Smoke weed every Bundestagswahl

Campus38, der Ostfalia Newsroom widmet sich der Frage, die uns allen unter den Nägeln brennt: "Wie realistisch ist eine baldige Legalisierung in Deutschland?" Selbstverständlich sprach die Redaktion zur Klärung dieser Frage auch den Deutschen Hanfverband.

Die Hanffreunde Braunschweig – ein von Benjamin Klein und Mitstreitern neu gegründeter Verein, der sich in Kooperation mit dem Deutschen Hanfverband für eine Legalisierung von Cannabis inklusive kontrollierter Ausgabestellen, Eigenanbau und Jugendschutz einsetzt.

„Wir brauchen dringend eine wissenschaftlich fundierte Regelung für Cannabiskonsumenten im Straßenverkehr, insbesondere einen THC-Grenzwert, der die Verkehrssicherheit aufrecht erhält, aber nicht nüchterne Fahrer diskriminiert, weil sie noch unwirksame Restwerte von THC im Blut haben“, sagt Georg Wurth, Vorsitzender des Deutschen Hanfverbands.

„Beim letzten Global Marijuana March habe ich schon gesagt, wir müssen eh bis zum nächsten Wahlkampf warten, von daher schauen wir mal.“ Georg Wurth stimmt zu: „Mittlerweile sind wir so gut aufgestellt, dass uns die Politik gar nicht mehr ignorieren kann. Wann es soweit sein wird, hängt von vielen Faktoren ab, die nicht genau vorhersehbar sind. Ich halte es aber zumindest für möglich, dass es in der nächsten Legislaturperiode soweit sein könnte.“

Datum: 
Montag, 19. März 2018
Medium: 

Kommentare

Ja. Es kann noch dauern. Ich frage mich, ob keiner daran denkt, dass gesetzestreue Bürger, die sehnlichst auf die Legalisierung warten und indessen auf die legale Droge Alkohol ausweichen, gefährtet sind, abhängig zu werden oder es schon sind. Rausch (in Maßen) ist ein menschliches Grundbedürfnis. Es ist extrem fahrlässig nur Alkohol zu erlauben und das NACHWEISLICH nicht süchtig machende Cannabis weiterhin zu verbieten !

Also ich kann Ihnen soweit zustimmen, dass im Vergleich zwischen Alkohol und THC-reichem Cannabis sicher das Cannabis weniger schädlich ist, solange der Konsument mit sich mehr oder minder im Reinen ist und kein Tabbak ungefiltert hinzukommt. Dass Cannabis gar keinen Suchtfaktor in sich trägt halte ich wiederum für sehr fragwürdig, das sage ich selbst als langjähriger Konsument. Dort kommt allerdings gleichermaßen ihr genanntes Argument, nämlich dass ein erwachsener Mensch das Recht hat sich selbst zu schädigen (oder auch zu „Rauschen“), zum Tragen. Dass ein Deutscher im Jahre 2018 sich mit absolutem Gift wie Tabbak oder Alkohol seit Jahren schädigen kann, jeder andere Rausch, ob Cannabis, Kokain, Speed, XTC o.ä., jedoch je nach Ausmaß enorme persönliche Einschränkungen mit sich zieht, ist ein gravierendes Problem. Nach heutigem Recht bezüglich Fahrtauglichkeit ist es scheinbar so, dass jemand der sich am Abend einen gekifft hat, anschließend schläft und sich am nächsten morgen ans Steuer setzt, ein Strafmaß erhält welches äquivalent eines ergiebigen Konsums vor Antritt der Fahrt gleicht. Der Grenzwert des Alkohols hingegen beläuft sich so hoch, dass ein gut statuierter Mensch sich am Feierabend eine Pulle knallen kann, dazu genügend isst und trinkt, schlussendlich sich morgens ans Steuer setzt - jedoch sich im Rahmen der Legitimität befindet, da er ja unter 0,5 % sich bewegt. Trotz Dehydration. Trotz Kater. Wo ist dort ein gerechter Umgang? Warum sind alle rauschenden Substanzen, bis auf Alkohol, so verpöhnt? Haben die Medien gewonnen? Ist wirklich in den Köpfen der Mehrheit das Bild entstanden, dass vom gelengentlichen Wochenendjoint der Griff zur intravenösen Herodosis nicht mehr weit ist? Denkt die Mehrheit wirklich, dass wenn man vielleicht 3-4 mal zu bestimmten Anlässen gerne auf XTC rauscht und sein Leben genießt man abgerutscht sei?

Bezug nochmal auf Herrn Wurth — Ich finde es sehr lobenswert, dass beim DHV das Thema Straßenverkehr und Cannabis ausgiebig diskutiert wird. Denn was nützt eine Legalisierung für die Allgemeinheit (ausgenommen med. Cannabis, eine Katastrophe dass dies erst 2017 möglich wurde), wenn der Grenzwert so niedrig liegt, dass jedes Mal, wenn man sich abends einen raucht, die Gefahr besteht in kommenden Tagen den Schein zu verlieren? Selbst in heutiger Zeit ist es so, dass man selbst als gelegentlicher Wochenendraucher konstant positiv im Urintest auffällt. Ironischerweise darf man nach Auffallen 48h kein Auto führen, dann darf man 4 Monate einfach weiterfahren, bis es dann vom Straßenverkehrsamt heißt man sei charakterlich ungeeigent, der Führerschein müsse entzogen werden = MPU. Das ist doch einfach nur eine Mafia. Der ganze TÜV-Komplex, der dies begutachtet, macht dort jährlich seine Millionen. Ich kotze im Strahl... Die 500€ Bußgeld und der Monat Sperre sind ja nicht genug, nein, wir f***en lieber den steuerzahlenden Kleinverdiener so in den A***h, dass er JA beim Alkohol bleibt und sich dass mit der Spritze Marihuana beim nächsten Mal weitaus besser überlegt.

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