So schwer ist es, mit dem Kiffen aufzuhören

Die Vice beschäftigt sich mit Risiken beim Konsum von Cannabis und schaute sich daher die Zahlen des Drogen- und Suchtberichts an. Zu einer professionellen Beurteilung der Zahlen bezieht sich die Vice auf die Einschätzung des Drutschen Hanfverbands.

Von den über 71.000 Menschen, die sich 2015 wegen einer Drogensucht behandeln ließen, sollen dies mehr als ein Drittel wegen Cannabis getan haben. Diese Zahl soll in den letzten Jahren angestiegen sein – was der Deutsche Hanfverband jedoch als "höchst zweifelhaft" kritisiert: Es sei nicht feststellbar, ob dies ein Zeichen für eine besondere Gefahr sei – oder sich Menschen aus anderen Gründen vermehrt an Therapiestellen wenden. Als mögliche Ursachen dafür sieht der Deutsche Hanfverband juristischen Druck und vorauseilenden Gehorsam bei einem bevorstehenden Gerichtsprozess oder einer Medizinisch Psychologischen Untersuchung (MPU). "So oder so sind die Daten höchst zweifelhaft, da bei diesen Statistiken nicht zwischen sogenannten 'Kräutermischungen' mit synthetischen Wirkstoffen und natürlichen Cannabis-Produkten unterschieden wird", heißt es weiter in einer Mitteilung des Verbandes.

Datum: 
Freitag, 1. Dezember 2017
Medium: 

Kommentare

Wie schwer ist es mit etwas aufzuhören was einem augenscheinlich nicht gut tut ?
Niemand konsumiert weiter wenn er davon nur negative Auswirkungen spürt...meine Meinung.

Ich finde die Fragestellung mit Verlaub, dämlich, und es nervt mich schon seit Längerem alle Konsumenten als Kiffer zu betiteln.
Werden nun alle die Alkohol konsumieren hoffentlich bald als Säufer tituliert ?
Gegen diese Diskriminierung sollten wir auch mal angehen, da auch eine höchst negative Aussenwirkung mit diesem Begriff einhergeht.

Zum eigentlichen Thema, mit dem Konsum von Cannabis auzuhören ist erstens einfacher als mit Rauchen oder abhängigem Trinken aufzuhören. Jedoch besteht bei unproblematischem Konsum kein Grund es überhaupt zu tun.
Sucht entsteht durch einen Mangel, der Körper wählt eine Substanz, die den Mangel ausgleicht (frei nach Dr.Rätsch)

Wie im Beitrag schon erwähnt finden viele Zwangsentwöhnungen statt.
Besorgte Mütter schreien gleich hysterisch um therapeutische Hilfe, wenn sie beim Sprössling mal Anzeichen des Konsums vermutet haben.
Hier fehlt wieder der offene Umgang mit Cannabis, wegen der prohibitionistischen Tabuisierung.
Ich komme mir schon langsam vor wie der Rabbi der täglich an der Klagemauer betet, und auf die Frage was er dabei fühlt antwortet "Ach ich glaube ich rede hier gegen Wände"

Allen ein besinnliches Fest

HD

Neuen Kommentar schreiben