Umbruch in deutscher Cannabislobby: Neuer Branchenverband soll Liberalisierung voranbringen

Wir sprachen ausführlich mit Business Insider Deutschland über die Neugründung des Branchenverband Cannabiswirtschaft (BvCW), der sich ab sofort um die Belange der deutschen Cannabiswirtschaft kümmern wird.

 

Wer sich in Deutschland für den Konsum und Verkauf von medizinischem Cannabis interessiert, kommt am Deutschen Hanfverband (DHV) kaum vorbei. Die Organisation vertritt bisher die gesamte Cannabislobby, von der Legalisierungsbewegung über den kleinen Headshop bis hin zum Pharmaunternehmen. Ein Interessensbündnis aus Aktivisten und Anzugträgern, das durchaus Konflikte birgt — doch damit soll nun Schluss sein.

Nach Informationen von Business Insider tritt der Hanfverband die Lobbyarbeit für die Wirtschaft ab Januar 2020 an den neu gegründeten Branchenverband Cannabiswirtschaft (BvCW) ab.

„Die Gründung des Bundesverbands Cannabiswirtschaft ist ein längst überfälliger Schritt, mit dem beide Interessensgruppen ihr Profil schärfen. Der neue Verband wird die Vertretung der Branche übernehmen, während sich der Hanfverband vor allem als Bürgerrechtsbewegung versteht“, sagt Georg Wurth, Chef des Deutschen Hanfverbands (DHV), zu Business Insider.

Die Gründungsmitgliederversammlung des neuen Wirtschaftsverbands fand bereits am 17. Dezember statt, insgesamt sind 14 Unternehmen mit an Bord. Laut dem Satzungsentwurf, der Business Insider vorliegt, hat sich der Verband die „Förderung der Liberalisierung des Marktes für legale Cannabisprodukte und von Qualitätsstandards“ zum Ziel gesetzt. Darüber hinaus wolle man sich für die Schaffung eines fairen Wettbewerbs, die Förderung der Forschung und die Vernetzung innerhalb der Branche einsetzen.

 

Datum: 
Mittwoch, 8. Januar 2020

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