Blüten auf Rezept?

Mitmischen.de, ein Jugendportal des Bundestages welches über die Arbeit des Parlament berichtet, hat einen Artikel zum Cannabis als Medizin Gesetz veröffentlicht. Auch die Stellungnahmen von Maximillian Plenert (als Vertreter des SCM) und Georg Wurth, beide für den Deutschen Hanfverband tätig, finden in dem Artikel Beachtung.

Maximilian Plenert hat selbst eine Sondergenehmigung, Cannabis konsumieren zu dürfen und vertritt die "Selbsthilfegruppe Cannabis als Medizin". Er sieht es als großen Fortschritt, dass Cannabis in Zukunft verschrieben werden können soll. Allerdings würde sich seiner Meinung nach aus Kostengründen an der faktischen Versorgungslage nichts ändern. Wegen der aufwendigen Anträge würden es Ärzte zumindest zu Beginn vermeiden, Cannabis zu verschreiben.

Georg Wurth thematisierte die unzureichende Ausbildung der Polizei im Umgang mit Cannabispatienten sowie fehlende klare Regelungen für Alltagsprobleme von Cannabispatienten:

Der Hanfverband, der sich für eine Legalisierung von Cannabis einsetzt, sieht abseits dieser Diskussionen noch praktische Probleme. Die Polizei sei überhaupt nicht geschult, es gebe keine Regeln zum Autofahren und der Konsum in der Öffentlichkeit sei auch nicht geklärt. Der Vorsitzende des Verbandes mahnt: "Wir brauchen klare Regeln und die müssen klar an die einzelnen Behörden kommuniziert werden."

Datum: 
Dienstag, 27. September 2016
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