8000 Menschen fordern auf Hanfparade die Legalisierung von Cannabis

Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbands vom 10.08.2019
Berlin, 10.08. - Zur 23. Auflage der Hanfparade fanden sich am heutigen Samstag laut Veranstalter über 8.000 Menschen in Berlin ein, um unter dem Motto “Legalisierung nur mit dir!” für die Legalisierung von Cannabis auf die Straßen zu gehen. Mit der jährlich stattfindenden Hanfparade wollen die Veranstalter gegen das deutliche Defizit an Informationen in der Bevölkerung bei Cannabis als Rohstoff, Genussmittel und Medizin vorgehen und für mehr Akzeptanz werben. Während einige Teilnehmer zu lauten Beats von vorbei rollenden Wagen tanzten, wurden andernorts Rufe und Sprechchöre gegen das Cannabisverbot laut. Neben diversen Rednern aus dem Bundestag wie Kirsten Kappert-Gonther (GRÜNE) und Niema Movassat (LINKE) war auch der Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands Georg Wurth auf der Bühne und forderte die Politik zum Handeln auf:

Die Regierung versucht, mit Repression Menschen vom Cannabiskonsum abzuhalten. Dass das nicht funktioniert, sehen wir in Berlin. Dass Legalisierung sinnvoller ist, zeigt ein Blick ins Ausland. 

Der Demonstrationszug, an dem sich auch diverse Verbände und politische Parteien beteiligten, zog in einem Rundkurs vom Alexanderplatz zum Bundestag und vorbei am Bundesgesundheitsministerium, wo die Zwischenkundgebung mit weiteren Rednern und Musik stattfand. Dort gab es weitere Reden und die Teilnehmer der Abschlusskundgebung tanzten zur Musik diverser Künstler, u.a. der bekannten Reggae/Dancehall Combo Culcha Candela.

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Kommentare

Angesichts der furchtbaren Auswirkungen des Alkoholkonsums auf die Gesundheit von Mensch und Gesellschaft fordere ich ein sofortiges Verbot und Aufnahme in das Betäubungsmittelgesetz von Alkohol. Legalisierung und Gleichbehandlung von Cannabis

ich bin für eine sofortige canabis Legalisierung aus mehreren Gründen.Der wichtigste Grund ist .daß das Verbot gegen Artikel 4 unseres Grundgesetzes verstößt! !Auserdem müssen alle bisher Geschädigten entschädigt werden !

Konnte leider nicht dabei sein. Ich hoffe nächstes Jahr.

Man kann es ja auch mal so sehen. Die ganze Republik ist in Aufregung, dass ein Geisteskranker ein Kind und seine Mutter vor einen Zug schmeisst. Den Ausgang kennt man. Alle Politiker und alle, die sich publik machen wollen, rennen hin und vergiessen oeffentlich Traenen.

Vielleicht ist es heute nicht mehr ganz so toedlich, aber zu meiner Zeit, in den Siebzigern, da wurden viele Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, vor den fahrenden Zug geschmissen, und zwar hatte der auch einen Namen: Kriminalisierung von Genussmitteln, die man leichthin "Drogen" nennt. Und die Gejagten und die in den Tod getriebenen wurden nur mit Verachtung und menschenuenwuerdigen Methoden behandelt. Es gibt keine Statistik, aber nur in meinem eigenen Umfeld damals kamen Dutzende ganz junge Menschen ums Leben, nachdem man sie traktiert hat, gefoltert in Gefaengnissen, durch die Muehlen der Justiz geschleift hat, aus den Schulen geschmissen, also vor den Zug geworfen hat. Und die ausfuehrenden Organe, die Jaeger, die Drogenpolizei, war besetzt mit dem schlimmsten Abschaum, den man im Polizeidienst finden konnte, Schlaeger, Moerder und Sadisten, oft noch aus der Nazizeit.

Und das alles fuer eine Sache, die voellig harmlos ist, wie Cannabis. Und die, die durch den vom Staat befaehigten Untergrundkapitalisten, Haendlern und Schmugglern suechtig gemachten Opfer wurden mit noch groesserer Brutalitaet und noch oefter in den Tod gejagt oder ihre Zukunft vernichtet.

Da haben die Deutschen noch ein Stueck Arbeit vor sich. Schade, dass da nur 8000 Menschen auf einer "Hanfparade" erscheinen. Das nimmt natuerlich kein Politiker ernst. Ihr musste die Themen wechseln. Es ist eine Menschenrechtsfrage, dh. Legalisierung von allen Substanzen, von Cannabis und Bewusstseinserweiternden Substanzen sowieso, aber auch von den suchtmachenden Substanzen. Nur so kann eine Geseelschaft vernuenftig damit umgehen. Nicht die "Drogen" toeten, sondern die Verfolgung.

Wie schoen waere es, wenn die Klimademonstranten das auf ihre Fahnen schreiben wuerden.

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