Überarbeitete Petition für Augsburg

  • Veröffentlicht am: 26. September 2013 - 14:27
  • Von: Maximilian Plenert

Die Petition für einen kommunalen Modellversuch zur Abgabe von Cannabis wird von uns ständig weiterentwickelt. Dies betrifft sowohl den Text der Petition selbst sowie die Begründung. Zudem gibt es inzwischen eine Überschlagsrechnung um den Verantwortlichen vor Ort zu zeigen dass das Projekt kostenneutral möglich wäre. Die FAQ zur Petition wurde ebenfalls weiterentwickelt. Hier die aktuellste Version der Petition, die gestern an zwei Interessenten in Augsburg geschickt wurde.

An den Stadtrat
Rathausplatz 1
86150 Augsburg

Petition nach Artikel 56 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen als meinen gewählten Volksvertretern folgende Petition unterbreiten:

„Die Stadt Augsburg möge gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Modellversuch zur Abgabe von Cannabis zur medizinischen Nutzung und als Genussmittel konzipieren und eine entsprechende Ausnahmegenehmigung hierfür nach §3 (2) BtMG beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte beantragen.

Als konkretes Modell schlage ich einen Cannabis Social Club (CSC) vor. Dieser soll an einem gesicherten Ort nach folgenden Regeln betrieben werden:

Mitglied werden kann jeder Einwohner der Gemeinde ab 18 Jahren.
Anbau, Ernte und Weiterverarbeitung des Cannabis erfolgt durch die Mitglieder.
Die Abgabe des Cannabis erfolgt ausschließlich an Mitglieder gegen einen Unkostenbeitrag.
Jedes Mitglied erhält höchstens ein Gramm pro Tag.
Mitgliedern ist der Besitz von bis zu 6 Gramm außerhalb der Räumlichkeiten des CSC gestattet.
Ein Handel mit Cannabis oder eine Abgabe an Dritte, insbesondere Minderjährige, bleibt illegal und führt zum Ausschluss.
Für Menschen, die Cannabis aufgrund einer ärztlichen Empfehlung konsumieren, können die Regeln bedarfsgerecht modifiziert werden.

Die Gemeinde sorgt für einen ordnungsgemäßen Betrieb, kontrolliert die Sicherheit, Qualität, den Wirkstoffgehalt und Verbleib des Cannabis. Zudem sorgt die Gemeinde für bedarfsgerechte Präventions-, Informations-, Hilfs- und Schadensminderungsangebote, u. a. durch die Förderung von Konsumformen ohne Verbrennung wie Vaporizer.

Das Modell ist so zu konzipieren, dass Menschen durch ihre Beteiligung keine Nachteile - insbesondere kein Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung - entstehen.

Das Projekt könnte wissenschaftlich begleitet werden.

Wie die Überschlagsrechnung im Anhang zeigt, wäre das Projekt für die Gemeinde kostenneutral möglich.

Als Alternative zum CSC-Modell wäre auch ein Anbau durch die Gemeinde selbst sowie die Abgabe durch die Gemeinde oder über Apotheken denkbar.“

Mit freundlichen Grüßen,

Begründung:

Cannabis birgt für die Konsumierenden sowie für die Gesellschaft Risiken. Die Gesellschaft wird indirekt durch den Schwarzmarkt, auf dem auch Mafia und Hells Angels aktiv sind, bedroht sowie durch die Kosten für die Strafverfolgung belastet. Die Strafverfolgung ist für Konsumierende die schlimmste Nebenwirkung.

Zweck und Ziel des geltenden Betäubungsmittelgesetzes ist (laut Regierungsvorlage des Betäubungsmittelgesetzes 1981, BTDrucks. 8/3551, S. 23 f.) der Schutz der menschlichen Gesundheit sowie eine Regelung des Verkehrs mit Betäubungsmitteln, um deren Sicherheit und Kontrolle zu gewährleisten, die notwendige medizinische Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen und den Missbrauch von Betäubungsmitteln sowie das Entstehen oder Erhalten einer Betäubungsmittelabhängigkeit zu verhindern.

