|

Cannabisabhängige haben oft Persönlichkeitsstörungen

Mit einer solchen Überschrift berichtete die Allgäuer Zeitung am 21.11. von einer Studie des Evangelischen Krankenhauses Bethanien in Greifswald. Diese Aussage entspricht nach dem Stand der Forschung eindeutig der Realität. Die Frage ist nur die nach der Henne und dem Ei.

Dass unter Patienten mit Persönlichkeitsstörungen überdurchschnittlich viele Kiffer sind und unter Cannabiskonsumenten mit extremen Konsummustern bzw. Cannabisabhängigen relativ viele Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, ist soweit unstrittig. Die Frage ist nur, wie es dazu kommt.

Manche Experten wollen mit solchen Ergebnissen gegen Hanf zu Felde ziehen und machen ihn ursächlich für die Störung verantwortlich. “Von Cannabis bekommt man eine Psychose”. Relativ klar ist mittlerweile tatsächlich, dass Cannabis eine Psychose bei Menschen auslösen kann, bei denen diese schon latent vorhanden ist. Die Störung kann durch Hanf früher auftreten und möglicherweise zum Teil schwerere Verläufe nehmen. Dass Hanf darüber hinaus auch aus sich heraus bei gesunden und genetisch unbelasteten Menschen Persönlichkeitsstörungen hervorrufen kann, ist nicht erwiesen (im Gegensatz zu Alkohol). Dagegen spricht, dass es in Ländern mit hohem Cannabiskonsum nicht mehr Psychosepatienten gibt als in anderen. Dass es einen zahlenmäßigen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Persönlichkeitsstörungen gibt, kann genausogut daran liegen, dass Hanf bei solchen Symptomen zunächst als lindernd empfunden wird, so dass eine Art Selbstmedikation mit Hanf vorliegt. Angenehmerweise endet der genannte Artikel genau mit dieser Unsicherheit und relativiert damit den reißerischen Titel: “Unklar ist den Angaben zufolge aber, ob die Sucht diese Störungen auslöst oder umgekehrt.”

Übrigens sind so oder so nur sehr wenige Kiffer von psychotischen Störungen betroffen. Selbst bei sehr intensiven Konsumenten, einer kleinen Minderheit untern den Kiffern, sind es nicht mehr als 3 Prozent. Dennoch gehört die Möglichkeit der Auslösung einer psychotischen Episode durch Cannabis sicherlich zu den größten Risiken, die der Cannabiskonsum zu bieten hat.

Auf diese und viele andere Fragen im Zusammenhang mit der Wirkung von Cannabis gehen wir in unserem Buch “Rauschzeichen Cannabis: Alles, was man wissen muss” ein. Z.B.: Was hat es eigentlich mit der Cannabisabhängigkeit auf sich?

 


 

Allgäuer Zeitung, 21.11.08, Süchtig nach Cannabis: Oft Persönlichkeitsstörungen


Kommentare

20 Antworten zu „Cannabisabhängige haben oft Persönlichkeitsstörungen“

  1. Hallo gog!

    Hallo gog!
    Mein Wissen über psychotische Störungen reicht nicht aus, um dir gute Tips für eine optimale Behandlung zu geben. Aber wenn eine Schizophrenie im Spiel ist, ist es für deinen Sohn mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich besser, wenn er mit dem Konsum aufhört. Bei anderen psychischen Problemen, z.B. Depression, ist das nicht ganz so eindeutig, weil auch von positiven Einflüssen durch Cannabiskonsum berichtet wird.
    Bei Schizophrenie habe ich aber schon von etlichen Beispielen gehört, wo die Leute nach Verbesserung der Situation (auch mit Medikamenten) Rückfälle durch (erneuten) Cannabiskonsum hatten.

    Interessant in dem Zusammenhang ist ein Interview von Steffen Geyer mit einem Betroffenen:
    http://usualredant.de/drogen/cannabispsychose-ein-betroffener-berichtet.html

  2. Anonymous

    http://www.cannabis-med.org

    http://www.cannabis-med.org

    http://www.ufcmed.org

    Alles Gute für dich und deine Familie
    Happy Stoner

  3. Anonymous

    Guten Morgen *gog*,

    Guten Morgen *gog*,

    Vielleicht leidet er an einem ADS und therapiert sich selber mit Cannabis, 90% der dauerhaften Konsumenten konsumieren Cannabis um sich damit in irgendeiner Form selbst zu therapieren, was allerdings nur bedingt möglich ist im durch die Illegalität und sogar kontraproduktiv sein kann (Konflikt mit dem Gesetz, dadurch falsche psychologische Diagnosen von Ärzten die Cannabis als die Teufelsdroge ansehen, schlechte schwankende verunreinigte überteuerte Qualität Cannabis, ). 95% der Patienten die Cannabis verschrieben kriegen haben schon davor Cannabis konsumiert.

