Position des Deutschen Hanf Verbandes zur Partei "Alternative für Deutschland" (AfD)

Zum drogenpolitischen Standpunkt der AfD können wir folgendes festhalten:

  • Es gibt bisher keine offizielle Position der AfD oder führender Mitglieder zum Thema Drogenpolitik oder Cannabis. Auf wen-waehlen.de positioniert sich ein Großteil der befragten AfD-Kandidaten negativ zu einer Legalisierung von Cannabis.
  • Laut einer dem DHV vorliegenden Email von programm(at)alternativefuer.de sind keine Bestrebungen zur Legalisierung von Cannabis innerhalb der AfD bekannt. Die Mail veröffentlichen wir nicht, da sie mit dem Hinweis versehen war, dass eine Veröffentlichung ohne ausdrückliche Genehmigung der Pressestelle der Alternative für Deutschland nicht gestattet sei. Anfragen nach einer Genehmigung blieben bisher unbeantwortet.
  • Unsere Wahlprüfsteine wurden bisher von der AfD nicht beantwortet.
  • Die AfD Berlin sprach sich auf ihrem Landesparteitag gegen eine Legalisierung von Cannabis aus - allerdings nach heftiger Debatte.
  • Im ausführlichen Leitantrag für ein Parteiprogramm wird eine drastische Ausweitung der lebenslangen Sicherungsverwahrung gefordert:

Nicht therapierbare alkohol‐ und drogenabhängige sowie psychisch kranke Täter, von denen erhebliche Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen, sind nicht in psychiatrischen Krankenhäusern, sondern in der Sicherungsverwahrung unterzubringen.

Angesichts solcher Aussagen und der konservativen bis rechtspopulistischen Ausrichtung der Partei, ist die AfD für Hanffreunde und Legalisierungsbefürworter keine Wahloption.

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