Hamburger Drogenkongress verabschiedet Resolution

  • Veröffentlicht am: 24. Oktober 2016 - 15:03
  • Von: Georg Wurth
Kongress Hamburg 2016, Publikum

Der Kongress der AG DroPo in Hamburg am 21./22. Oktober war ein voller Erfolg. Mit über 200 Teilnehmern, einem tollen Programm, hochkarätigen Referenten, guter Organisation und guter Stimmung war das einer der wichtigsten drogenpolitischen Termine des Jahres.

Einzelheiten des Programms können auf der Homepage der Veranstalter nachvollzogen werden oder in der Ankündigung des Kongresses auf der DHV-Seite. Der CSC Hamburg hat einen ausführlichen Bericht veröffentlicht. Die Organisation lief reibungslos und es waren einige starke Vorträge dabei.

Vor allem Ex-Polizeipräsident Hubert Wimber hatte nicht nur einen guten Auftritt, sondern wurde auch reichlich zitiert im vielfältigen Medienecho, zum Beispiel in der Hamburger Morgenpost oder beim NDR

Am Ende der Veranstaltung hat die Konferenz folgende Resolution beschlossen:

Hamburger Resolution der bundesweiten Drogenkonferenz „Schluss mit KRIMInalisierung – Drogenmärkte regulieren!“

Der kritische Punkt ist überschritten, es kann nur noch in eine Richtung weitergehen: Hin zur Regulierung der Drogenmärkte.
Wir sind uns einig, dass dies überfällig ist.
Wir fordern die flächendeckende Einführung von lizensierten Cannabisverkaufsstellen, mit Zugang ab 18 Jahren und sachkundigem Personal.
Erst dann haben wir die Möglichkeit für Verbraucher*innenschutz (Qualitätskontrollen, Mengenangaben, Wirkstoffgehalt, Konsumempfehlungen und -warnungen) und angemessenen Jugendschutz.

Jeder Erwachsene muss das Recht haben Cannabispflanzen zum Eigengebrauch anzubauen.

Wir fordern die Vertreter*innen der Bundesländer auf, die Bremer Bundesratsinitiative zur Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zu unterstützen.
Aber das kann nicht alles sein:
Die Regulierung des Cannabismarktes muss auch einhergehen mit der Regulierung der anderen illegalisierten Drogen.
Angesichts des jahrzehntelangen, schreienden Unrechts gegenüber Drogengebraucher*innen ist es nicht angemessen, über kleine Schritte in der Drogenpolitik zu reden.
Hamburg 22.10.2016

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Kommentare

"Die Regulierung des Cannabismarktes muss auch einhergehen mit der Regulierung der anderen illegalisierten Drogen."

Das ist etwas was ich nur "bejahen" kann.
Man redet vom Jugendschutz und gebraucht das Wort Illegalisierung in einem Satze; völliger Mist. Wenn man denn ansatzweise einen Jugendschutz erreichen will, kommt man um eine legalisierung aller bereits vorhandenen berauschenden Substanzen nicht drumherum. Nur dann kann man von Jugendschutz reden.

Just my Two Cents ^^

Starkes Statement

Als aufgeschlossener Kosmopolit würde ich dies als Axiom bezeichnen.

Vielleicht kann man aber auch Robert Anton Wilson`s SNAFU-Prinzip anwenden :-)

Eure Seite macht echt Hoffnung, macht weiter so.

Also ALLE Drogen finde ich völlig hirnlos
Jedoch eine im Vergleich mit anderen Drogen Cannabis
Ist eine Legalisierung oder zumindest entkriminalisierung längst überfällig.
Aber alle anderen Drogen solte man weiterhin die Stirn bieten.
Macht erstmal ein Schritt nach dem anderen und legalisiert Cannabis
Denn das ist wirklich wichtig und überfällig!

Sehe ich nicht so, aber es sollte auf jeden Fall eine andere Abgabeart für Heroin und Alkohol gelten als für Cannabis. Aber verbote und strafen sind der falsche Weg. Befreie dich von dem Gedanken, Drogen sind Böse. Sie sind es nicht. Der Umstand das man etwas nicht Griffbereit hat, verstärkt die Sehnsucht danach. Der Mensch muss richtig aufgeklärt an die Substanz geführt werden.

Alle Drogen an den man Verrecken kann sollte nach wie vor die Stirn geboten werden dazu müste die Regulierung zu Alkohol auch auf 21 Jahre gesetzt werden

Die Politik ist gescheitert,
man brauch weder von Demokratie noch von Sachverstand zu reden wenn es um dieses Thema geht. Wie kann es sein, dass in einer Demokratie die meisten Parteien für eine Sache sind und wenn eine (Bestechliche durch zm Bsp. BASF) dagegen ist wird nichts geändert? Das Volk müsste in vielen Themen aufschreien nicht nur in diesem. Wir haben unsere Stimme zwar nach wie vor, jedoch schenkt uns kein CDU/CSU Politiker sein Ohr. Man setzt in dieser Partei Leute in Positionen, wo sie einfach nichts zu suchen haben. Diese Partei ist meiner Meinung nach, das beste Beispiel für Bestechlichkeit, Ignoranz, Dummheit und Null-Veränderung. Zu dem kommt, dass durch die momentane Asyllage die eigene Politik für das eigene Volk komplett vernachlässigt wird. Anscheinend steht die CDU/CSU auch darauf, Steuergelder zu verschleudern und mit Falschen Erfolgszahlen dafür zu werben.
Wenn man den Jugendschutz haben will, muss man in der Lage sein etwas zu Kontrollieren... Hier wird zurzeit allerdings rein garnichts kontrolliert, anscheinend nochnichtmal die Gelder die für Polizei und Justiz drauf gehen.
In einem Land wo der Konsum ohnehin schon voll im Gange ist und sich ein großer Teil für die Legalisierung aus vielen guten und sachlichen Gründen auspricht, hat ein solches Gesetz und vor allem So eine Sture Partei nichts zu suchen, vor allem weil das Verbot eine Frucht des Menschenhasses, der Industrie und der Dummeheit und Ignoranz war.
Der Text ließt sich vlt. sehr kritisch, aber das muss er auch sein. Ich bin langsam echt enttäuscht Deutscher zu sein und spiele ernsthaft mit dem Gedanken auszuwandern in die Schweiz zB.

Wenn sich nicht bald was ändert und das Volk wieder eine richtige Demokratie will bin ich weg und ich bin mir sicher, dass sehen auch viele andere so.
Ich gebe nicht mein Leben für einen Staat der die Meinung des Volkes so in den Dreck zieht und Ignoriert.

PS: Bleibt dran DHV irgendwann kommt unsere Zeit

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