Heroin als Streckmittel in Cannabis?

Ein Bericht der Tagesschau im “Faktenfinder” konkretisiert eine jüngst getätigte Aussage des SPD-Politikers Karl Lauterbach. Der Gesundheitsexperte plädierte für eine kontrollierte Abgabe und hatte in dem Zuge etwas missverständlich geäußert, dass es durch den Schwarzmarkt neuere Gefahren für Konsumenten gebe, durch Gras welches mit Heroin verunreinigt sei. Cannabisexperte Georg Wurth äußerte sich dem Autor gegenüber zu Lauterbachs Aussage. 

Der Gründer und Betreiber des Deutschen Hanfverbandes, Georg Wurth, setzt sich mit seiner Lobbyorganisation schon seit Jahren für eine Legalisierung von Cannabis ein. Gegenüber dem SWR kommentiert Wurth die Aussagen des SPD-Politikers: "Lauterbach trifft voll ins Schwarze, auch ohne 'Heroin im Gras'".

Die Aussage wurde dabei von der Redaktion etwas verkürzt. Das vollständige Statement des DHV-Chefs lautete:

“Lauterbach trifft voll ins Schwarze, auch ohne "Heroin im Gras". Durch das Verbot von Cannabis und die Verdrängung des Handels auf den Schwarzmarkt wird Cannabis immer gefährlicher. Kriminelle maximieren ihren Gewinn durch diverse Streckstoffe und gefährliche aufgesprühte Labordrogen. Das Problem lässt sich nur durch eine Regulierung des Marktes lösen."

Datum: 
Donnerstag, 14. Oktober 2021
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