    Kuck doch mal hier rein.

    mcforadhd.free.fr <-- http://www.cannabis-med.org

    http://www.ufcmed.org

    Alles Gute für dich und deine Familie
    Happy Stoner

  4. Anonymous

    unser Sohn konsummier seit 10
    unser Sohn konsummier seit 10 Jahre Cannabisannabis. Set 2009 hat er eine Diagnose- psychotischee Störung bei Cannabisabhängigkeit nach einen mehrwochigen Karankenhausaufenthalt und dann 18Wo Reha. Jetzt hat er neuer Arzt und nach den 2.Besuch ( je nur 7Min.) hat er die Diagnose geendert um Paranoide Schizophrenie. Was ist der Unterschied? Der Arzt meint es ist das Gleiche .Wir wohnen in einen kleinen Stadt. Die Leute helfen nict, sie reden nur … man ist so allein mit dem Problem.

  5. Anonymous

    In unserer Gesellschaft wird
    In unserer Gesellschaft wird der Begriff “normal” immer weiter eingeengt mit dem Resultat dass immer mehr Menschen als psychisch “krank” (ADHS, Depression, Persönlichkeitsstörung, etc.) dargestellt werden. Wenn in unserer Gellschaft die Grenzen zwischen “normal” und “krank” dermassen verschoben werden, dann müssen auch die Grenzen zwischen medezinischem und rekreativem Konsum von Cannabis auch in dem Masse verschoben werden.

    Viele Menschen “behandeln” (betäuben) ihr anders Sein mit Cannabis um sich besser in der Gesellschaft integrieren zu können was aber von der Gesellschaft als Rebellion verstanden wird und bestraft wird. Manche Menschen sind von Natur aus eben “anders”. Wenn manche dieser Menschen Cannabis nutzen um sich besser anpassen zu können und trotzdem dafür bestraft werden dann kann dies sehr schädliche Auswirkungen haben für die Betroffenen. Dies kann eben auch dazu führen dass die gesellschaftlichen Regeln ganz misachtet werden, was in der modernen Psychiatrie eben als Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wird.

    Wenn manche Menschen regelmässig Cannabis konsumieren, dann heisst das nicht unbedingt dass sie immer die psychadelische Wirkung von Cannabis suchen, denn ein erfahrener regelmässiger Cannabis-Konsument kann sehr gut die Grenze einschätzen zwischen psychedelischer Wirkung und der wahrscheinlich meistens gesuchten beruhigenden konzentrationsfördernden Wirkung. Cannabis hat bei “kranken” Menschen, wie z.B. ADHS, eine gegenteilige Wirkung als bei “gesunden” Menschen”, was natürlich paradox klingt. Ausserdem setzt die medezinische Wirkung von Cannabis ein vor der psychedelischen Wirkung.

    Auch wenn die psychedelische Wirkung von Cannabis nicht immer die gesuchte Wirkung ist, bin ich trotzdem der Meinung dass diese ein essentieller Teil seiner heilenden Kraft ist.

  6. Anonymous

    Sind es wirklich die Cannabis
    Sind es wirklich die Cannabis-Konsumenten die gestört sind oder ist unsere Gesellschaft etwa verrückt?

    Es ist eindeutig unsere Gesellschaft da unsere Justiz versucht Gutes zu erreichen indem sie Menschen Schlechtes antut. Ein völliger Paradox. Wenn man versucht dies zu verstehen kann man nur verrückt werden. Es ist nur eine Frage der Zeit wann unsere Gesellschaft in sich zusammen fällt…

  7. Anonymous

    Ich rauche schon über 10
    Ich rauche schon über 10 Jahre Cannabis und ich muss sagen mir geht es blendend, ich rauche ca, 3 bis 5 Joints die Woche, manchmal auch weniger, und ich muss sagen, das es nicht so schlimm ist wie Alkohol! Wie ich bei einigen Freunden gesehen habe die wo Alkohol solange einnehmen wie ich Cannabis, und denen geht es heute nicht so gut wie mir! Also ich finde es ist immer eine Frage des Konsums ob einer abhängig mit Alkohol oder Cannabis wird. und ich fordere die Politik auf sofort zu handeln und Cannabis zu legalisieren. Ich bin ein Familienvater von drei Kindern, und rauche gern nen feierabend Joint wenn mir dannach ist, das der Staat mich zum Krimminellen macht verstehe ich überhaupt nicht! Ich bin ein freier Mensch, und man zwingt mich Alkohol zu trinken weil es legal ist? Ich fühle mich in meinen Grundrechte eingeschränkt und das von einem Staat in dem man sich frei entfallten sollte. Lg

