der Auslöser sondern, wie hier schon oft erwähnt der Umstand das der Händler eben auch alles im Angebot hatte und war das Hasch mal aus hat man mal was anderes probiert. Hätte man das legal bekommen wäre ich niemals in eine derart krasse selbstzerstörerische Drogenlaufbahn gekommen. Mittlerweile fasse ich auch kein Nikotin mehr an, aber Weed im Verdampfer hätte ich dann doch ganz gerne legal.

Die ganze Diskussion um die Einstiegsdroge Cannabis kommet doch noch aus der Anslinger-Zeit des vorigen Jahrhunderts, als Hanf verteufelt werden sollte. Wenn ich heute eine gutbezahlte wissenschaftliche Forschung in Auftrag geben würde, mit dem unterschwelligen Ziel:+++"Bitte beweisen sie, dass alle Heroinabhängigen mit Kaffee (Cofein)eingestiegen sind, bzw. damit vor der Heroinabhängigkeit in Berührung kamen. Stellen sie dies dann bitte in kausalen Zusammenhang zur Heroinsucht"+++Wie würde wohl das Ergebnis aussehen?Letztendlich würde es aber nur beweisen, wie verbreitet Cofein (und eben auch Cannabis) in unserer Gesellschaft ist!

Einstiegsdroge Nr. 1 bei deutschen Jugendlichen ist eindeutig Nikotin und Alkohol.Wer nicht schon (Nikotin) rauchen kann, wird so schnell nicht an einem Joint ziehen - es zerfetzt ihm die Lunge...!! (Und wird sich zum Probieren sicher keinen Vaporizer zulegen).Ich kam eines Tages durch eine unglückliche Verkettung von Umständen auf Kokain, vom Kokain auf Alkohol und dann auf Heroin. Alle drei Abhängigkeiten habe ich - dank Cannabis ambulant und nachhaltig - bewältigt, und führe bis heute ein ganz normales Leben ohne psychische Defizite ...Cannabis kann ich persönlich daher nur analog als "Aussteigerdroge" bezeichnen, wenn imho überhaupt dieses hässliche Wort "Einsteigerdroge" ganz zum Unwort erklärt werden sollte. Auch die Bezeichnung "Rauschgift" dürfte in diesem Kontext vollkommen fehl am Platz sein.Wer das noch nicht begriffen hat und derart gefährliche Unwahrheiten verbreitet, ist entweder noch im Dinosaurier-Zeitalter oder hat eindeutige Lobby-Profitinteressen im Hinterkopf (wie z.B. unser Kabinett).

[quote name="Stan"]CANNABIS IST EINE AUSSTUEGSDROGE!!!2003 trank icvh täglich 2 Flaschen Wodka und hatte große Angst sterben zu müssen. Ich hatte Angst vor dem Entzug und der Depression die dann käme und bekam es einfach nicht hin aufzuhören. [/quote]In den USA wird Cannabis inzwischen offiziell bei Alkoholismus eingesetzt. Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin schreibt zudem: Entzugssymptome: Nach historischen Berichten und einigen Fallberichten ist Cannabis ein gutes Mittel zur Bekämpfung der Entzugssymptomatik bei Benzodiazepin-, Opiat- und Alkoholabhängigkeit. Cannabis kann allerdings auch selbst zur Abhängigkeit führen.

Eine sehr gute Sache hier. Ich kann das nur bestätigen was hier berichtet wird. Vielen Dank DHV für euren Einsatz.Ich poste überhaupt zum ersten mal zu dem Tehma, weil ich mich bisher nicht getraut habe, aus Angst dann in die Mühlen der Justiz zu kommen. Cannabis ist ja bei uns verboten. Ich habe mich oft allein gelassen gefühlt, in der Angst vor Strafbarkeit.Deshalb finde ich es gut, wenn sich die Politik ändern würde. Auch mir hat Hanf geholfen vom Alkohol los zu kommen. Ich konsumiere es gelegentlich mit einem Vaporizer, so 1-2 mal in der Woche. Seitdem geht es mir gut. Der Alkohol hat mich fast umgebracht.Vielen Dank nochmal für die Legalisierungs-Bemühungen.

