Aufruf: Gründung des CannaFem Network Deutschland

  • Veröffentlicht am: 24. Mai 2017 - 16:38
  • Von: Florian Rister
Erstes CannaFem Deutschland Foto auf der ICBC im April 2017

Während in den USA bereits mehrere Frauengruppen in der Hanfszene existieren, war die Bewegung bisher in Deutschland eher männlich dominiert. Mit der Gründung des CannaFem Netzwerks in Deutschland ändert sich das jetzt endlich. Zur bevorstehenden Hanfmesse MaryJane in Berlin wird es ein Netzwerktreffen geben. Auch wir vom DHV rufen alle interessierten Frauen auf, sich daran zu beteiligen. Anmeldungen bitte per E-Mail bis spätestens 02.06.2017!

Gruppen wie "moms for marijuana", "womengrow" und "international women's cannabis coalition" konnten in den USA erheblich zur Legalisierung und zur steigenden gesellschaftlichen Akzeptanz beitragen. Die Bedeutung von Frauen in der gesellschaftlichen Debatte über Cannabis kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Daher ist es besonders wichtig, dass jetzt viele Frauen die Chance ergreifen, und sich im CannaFem Netzwerk beteiligen.

Hier der offene Brief zur Einladung:

Liebe Geschäftsfrauen, Aktivistinnen, Cannabisexpertinnen und Interessierte,

Ende letzten Jahres haben einige ambitionierte Frauen das CannaFem Network gegründet. Unser Anliegen ist es Frauen aus der Cannabis- und Nutzhanfbranche zu verbinden, um den Ideenaustausch zu fördern, Kontakte zu vermitteln und für die Umsetzung gemeinsamer Ziele einzutreten. In der Vergangenheit war sowohl die Welt der Aktivisten*innen als auch die Cannabisindustrie stark von den Interessen unserer männlichen Kollegen geprägt. Blicken wir jedoch in die USA, so sehen wir, dass sich Frauen in der Cannabisbranche enorme Chancen zur Selbstverwirklichung bieten. In dem Bereich gibt es mehr selbstständige Unternehmerinnen, als in irgendeiner anderen Branche. Auch in Deutschland und Europa bieten sich zahlreichen Chancen. CannaFem möchte Frauen ermutigen in der Branche aktiv zu werden.

In unserem Netzwerk geht es jedoch nicht nur um die Verwirklichung wirtschaftlicher Interessen. CannaFem möchte zeigen welchen Nutzen Cannabis – ob als Medizin oder Rohstoff – Frauen bietet. Wir wollen zeigen, dass Frauen sowohl als Konsumentinnen als auch als Patientinnen mit ihren Ideen, Vorstellungen und Wünschen, die Szene bereichern können und unseren Anliegen Gehörverschaffen.

Um das Netzwerk und seine Mitstreiterinnen vorzustellen, Frauen aus der Szene die Möglichkeit zu geben sich kennenzulernen und gemeinsam Ideen für den weiteren Weg des Netzwerks zu erarbeiten, veranstaltet die Berliner CannaFem Gruppe am 15.6 um 19.30 ein Netzwerktreffen in der „Milchbar“ auf dem Messegeländer der Mary Jane. Ausstellerinnen und Besucherinnen sind herzlich eingeladen an dem Treffen teilzunehmen.

Am 16.6 von 12:00 bis 13:15veranstaltet das Netzwerk zudem eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Cannabis für Frauen – Frauen für Cannabis“. Hier wird mit Vertreterinnen aus den Bereichen Aktivismus, Medizin und Business über die Rolle der Frau in der Cannabisbranche und das Bild von Konsumentinnen in der Öffentlichkeit gesprochen. Dabei sollen auch die unterschiedliche Behandlung bei der Strafverfolgung und der medizinische Nutzen, den Cannabis Frauen bietet eine Rolle spielen.

Wir freuen uns auf Euer kommen und auf Eure Fragen und Anregungen. Wenn Ihr an dem Netzwerktreffen am 15.6. teilnehmen möchtet, gebt uns bitte bis zum 2.6.2017 Bescheid, damit wir die Reservierung vornehmen können.

Herzliche Grüße von der Berliner CannaFem-Gruppe,
Katrin, Mariana und Janika

Für die Unterstützung dieser Veranstaltung danken wir:
Deutscher Hanfverband
Hanfmanufaktur

Wir vom DHV freuen uns ganz besonders, durch finanzielle und praktische Unterstützung dabei mithelfen zu können, diese neue und wichtige Organisation in der deutschen Hanfszene zu verankern. Seit der Gründung des DHV leiden wir darunter, dass der allergrößte Teil unserer privaten Mitglieder männlich ist. Das ist nicht im Sinne der Sache, Legalisierung geht uns alle an! An alle interessierte Frauen geht daher von unserer Seite auch noch der Aufruf: Werdet Mitglied im Deutschen Hanfverband und helft uns damit, das Geschlechter-Pendel wenigstens in die Nähe eines Gleichgewichts zu bringen.

Sonderthemen: 

Kommentare

"Wir vom DHV leiden fürchterlich darunter, das wir seit Jahren lediglich von Männern unterstützt, finanziert und validiert werden."

Super Sache das! Ich werde dabei sein :)
Grüße!

"Während in den USA bereits mehrere Frauengruppen in der Hanfszene existieren, war die Bewegung bisher in Deutschland eher männlich dominiert."

Hmm... wie viele Männergruppen existieren denn in der Hanfszene? Ich kenne keinen.

"In der Vergangenheit war sowohl die Welt der Aktivisten*innen als auch die Cannabisindustrie stark von den Interessen unserer männlichen Kollegen geprägt."

Ist das so? Gibt es irgendwelche Statistiken oder Beispiele, an denen das deutlich wird?
Hätte jetzt jemand einen Cannabis-Männerclub gegründet... würden wir das nicht zu Recht sexistisch finden?

Die Aktivistenszene ist klein und schwach genug, wir können es uns nicht leisten, uns jetzt auch noch untereinander nach Geschlechtern zu spalten. Sorry, einfach kein Platz für kindische "Nur das eine Geschlecht darf mitspielen"-Clubs. Im Übrigen lässt sich Sexismus nur sehr schwer mit Sexismus bekämpfen.

Gemeinsam sind wir stark! Ich trete auch gerne eurem weiblich-dominierten Club bei, wenn ihr mich denn lassen würdet, trotz Penis...

"Seit der Gründung des DHV leiden wir darunter, dass der allergrößte Teil unserer privaten Mitglieder männlich ist."

Kein Problem. Bin schon ausgetreten. Ich will ja nicht, dass ihr durch meine Spenden leiden müsst.

IRONIE OFF.

Jetzt mal im ernst: ich finde Beiträge wie diesen sehr ärgerlich. Was hat die Frauen denn davon abgehalten sich in der Legalisierungsszene zu engagieren? Also ich habe 15 Jahr nach Unterstützung bei meiner Legalisierungsarbeit gesucht. Die hätten gerne alle zu mir kommen können.

Meiner Meinung nach wird hier ein Problem geschaffen, wo gar keines war. Aber mir soll's Wurscht sein - ich bekomm' mein Gras von der Kasse bzehalt. Es ist eure eigene Zukunft, die ihr euch versaut.

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