Das Modell des Cannabis Social Clubs liegt im öffentlichen Interesse und verfolgt Zweck und Ziel des BtMG, weil es im Vergleich zum bereits existierenden Schwarzmarkt für Cannabis folgende Vorteile bietet:

Das Cannabis kann auf Qualität und THC-Gehalt geprüft werden und ist frei von gesundheitsgefährdenden Streckmitteln und anderen Verunreinigungen.
Die Förderung von tabak- und verbrennungsfreien Konsumformen mindert die Schäden der Atemwege durch Cannabiskonsum.
Durch eine Schwächung des Schwarzmarktes wird der Gewinn der organisierten Kriminalität geschmälert und das unkontrollierte Angebot, insbesondere an Jugendliche eingeschränkt.
Die Präventions-, Informations-, Hilfe- und Schadensminderungsangebote in einem CSC können die Gesundheit fördern und besser vor Missbrauch sowie Abhängigkeit schützen, da sie die Konsumenten und Konsumentinnen direkt erreichen.
Die Polizei wird von der Verfolgung der Konsumenten und Konsumentinnen entlastet und kann sich verstärkt um andere Kriminalität kümmern.
Menschen, die Cannabis aus gesundheitlichen Gründen nutzen, wird über eine CSC ihre Medizin kostengünstig zugänglich gemacht.

Der §3 (2) BtMG erlaubt explizit Ausnahmegenehmigungen „zu wissenschaftlichen oder anderen im öffentlichen Interesse liegenden Zwecken“. In einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Januar 2000 (AZ2 BvR 2382 - 2389/99) heißt es: "Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist danach auch ein öffentlicher Zweck, der im Einzelfall die Erteilung einer Erlaubnis (...) rechtfertigen kann."

Über den §3 kann jede Person, aber auch jeder Verein und jede Gemeinde einen Modellversuch zur Abgabe von Cannabis beantragen. Das bundesdeutsche Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger lief beispielsweise ebenfalls über diesen Paragraphen. Ebenso besitzen ca. 150 Personen in Deutschland die Erlaubnis Cannabis aus der Apotheke zu erwerben.

Laut dem jährlichen Bericht der Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) zur Drogensituation in Deutschland 2012 haben circa 3 Millionen Menschen im letzten Jahr Cannabis konsumiert. Jemals Cannabis konsumiert haben ca. 15 Millionen Menschen, im letzten Monat waren es 1,5 Millionen. Bezogen auf die Einwohnerzahl von Augsburg  wären dies 10.000 bzw. 5.000 Gebraucher von Cannabis im letzten Jahr bzw. im letzten Monat. Laut der Arbeitsgemeinschaft „Cannabis als Medizin“ könnten zudem 0,1 – 1% der Bevölkerung von Cannabis als Medizin profitieren, dies wären bis zu weitere 2.700 Personen.

Die Ausgaben des Staates zur Verfolgung von Cannabisgebrauchern kosten die 270.000 Bürger unserer Gemeinde 3,2 Millionen Euro jährlich, während laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen statistisch nur 100.000 in die Suchtprävention für alle legalen und illegalen Drogen fließen. Die Kommune sollte eine Vereinbarung mit dem Land anstreben, um an den Einsparungen bei den Kosten für die Strafverfolgung beteiligt zu werden.

Augsburg hat alleine bei den Genusskonsumenten das Potenzial für 26 bis 50 Cannabis Social Clubs. Für jeden dieser Clubs ist eine halbe zusätzliche Stelle für die Präventions-, Informations-, Hilfe- und Schadensminderungangebote mit eingeplant, dies entspricht einer zusätzlichen Investition in diesem Bereich in Höhe von 1 bis 2 Millionen Euro – ohne dass die Gemeinde einen Euro mehr ausgeben muss.

Die Mehrheit der Menschen in Bayern spricht sich laut einer EMNID-Umfrage gegen die heutige Kriminalisierung und für eine Liberalisierung in der Cannabispolitik aus. ¾ der Bürger Deutschlands sprechen sich für einen Einsatz von Cannabis als Medizin aus.

