Video: Cannabispetition 2017 - Georg Wurth im Bundestag

  • Veröffentlicht am: 13. Juni 2018 - 12:12
  • Von: Sascha Waterkotte

Cannabispetition 2017: Georg Wurth im Bundestag

Georg Wurth, Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbandes, stellt die stärkste Petition des Jahres 2017 vor. Sie fordert "der Bundestag möge den Markt für Cannabis als Genussmittel regulieren und dabei besonders die Aspekte Jugendschutz, Prävention, Verbraucherschutz und Qualitätskontrolle berücksichtigen".

Fast 80.000 Menschen haben diese Petition unterschrieben und damit eine Anhörung im Petitionsausschuss durchgesetzt. In dieser ca. einstündigen Sitzung haben Vertreter aller Parteien ihre Fragen an den Petenten und den Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums gestellt. Die Entscheidung des Petitionsausschusses erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Auf der Bundestagsseite könnt ihr den Bericht zur Sitzung nachlesen und die komplette Sitzung des Petitionsausschusses als Video ansehen.

Kommentare

Lieber Herr Wurth,

ich bin ihnen so dankbar dafür, dass sie die Legalisierung auf derart seriöse Weise unterstützen und vorantreiben. Diese ganzen "Hippie"-Journale und langhaarigen Dreadlocksträger - keine Wertung! - könnten dies niemals auf diesem seriösen Level vertreten wie sie es tun. Die Aktivitäten des DHV verfolge ich nun seit knapp zwei Jahren und stets sind die FAKTEN und keine verherrlichende oder denunzierende Ideologie im Vordergrund. Ich habe den gesamten Argumentationsaustausch im Petitionsausschuss gesehen und wurde bestätigt: Sie sind der Richtige, um für uns alle zu argumentieren. Danke und bitte machen Sie weiter so!!!

PS: Seien sie versichert, dass ich ihre Arbeit bei der nächsten Spendenaktion unterstützen werde. Sie, ihr Team und die ganze Arbeit des DHV sind es in meinen Augen wert!

Anonyme Grüße

Sehr gut argumentiert und präsentiert, Georg. Mir gefiel sehr auch das Ballspiel mit den Legalise-Parteien. Im Gegensatz dazu fand ich die Argumente des Regierungssekretärs leider wenig stichhaltig, bis vielleicht auf die Aussage, dass das Verbot sinnvoll wäre um Leute von der Materie abzuhalten. Aber selbst dabei sollte mittlerweile klar geworden sein, dass das Verbot selbstverständlich irgendwo funktioniert, aber offensichtlich nicht bis zum Ende durchdacht wurde und woanders im Volk erhebliche Probleme schafft als sie zu lösen. Naja, also Kompromissbereitschaft sieht anders aus, oder? - Dass Konsumenten nicht kriminalisiert wären, da meistens von Strafverfahren abgesehen würde, ist außerdem Unsinn (Der Zweck heiligt die Mittel?) und hoffentlich leuchtet dies auch in der folgenden Abstimmung ein. Wäre auf jeden Fall ein weiterer Fortschritt, wenn friedliebende, verantwortungsbewusste Konsumenten in Zukunft die Polizei wirklich als Freund und Helfer und nicht mehr als potenzielle Bedrohung betrachten könnten.

Sagenhafter Auftritt!

Und dann selbst FDP, AfD und Linke ein wenig wachgerüttelt. Top.

Bis zur 53:25 war ich eigentlich guter Dinge, dass zumindest Herrn Wurth's Argumente einen bleibenden Eindruck hinterlassen hätten, aber dann kam besagte Antwort: Möglichst wenig, bis keine Cannabiskonsumenten sei das Ziel.
*Facepalm*

Es tut mir als Konsument aus med. Zwecken um all die Mühen, die ihr über all die Zeit investiert/investiert habt, leid.
Die Antwort vom Herrn Gebhardt war dann der Schlag ins Gesicht. -_-
Da ist die Regierung an dieser Stelle wieder unbelehrbar/beratungsresistent.

