Zustimmung zur Legalisierung von Cannabis in der Bevölkerung steigt

  • Veröffentlicht am: 30. Juli 2015 - 16:43
  • Von: Florian Rister

Die Zustimmung zur Legalisierung von Cannabis in der deutschen Bevölkerung steigt. Im letzten Jahr hatten wir vom DHV bei einer repräsentativen Umfrage durch infratest-dimap ein erstes Rekordergebnis von 30% erhalten, die Wochenzeitung Stern ermittelt jetzt in einer aktuellen Forsa Umfrage sogar einen Wert von 37%. Es geht vorwärts!

Neben dem neuen Höchststand zeigt die Umfrage aber auch interessante Zahlen: Die Zustimmung zur Legalisierung ist wie erwartet bei Grünen, Linken und SPD am höchsten, überraschenderweise aber bei allen drei Parteien mit etwa 65 % gleich stark. Auch die Anhänger der SPD wollen also mehrheitlich eine vollständige Legalisierung mit reguliertem Verkauf, Jugendschutz und Steuereinnahmen. Es wird Zeit, dass auch führende SPD-Politiker sich um dieses Thema aktiv kümmern, anstatt durch zurückhaltendes Schweigen zu glänzen.

Auch interessant an der Umfrage ist der gemessene Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Legalisierungsmeinung. So sprechen sich 72% der Befragten mit Hauptschulabschluss gegen eine Legalisierung aus, während nur 53% der Menschen mit Abitur oder Hochschulabschluss das Verbot unterstützen. Bildung führt also zu einer positiveren Einstellung zur Legalisierung!

Der Stern hat bereits das zweite Mal in Folge das deutsche Volk zur Cannabislegalisierung befragt. Wir vom DHV haben ebenfalls bereits zwei Mal repräsentative Umfragen in Auftrag gegeben. Betrachtet man die Umfragen der vergangenen Jahre in ihrer Gesamtheit, lässt sich langsam eine Tendenz erkennen, die klar nach oben zeigt. Hier eine Auflistung mehrerer Umfrageergebnisse, die uns bisher bekannt sind.

Auch wenn die einzelnen Fragestellungen und Antwortmöglichkeiten sich leicht unterscheiden: Die Entwicklung ist insgesamt eindeutig positiv. Jetzt geht es darum den Trend fortzusetzen und weiterhin möglichst viele Menschen aufzuklären. Information ist der Schlüssel. Erklärt den Menschen, warum Cannabis legalisiert werden sollte und wie sie mit dazu beitragen können. Unterstützt unsere Arbeit als Fördermitglied und werdet aktiv. Gemeinsam können wir diese Gesellschaft prägen und den Trend weiter fortsetzen, der sich in den letzten 5 Jahren aufgetan hat. Let's legalize it!

Update: Im November 2015 stellte infratest-Dimap in einer Umfrage für den Deutschen Hanfverband einen neuen Rekordwert von 42% für die Legalisierung fest! Außerdem glauben 51% der Befragten, dass Cannabis in absehbarer Zeit legal sein wird.

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Kommentare

Das ist erfreulich. Spannend ist auch wie präsent die Propaganda der letzten Jahrzehnte in den Köpfen von immerhin mehr als der Hälfte aller Bürger ist. Obwohl seit einigen Jahren Aufklärungsarbeit geleistet wird. Und dennoch haben Lügen kurze Beine. Die Befürworter sind im Recht, nämlich moralisch, medizinisch und bezogen auf die tatsächlichen Fakten. Die Bürger sind mittlerweile wütend und misstrauisch unserer groko gegenüber. Nicht nur wegen der völlig schwachsinnigen Drogenpolitik sondern weil sie nie ehrlich aufgeklärt und daruber hinaus betrogen werden, um ihr Geld ihre Freiheit und ihre Selbstbestimmtheit. Nur so dumm und primitiv wie unser Regime denkt sind wir nicht.

Noch eine Anmerkung. Ginge man von der Annahme des Schildower Kreises aus, basierend auf den tatsächlichen Fakten, dann stellt sich in diesem Rechtsstaat garnicht die Frage nach einer Mehrheit. Denn eine Mehrheit rechtfertigt niemals die Verfolgung und Stigmatisierung von Minderheiten. Kiffer sind keine kriminellen Subjekte, dass weiß auch die CDU und unternimmt dennoch nichts. Und genau wegen dieser Haltung, Macht um jeden Preis konsolidieren zu wollen, verachte ich diese Partei und ihre Schergen.

