USA: Minnesota wird der 22. Staat, der ein medizinisches Cannabisprogramm, eines der strengsten im Land, auflegt

  • Veröffentlicht am: 10. Juni 2014 - 9:59
  • Von: Maximilian Plenert

Aus den IACM-Informationen vom 31. Mai 2014: Minnesota schloss sich 21 anderen Staaten an, in denen Cannabis ein legales Medikament darstellt. Das neue Gesetz ist das strengste des Landes. Der demokratische Gouverneur Mark Dayton unterzeichnete ein Gesetz, das ein medizinisches Cannabisprogramm auflegt, mit strengen Kontrollen hinsichtlich der Erkrankungen, die zur Genehmigung führen, sowie hinsichtlich der Applikationsform. Den Bürgern wird es nicht erlaubt sein, Cannabis legal zu rauchen oder es in Blätterform zu erwerben.


Der Kompromiss hat einige Unterstützer von medizinischem Cannabis verärgert. Sie erklärten, dass viele Menschen, die Linderung ihrer Leiden benötigen, diesen Cannabis nicht bekommen werden. Unterstützer des Gesetzes erklärten dagegen, dass es ein erster positiver Schritt sei, der Bedenken der Strafverfolgungsbehörden und von Ärztevertretern berücksichtige. Wenn alles planmäßig verläuft, wird Cannabis in Form von Tabletten, Öl oder Dampf von Mitte 2015 an verfügbar sein. Zwei Hersteller und acht Verteilungsstellen sollen im Staat erlaubt sein. Nach dem Plan benötigen Patienten die Empfehlung eines Arztes (oder die Empfehlung einer Schwester oder eines Arzt-Assistenten) und müssen unter bestimmten Erkrankungen leiden, darunter Krebs, der starke oder chronische Schmerzen verursacht, schwere Übelkeit oder Gewichtsabnahme, Krampfanfälle, inklusive Epilepsie, Glaukom, Multiple Sklerose oder andere Störungen, die starke Muskelspasmen verursachen, amytrophe Lateralsklerose, HIV/Aids und Morbus Crohn.

Die folgenden 21 Staaten und der Distrikt von Columbia (Washington DC) erlauben bereits die medizinische Verwendung von Cannabis: Alaska, Arizona, Kalifornien, Colorado, Connecticut, Delaware, Hawaii, Illinois, Maine, Massachusetts, Michigan, Montana, Nevada, New Hampshire, New Jersey, Neumexiko, Oregon, Rhode Island, Vermont und Washington.

Quellen: Associated Press vom 29. Mai 2014 & Reuters vom 17. Mai 2014

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