Das Modell des CSC wird in Belgien und Spanien bereits seit mehreren Jahren erfolgreich betrieben.

Überschlagsrechnung

 

Die folgenden Berechnungen sind bewusst konservativ gehalten und sie beziehen sich auf nur einen Cannabis Social Club. Mit jedem weiteren CSC sinken die Kosten pro Club, da die Ausgaben für die Sicherung des Anbauraums nicht linear steigen und der Aufwand für die Initiierung des Projekts nur einmal geleistet werden muss.

Die Produktion von Cannabis unter legalen Bedingungen ist sehr viel günstiger als unter illegalen Bedingungen. Experten aus den USA gehen nach einer Legalisierung von einem Produktionspreis von deutlich unter einem Euro pro Gramm aus. Beim Anbau in einem CSC in Deutschland müssten der kleinere Maßstab und höhere deutsche Strompreise in Betracht gezogen werden.

Die Firma Bedrocan in den Niederlanden produziert Cannabis als Medizin in Arzneimittelqualität für 3 Euro pro Gramm bei einer Jahresproduktion von 150 kg. Im CSC dürften die Produktionskosten trotz der geringeren Menge kleiner ausfallen, weil kein klinischer Standard eingehalten werden muss und der Anbau weitgehend ehrenamtlich durch die Mitglieder erfolgt.

Bei einem Anbau durch die Mitglieder des CSC mit Hilfe durch einen Angestellten der Gemeinde wird der Preis damit sicher 2 € pro Gramm nicht übersteigen.

Der Schwarzmarktpreis von Cannabis für Kleinmengen schwankt innerhalb von Deutschland zwischen 6 und 15 Euro, die DBDD geht von 9 Euro als Mittelwert aus. Der Großhandelspreis auf dem Schwarzmarkt liegt bei etwa 4.300 € pro kg. Für sauberes und hochwertiges Cannabis sind Konsumenten in der Regel bereit, mindestens 8 Euro pro Gramm zu zahlen.

Der durchschnittliche Konsument inklusive Gelegenheitskonsumenten konsumiert 1-2 Gramm Cannabis pro Woche. Ohne Gelegenheitskonsumenten kann man von einem Konsum von 20-40 Gramm pro Monat ausgehen. Patienten konsumieren mitunter ein oder mehrere Gramm pro Tag.

Ein Cannabis Social Club mit 200 Konsumenten (ink. Gelegenheitskonsumenten), 40 Konsumenten (ohne Gelegenheitskonsumenten) oder 20 Patienten hätte einen Verbrauch von circa 15 kg pro Jahr.

Die Differenz zwischen dem Produktionspreis und dem Abgabepreis an die Konsumenten liegt bei 6 Euro pro Gramm. Damit wären pro kg Cannabis und Jahr 6.000 € für den Betrieb des Cannabis Social Clubs und die Unkosten der Kommune nutzbar. Bei einem Jahresverbrauch von 15 kg wären dies 90.000 €.

Bei mehreren oder größeren Clubs würden die Produktionskosten für das Cannabis deutlich sinken, während die Ausgaben nicht proportional steigen würden.

Ausgaben der Kommune

Verwaltung des CSC
29.000 € Personalkosten für eine halbe Stelle nach E08
6.000 € Sachkosten für eine halbe Stelle

Präventions-, Informations-, Hilfe- und Schadensminderungangebote im CSC
34.000 € Personalkosten für eine halbe Stelle nach E12
6.000 € Sachkosten für eine halbe Stelle

15.000 € Umbaukosten für die Sicherung des Anbauraums wären 3.000 € pro Jahr bei 5 Jahren Betrieb.
36.000 + 6.000 Euro für eine halbe Stelle E13 für die Initiierung des Projekts und dem Antrag beim BfArM wären 8.400 € pro Jahr

In Summe wären dies Ausgaben in Höhe von 86.400 € pro Jahr.

