Berauschende Aussichten

Der Tagesspiegel widmet sich dem Markt für Medizinalhanf in Deutschland und der anstehenden Lizenzvergabe für den Anbau durch die Cannabisagentur. Auch DHV-Geschäftsführer Georg Wurth ist in diesem Kontext zu seiner Einschätzung über die Entwicklung des Marktes für medizinisches Cannabis befragt worden.

Auch der Deutsche Hanfverband teilt diese Einschätzung. „Wenn das System erst einmal läuft, werden sehr viel mehr Patienten in Deutschland mit Cannabis behandelt werden als bisher“, sagt Verbandssprecher Georg Wurth. Wie sich der Markt entwickele, hänge allerdings in entscheidendem Maße davon ab, wie viele Ärzte ihren Patienten den Stoff tatsächlich verschreiben. „Wir kriegen heute schon viele Anrufe von Leuten, die einfach keinen Mediziner finden, der Medizinalhanf in der Praxis einsetzt“, sagt Wurth. Wegen der bislang relativ überschaubaren Zahl an Cannabis-Patienten gebe es derzeit nur wenige Mediziner, die sich mit der Anwendung und Wirkung des Stoffes auskennen – dafür aber jede Menge Vorbehalte. Prinzipiell könne auch das Cannabis-Geschäft in Deutschland zum Milliardenmarkt avancieren. „Aber wenn keiner Cannabis verschreibt, hemmt das natürlich die Entwicklung.“ In den vergangenen Monaten haben den Verband hunderte Anfragen von Privatpersonen und Unternehmen erreicht, die ins Geschäft einsteigen wollen.

Datum: 
Mittwoch, 5. April 2017
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