Urteil zu Cannabisgebrauch aus religiösen Gründen

Urteil zu Cannabisgebrauch aus religiösen Gründen

Dieses Verfahren, dass vom bekannten Liedermacher Hans Söllner betrieben wurde, verfolgte einen neuen Ansatz. Söllner beanspruchte als bekennender Rasta Religionsfreiheit. Es sei teil seiner Rastazeremonien "heiliges Kraut", eben Cannabis zu rauchen. Deshalb forderte er die Genehmigung seinen Bedarf selbst anbauen zu dürfen.

Die Entscheidung: Urteil zum religiösen Gebrauch von Cannabis

Das Bundesverwaltungsgericht wies die Klage jedoch zurück, da kein öffentliches Interesse bestehe. Außerdem sah man die Gefahr ein dem Kläger folgendes Urteil könne "in der Öffentlichkeit als Hinweis auf einen einfachen Weg zum legalen Cannabisgenuss verstanden werden". Die Religionsfreiheit des Einzelnen müsse hinter der "Volksgesundheit" zurückstehen.

Das BVerwG weist außerdem darauf hin, dass in Fällen von bloßem Eigenbedarf sowieso "keine Strafverfolgung drohe". "Das Bundesverfassungsgericht hat sogar die Behörden aufgefordert, für die Wahrnehmung dieser Möglichkeiten einheitliche Maßstäbe zu schaffen. Die Versagung der Erlaubnismöglichkeit ist mithin nicht gleichbedeutend mit der Gefahr der Bestrafung bei einer Verletzung des Anbauverbots."

Das BVerwG verkennt dabei die Realität. So sind gerade in Bayern (dem Wohnort Söllners) ein paar Pflanzen ohne Zweifel durch "Strafverfolgung bedroht".

Homepage von Hans Söllner

Kommentare

Ich lebe auch in Bayern und hatte Schwierigkeiten mit der Justiz wegenn Cannabis. Was hier in diesem Zusammenhang abläuft, kann man schon mit Nazimethoden vergleichen. Als Cannabiskonsument steht man bei der bayrischen Justiz an unterster Stelle. Noch unter Kinderschändern. Das zeigt eindeutig, wes Geistes Kind die Justiz in Bayern ist. Mir wurde z B in Haft die Aushändigung einiger Familienfotos mit der Begründung verweigert, die könnten ja mit Drogen getränkt sein. Erst als ich auf einer schriftlichen Begründung bestand mit dem Hinweis, dass ein Freund von mir eine Zeitung betreibt und sich sehr darauf freuen würde, über diesen Nonsens zu berichten, bekam ich die Fotos doch ausgehändigt.Naja, was will man schon erwarten angesichts volltrunkener Juristen auf dem Oktoberfest u a Bier-/Weinfesten? Wer in Bayern nicht säuft, der hat Probleme mit der Anerkennung. Bayern ist eigentlich ein schönes Land. Wenn da nur nicht der konservative Teil der Bevölkerung wäre!! Man stelle sich nur einmal bekiffte Lederhosenträger vor. Und bekiffte Dirndlträgerinnen! Herrlich!! Leider nur ein Traum!!

Achso. Und Kinder zu verstümmeln ist in Deutschland immer noch erlaubt. Da steht die VolksGesundheit nicht hinter der religionsFreiheit??

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