Anneliese, um mit deiner Angst vor der Strafvergolgung besser umzugehen, empfehle ich dir die hanfburg Community, einfach mal googlen...Dort findet man Gleichgesinnte und es sind viele juristische Themen bestens erklärt, man erhält Einblick in die Realität und diese sieht nicht so schlimm aus, als das man auf der Homepage eines Verbandes Angst vor der Polizei bekommen muss, nur weil man einen Beitrag schreibt... ;)Greez

Laßt doch mal ein diskussionsthema länger stehen auf der Startseite bitte,immer wenn dort Kritik an der Politik aufgeführt wird,werden massenweise Beiträge gepostet.Ich versteh das ganze langsam nichmehr...Darum...lest die "alten" Beiträge im Blog zu finden im Unterordner "NACHRICHTEN","AKTUELLES" usw.

Cannabis als Einstiegsdroge gibt es vielleicht in Jamaica, in Deutschland sind, wie hier richtig angemerkt wurde, Alkohol und Nikotin die Einstiegsdrogen bei den meisten Kids.Cannabis als Ausstiegsdroge kann ich ebenfalls bestätigen. Es wird auch sehr oft zusätzlich zu Methadon konsumiert, die Methadonambulanzen nördlich von BaWü und Bayern akzeptieren das auch eigentlich problemlos.

wir haben ca. 4 mio cannabis konsumenten in D.nach der einstiegsdrogentheorie müssten wir dann ja auch ca. 4 mio konsumenten von härteren drogen haben, oder?ist aber nicht so.quod erat demonstrandum

https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=2070&cms_gtp=475848_Dokumente%253D13Frau Dr. Ilona Filter kommt in einer wissenschaftlichen Untersuchung (Doktorarbeit) zu Beschaffung, Handel und Konsum illegaler Drogen im Strafvollzug u. a. zu folgenden Ergebnissen: Zitate- ... Es passt nicht in das Bild, das Politik und Medien über Drogenkonsum ... den Bürgern gern vermitteln möchten. Dabei wird mit Bildern gearbeitet, die Angst und Schrecken erzeugen und dadurch abstoßend wirken sollen. Die Pflicht einer angemessenen Drogenpolitik ist es jedoch, durch sachbezogene Informationen für Aufklärung zu sorgen anstatt die Menschen durch konstruierte Wirklichkeiten zu täuschen. ... ... Weder Politik noch Gesellschaft sind daran interessiert, die Öffentlichkeit zu informieren und aufzuklären. Statt dessen wird versucht, durch die Erzeugung von Angst eine wirkungsvolle Abschreckung zu erzeugen. Diese Politik der Angst verstärkt jedoch den Abhängigkeitsprozess, ... ... Drogenkonsum ist immer eingebunden in einen Kriminalisierungsprozess, der die Durchsetzung gegebener Norm -und Wertestrukturen verfolgt. ... ... Opfer dieser Politik sind insbesondere Jugendliche, die im Prozess eigener Identitätsfindung, isoliert und ungeschützt, der Verfolgung durch Polizei und Justiz ausgesetzt sind. ... -Zitate Ende Das muss aufhören liebe Politiker. Entkriminalisierung ist der ERSTE SCHRITT. am 06.02.2012 um 20:00 Uhr von Barbara 22Jahre (Gast) kommentiert ***************************************************************Diesen Kommentar fand ich sehr gut. Wer ist eigentlich diese Frau Dr. Filter

Scheinbar tut sich zur Zeit wieder ein altbekannter Trend auf der sich jedoch zu "vergrößern" scheint.Mittlerweile kommen wieder von allen Möglichen Ecken die sofortige Deglaration "Abhängiger",egal wie oft konsumiert wird/wurde.Egal ob nach/bei Strafverfolgung,Arzt,eben alles was mit Öffentlichkeit zu tun hat,wird immer schwieriger "normal" darüber zu sprechen,überall gilt ABHÄNGIGER.(Das habe ich von mehreren erzählt bekommen zur Zeit)Ist da ein hintenrum Gemauschel unterwegs um jeden Konsumenten komplett zu verteufeln,oder was ist da im Busch?Evtl. sollte der DHV da dran bleiben um es früh wie möglich öffentlich zu machen!Danke