Beste Grüße aus Berlin und weitere Erfolge für die Zukunft
Erik

Der Rück- u. Durchschlag um einige Ecken herum ist schon unterwegs. Z.B. Kommentare dort http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Niedersachsen-Gruene-und-FDP-fordern-Abgabe-von-Cannabis und dort https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Gruene-und-FDP-fordern-Cannabis-Freigabe-,cannabis478.html

Toller Auftritt! Methodisch und Didaktisch ein Traum.
Den Erklärungen und Ausführungen konnten die Regierungssprecher nahezu nichts von Substanz entgegensetzen. Eine "weiter so" Politik ist nach den Argumentationen mehr als zweifelhaft.

Vielen Dank

Mein Fazit zu dieser für zumindest einige Redner peinlichen Petitionsanhörung.
Nur 2 Redner (Wurth/Kappert-Gonther)haben sich ausgiebig genug mit der Materie befasst, und können schlüssig mit unwiderlegbaren Fakten argumentieren.

Wenn man nicht einmal erfassen kann, dass die Aussage "..viele sind der Meinung eine Petition nütze nichts..) nicht Hernn Wurths eigene Meinung widerspiegelte, ja wie verdammt nochmal soll man dann kompliziertere botanische Dinge verstehen können ? (die Dame von der SPD)
SPD,Linke und FDP haben ihre Contra Prohibitionsposition durch schlecht vorgetragene gestammelte, teils unwirre Fragen (FDP) deutlich ins Wanken gebracht, und hier wertvolles Potenzial verschenkt.
Kompetente Teilnehmer habe ich hier nur zwei gesehen.
Herrn Gebhard´s "Argumente" beruhten auf Meinungen, Schätzungen und hatten das Zeug zur schwarzmalenden Wahrsagerei.

Die FDP hat so unglücklich gefragt, dass das lustige Argument (hier beispielhaft "Wenn wir die Polizei/Zoll entlasten wollen, können wir auch andere strafbare Handlungen entkriminalisieren")
Dieses dumme Scheinargument hat bestenfalls Kindergarten- oder Stammtischniveau.

Das Ganze hat vermutlich wenig geholfen, wenn diese "Hansels" darüber entscheiden sollen.
die merkelisierte regierungsentscheidung ist doch schon in Stein gemeisselt.

Dennoch stehen hier CDU/CSU und AfD (Contra Legalisierung) den Linken,SPD , FDP und Grünen gegenüber.
Das Petitionsverfahren ist mir gerade nicht so geläufig, als dass ich dadurch einen Vorteil für die Legalisierungsbefürworter sähe.

Warten wir´s ab

HD

Zur öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses unter Vorsitz von Marian Wendt (CDU/CSU) am Montag, 11. Juni 2018
Herr Wurth hat sich argumentativ überzeugend geschlagen. Einige Fragen der Linkspartei, den Grünen und der FDP haben Steilvorlagen geliefert, vielen Dank dafür.
Das die CDU gegen die Legalisierung ist, war ja bekannt und die Äußerungen auch deshalb nicht überraschend.
Das aufgrund des Verbotes, noch ein Großteil der Bevölkerung, noch nicht mit Cannabis in Kontakt gekommen ist, dürfte ein Grund dafür sein das sich viele Vorurteile hartnäckig halten können. Wie ein Führerscheinentzug Jugendlichen helfen soll, die in der Regel noch gar keinen Führerschein besitzen ist zumindest fraglich. Vielleicht lassen sich tatsächlich einige Jugendliche mit Strafen beeindrucken, problematische Jugendliche erreichen sie damit nicht. Das Gegenteil ist eher zu erwarten, wenn jungen Menschen die sich schwer tun mit weiteren Repressionen drangsaliert werden. Außerdem bleibt es auch bei einer regulierten Freigabe für Erwachsene, bei einer Beschaffungserschwernis für Jugendliche.

Frau Stör hat im Ausschuss behauptet das der Konsum legal sei, was bei einigen Anwesenden zu kopfschütteln geführt hat.

Defakto ist ein Konsum ohne Besitz nicht möglich, es sei den man inhaliert unabsichtlich.

