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Frequently Asked Questions - Legalisierung von Cannabis PDF Drucken E-Mail

Das Verbot von Cannabis ist eines der umstrittensten Gesetze. Diese Seite beantwortet Ihnen Fragen, die sich mit der Legalisierung von Cannabis, der Drogenpolitik, Wegen zu einem legalen Hanfmarkt und Ihren Möglichkeiten uns zu unterstützen beschäftigen.

Umfangreiche Informationen über die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel finden Sie in unserem Themenbereich unter den Überschriften "Drogenpolitik & Legalisierung", "Recht & Urteile" sowie "Parteien & Wahlen".

Um Ihnen Recherchen in unserem Angebot zu erleichtern, können Sie unsere Webseite auch bequem nach Stichwörtern durchsuchen. Wenn Ihnen unsere Homepage Ihre Fragen leider nicht zufrieden stellend beantwortet, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

 

Häufig gestellte Fragen - Legalisierung von Cannabis und Drogenpolitik


Antworten zum Bereich - Legalisierung von Cannabis und Drogenpolitik

NEU! Wäre es nicht sinnvoll, eine Hanfpartei zu gründen?
Diese Idee ist zunächst relativ nahe liegend. Es gibt aber auch viele Gründe, die dagegen sprechen und uns davon abhalten, eine Partei zu gründen.

Zunächst einmal ist mit einem enormen Aufwand verbunden, eine Partei zu gründen, sie organisatorisch zu festigen und Wahlkämpfe zu führen. Das würde bedeuten, dass etliche Aktivisten einige Jahre lang nur mit der Organisation einer Partei beschäftigt wären und sich kaum inhaltlich mit der Legalisierung auseinander setzten könnten.

Selbst wenn es gelingen würde, die nötige große Zahl an aktiven Mitstreitern zu finden, was wir z.B. angesichts der mäßigen Beteiligung an der Hanfparade oder der immer noch relativ kleinen Zahl an DHV-Unterstützern bezweifeln, wäre das Überspringen der 5 % Hürde noch immer eher unwahrscheinlich. Der Einfluss einer solchen Partei würde also marginal bleiben. Außerdem müssen wir letztendlich eine Mehrheit im Bundestag von unseren Ideen überzeugen, wir kommen also an den etablierten Parteien sowieso nicht vorbei.

Deshalb plädieren wir eher dafür, in den bestehenden Parteien für die Legalisierung zu werben.
Wird es jemals eine Legalisierung geben? Kämpft ihr nicht gegen Windmühlen?
Wir rechnen nicht damit, dass Cannabis nach der nächsten Bundestagswahl plötzlich legalisiert wird. Das wird eher ein langfristiger Prozess sein und die Mehrheiten werden noch mit den Jahren hin und her schwanken.
Man darf in der Cannabispolitik keine sofortigen Ergebnisse erwarten, schon gar nicht im gegebenen internationalen Kontext. Andererseits wächst die Zustimmung für eine liberalere Politik in den letzten Jahren kontinuierlich und immer mehr Experten bis hinein in Polizei und Justizbehörden äußern sich positiv über die Legalisierung.

Außerdem gibt es nicht nur in Deutschland Widerstand gegen die Kriminalisierung, sondern weltweit! Das Hanfverbot ist aus den verschiedensten Gründen einfach zu falsch, um ewig zu halten. Kaffee und Tabak waren auch mal verboten. Wir brauchen nur Geduld und Durchhaltevermögen.
Ich möchte informiert bleiben. Wo bekomme ich regelmäßige Informationen?
Neben unseren Aktuellen Meldungen und dem monatlichen DHV- Newsletter existieren unterschiedliche Informationsquellen zur Drogenpoltitik, die wir empfehlen können.
Beim Media Awareness Project kann man sich in eine Liste eintragen, über die regelmäßig interessante Drogenartikel aus deutschsprachigen Medien geschickt werden. Die A.C.M. gibt einen regelmäßigen Newsletter heraus, in dem es in erster Linie um Neuigkeiten über Cannabis als Medizin geht. Täglich aktualisierte Informationen über Hanf gibt es z.B. auch von Kiffernews.de
Ich brauche eine Argumentationsgrundlage, wo bekomme ich die?
Wer mit Eltern, Freunden oder Bekannten über das Für und Wider einer Legalisierung von Cannabis diskutieren möchte, braucht gute Argumente. Noch besser ist es, wenn man sich schon im Vorfeld damit beschäftigt, welche Fakten man eventuell ansprechen kann.
Rauschzeichen- Cannabis: Alles, was man wissen muss - Cover Eine kurze Auflistung solcher Argumente finden Sie in unserem Themenbereich unter der Überschrift Argumentation Drogenlegalisierung. Auch andere Organisationen haben eigene Argumentensammlungen erarbeitet. So hat der Verein für Drogenpolitik (VfD) eine hervorragende Infobroschüre zur Cannabislegalisierung veröffentlicht.

Wenn Sie sich über eine reine Argumentenliste hinaus über die Droge Cannabis informieren möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch "Rauschzeichen - Cannabis: Alles, was man wissen muß". Darin bieten wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Pflanze Hanf, die Nutzung von Cannabis als Rauschmittel und die politische Situation.