Naja "Neu" ist die Vertäufelung von Hanf nicht, das gabs schon 1927 ;-) Propaganda der Presse- und Polizeiberichte aus der New York Times vom 6.7.1927Eine Witwe und ihre vier Kinder sind verrückt geworden, nachdem sie eine Marihuana-Pflanze gegessen hatten, so die Ärzte, die sagen, dass keinerlei Hoffnung besteht, die Leben der Kinder zu retten, und dass die Mutter zeitlebens verrückt sein wird. Die Mutter hatte kein Geld, um andere Lebensmittel für die Kinder zu kaufen, die zwischen drei und fünfzehn Jahre alt waren, also sammelte sie einige Kräuter und etwas Gemüse, das in ihrem Garten wuchs, um daraus ihr Abendbrot zu bereiten. Zwei Stunden, nachdem Mutter und Kinder die Pflanzen gegessen hatten, erlitten sie einen Anfall. Nachbarn, die Ausbrüche von irrem Gelächter hörten, fanden die ganze Familie vom Wahnsinn befallen. Eine Untersuchung ergab, dass das betäubende Marihuana im Gemüsegarten wuchs.

[quote name="MarkusP"]Naja "Neu" ist die Vertäufelung von Hanf nicht, das gabs schon 1927 ;-) Propaganda der Presse- und Polizeiberichte aus der New York Times vom 6.7.1927Eine Witwe und ihre vier Kinder sind verrückt geworden, nachdem sie eine Marihuana-Pflanze gegessen hatten, so die Ärzte, die sagen, dass keinerlei Hoffnung besteht, die Leben der Kinder zu retten, und dass die Mutter zeitlebens verrückt sein wird. Die Mutter hatte kein Geld, um andere Lebensmittel für die Kinder zu kaufen, die zwischen drei und fünfzehn Jahre alt waren, also sammelte sie einige Kräuter und etwas Gemüse, das in ihrem Garten wuchs, um daraus ihr Abendbrot zu bereiten. Zwei Stunden, nachdem Mutter und Kinder die Pflanzen gegessen hatten, erlitten sie einen Anfall. Nachbarn, die Ausbrüche von irrem Gelächter hörten, fanden die ganze Familie vom Wahnsinn befallen. Eine Untersuchung ergab, dass das betäubende Marihuana im Gemüsegarten wuchs.[/quote]Dass die Verteufelung schon so lange läuft wusste ich, aber ich hätte nicht gedacht dass es den Spiegel schon 1927 gab... ;D

Einstiegsdroge hin oder her. Fragt man ein Drogen konsumenten mit was er angefangen hat sagt er zu 99,9% Zigaretten und/oder Alkohol!!!!!!!!!

Ich bin eben mal die Kommentare von "Offene Diskussion über den Islam" durchgegangen...Ich finde es echt schlecht von der Moderation, das solche Kommentare freigegeben werden.Es liegt doch klar auf der Hand wofür hier Werbung gemacht wird:"Was habt ihr erwartet?Diese ganze Diskussion ist doch nur ein Feigenblatt.Einen Vorteil hat der Internetzugang (noch) allerdings.Er eröffnet euch den Zugriff zu den richtigen Organisationen.Ich möcht hier nicht ins Detail gehen - dann wird dieser Beitrag weggeputzt,aber wenn ihr es bis hierher geschafft habt, dann findet ihr auch die Organisationen,die sich wirklich um eure Sorgen kümmern.am 10.02.2012 um 09:39 Uhr von PI ist nict nur eine Zahl (Gast) kommentiert "

Trotz möglicher Korrelation ist keine Kausalität festzustellen.

[quote name="andreas diekmann"]Trotz möglicher Korrelation ist keine Kausalität festzustellen.[/quote]Könnten sie dies in gutes Deutsch übersetzen?Sodaß auch der Großteil der Leser dies versteht?

Das ist völlig einwandfreies Deutsch...

Einstiegsdroge?Das Cannabis-Verbot beruht nicht auf gesundheitlichen Gründen, sondernauf Rassismus und Kindheits-Traumatisierten Einzelpersonen, deshalbist die Legalisierug als Medizin und Genussmittel keine Frageder Politik, sondern eine der Menschenwürde.

