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IACM-Informationen: Dreiviertel aller Ärzte würden einer Patientin mit fortgeschrittenem Krebs Cannabis verschreiben

Am 01. Juni 2013 erschien die neuste Ausgabe der IACM-Informationen von der International Association for Cannabinoid Medicines. Die Top-Meldung ist sicherlich für einige Hanffreunde von Interesse: “Dreiviertel aller Ärzte würden einer Patientin mit fortgeschrittenem Krebs Cannabis verschreiben”. Zudem enthält der Newsletter folgende Kurzmeldungen:

    • USA: Illinois wird wahrscheinlich der nächste Staat, der die medizinische Verwendung von Cannabis legalisiert
    • USA: Freizeitkonsum von Cannabis nun legal in Colorado
    • Wissenschaft/Tier: Das Endocannabinoidsystem ist in einem Tiermodell für Autismus beeinträchtigt
    • Wissenschaft/Tier: Ultraniedrige THC-Dosen schützen das Herz
    • Wissenschaft/Tier: Tetrahydrocannabivarin kann nützlich bei Diabetes sein
    • Wissenschaft/Mensch: Versehentliche Einnahme von Cannabisprodukten durch Kinder
    • Wissenschaft/Mensch: Omega-3-Fettsäuren reduzieren Anandamid-Spiegel bei übergewichtigen Männern
    • Wissenschaft/Mensch: Cannabiskonsum ist mit einem früheren Beginn von Psychosen assoziiert
    • Wissenschaft/Mensch: Cannabis allein erhöhte nicht die Häufigkeit von Schlaganfällen, allerdings in Kombination mit Tabak
    • Wissenschaft/Tier: Nervenschützende Wirkungen des Endocannabinoids AraS

      und den obligatorischen “Blick in die Vergangenheit”. Hier die Meldung zum THC Nachweis, den ganzen Newsletter gibt es hier.

      Welt: Dreiviertel alle Ärzte würden einer Patientin mit fortgeschrittenem Krebs Cannabis verschreiben

      Dreiviertel aller Ärzte, die auf eine Umfrage über die medizinische Verwendung von Cannabis antworteten, erklärten, dass sie die Verwendung der Droge zur Linderung von Schmerzen einer älteren Frau mit fortgeschrittenem Brustkrebs unterstützen würden. In einer Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine wurde den Ärzten ein Fall vorgestellt, sowie Argumente für und gegen die Verwendung von medizinischem Cannabis. Die Ärzte wurden dann gefragt, ob sie eine Verschreibung für diese Patienten unterstützen würden oder nicht. Bei dem fiktiven Fall handelt es sich um Marilyn, eine 68 Jahre alte Frau mit Brustkrebs, der in ihre Lunge und die Wirbelsäule metastasiert war. Sie erhielt eine Chemotherapie und erklärte, wenig Appetit und starke Schmerzen zu haben. Sie hatte verschiedene Medikamente zur Linderung ihrer Schmerzen verwendet, darunter das Opiat Oxycodon. Sie lebt in einem Staat, in dem die medizinische Verwendung von Cannabis legal ist, und bittet ihren Arzt um eine Verschreibung.

      76 % der 1446 Ärzte, die sich an der Umfrage beteiligten, erklärten, sie würden der Frau eine Verschreibung für medizinischen Cannabis geben. Die Ärzte kamen aus 72 Ländern. Trotz der globalen Teilnahme kamen die meisten Teilnehmer (1063) aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko. Außerhalb von Nordamerika kam die größte Teilnehmerschaft aus Ländern in Lateinamerika und EURopa, und auch hier waren die Ergebnisse ähnlich wie in Nordamerika, mit 78 % der Stimmen für die Unterstützung der medizinischen Verwendung von Cannabis.

      Adler JN, Colbert JA. Medicinal Use Marijuana – Polling Results. N Engl J Med 2013;368(22):e30

      WebMD vom 29. Mai 2013


      Kommentare

      6 Antworten zu „IACM-Informationen: Dreiviertel aller Ärzte würden einer Patientin mit fortgeschrittenem Krebs Cannabis verschreiben“

      1. Anonymous

        RE: IACM-Informationen: Dreiviertel aller Ärzte würden einer Pat
        [quote name=”user”]Das Problem sind nicht die Ärzte,
        sondern andere Menschen die direkt vom Cannabis-Verbot profitieren[/quote]
        Leider gibt es aber auch noch zu viele Ärzte die ihr Wissen über Cannabis aus Magazinen wie dem Focus beziehen. Zudem haben Ärzte meist Kinder und auch Angst, dass diese in die “Drogenspirale” gelangen.

        -> mehr Aufklärung ist nötig.

      2. Anonymous

        RE: IACM-Informationen: Dreiviertel aller Ärzte würden einer Pat
        [quote name=”user”]Das Problem sind nicht die Ärzte,
        sondern andere Menschen die direkt vom Cannabis-Verbot profitieren[/quote]
        Leider gibt es aber auch noch zu viele Ärzte die ihr Wissen über Cannabis aus Magazinen wie dem Focus beziehen. Zudem haben Ärzte meist Kinder und auch Angst, dass diese in die “Drogenspirale” gelangen.

        -> mehr Aufklärung ist nötig.

      3. Anonymous

        RE: IACM-Informationen: Dreiviertel aller Ärzte würden einer Pat
        Das Problem sind nicht die Ärzte,
        sondern andere Menschen die direkt vom Cannabis-Verbot profitieren

      4. Anonymous

        RE: IACM-Informationen: Dreiviertel aller Ärzte würden einer Pat
        Das Problem sind nicht die Ärzte,
        sondern andere Menschen die direkt vom Cannabis-Verbot profitieren

      5. Anonymous

        RE: IACM-Informationen: Dreiviertel aller Ärzte würden einer Pat
        oxycodon ist ein opioid! 😉

        alles gute=)

      6. Anonymous

        RE: IACM-Informationen: Dreiviertel aller Ärzte würden einer Pat
        oxycodon ist ein opioid! 😉

        alles gute=)

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