Hanf oder gar nicht: „Zeit, die Angst zu überwinden“

Die taz.bremen berichtet über die Diskussionsveranstaltung taz-Salon, zu dem sie eingeladen hatte. Auf dem Podium sprach auch Georg Wurth, der Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands. Er beschrieb die unwürdige Behandlung von Konsumenten durch die Polizei und Strafbehörden.

Polizeipräsident Müller war anfangs noch anders aufgetreten: Die Polizei würde die Normalverbraucher in Ruhe lassen, sagte Müller. „Wir verwenden so wenig Aufwand wie möglich“. Das provozierte Widerspruch auf dem Podium: Für Georg Wurth, Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbandes, ist Deutschland „das repressivste Land Europas“, was Cannabis-Konsum angeht. Auf den Konsumierenden laste „in Wirklichkeit ein erheblicher Druck“, so Wurth. Deutschlands vermutlich umtriebigster Legalize it!-Lobbyist musste bereits am Mittwoch wieder in Berlin bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags zum Entwurf eines Cannabis-Kontollgesetzes Rede und Antwort stehen.

Unverhältnismäßige Strafen bei Wiederholungstätern, ein Eintrag im Führungszeugnis, der Sozialarbeiter den Job kosten könne, erniedrigende Körperkontrollen – all das seien Maßnahmen, bei denen sich Konsumenten nicht entkriminalisiert fühlten, so Wurth.

Datum: 
Donnerstag, 17. März 2016

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