Lieferengpässe bei Cannabisblüten aus der Apotheke sollen zukünftig vermieden werden

  • Veröffentlicht am: 31. Januar 2014 - 17:00
  • Von: Maximilian Plenert

Aus den ACM-Mitteilungen vom 11. Januar 2014: Im Dezember 2013 und Januar 2014 gab es Probleme bei der Belieferung von deutschen Apotheken mit Cannabisblüten der Firma Bedrocan. Das hat viele Erlaubnisinhaber dazu gezwungen, erneut auf illegale Quellen zurückzugreifen oder Medikamente auf Cannabisbasis (Sativex, Dronabinol) zu verwenden. Der Leiter der Bundesopiumstelle Dr. Cremer-Schäffer widerspricht in einem Schreiben an Dr. Grotenhermen vom 6. Januar 2014 einer früheren Darstellung des deutschen Importeurs Fagron, nach der die fehlende Flexibilität der Behörde für diesen Engpass verantwortlich sei.

In Deutschland werden die Cannabisblüten vom Unternehmen Fagron Deutschland aus den Niederlanden importiert. Deutsche Apotheken dürfen diese Medizinal-Cannabisblüten für Patienten mit einer Ausnahmeerlaubnis durch die Bundesopiumstelle bei diesem Unternehmen bestellen und an die Patienten abgeben.

Nach Auskunft des Importeurs Fagron an einen Patienten vom Dezember 2013 muss das Unternehmen der Bundesopiumstelle zu Beginn eines Jahres das zu erwartende Kontingent an zu importierendem Cannabis mitteilen. Fagron wies ihn nach einer entsprechenden Frage darauf hin, dass dieses Kontingent im Verlaufe eines Jahres nicht modifizierbar sei, was bei nicht vorhersehbar exponentieller Entwicklung der Abverkaufszahlen möglicherweise in den Engpass führen könne.

Dr. Cremer-Schäffer wies in seinem Schreiben darauf hin, dass die Bundesopiumstelle im zweiten. Halbjahr 2013 "mehr als 70 Patientinnen und Patienten eine Erlaubnis zum Erwerb von Cannabis im Rahmen einer ärztlich begleiteten Selbsttherapie erteilt hat. So viele wie nie zuvor, mit weiter steigender Tendenz. Dabei haben wir mit mehr als 40 verschiedenen Ärztinnen und Ärzten zusammengearbeitet."

Hinsichtlich der entstandenen Lieferschwierigkeiten heißt es im Schreiben an Dr. Grotenhermen: "Die Versorgung der Patienten mit Cannabis hängt von zahlreichen Faktoren ab, die zum Großteil von der Bundesopiumstelle nicht beeinflussbar sind. Neben der Produktion des Cannabis im Ausland müssen Import, Lieferung an die Apotheken und Abgabe in den Apotheken organisiert werden. Die zeit- und sachgerechte Versorgung kann nur sichergestellt werden, wenn alle Beteiligten in dieser Versorgungskette vorausschauend planen und Schwierigkeiten frühzeitig erkennen, um zeitgerecht Abhilfe schaffen zu können. Nachdem die Beteiligten in den Besitz der erforderlichen Erlaubnisse zur Teilnahme am beteiligten Verkehr gelangt sind, ist die Bundesopiumstelle lediglich bei der Genehmigung der Einfuhr von Cannabis in den Versorgungsprozess eingebunden.

Die entsprechende Genehmigung kann jeweils nur erteilt werden, wenn ein vollständiger, korrekter Antrag vorliegt und das beim INCB festgelegte Kontingent für das jeweilige Jahr noch nicht ausgeschöpft ist." Das Kontingent könne "aber auch innerhalb eines Jahres dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Hierzu ist jedoch ein Austausch zwischen Bundesopiumstelle und INCB erforderlich, der einige Tage, bei Nachfragen des INCB auch wenige Wochen in Anspruch nehmen kann. Insofern kann es an dieser Stelle zu geringen Verzögerungen kommen." Beim INCB handelt es sich um eine internationale Drogenbehörde in Wien (International Narcotics Control Board). Sie ist für die Überwachung bzw. Einhaltung der internationalen Drogenkonventionen der Vereinten Nationen zuständig.

Fagron hat versprochen „im Hinblick auf den zu verzeichnenden Anstieg der Nachfrage die behördlich zu meldenden Bedarfszahlen für 2014 auf jeden Fall drastisch“ zu erhöhen, um weitere Engpässe in Zukunft ausschließen zu können.

