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Cannabis & Führerschein: Eure Fragen zur MPU (Video)

Zwei Jahre nach Einführung des neuen THC-Grenzwerts sprechen wir mit Manuel Cran von MPU-World.de über Cannabis im Straßenverkehr. Wann musst du zur MPU und wann fällst du durch? Die neuen Begutachtungsleitlinien bedrohen deinen Führerschein! Auch ein Rezept für medizinisches Cannabis schützt oft nicht vor Problemen. Wir haben im Livestream eure Fragen beantwortet. Hier das Video zum „nachschauen“.


Kommentare

8 Kommentare zu „Cannabis & Führerschein: Eure Fragen zur MPU (Video)“

  1. Old School

    @Simon
    Danke für die Hinweise und Tipps.
    Trotzdem. Was die THC Wert Bestimmung beim Hausarzt betrifft.

    Es ist ein bürokratischer Fußabdruck, der in deiner digitalen Krankenakte landet und das kann nachteilhaft sein, trotz Schweigepflicht .

    Es ist wie es ist. Können nur hoffen, dass das Ganze irgendwann irgendwie neu bewertet wird. Bis dahin ist es Konsum auf eigenes Risiko.
    Alt genug sind wir ja 🤷🏼‍♂️

    1. Simon Kraushaar

      Es gibt auch private Labore, die diesen Test, ohne dass der Hausarzt involviert ist, durchführen. Dann landet sicher nichts in der Krankenakte. Grüße Simon

  2. Old School

    Hallo,

    ich habe mit den kompletten Bericht angeschaut.
    Ich bin 58 Jahre alt. Kiffe jetzt seit 35 Jahren. Nicht exzessiv (aus meiner subjektiven Sicht).
    Führe ein normales arbeitsreiches Leben im Vertrieb, hab keine Eintragungen oder Vorstrafen, trinke kein Alkohol und habe gesunde erwachsene Kinder.

    Mein Kiffervolumen beschränkt sich auf 2 Joints jeden Abend mit einer Gesamtdosis von maximal 0,5 g.
    THC liegt zwischen 20 und 27%.
    Letzte Tüte 22.00 Uhr.
    Auto wird erst am nächsten Tag nach der Arbeit wenn überhaupt genutzt. Also fahre erst wieder ab 16.00/17.00 Uhr. Jeden Tag kommt noch Kraftsport dazu.

    Die Angst fährt komischerweise erst seit der Legalisierung mit, da plötzlich einem bewusst wird, wenn sie dich jetzt Mal plötzlich aus dem nichts kontrollieren, bin ich am Arsch. Und das 5 Jahre vor der Rente, wo ich mit dem Wohnmobil noch soviel reisen möchte. Könnte auch aufhören, aber es tut mir gesundheitlich auch gut (Rheumatisches Morbus Bechterew).

    Also möchte ich mich ab sofort vor jeder Fahrt zusätzlich selbst Testen und hab in eurem Shop den Tester entdeckt. In Eurem Video Bericht heißt es, damit kann man feststellen , ob man über 3,5 ng liegt.

    Aber ganz so richtig funktioniert der Test ja dann doch nicht.
    Folgendes habe ich beim Hersteller gelesen:
    „Schnelle Messung (25 ng/ml): Erfordert nur 10 Sekunden Schütteln/Wartezeit. Das Gesamtergebnis liegt in unter 3 Minuten vor. Ein Wert von 25 ng/ml im Speichel korreliert laut Dräger-Studiendaten eng mit dem gesetzlichen Straßenverkehrs-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum.“.

    Also wird das aktive THC doch nur aufgrund von irgendwelchen Studien „geschätzt“ und der Test misst den einfachen Abbauwert und schlussfolgert daraus den wahrscheinlichen aktiven THC Gehalt oder verstehe ich das falsch ?

    Das wäre mir zu ungenau, da mein Abbauwert mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weit weit über 25ng liegt wenn ich seit 35 Jahren dabei bin und das täglich.

    Habe ich das so richtig verstanden?

    Fahre bald für ein Wochenende nach Holland zum Fahrradfahren und bekomme das erste Mal mit meinen fast 60 Jahren Schiss, den Lappen auf dem Nachhauseweg zu verlieren.

