Die Börsen-Zeitung berichtet über Reaktionen auf das GKV-Gesetz und erwähnt in diesem Zusammenhang auch die Einschätzung des DHV.
„Aus Sicht des Deutschen Hanfverbands dürfte es zumindest einen großen Profiteur
der neuen Cannabisregeln geben: Vertanical und dessen Gründer Fischer. Der hat
laut Medienberichten vor der Bundestagswahl 2025 je 200.000 Euro an die CSU
und FDP, 60.000 Euro an die CDU und 100.000 Euro an die SPD gespendet. Bei dem
Verband sieht man hier einen Zusammenhang: „Es sieht ganz so aus, als hätte sich
da jemand für eine halbe Million Euro ein Monopol für sein Produkt bei den
Parteien gekauft, zulasten der Versicherten“, sagt Vorsitzender Georg Wurth. Die
Entscheidungen zur künftigen Cannabisversorgung von Kassenpatienten seien
„skandalös“ – auch, weil es für das Fertigarzneimittel Exilby aus dem Hause
Vertanical noch gar keinen ausgehandelten Preis mit den Krankenkassen gebe. Der
gesamte Gesetzgebungsprozess sei „fragwürdig“ gewesen.“[…]
„Wurth und sein Kollege Michael Greif vom Branchenverband Cannabiswirtschaft
gehen jedenfalls nicht davon aus, dass die Krankenkassen durch die neuen
Cannabisregeln große Einsparungen erreichen werden, im Gegenteil. „Die Kosten
werden voraussichtlich steigen statt sinken, weil individuelle Rezepturen oft
wirtschaftlicher sind als teure Fertigarzneimittel“, sagt Greif. Die Neuregelung
verfehle ihr eigentliches Ziel vollkommen“