Das Wort Einstiegsdroge ist ein absolutes Kunstwort ohne den geringsten sinnhaften Gehalt, und im Worschatz intelligenter Menschen praktisch nicht existent, mit anderen Worten so etwas wie eine Einstiegsdroge ist in etwa so real wie die eierlegende Wollmilchsau.

hier ein Artikel der Berliner Zeitung, in dem vor allem Tabak, aber auch Alkohol und Cannabis als Einstiegsdrogen bezeichnet werden. =====Berliner Zeitung, 14.02.2012http://www.berliner-zeitung.de/medizin/folgen-des-rauchens-nikotin-foerdert-kokain-abhaengigkeit,10808904,11633930,item,0.htmlFolgen des RauchensNikotin fördert Kokain-AbhängigkeitNikotin verändert die Molekularbiologie in wichtigen Hirnbereichen und erhöht so das Risiko, kokainabhängig zu werden.=====Interessant auch, dass hier zwischen gelegentlichem und abhängigem Kokainkonsum unterschieden wird.

Ich finde das Cannabis nicht die Einstiegsdroge überhaupt ist. Damit sage ich aber auch nicht, dass man wenn man Cannabis konsumiert, sofort an andere Drogen rangeht. Wenn man sich mit den Drogen, die man zusich nimmt informiert (bei mir ist es nur der Cannabiskonsum), dann muss man sich im klaren sein, dass egal welche Art von Drogen man zusich nimmt, es bestimmte konsequenzen für den eigenen Körper und das Umfeld haben kann. Ich konsumiere jetzt seit 4 Jahren Cannabis und zwar wöchentlich, ich sehe mich aber nicht als den Abhängigen von Nebenan, viele meiner Freunde/Verwandten wissen noch nicht mal, dass ich mit Gras im Kontakt bin, aber das wäre mir auch ziemlich egal. Denn meine Meinung ist, wenn man Cannabis konsumiert und sich im klaren ist, was das mit deinem Körper anstellen kann, dann sehe ich da kein Problem es zu konsumieren. Jetzt zum Thema Einstiegsdroge:Es ist für jeden klar und ich glaube auch jeder hat die Situation schon mal erlebt, dass wenn man sich Cannabis anschaffen möchte, man zwangsläufig nicht um einen Dealer rumkommt, denn so möchte es der Staat. Und dass es beim Dealer auch Kontakt zu anderen Drogen geben könnte, ist auch klar. Aber wann greift man zu anderen Drogen, zum einen kann es sein, dass man es nach einer gewissen zeit immer mehr beim Konsum der Droge, die man zur Zeit nimmt übertreibt, dann ist nach einiger Zeit keine gewünschte Wirkung mehr da und wenn man aber eine Wirkung haben möchte, greift man zu anderen Drogen. Diese Konsumenten, die ihre Droge "unterschätzen" sich nicht genügend informieren und dann es so übertreiben, sind meiner Meinung nach, auch nicht psychich stabil um Drogen zu nehmen, denn das entscheidet auch sehr sein verhalten beim Konsum. Wenn ein Mensch mit sich nicht klar ist, psychisch unstabil ist und/oder eventuell Verhaltensstörungen an den Tag legt, dann ist er nicht für Drogen an sich gemacht, er sollte es lieber lassen und keine Drogen zu sich nehmen. Aber meistens sind es genau diejenigen, die dann zu härteren Drogen greifen, weil sie damit nicht umgehen können. Das kann von Cannabis, von Alkohol, von Extacy kommen. Wenn man sich informiert, mit sich selber im klaren ist und psychisch ok ist, dann weiß man wie man mit Drogen umgeht. Für mich steht fest, Einstiegsdrogen gibt es nicht, eine Droge ist eine Droge.