Laut Wikipedia ist der Besitz folgendermaßen definiert.
Maßgebend für die Frage, ob jemand eine Sache besitzt, ist nicht, ob diese Sache seinem Eigentum zuzurechnen ist, ob er also ein Recht an der Sache hat, sondern ob er die tatsächliche Gewalt über die selbige ausübt.[5] Ob die tatsächliche Gewalt über eine Sache ausgeübt wird, bestimmt sich nach der Verkehrsauffassung. Als notwendige Kriterien für die tatsächliche Sachherrschaft sind nach ganz überwiegender Ansicht eine räumliche Nähe zur Sache, eine gewisse zeitliche Dauer der Herrschaft und ein Wille zum Besitz erforderlich.“

So wie ich die Sache auslege macht man sich strafbar sobald man einen Joint in die Hand nimmt, selbst wenn man ihn nur entsorgen will. (gegeben sind: räumliche Nähe, eine gewisse zeitliche Dauer der Herrschaft und ein Wille zum Besitz.“

Ansonsten bin ich zufrieden mit dem Verlauf und hoffe auf einen progressiven Prozess in Richtung Legalisierung.

Eine HEILPFLANZE wurde zum "SCHUTZ" der GESUNDHEIT von Rassisten und profitgeilen Gestallten verboten.
Merken die Cannabisgegner eigentlich was sie hier für einen Unfug von sich geben?
Schade das niemand gefragt hat welche Krankheiten Cannabis heilt oder lindert und warum Cannabis verboten wurde. Sehr schade.

https://www.bundestag.de/presse/hib/2018_06/-/559498

Was soll man erwarten? Im wesentlichen keine neuen Argumente. Ist alles hinlänglich bekannt.
Die Position der Bundesregierung ist auch bekannt. Am Ende interessiert hierzulande auch nicht, wer die besseren Argumente hat, sondern wer den größeren Haufen kackt ;)
Hat er aber gut gemacht, der Herr Wurth.
Mir ist nur nicht ganz klar, wessen Interessen der wirklich vertritt. Kann mir aber egal sein. Ich schaue was das Thema Legalisierung angeht, ohnehin lieber über den nicht mehr ganz so großen Teich ;) Ja, ihr Leute von der Bundesregierung. Im Jahre 2018 kann man fliegen und es gibt das Internet :)
Da sehe ich dann einen Markt, ich sehe viele Arbeitsplätze und ich sehe eine sich entwickelnde Industrie. Und die wird sicher früher oder später in der ein oder anderen Gestalt sicher auch nach dem Markt in Deutschland greifen. Und da wird die Gewichtung der Argumenten dann natürlich wieder komplett anders aussehen.
Aber das nur nebenbei. Für Deutschland besteht auch die Chance, die in den Äußerungen von Herrn Wurth auch zuweilen aufblitzt: Es können Fakten geschaffen werden, die die meisten düsteren Prognosen die dieser Merkelroboter so stuporös wiederholt Lügen strafen wird und als reine Vorurteile entlarven wird.
Es kann die Basis für angemessene wissenschaftliche Studien über die Gefahren und Chancen von Cannabis in einem geregelten Umfeld geschaffen werden. Und das nicht nur auf die Gesundheit bezogen, sondern eben auch auf die wirtschaftliche Entwicklung bezogen. Und natürlich auch auf die Entwicklung der Kriminalität bzw. der "dunklen Mächte", denen man das Feld bislang überlassen hat.

Also für mich steht ausser Frage, das der sinnvollste Weg zu einer Legalisierung in diesem Deutscheland über Investitionen in entsprechende Unternehmen eben in Kanada und USA führt, die das Ding effektiv vorantreiben können und werden. Das werden Bundesregierung sei dank dann auch diejenigen sein, die den Deutschen Markt bedienen werden.
Für mich wäre die Legalisierung vorrangig auch ein Schritt in Richtung Mündigkeit der Bürger. Man sollte doch in einem fortschrittlichen, weltoffenen Land, was Deutschland ja so gerne wäre, in der Lage sein,als Erwachsener Mensch selbst zu entscheiden, wie man seine Freizeit gestaltet.

@ DHV
was treibt Ihr eigentlich ?
So wie dort
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Gruene-und-FDP-fordern-Cannabis-Freigabe-,cannabis478.html
macht man Gegner lang, zieht sie durch'n Schlauch.
Die brauchen das! Und zwar massenhaft!

Was geht hier ab... Weichspülertum.
Kleine isolierte heile Welt. Ihr blockt einfach nur ab. Kein Training wie man mit idiotischen Trollen umgeht.
Deswegen auch bei der Anhörung schlußendlich vom Gegner in dessen eigenem Lager abgefrühstückt.

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