Die Bundesopiumstelle hat in ihrem Schreiben zugesichert, ebenfalls die Planungssicherheit zu erhöhen. Sie werde "in Zukunft den beteiligten Händlern alle drei Monate die Anzahl der Patienten, die im Besitz einer gültigen Erlaubnis sind, bekannt geben. Auf einen starken Anstieg der Patientenzahlen kann dann zuverlässiger reagiert werden."

Kommentare

Total gelogen bin Cannabis Patient und jeder weiss das bedrocan nur begrenzt platz hat für mehr Medizin gleich mehr platz somit egal. Was das scheiss bfarm macht die Holländer können uns nicht alle Versorgen jedenfalls nicht Legal und im Raum Düsseldorf ist bis jetzt noch immer nix lieferbar bfarm sollte den ganzen Patienten den Anbau mal lieber zügig gestatten als andauernd über. Sone scheisse zu diskutieren dazu wurde alles gesagt und jeder von uns hat wahrscheinlich gefährlichere Zimmer plants als sone scheiss Cannabis pflanze drecks. Politik Merkel hat keine Ahnung und unsere neue Drogen beauftragte sollte lieber nicht so ein Müll erzählen was hunderte forscher schon längst wiederlegten nur noch eins jeder Patient der Cannabis hir bekommt selbst die paar die es bezahlt bekommen was bleibt da wohl nur übrig die gesundheit von jeden Menschen auf der Welt steht über dem Gesetz und dann soll man sich von so futzis wie Polizei richter Staatsanwälten blöde anmachen lassen oder gar verurteilen zum Teufel mit so mistgestalten

Die Vorlage zur generellen Arbeitsweise der Bundesopiumstelle wurde von Franz Kafka geschrieben.

So wie ich die Aussage des BfArM verstehe, ist also doch die Behörde an dem momentanen Engpass schuld... Immerhin wollen Sie in Zukunft helfen, dass sich sowas nicht nochmal wiederholt!

Wie aber rene schon schrieb: Die Holländer haben nur begrenzte Anbaumöglichkeiten. Bedrocan kann nicht ganz Deutschland versorgen!

So langsam müssen sich unsere Opis und Omis in der Bundesopiumstelle Gedanken machen, wie der Nachschub gedeckt werden kann, wenn sich - wie zu erwarten ist - die Anzahl der "Erlaubnisinhaber" exponenziell wachsen wird...

ich sehe wie sich hier eine neue auf cannabis spezialisierte mafia bildet. bedrocan bekommt das eu patent und die erlaubnis in jedem Mitgliedsstaat anzubauen um den regionalen bedarf zu decken. und am ende sollen wir alle 20€/gramm in plastik verpacktes und bestrahltes gras kaufen ... die wollen nur eins , unser Geld!

Hallo Ich nochmal =) also heute ist der 13.02.2014 und es ging am 3.02 ein wenig ein 4 dosen Bedrocan sind 20g zur info 4wochen dosis ist bei mir 50g (ärztlich verordnet)ja der Apotheker weiss auch noch nicht wann das wieder läuft bei einigen soll es wohl klappen aber hir im raum düsseldorf noch nicht und meine wut darüber ich bin zwar jetzt noch nicht solange patient aber das passiert ja anscheinend jedes jahr und jedes jahr wird gesagt nächstes jahr kommt das nicht mehr vor aber da belügen die sich doch nur selbst mit selbst wen sich alle bemühen holland und genehmigungen sind stränger als Deutsche deshalb auch hir der illegale anbau wie soll bedrocan mal eben grösser werden mit geld sind die genehmigungen auch nicht mal eben kla zu machen das bfarm müsste schneller oder überhaubt mal erst auf den anbau reagieren und das schnell es werden ja auch nicht weniger patienten die cannabis oder aber auch andere Medizin benötigen wir hoffen mal das dieses jahr was passier was schon lange hätte passieren sollen ABWARTEN UND AUSSITZEN IST DER WEG DER POLITIK ABER NICHT UNSERER=)

Seit Monaten versuche ich eine Apotheke in München zu finden, wo ich Medizinal-Cannabisblüten bekomme, da ich seit 2005 Dauerschmerzpatient bin und seit 2012 Fentanylpflaster bekomme wo ich weg will davon!Bis jetzt habe ich weder einen Arzt gefunden oder eine Klinik die mir als alternative zu den Fentanylpflastern Cannabis gibt!Wer kann mir da weiterhelen?

MfG
Water Ilg

Hallo Walter

Wende dich mal ans Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin (SCM)
http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/

Weiterhin habe ich dir nochmal eine Email mit einem direkten Kontakt geschickt, den ich hier öffentlich nicht benennen wollte.

Hanfige Grüße

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