"Hanf-Adler": Frank Tempel erhält ersten DHV-Preis

  • Veröffentlicht am: 10. November 2017 - 17:00
  • Von: Georg Wurth

Premiere auf der Konferenz "Cannabis Normal": Zum ersten Mal vergab der Deutsche Hanfverband einen Preis für besondere Verdienste im Kampf für die Legalisierung von Cannabis. Der erste Preisträger ist der bisherige drogenpolitische Sprecher der LINKEN-Fraktion im Bundestag, Frank Tempel.

Der erste "Hanf-Adler" ging an einen Politiker, denn letztlich ist es der Bundestag, der für die repressive Cannabispolitik verantwortlich ist. Und es ist auch der Bundestag, der die Cannabis-Prohibition aufheben wird. Vorreiter im Parlament sind also entscheidend, um der Mehrheit näher zu kommen. Dies vorausgesetzt war schnell klar, wer der Preisträger sein muss: Frank Tempel war zwei Legislaturperioden im Bundestag und niemand hat in dieser Zeit mehr Termine gehabt, um für die Legalisierung zu werben, niemand hat mehr Kleine Anfragen zum Thema an die Bundesregierung gestellt und Anträge ans Parlament.

Es gab auch andere Politiker, die gute Arbeit geleistet haben. Das gilt besonders für die Grünen, aber auch die SPD hat ihre Vorreiter und es gibt auch einen in der CDU. Aber Frank Tempel war einfach klar der aktivste Politiker für die Legalisierung! Er ist ein würdiger erster Gewinner des "Hanf-Adlers", mit dem der DHV ihm für seinen Einsatz dankt.

Tempel ist seit der Wahl nicht mehr im Bundestag und kehrt in den Polizeidienst zurück. Zum Glück hat er dort jetzt einen Job, der ihn nicht in die Verlegenheit bringen wird, wieder Hanffreunde zu jagen, und der es ihm ermöglicht, sich weiterhin als Linker für die Legalisierung einzusetzen. Der "Hanf-Adler" wird einen schönen Platz auf Tempels Schreibtisch bei der Polizei bekommen, wie er nach der Preisverleihung ankündigte.

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Kommentare

Herzlichen Glückwunsch. Es ist aus meiner Sicht mehr als bedauerlich das Frank Tempel dem aktuellen Bundestag nicht mehr angehört. Ob DIE LINKE in Thüringen sich damit einen Gefallen getan hat, ihn auf einen eher aussichtslosen Listenplatz zu wählen, kann ich nicht beurteilen. Ein Verlust, für die Kompetenz in Sachen Drogenpolitik für dieser Partei insgesamt, ist es aber auf jeden Fall.

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