Ganz genau! Mich stört bei der Debatte auch, dass das im GG hochgehaltene Gut des Minderheitenschutzes, der eine vermeintliche Demokratie erst zu einer wirklichen macht, die Legalisierung angeblich nicht impliziert. Klar bestimmen (Regierungs-)Mehrheiten über den Kurs der parlamentarischen Entscheidungen, aber das ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit "demokratisch" nur weil es der Mehrheit "passt" (die zudem offenbar nicht weiß, wovon sie spricht - und hier gilt es Abhilfe zu schaffen, weswegen ich den DHV unterstütze). Ich denke sogar, dass das BVerfG bei einer Klage, die sich u. A. auf die Wahrung bzw. Nicht-Wahrung der Minderheitenrechte beruft, nur dann "nein" sagen könnte, wenn es selbst ein nicht auf den Werten des Grundgesetztes fungierendes Organ wäre... dass es das aber (derzeit) ist, zeigen allein schon die Urteile zur Gleichstellung homosexueller Paare der letzten Jahre, entgegen der Meinung der angeblichen parlamentarischen (relativen) Mehrheit... insofern ist auf diesem Wege heute sogar eine realistische Hoffnung angebracht. Es fragt sich nur noch, wer so eine Klage auf den Weg zu bringen bereit und in der Lage ist!? Ich persönlich würde mich einer Sammelklage gern anschließen.

Abgesehen davon zweifle ich Umfrage Ergebnisse grundsätzlich stark an. Die Schwankungsbreite liegt eher bei +/- 10% (oder mehr) als bei +/- 3%, wie uns als jüngeres Beispiel die völlig daneben liegenden Umfrageergebnisse vor dem Referendum in Griechenland zeigen. Die wurden nach denselben wissenschaftlichen Kriterien erhoben. Die Grundlage für das "Gesetz der großen Zahl" in der Stochastik ist mit 1000 Proben bei mehr als 80 Mio Einwohnern eben noch lange nicht erfüllt.

Bei einer Sammelklage wäre ich sofort dabei. Wenn jeder Bürger Deutschlands sich zwei-drei Pflänzchen halten dürfte und die Abgabe in deutschen Apotheken kontrolliert erfolgen würde, dann wäre der Schwarzmarkt tot. Das Geld würde in die Kassen der Kommunen sprudeln und und und.

Was mich so sehr betrübt, ist, dass diese Debatte so emotional aufgeladen geführt wird, von Leuten, die nur von der Materie keine Ahnung haben und sich als Volksrepräsentanten darstellen.

Statistiken repräsentieren doch eigentlich immer nur die gestreute (Mein)ung von einem kleinem Teil, der dann auch je nach Region, Alter und Ethik abhängige Überzeugungen vertritt, Ideologie ist doch wahrscheinlich sowieso bald nicht mehr Gesellschaftsfähig. Ich bin fest davon überzeugt das Volk im Ganzen denkt anders, aber unter anderem auch (noch) gar nicht, ist für viele bestimmt(e) auch einfacher vertrauensvoll denken und machen zu lassen bis der Wecker klingelt...

ich habe über 30 Jahre Gekifft und mir geht es immer noch sehr gut ,Psychisch wie auch körperlich.Ich finde es sollte Legalisiert werden,denn das hat auch was mit Jugendschutz zu tun.Man kann einen Jugendlichen verbieten zu kiffen ,aber ob er es macht ist ne zweite frage ,dann doch legalisieren ,denn dann weiss ich das mein Kind sauberes Grass raucht und nicht son scheiss von der Strasse,was einem gesundheitlich kaputt macht.Und was mir sehr oft auffällt ,viele die da gegen sind trinken jeden Tag ihr Bier oder auch was härteres,meiner Meinung nach ist das widersprüchlich,wenn sie sagen wir sind gegen Cannabis aber trinken Alkohol,obwohl das viel gefährlicher ist als Kiffen und schadet auch noch die Gesundheit,aber wahrscheinlich haben die ja schon ihr Gehirn versoffen,das sie nicht mehr Realistisch denken können,und das sind die ,die als erstes aus dem Leben scheiden.Brost

Die Tatsache das es hierzulande so viele von den Medien und vor allem von den Regierungen die den Inhalt der Medien beeinflussen falsch informierte Menschen gibt die sich auch nicht richtig informieren möchten, zeigt uns wie einfach es Hitler mit dem durchschnittlichen Doof-Deutschen hatte. Ein Volk von Dummbatzen die belogen werden möchten und dann für diese Meinung in den Krieg ziehen - lol. Es hat sich nichts geändert. Ich applaudiere nur noch wenn ein Beamte tod umfällt und gebe mein gesamtes Geld im Ausland aus. Besser kann man die Deutschen nicht bestrafen.

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