Nüchterne Bilanz: Cannabis-Verbot kostet jährlich 2,66 Milliarden Euro

Auch die Deutsche Apotheker Zeitung berichtet über die auf der "Cannabis Normal!" präsentierte Cannabis-Studie von Prof. Dr. Haucap.

Zu diesem Schluss kommt Wirtschaftsexperte Professor Justus Haucap in seiner Studie „Die Kosten der Cannabis-Prohibition in Deutschland“ im Auftrag des Deutschen Hanfverbandes (DHV). Die Gesamtsumme setzt sich aus möglichen neuen Steuereinnahmen, Sozialversicherungsaufkommen durch neue, legale Arbeitsplätze sowie eingesparten Polizeikosten zusammen. Am heutigen Freitag stellt der Volkswirt die Daten erstmals auf der Konferenz „Cannabis Normal“ des Deutschen Hanfverbandes in Berlin vor.

In seiner Studie im Auftrag des DHV legt Haucap einen theoretischen jährlichen Cannabisbedarf von 250 Tonnen zugrunde.

DHV: „Fall für den Bundesrechnungshof“

Für den Deutschen Hanfverband, der seit 16 Jahren für die Legalisierung von Cannabis kämpft, ist das Fazit aus Haucaps Wirtschaftsstudie eindeutig. „Die Prohibition bleibt jeden Nachweis einer positiven Wirkung schuldig. Jetzt wissen wir endlich, was diese gescheiterte und ungerechte Politik kostet. Das Verbot von Cannabis hat ein mieses Preis-Leistungsverhältnis, ein Fall für den Bundesrechnungshof”, erklärt DHV- Geschäftsführer Georg Wurth. Mit Haucaps Studie haben Legalisierungsbefürworter eine weitere Referenz für die Argumentation in kommenden Debatten.

Datum: 
Freitag, 16. November 2018

Neuen Kommentar schreiben