Kanada wählt die Legalisierung

  • Veröffentlicht am: 20. Oktober 2015 - 18:07
  • Von: Michael Knodt

Die Parlamentswahlen in Kanada haben ein überraschend klares Ergebnis gebracht. Stärkste Partei wurden die Liberalen mit ihrem Spitzenkandidaten Justin Trudeau. Trudeau verfügt jetzt über eine komfortable Mehrheit von 30 Sitzen und hatte im Wahlkampf angekündigt, Cannabis im Falle eines Wahlsiegs zu regulieren. Und das nicht irgendwann, sondern als dritte der fünf wichtigsten Maßnahmen, die er als neuer Premierminister - nach Einschätzung der National Post - schnellstmöglich realisieren will.

Die Schaffung eines legalen Cannabismarkts steht nach Steuererleichterungen für die Mittelschicht und der Flüchtlingspolitik auf Platz drei der neuen Regierungs-Agenda. "Wir  wissen noch nicht genau, wie wir es besteuern und kontrollieren werden. Auch nicht, ob es innerhalb der ersten Monate oder des ersten Jahres passiert oder ob es ein oder zwei Jahre dauern wird", sagte Trudeau vor wenigen Wochen im Wahlkampf. Cannabis-Aktivist Mark Emery twitterte direkt nach der Wahl: "Es ist offiziell. Gras ist in ganz  Kanada legal". 

Sonderthemen: 

Kommentare

Auswandern nach Kanada!

Hallo,
wie schön!Ein großer Schritt für die Freiheit.
Das wird die positive Entwicklung auch in den USA noch schneller vorantreiben.
Auswandern ist nicht nötig, denn die Legalisierung von Hanf kommt über den großen Teich
schneller als Frau Mortler denkt!
Die Geduld wird sich lohnen, auch wenn wir wieder mal ein deutsches bürokratisches Monster mit einem Cannabiskontrollgesetz (welcher politischer Färbung auch immer)erschaffen.
Wie gut das dieser Krieg, mit seinen unzähligen Opfern sich endlich seinem Ende neigt.
Vive la liberte nach ganz Kanada!

Es ist kaum zu glauben, dass Deutschland mal wieder zögert, wärend die Länder handeln, die uns den "War on Drugs" in seiner bisherigen Form beschert haben. Wann werden in Deutschland die Politiker wach genug, um zu erkennen, dass Prohibition von Hanf nicht mehr haltbar ist. Mündige Erwachsene werden in's Gefängnis gesteckt, weil sie ein natürlich wachsendes Kraut nutzen, ohne jemandem damit zu schaden. Natürlich muss man Kinder und Jugendliche schützen, denn Pot ist nicht harmlos - die Grenzen von unbedenklichem Konsum und Missbrauch sind nicht klar gezogen, eine gewisse Reife ist nötig, um unbedenklich zu konsumieren. Das kann aber nicht der Grund für ein völliges Verbot sein, denn dann müsste man auch "normale" Aktivitäten verbieten, wie z.B. Autofahren.

Inmitten der herrlichen Natur, 100km entfernt von der nächsten Zivilisation, einen durchziehen. Was ein schöner Gedanke...

Neuen Kommentar schreiben