Ist Cannabis lebensgefährlich?

Nach dem Fall aus Bremen, bei dem zwei Frauen wegen einer vermeintlichen Vergiftung durch einen mit Haschisch versetzten Kuchen eingeliefert wurden, interviewte Radio Bremen unseren Mitarbeiter Florian Rister. Dieser erklärt, warum Cannabis vermutlich nicht der Grund gewesen sein kann.

Radio Bremen: Herr Rister, in Bremen haben am Donnerstag zwei Mitarbeiterinnen in einem Flüchtlingsheim Kuchen gegessen und klagten kurz darauf über Übelkeit und kamen ins Krankenhaus. Eine 25-Jährige musste in der Klinik sogar wiederbelebt werden. Mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr. Wie sich später herausstellte, war in den Kuchen Cannabis eingebacken, was die Frauen nicht wussten. Haben Sie schon einmal gehört, dass Cannabis eine lebensbedrohliche Vergiftung auslösen kann?

Florian Rister: Nach unserer Erfahrung ist Cannabis nicht lebensgefährlich. Es gibt jedoch Tierexperimente, die das nahelegen. Hochgerechnet müsste ein erwachsener Mensch zwischen einem und drei Kilogramm Cannabis mit einem Wirkstoffanteil von 10 bis 20 Prozent zu sich nehmen, um in einen lebensbedrohlichen Zustand zu kommen. Aber das wurde nie nachgewiesen.

 

Das komplette Interview ist unter diesem Auszug verlinkt!

Datum: 
Freitag, 17. März 2017
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