Hanf ist (viel) besser als sein Ruf

Die Deutsche Welle mit einem kurzen Blick in die lange und abwechslungsreiche Geschichte der Cannabis-Pflanze. Selbstverständlich kommt hier auch unser Geschäftsführer Georg Wurth zu Wort.

Georg Wurth, Vorsitzender des "Deutschen Hanf Verbands" (DHV), geht einen Schritt weiter und legt nahe, dass die Stigmatisierung dieser vielseitigen Pflanze genauso stark in ihrem wirtschaftlichen Wert, wie ihrem Wert als Rauschmittel begründet ist.

"Die Textilindustrie basierte weitgehend auf Hanf", sagt er. "Aber Baumwolle war ein wichtiges Thema in den USA, genauso wie die chemische Faserindustrie. Dadurch gab es zu viel Wettbewerb."

Aber bis Anfang der 1980er Jahre hatte die alte Bundesrepublik sowohl den Besitz, als auch den Anbau von Cannabis sativa verboten. Die Pflanze verschwand einfach komplett aus der Landschaft.

Auch wenn es nicht auf den Feldern des Landes wuchs, so blühte Hanf doch weiterhin in der Fantasie derer, die dort spazieren gingen. Seit 1996 wird Hanf nun wieder angebaut, allerdings jetzt etwas differenzierter.

Klarheit über die Eigenschaften der Pflanze war der Schlüssel dafür, dass die Pflanze wieder in das Anbauregister des Landes aufgenommen wurde, sagt Wurth.

"In den 80er und 90er Jahren gab es Studien, die belegten, dass es möglich ist Hanf anzubauen, das wenig THC enthält", sagte er gegenüber DW. "Man kann es als Rauschmittel oder als Industrieprodukt anbauen, und so züchten manche Leute das THC raus und andere züchten es rein."
Datum: 
Dienstag, 2. Mai 2017
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