  8. Anonymous

    Der Verein für Drogenpolitik
    Der Verein für Drogenpolitik (VfD) hat zum Thema Cannabis und Psychosen übrigens umfangreiche Infos auf seiner Seite, s.
    http://www.drogenpolitik.org/cannabis/psychose/index.php

  9. Anonymous

    Dass Cannabis Konsumenten
    Dass Cannabis Konsumenten öfter an Psychosen erkranken ist glaube ich unbestritten. Ob das nun am Cannabis Konsum selber liegt wage ich zu bezweifeln da die meisten Konsumenten Gras mit Tabak mischen wodurch sich, unter anderem, die Gefahr erhöht an einer Psychose zu erkranken. (siehe Link unten)

    Die Cannabis Prohibition mit all ihren Auswirkungen ist, denke ich, sicherlich auch ein Aspekt. (siehe Kommentar weiter oben)

    Dass in Cannabis ein Stoff enthalten sein soll der Psychosen hervorruft oder verstärkt wurde bis heute nicht nachgewiesen.

    Eine objektive Analyse der verschieden Aspekte ist unter den derzeitigen Gesetzen schwer vorzustellen. So wird weiterhin der Aberglauben verbreitet dass Cannabis-Konsum alleine Psychosen verursacht…

    Jugendliche Marihuana-Raucher bessere Schüler
    http://www.krone.at/index.php?http%3A//wcm.krone.at/krone/S25/object_id__83006/hxcms/

  10. Anonymous

    Naja. Ich habe einige
    Naja. Ich habe einige konsumenten in meiner umgebung und muss feststellen, dass der konsum, frönt man ihn so wie z,b ein feierabendbierchen, bei niemandem positive wirkungen zeigte.
    (1. ich finde feierabendbierchen auch ziemlich panne. 2. konsumenten die ab und an mal nen joint rauchen, so alle 2 wochen waren fit) regelmässige konsumenten,die ich kenne haben entweder ne psychose oder bekommen definitiv paranoia, sind mittlerweile gehemmter etc. bei jemandem kann ich beurteilen,dass es sich verschlechtert hat- ich kannte ihn auch schon vor dem regelmässigen konsum.

    prinzipiell bin ich nicht gegen cannabis, aber die gefährlichkeit- da setze ich cannabis mit alkohol gleich. alkohol ist bei weiterem toxischer, aber dafür kann ich nur feststellen dass cannabis eine stärkere wirkung auf die psyche hat, und wenn es sich nur in verpeilen äußert.

    ich kiffe jedenfalls nicht, bevor ich was zu tun habe-das fickt meine diziplin mehr als jedes bierchen(das ich nicht trinke.^^)

    also- gras kann menschen, sofern sie nicht gut diszipliniert sind und den umgang mit dem mist lernen, gut ruinieren. daher find ich ne legalisierung/entkriminalisierung okay-aber sehe gras nicht ganz so grün^^

  11. Anonymous

    Naja, das klang so, als könne
    Naja, das klang so, als könne man von jeder Droge gleichermaßen eine Psychose bekommen, wenn man es übertreibt. Ich wollte nur sagen, dass die Gefahr bei Alkohol letztendlich wesentlich größer ist als bei Cannabis, auch wenn sich das erst in späteren Jahren und bei extremem Alkoholkonsum zeigt.

  12. Anonymous

    Öhhh, sach ich doch oder?
    Öhhh, sach ich doch oder?

  13. Anonymous

    Das stimmt so nicht ganz.
    Das stimmt so nicht ganz. Alkohol kann erwiesenermaßen nicht nur Psychosen bei vorbelasteten Leuten auslösen, sondern sie auch aus sich heraus verursachen, also unabhängig von der psychischen Gesundheit des Betroffenen. Das dürfte an den Auswirkungen des Alkohols auf die Gehirnzellen liegen, Alkoholiker haben im Spätstadium häufig ein sogenanntes Alkohol-Delir. Bei Cannabis konnte noch nicht nachgewiesen werden, dass Psychosen nicht nur ausgelöst, sondern auch verursacht werden.