Bei Patienten sollte ein reduzierter Preis angestrebt werden, z.B. 4 Euro pro Gramm. Damit wären nur 30.000 € pro Cannabis Social Club mit 20 Patienten für andere Zwecke nutzbar. Eine Quersubventionierung zwischen Genusskonsumenten und Patienten wäre denkbar und erstrebenswert. Da Patienten durch ihren Arzt betreut werden, sind hier Präventions-, Informations-, Hilfe- und Schadensminderungangebote weniger notwendig.

Kommentare

Findet sich vielleicht ein geeigneter Politiker, zum Beispiel.. von den Grünen.. oder eine andere Person.. die dieses Template auf baden-württembergische Verhältnisse anpassen, einreichen und anschliessend im Sinne des DHV weiterhin kompetent begleiten würde, sofern nötig?

Das wäre grosse Klasse.. und, an die Regierungspartei: es läge jetzt gerade nicht fern, zu erwägen, das zu tun. Danke!

[quote name="Wolfgang Wolfsauge"]Findet sich vielleicht ein geeigneter Politiker, zum Beispiel.. von den Grünen.. oder eine andere Person.. die dieses Template auf baden-württembergische Verhältnisse anpassen, einreichen und anschliessend im Sinne des DHV weiterhin kompetent begleiten würde, sofern nötig?
Das wäre grosse Klasse.. und, an die Regierungspartei: es läge jetzt gerade nicht fern, zu erwägen, das zu tun. Danke![/quote]
Wir wollen uns erstmal auf die kommunale Ebene konzentrieren, falls du die Landesebene meintest. Die Anpassung auf die jeweilige Kommune machen wir auf Anfrage (bzw. genauer gesagt Max).
In BaWü wurden bereits mindestens zwei Petitionen eingereicht (Lindau, Bad Schussenried), s.
[url]http://hanfverband.de/index.php/aktiv-werden/kommunale-petitionen[/url]
Außerdem ist es uns lieber, wenn nicht Politiker, also bekannte Parteifunktionäre oder Parlamentsmitglieder, sondern andere Bürger die Petitionen einreichen, damit nicht die anderen Parteien reflexartig ablehnen. Allerdings ist es natürlich gut und gewünscht, wenn dann die Kommunalpolitiker die Petition aufgreifen und dafür sorgen, dass sie ernsthaft beraten und bekannt gemacht wird.
Also immer ran, es gibt noch viele Städte ohne Petition, meldet euch bei uns, Max schneidet sie euch zurecht! :-)

[quote name="Georg Wurth"][..] Also immer ran, es gibt noch viele Städte ohne Petition, meldet euch bei uns, Max schneidet sie euch zurecht! :-)[/quote]

Ah, so läuft das. OK, ich versuche jemand zu finden, der es machen wird. Danke für die Erläuterung!

"Die Gesellschaft wird indirekt durch den Schwarzmarkt, auf dem auch Mafia und Hells Angels aktiv sind, bedroht sowie durch die Kosten für die Strafverfolgung belastet. "

Da versteht zwar die schwäbische Hausfrau, was ungefähr gemeint ist, aber es gibt weit mehr Rockerbanden, als nur die Hells Angels. Die organisierte Kriminalität kann man nicht einfach unter dem Namen eines einzelnen Vereins zusammenfassen. Das dürfte auch juristisch nicht tragfähig sein, falls mal ein Anwalt des besagten Vereins einen schlechten Tag hat.

[quote name="Hanfhorst"]"Die Gesellschaft wird indirekt durch den Schwarzmarkt, auf dem auch Mafia und Hells Angels aktiv sind, bedroht sowie durch die Kosten für die Strafverfolgung belastet. "

Da versteht zwar die schwäbische Hausfrau, was ungefähr gemeint ist, aber 0es gibt weit mehr Rockerbanden, als nur die Hells Angels. Die organisierte Kriminalität kann man nicht einfach unter dem Namen eines einzelnen Vereins zusammenfassen. Das dürfte auch juristisch nicht tragfähig sein, falls mal ein Anwalt des besagten Vereins einen schlechten Tag hat.[/quote]


Ich bin auch der Ansicht das die in der Petition getroffene Aussage nicht der Form entspricht die für ein solches Schreiben angemessen wäre. Die Formulierung wirkt mir ein wenig zu flapsig. Es würde schon reichen lediglich die Bedrohung durch den Schwarzmarkt und mafiöse Strukturen zu betonen.

