Die PZ berichtet über unsere Kritik an dem geplanten Aus für die GKV-Erstattung von Cannabisblüten.
„Darin sieht die Hanflobby einen Haken. Man habe »erhebliche Zweifel, dass diese Rechnung aufgeht«, heißt es vom Deutschen Hanfverband (DHV). Cannabisblüten seien pro Wirkstoffeinheit THC »das mit Abstand günstigste Cannabismedikament«. Und dies, obwohl Blüten gegenüber den Krankenkassen zu deutlich höheren Preisen abgerechnet würden, als es bei Selbstzahlern der Fall sei.
Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM) beziffere die Kosten bezogen auf jeweils 1000 Milligramm reines THC bei öligen Dronabinoltropfen auf rund 400 Euro, bei Sativex auf 380 Euro und bei Cannabisblüten mit 22 Prozent THC auf 40 bis 90 Euro.
Wenn nun Patienten von Blüten auf andere Optionen umsteigen müssten, stiegen demnach die Kosten für die Versorgung bei gleichem Wirkstoffgehalt. Damit seien »die Grundannahmen des Gesetzentwurfs« infrage gestellt. Patienten, die auf ein schnelles Anfluten angewiesen seien, drohe mit der Streichung nun eine Versorgungslücke, da inhalierbare Extrakte noch nicht ausreichend verfügbar seien. Der Vorschlag sei nicht zielführend, kritisiert der DHV.“