  14. Anonymous

    Naja, dass Alkohol auch
    Naja, dass Alkohol auch Psychosen auslösen kann, also auch u.a. zu Persöhnlichkeitsstörungen führen kann ist Tatsache. Kann es zwar jetzt nicht belegen, aber habe das letzte Jahr in der Psychatrie gearbeitet. Man sollte die Ursache nur nicht bei der Droge suchen, sondern beim Konsumverhalten. Wer es schafft von Cannabis psychisch zu erkranken, der hätte es auch mit Alkohol, übermäßigem Essen oder mit dem schnüffeln von Deo geschafft. Ich kenne genug Leute, die der Meinung sind, 10 Joints oder mehr am Tag zu rauchen. Wer da geistig noch auf der Höhe bleibt ist ein Wunderknabe. Ursache für diesen Denkfehler ist unter anderem die gesellschaftliche Ächtung von Cannabis. Bei Alkohol gibt es einfach ungeschriebene Regeln (sprich: “Kein Bier vor Vier” u.ä.) Wer sich daran hält, der trinkt relativ gefahrlos Alkohol. Wer nicht, der nicht. Bei Cannabis gibts sowas wenig, daher gibt es genug Schüler die kein Problem darin sehen, in der Pause mal eben einen zu rauchen. Wenn sich die Gesellschaft anständig mit einer Droge beschäftigt, dann wird sie auch nahezu ungefährlich. Gruß

  15. Anonymous

    Ich bin auch der Meinung, daß
    Ich bin auch der Meinung, daß Canabis-Konsum nicht die Ursache von einer Persönlichkeitsstörung ist, sondern Teil der Symptomatik. Wobei das Krankheitsbild noch zu definieren wäre. (Vielleicht ist es ja nur gesunder Menschenverstand)

    Das schwer kranken Menschen die Medikamente verweigert werden. Das finde ich antisozial.

  16. Anonymous

    Wer definiert denn bitte
    Wer definiert denn bitte “Persönlichkeitsstörung”?? Also da gibts durchweg eine Menge Leute mit Persönlichkeitsstörung die definitiv nicht kiffen, gell Frau Bätzing? (meiner Meinung nach…)

  17. menschen, die geboren wurden
    menschen, die geboren wurden haben häufig eine persönlichkeitsstörung. werden mehr menschen geboren, steigt die zahl der menschen mit persönlichkeitsstörung.

  18. Ola Hempfriend!

    Ola Hempfriend!

    Der Cannabis-Blog ist noch recht neu und deshalb längst noch nicht so präsent, wie wir uns das wünschen.
    An dem Problem wird jedoch gearbeitet 🙂

    So findest Du den Cannabis-Blog seit heute direkt in der Hauptnavigation und kannst ihn damit, von allen Seiten schnell erreichen.

    Was uns im Moment fehlt, sind interessante Webbanner, mit denen wir auf anderen Seiten für den Blog werben können. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der sich mit solchen Layout-Design-Aufgaben auskennt und uns mit ein-zwei gespendeten Bannern helfen möchte. Das wär dufte!

    Mit hanfigen Grüßen
    Steffen

  19. Anonymous

    Es ist ganz normal, dass man
    Es ist ganz normal, dass man verrückt wird, wenn man seine Medizin auf der Strasse beim Dealer zu überteuerten Preisen und schlechter Qualität kaufen muss, von der Gesellschaft, Familie und Freunden verstossen wird, als geistig behindert dargestellt wird, im Sport gesperrt und somit ausgeschlossen wird, in der Schule links liegen gelassen wird, einem der Führerschein entzogen wird und das Auto durchwühlt oder konfisziert wird, man zum Aderlass muss, einem die Kinder weggenommen werden, einem die Arbeit gekündigt wird, man Geldstrafen und Gefängisstrafen bekommt, die Poilizei einen belästigt und in die Wohnung “einbricht” und alles durchwühlt, die Wohnung und Haus beschlagnahmt wird, etc.

    So gesehen sind Kiffer mit Recht paranoid und auf Dauer kann das nur dazu führen dass man verrückt wird!

  20. Anonymous

    Dass auch Alkohol
    Dass auch Alkohol Persönlichkeitsstörungen auslöst wusste ich nicht, aber ich vermutete es.
    Auf den reisserischen Titel hätten sie aber verzichten können..

    Noch was: Wie wärs wenn ihr den Cannabis Blog ein bisschen sichtbarer macht? Vll. unter Aktuelles?