Nur konstruktiv gemeint ;)

[quote]Begründung:

Cannabis birgt für die Konsumierenden sowie für die Gesellschaft Risiken.[/quote]

Den ersten Satz in der Begründung würde ich so formulieren:
[b]Illegal bezogenes [/b] Cannabis birgt für die Konsumierenden sowie für die Gesellschaft Risiken.



[quote]Die Gesellschaft wird indirekt durch den Schwarzmarkt, auf dem auch Mafia und Hells Angels aktiv sind, bedroht sowie durch die Kosten für die Strafverfolgung belastet.[/quote]

Bei dieser Textpassage schließe ich mich meinen beiden Vorrednern, -schreiber an.



Ansonsten finde ich die Petition sehr gut, ich hätte es nicht besser machen können!




Gruss M. Nice

Vom Arzt verordnete Tabletten zur Behandlung meiner intensiven Migräne mit Begleiterscheinungen schlagen nicht an, oder haben Migräne oder Durchfall als Nebenwirkung.

Wurde eigentlich die Presse über diese Petition unterrichtet?
Die Augsburger Allgemeine hat meines Wissens noch nicht darüber berichtet. Zumindest online noch nicht...

Die AZ scheint sowieso ein schwieriger Fall zu sein, da ich im Archiv bei denen noch keinen einzigen Bericht zu Cannabis als Medizin finden konnte. Da haben andere Konkurrenzblätter im Verbreitungsgebiet der AZ schon mehr getan. Ich denke da an den Fall in Neuburg(Donau), wo eine Patientin mit Ausnahmegenehmigung keine Apotheke findet, die bereit wäre, Cannabisblüten aus den Niederlanden zu importieren.

Wie kann man die AZ dazu bringen über die Cannabis-Petition zu berichten? Könnte es helfen, wenn der DHV eine Pressmitteilung an die AZ schickt?

Hallo, ich habe ein paar Fragen:
Ist das schreiben schon in Augsburg eingereicht worden?
wurde schon mal darüber berichtet?
und wie kann man das ganze unterstützen bzw. wie ist das weitere vorgehen nach dem einreichen?
Vielen dank für die Infos

Scheinbar funktioniert der link zur Petitionspdf datei nicht. Bitte erneuern bzw fehler beheben

So erstrebenswert ein solcher legaler Umgang auch sein mag, es regiert nicht die Vernunft sondern ein auf den unbedingten Erhalt des Status Quo ausgerichtetes System zum Zweck des selbsterhaltes von ZB. Psychotherapeutischen Einrichtungen, Strafverfolgungs Behörden und weiteren Lobbyistischen Institutionen die von der Prohibition provitieren oder gar in ihrer gesamten Existenz von dieser abhängig sind. Sehr zur Freude der Illegalen Produzenten und Händlern welche ebenfalls ein vitales Interesse an der Illegalität des Hanfhandels hegen. Leider sitzen zu allem Übel auch noch so ziemlich alle (widerlegten) Vorurteile tief in der Gedankenwelt der politischen Entscheider und auch der durchschnittliche Bevölkerung. Es sieht also auf absehbare Zeit so aus als wollen weiterhin auf dem Rücken von kranken und von Jugendlichen und sonstigen freigeistern die Gesundheit unserer Mitmenschen gefährden und diese weiterhin in die Illegalität abschieben statt der Vernunft zu folgen und endlich zu legalisieren. Nichts desto trotz fordere ich alle Aktivisten auf auch weiterhin für eine Freigabe einzutreten, es gibt keine Alternative

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