Der Kifferknigge

Deutschlandfunk Nova sprach mit DHV-Chef Georg Wurth über Benimmregeln beim Cannabiskonsum und über einen in den USA erschienenden Kiffer-Knigge.

Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband, der sich für die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel einsetzt, hält von dem Kifferknigge allerdings nicht allzu viel.

"Ich hab jetzt noch nicht großartig von Fällen gehört, wo Leute vom Joint rumgehen krank geworden wären."

Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband

Für Georg Wurth ist die Frage eher, wie empfindlich man ist und welche Hygienevorstellungen man hat. Er glaubt nicht, dass durch geteilte Mundstücke massenhaft Cannabis-Konsumenten krank werden. Auch Mundstücke vorher mit dem Feuerzeug zu desinfizieren, hält er grundsätzlich für unnötig.

Auch sonst steht Georg Wurth dem Kifferknigge eher skeptisch gegenüber. Er stellt sich die Frage, ob so ein Knigge ganz grundsätzlich noch zeitgemäß ist. 

"Starre Regeln, wie man sich jetzt zu benehmen hat, das klingt ein bisschen nach 18. Jahrhundert oder 19. Jahrhundert vielleicht. Heutzutage hat doch jede Community eher ihre eigenen Regeln."

Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband

Für ihn ist wichtiger, ganz grundsätzlich Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Datum: 
Freitag, 29. März 2019

Kommentare

Das find ich wieder sehr geil, das mit den geteilten Mundstücken.
In jeder Gastwirtschaft, wo jeder Gast seine Bazillen an die Gläser hinschleckt, werden diese dann "gereinigt", indem sie mal kurz auf die mittlere jener drei grindigen Bürsten gesteckt werden, die da in der Spüle stehen. _Da_ freut sich der Grippevirus tatsächlich.

Noch nie hat sich in unserem Kifferkreis irgendwer bei einem anderen deswegen angesteckt. Nicht mal als einer zwei Tage später Antibiotika bekommen hat und da wurde neben einigen Joints auch die Bong geteilt!
Das war über Jahre hinweg der "running gag", daß es nicht möglich ist, sich darüber mit etwas anzustecken...

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