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Wahlanalyse zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses 2026

Am 20.09.2026 findet in Berlin die Abgeordnetenhauswahl statt. Die zukünftige Regierung wird weiterhin erheblichen Einfluss darauf haben, wie das Bundesland mit Anbauvereinigungen umgeht oder sich bezüglich der Einrichtung von Modellprojekten positioniert. Daher haben auch Landtagswahlen konkrete Auswirkungen für Hanffreunde in den betreffenden Bundesländern.

Wir haben für euch wie immer die drogenpolitischen Positionen in den Wahlprogrammen analysiert, unsere Wahlprüfsteine verschickt und uns das politische Handeln der Parteien in der letzten Legislaturperiode angeschaut. Die ausführliche Wahlanalyse zur Abgeordnetenhauswahl gibt es für alle, die es ganz genau wissen wollen. Nachfolgend findet ihr die Zusammenfassung der Wahlanalyse.

Die Linke und die Grünen sind die eindeutigen Sieger unseres Berliner Wahl-Checks. Beide Parteien haben ein starkes und progressives drogenpolitisches Programm. Ebenso überzeugend sind auch deren Antworten auf unsere Wahlprüfsteine. Sowohl Linke als auch Grüne stehen für eine liberale Cannabis- und Drogenpolitik und sind deshalb die beste Option für alle Hanffreunde in der Hauptstadt. 

Kurz hinter unseren Wahlsiegern kommt die FDP. Die Liberalen haben ein gutes Programm, das allerdings nicht ganz an die Qualität der beiden Sieger heranreicht. In den Antworten auf unsere Wahlprüfsteine zeigt die FDP, dass sie für eine liberale Cannabispolitik steht und somit eine gute Option für alle Berliner Hanffreunde ist, die mit den beiden Siegern nicht viel anfangen können. 

Die SPD bietet drogenpolitisch deutlich weniger als Linke, Grüne und FDP in ihrem Wahlprogramm, auch wenn ein paar progressive Ansätze darin enthalten sind. Die Sozialdemokraten haben nicht auf unsere Wahlprüfsteine geantwortet und scheinen grundsätzlich kein großes Interesse an Drogenpolitik zu haben. Besser als die typischen Cannabisgegner von CDU und AfD, aber für Hanffreunde gibt es sinnvollere Optionen. 

Das Berliner BSW zeigt mit seinem Wahlprogramm, dass es einen repressiven Ansatz im Hinblick auf Drogenpolitik verfolgt. Drogenpolitik versteht das BSW als Mittel zur Bekämpfung von Drogensucht. Die Partei hat nicht auf unsere Wahlprüfsteine geantwortet und sich noch immer nicht klar im Hinblick auf Cannabis positioniert. Für Hanffreunde und Verfechter einer modernen Drogenpolitik ist das BSW keine Wahloption. 

Die Berliner CDU steht drogenpolitisch für einen altbackenen “Law and Order”-Ansatz. In den Antworten auf unsere Wahlprüfsteine zeigen die Christdemokraten zudem ihre Ablehnung gegenüber einer progressiven Cannabispolitik und fordern z.B. ein generelles Fahrverbot für Cannabiskonsumenten sowie die Rücknahme der Entkriminalisierung! Einzig die positive Einstellung gegenüber Drug-Checking-Projekten verhindert, dass sich die CDU den letzten Platz mit der AfD teilen muss. 

Die AfD schneidet bei unserem Wahlcheck am schlechtesten ab. Die Partei ist gegen jeglichen liberalen Umgang mit Cannabis und vertritt eine antiquierte Drogenpolitik, die auf Verbote und Strafen setzt, statt Hilfe und Aufklärung anzubieten. Drogen sieht die AfD als Stigma, um Menschen auszugrenzen. Eine Partei, die Cannabis wieder verbieten möchte, ist für alle Hanffreunde absolut unwählbar. 


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