    Vor der Legalisierung war es gefühlt entspannter.

    Aber ein dickes Lob an Euch für Euren unermüdlichen Einsatz. Klasse. 👍

    1. Simon Kraushaar

      Hallo in der Anleitung für den Dräger DrugCheck 3000 finden sich folgende Cut-off-Werte für Cannabinoide:

      THC related compounds [ng/mL]
      Cannabidiol >10000
      Cannabinol 350
      Delta-8-Tetrahydrocannabinol (Delta-8 THC) 50
      Delta-9-Tetrahydrocannabinol (Delta-9-THC) 25
      Delta-9-Tetrahydrocannabiphorol (THC-P) 1000
      Hexahydrocannabinol (HHC) 250
      Hexahydrocannabiphorol (HHC-P) 4000
      THC-COOH (11-Nor-9-Carboxy-Delta-9-THC) 50
      THC-OH (11-Hydroyx-Delta-9-THC) 50
      CP 47,797 >100000
      JWH-18 >100000

      THC-COOH also bei 50 ng/ml

      Es könnte also gut sein, dass der Test bei dir als täglicher Konsument also allein durch den Abbauwert positiv ist.

      Quelle für die Cut-Off-Werte:

      https://www.draeger.com/Content/Documents/Products/druck-ifu-9300015-de-me.pdf

      Grüße Simon

      1. Old School

        Klasse. Danke für die Rückmeldung.
        Dann nützt der Test mir nur eingeschränkt etwas.
        Dachte es wäre ein Test, der wie auch ein Test aus dem Labor die 3,5 bestätigen kann.
        Ich hab nur zwei Möglichkeiten:
        Weiterhin das Risiko eingehen oder aufhören. Ich denke ich mache so weiter bis es zur ersten zwangsläufigen MPU kommt und danach steige ich auf Alkohol um….Spass….nein. Danach würde ich aufhören.

        1. Simon Kraushaar

          Gibt natürlich immer die Möglichkeit den aktiven THC-Wert beim Hausarzt bestimmen zu lassen. Der zapft Blut ab und schickt es dann ins Labor. Wenn du das zur üblichen Zeit am Nachmittags machst, wenn du normalerweise wieder Auto fahren willst, solltest du bei deinem „stabilen“ und gleichbleibenden Konsummuster eigentlich ein sehr solides Ergebnis haben, dass sich kaum stark ändern sollte. Das könnte helfen bei der Einschätzung wie es um die Fahrtauglichkeit steht. Grüße Simon

    2. Rumpelstielzchen 🧌

      @Old_School:
      Ein sehr guter Beitrag von Dir.
      Erkenne mich selbst und meine Befürchtungen darin hundertprozentig wieder. Meine Medizinalcannabis-Therapie habe ich vergangenen Dezember abgebrochen trotz chronischer Neuropathien, die durch eine Autoimmunerkrankung verursacht werden und noch Einiges mehr, was mich plagt.
      Das Cannabisgesetz, egal ob medizinisch oder Freizeit-Konsum bezogen, ist leider eine bittere Enttäuschung geworden hauptsächlich wegen der Führerscheinthematik.
      Der Kampf um die Cannabis-Gerechtigkeit ist noch lange nicht vorbei und als Community müssen wir noch viel mehr Leute mobilisieren zwecks Sichtbarkeit…

  3. Manuel Heß

    Hallo, mein Name ist Manuel, ich bekomme seit ca. 12.2022 Cannabis als Blüten von meinen niedergelassen Facharzt verordnet. 2017 müsste ich meinen Führerschein abgeben, da ich auch noch eine Morphinpumpe implantiert habe. Ich wollte aber unbedingt meinen Führerschein zurück, ich bin auch völlig in der Lage ein Auto zu fahren das hat mir mein Arzt auch immer gesagt. Also bin ich zur Führerscheinstelle und los ging’s, ich musste ein Verkersmedizinisches Fachgutachten bei einen Gutachter und einen Reaktionstest machen den ich überdurchschnittlich gut durchgeführt habe. Seit dem habe ich meinen Führerschein zurück bekommen.

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