Das Buch ist dabei ausdrücklich nicht nur für Cannabiskonsumenten gedacht! Wir wenden uns damit auch und gerade an jene, die selbst nicht kiffen, aber dennoch etwas über eines der ältesten Rauschmittel des Menschen erfahren möchten.
Ich möchte mehr über einzelne Legalisierungsargumente wissen. Wo erhalte ich umfangreichere Informationen zu einzelnen Fragen?
Wer weitergehende Informationen zu einzelnen Fragen rund um das Thema Legalisierung sucht, dem empfehlen wir, sich im Themenbereich unserer Webseite umzusehen. In ihm finden Sie Texte, die sich konkreter mit einzelnen Fragestellungen beschäftigen, zum Beispiel einen Text zu der Frage Ist Cannabis heutzutage eine genmanipulierte THC-Bombe?
Ich möchte mich in einem Legalisierungs- Verein engagieren. Welche könnt ihr empfehlen?
Wenn wir auch kein klassischer Verein sind, so empfehlen wir natürlich zunächst, Privatsponsor des DHV zu werden. Es gibt aber auch darüber hinaus sinnvolle Möglichkeiten.

Der Deutsche Hanf Verband arbeitet mit vielen Organisationen zusammen. Auch wenn sich unsere Partnerorganisationen in ihren Methoden unterscheiden, sind sie doch alle immer auf der Suche nach Unterstützern. Vielfach können Sie auch konkret mitarbeiten und Infostände betreuen, an Konzepten basteln oder Protestbriefe verfassen.
Zu den aktivsten und empfehlenswertesten zählen der Verein für Drogenpolitik e.V., die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. und der Hanf als Nutzpflanze fördern e.V., der unter anderem das Hanf Museum in Berlin betreibt.
Ich will mich in einer Partei engagieren. Lohnt sich das?
Auch die Mitarbeit in Parteien kann sinnvoll sein, wenn man langfristig organisiert arbeiten will. Letztendlich kommt es schließlich darauf an, die Meinung in den Parteien zu verändern.
In manchen Parteien haben sich die drogenpolitisch engagierten Mitglieder zusammengeschlossen. Aus diesen Interessensgemeinschaften entstand das Bundesnetzwerk Drogenpolitik bei Bündnis 90/ Die Grünen (BND) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik der Linkspartei (BAG Drogen). Bei den anderen Parteien können Sie vielleicht dazu beitragen, dass solche Strukturen aufgebaut werden.
Ich will selbst etwas für die Legalisierung tun. Was kann ich machen?
Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie für die Legalisierung aktiv werden können.
Zuerst möchten wir empfehlen, im DHV-Forum aktiv zu werden. Dort gibt es viele Möglichkeiten, an diversen Aktivitäten teilzunehmen und z.B. Ortsgruppen zu gründen.
Schreiben Sie außerdem z.B. dem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises. Wer das ist, erfahren Sie auf der Webseite des Bundestages. Natürlich können Sie sich auch direkt an die zuständigen Fachpolitiker wenden. Diese sind die Bundesjustizministerin, der Bundesgesundheitsminister, der Bundesinnenminister und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung.
Sie können sich mit Ihrem Anliegen auch an die Kontaktpersonen der Parteien des Bundestages wenden. Diese sind: Jens Spahn (Vorsitzender der Arbeitsgruppe Gesundheit, CDU/CSU), Angelika Graf (Drogenbeauftragte, SPD), Dr. Harald Terpe (Drogen- und Suchtpolitischer Sprecher, Bündnis 90/ Die Grünen), Christine Aschenberg-Dugnus (Berichterstatterin für Sucht- und Drogenpolitik, FDP) und Frank Tempel (Drogenpolitischer Sprecher, Die Linke)

Auch den Abgeordneten Ihres Wahlkreises auf das Thema Cannabislegalisierung anzusprechen ist sinnvoll. Ein Großteil der Parlamentarier nimmt die von Konsumenten und Angehörigen tagtäglich erlebte Ungerechtigkeit schlicht nicht war. Wenn mehr Betroffene entsprechende Fragen stellen, müssen sich auch mehr Politiker mit dem Wunsch nach einem Ende des Kriegs gegen Drogen auseinandersetzen. Wenn jeder seinen Abgeordneten befragt, wird dies Cannabis fast zwangsläufig zu einem Thema der parlamentarischen Arbeit machen.
Wenn sie befürchten, dass ein Brief an Ihren Abgeordneten in dessen Tagesgeschäft schlicht untergeht, dann empfehlen wir Ihnen die Seite Abgeordnetenwatch. Sie bietet jedem die Möglichkeit, Abgeordneten des Bundestages und des Europäischen Parlaments Fragen zu aktuellen politischen Themen zu stellen.
Wenn Sie sich die Mühe, einen Brief selbst zu verfassen, nicht machen möchten, nutzen Sie unseren Protestmailer! In ihm finden Sie fertig formulierte Schreiben zu konkreten meist tagesaktuellen Problemen. Einfacher werden Sie Ihren Unmut nicht äußern können.
Der Legalisierung dienlich ist es auch, mit Leserbriefen auf falsche oder ungenaue Medienberichte, Zeitungsartikel oder ähnliches zu reagieren. Wenn Sie diese Artikel nicht verpassen wollen, empfehlen wir Ihnen, sich in den Emailverteiler von MAP-DE einzutragen.
Ich will Flugblätter verteilen. Wo kann ich die erhalten?
Am besten bestellen Sie unser Flugblatt zur Cannabislegalisierung und verteilen Sie es in Ihrer Stadt an Passanten und Briefkästen!