[quote name="Mari Jo"]... Ich kam eines Tages durch eine unglückliche Verkettung von Umständen auf Kokain, vom Kokain auf Alkohol und dann auf Heroin. Alle drei Abhängigkeiten habe ich - dank Cannabis ambulant und nachhaltig - bewältigt...Cannabis kann ich persönlich daher nur analog als "Aussteigerdroge" bezeichnen,...[/quote]IACM-Informationen vom 11. August 2012http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=384Wissenschaft/Tier: CBD reduziert die angenehmen Gefühle im Zusammenhang mit der Einnahme von MorphiumIn einer Studie mit Ratten hemmte CBD (Cannabidiol) die Belohnung erleichternde Wirkung von Morphium, also die Wirkung, die das angenehme Gefühl im Zusammenhang mit der Einnahme von Drogen verursacht. Diese Wirkungen werden durch Aktivierung des 5-HT1A-Rezeptors in einer bestimmten Gehirnregion (dorsale Raphe) vermittelt. Die Wissenschaftler folgerten, dass "Cannabidiol klinisch nützlich bei der Abschwächung der Belohnungswirkungen von Opioiden sein könnte".Abteilung für Psychologie, Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität von Kreta, Griechenland.Katsidoni V, et al. Addict Biol, 2. August 2012 [im Druck]

ist Cannabis eine Einstiegsdroge? Diese Frage spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle bei ihrer Beurteilung der Droge und der Frage, ob sie legalisiert werden sollte. 73% glauben, dass Cannabis eine Einstiegsdroge sei und auch anlässlich der Anhörung "Wie gefährlich ist Cannabis?" im Bundestag wurde diese These mehrfach vorgetragen.????Geht´s noch??Naklar ist Grass eine einstigst droge du gehst zum delar(freund) weil nikotin u. alk als genussmittel nicht mehr reicht(Oder nicht mehr verträglich sind).Dieser dealer wird je nach angebot an schwarzmarkware die er zur verfügung hat dir dieses auch anbieten(wer grass kaufen will kommt früher oder später immer mit anderen drogen in kontakt weil man es nicht legal kaufen kann)Und wenn man dann erstmal ein paar mal da war und sich auch da sein grass balert wird es automatisch ein teil deines sozalies umfeld und mit ein bischen alk (was die Zurechnungsfächkeit bekannter massen senkt) und guter laune(oder probleme) 73% dazu bringen auch anderes zu probiren.so das ist doch mal die wahrheit und kein pro und kontra!Drogen nimmt nur der der probleme hat!auch nikotin und alk sind drogen und gehören verboten oder alles muss erlaubt werden.

Ein schöner Artikel der Fast alle Argumente für Cannabis bringt. Eines fehlt mir aber. "Ebensogut könnte man die Beobachtung anführen, dass fast alle Heroin- und Cannabiskonsumenten mit Alkohol und Zigaretten oder gar mit Zucker angefangen haben..." Da aber 100% der Bevölkerung mit Zucker angefangen haben ist letzendlich ein Zucker-esser Statistisch nicht eher ein Heroin Junkie als ein durchschnitts Mensch. Bei Cannabis ist es aber so, Statistisch ist ein Cannabis Konsument eher ein Heroin-Junkie als ein Durchschnitts Mensch. "Er führt aus, dass es etwa 40 mal mehr Cannabiskonsumenten als Heroinkonsumenten gibt, ein Umstieg also eher die Ausnahme denn die Regel ist." Bei der Normalen Bevölkerung ist das Verhältnis wohl besser als 40:1. Aber: Selbst wenn Statistisch prozentual mehr Leute welche Cannabis schon ausprobiert haben zu härteren Drogen greifen ist nicht gesagt, dass es einen Zusammenhang gibt. Wikipedia sagt es: Wikipedia: Fehlschluss Auf Wikipedia hab ich kein Wort verstanden. Es wird hier nochmal erklärt: Cannabis Gegner ausländerfeindlich? Im Groben wird gezeigt, dass eine andere größe verantwortlich für den Prozentualen unterschied sein kann. ___________________________________________________________________________ In der Vorschau gab es Leider Keine Zeilenumbrüche, die Links wurden nicht richtig dargestellt und die "Zulässigen HTML-Tags" gingen auch nicht.

http://www.zeit.de/online/2006/28/cannabis-einstiegsdroge

Dazu noch eines.Es mutet schon sehr bedenklich an,wenn ein Verband ,der ein so umstrittenes Produkt verharmlost,selbts zu den Befürwortern zählt. Nach dem Motto; Rauchen ist gesund gez. Prof Malboro.

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