LINKE fordert langfristig Legalisierung aller Drogen

  • Veröffentlicht am: 15. November 2011 - 18:49
  • Von: Maximilian Plenert

Die LINKE beschloß auf ihrem Parteitag Ende Oktober in Erfurt ihr neues Parteiprogramm. Darin fordert sie unter anderem: "Wir treten daher für eine rationale und humane Drogenpolitik ein, was eine Entkriminalisierung des Drogenkonsums und langfristig eine Legalisierung aller Drogen beinhaltet."

 

Aufgrund des enormen Presseechos relativierte die LINKE auf Initative von Gregor Gysi, dem Fraktionsvorsitzende im Bundestag und Parteichef Klaus Ernst ihren Beschluß noch am gleichen Abend durch das Hinzufügen des Satzes: "Das bedeutet die Entkriminalisierung der Abhängigen und die Organisierung von Hilfe und einer legalen und kontrollierten Abgabe von Drogen an diese."

Während CDU/CSU und SPD dem Vorschlag nichts abgewinnen konnten und versuchten die LINKE mit ihrer Position ins Abseits zu stellen, verwies Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, auf den Grünen Tom Koenigs, der vergangenes Jahr in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau ebenfalls die Legalisierung aller Drogen gefordert hatte.

Der gesamte Absatz des LINKEN Programms lautet nun:
"Wir wollen eine liberale und aufgeklärte Drogenpolitik in Deutschland. Drogen sind eine Alltagserscheinung. Der Alkoholmissbrauch ist ein gesellschaftliches Problem. Die Unterscheidung in legale und illegalisierte Substanzen ist willkürlich. Drogen sowie deren Missbrauch können zu schweren gesundheitlichen, sozialen und materiellen Problemen führen. Wir treten daher für eine rationale und humane Drogenpolitik ein, was eine Entkriminalisierung des Drogenkonsums und langfristig eine Legalisierung aller Drogen beinhaltet. Das bedeutet die Entkriminalisierung der Abhängigen und die Organisierung von Hilfe und einer legalen und kontrollierten Abgabe von Drogen an diese. Im Grundsatz wollen wir eine Gesellschaft, die nicht auf Strafe und Repression gegen Drogenkonsumentinnen und -konsumenten setzt, sondern die mit Prävention und Aufklärung dem Drogenmissbrauch vorbeugt."

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Kommentare

in dieser legislatuperiode oder im nächsten Jahrhundert ?

? warum machen sie so eine Dummheit????
sind alle verstrahlt oder haben zu viele Drogen auf einmal genommen. Ich will jetzt nicht dagegen reden, aber wenn wir mall logisch überlegen ist das Eie schwachsinnige Idee. sie sollten erst mall schaffen das Cannabis legal wird und die härten Sachen schritt für schritt entlastet werden und nicht gleich fuhr Komplet Legalisierung stimmen das ist wie gegen die Windmühlen kämpfen. Es muss langsam angegangen werden wir mussten nur mit Geduld und guten Argumenten unsere Regierung davon überzeugen das es im wohle der deutschen Bevölkerung maacht.

Ich find die LINKE sollte wirklich schritt für schritt vorgehen und nicht ALLE Drogen legaliesieren, erstmal Cannabis und rest (auch wenn ich der Meihnung bin das der rest nich Legalisiert werden sollte)
pö â pö. Nichts überstürtzen und somit alles vergeigen :D

Wenn ich das richtig verstanden habe, wollten die Linken doch zunächst nur Cannabis legalisieren und die übrigen Drogen nur an schwerstabhänge unter Kontrolle abgeben (ähnlich dem Diamorphin-Programm), oder?
Und dann sind sie wieder ein paar Schritte zurück gerudert:

"Das bedeutet die Entkriminalisierung der Abhängigen und die Organisierung von Hilfe und einer legalen und kontrollierten Abgabe von Drogen an diese.

Wie ist das jetzt zu verstehen? Wenn mir z.B. mein Arzt bestätigt, ich wäre Cannabisabhängig, dann hätte ich die Möglichkeit Cannabis aus staatlich Kontrollierten Quellen zu beziehen, oder was?
Wenn der Arzt nein saagt, hat man quasi Pech gehabt?

Oder hab ich da jetzt völlig falsch verstanden?

Die Forderung klingt in meinen Ohren vernünftig, leider kann man das nicht über alle Forderungen der LINKE behaupten.

Dämmlich finde ich jedoch jene Menschen, die Cannabis legal erwerben wollen, jedoch eine Legalisierung von harten Drogen ablehnen.

Man sollte die unterscheide kennen, was passiert wenn ich ein Joint Rauche, oder Alkohol trinke oder mir ein Schuss setze ?
Unter bedingten Umständen, ist es sicher von Vorteil denn stoff (harte Drogen) unter aufsicht zu verschreiben. Doch Cannabis sollte es wie bei unsern Nachbarn zukaufen geben in Form von Clubs, auch wenn die NL gerade einige Schritte zurück tretten.
peace

zitat aus LINKE programm:

"Wir treten daher für eine rationale und humane Drogenpolitik ein, was eine Entkriminalisierung des Drogenkonsums und LANGFRISTIG eine Legalisierung aller Drogen beinhaltet."

verstehe die ganze aufgeregheit von wegen sofort alle drogen legalisieren etc nicht.
ich denke auch man dürfte so einen wichtigen (&richtigen:) schritt nicht von heute auf morgen vollziehen. zuerst muss die mehrheit der gesellschaft verstehen, dass der drogengebrauch nicht mit mißbrauch zu verwechseln ist und wenn man nach dem ideal einer aufgeklärten bevölkerung strebt, ist es falsch die leute in angst und schrecken zu versetzen und falsche informtaion zu verbreiten, stattdessen bedarf es endlich einer aufgeklärten und humanen drogenpolitik aller parteien. im interesse ALLER.

Ich finde das beste Beispiel ist immernoch Portugal. Das Land hatte sehr stark mit Repression und Heroin (neben andern Drogen) zu kämpfen. Seitdem die Drogenpolitik liberaler gestaltet ist und mehr Geld für die Suchtprävention und Hilfestellen ausgegeben werden kann, ist das Land wesentlich besser dran. Ein guter Bekannter portugiesischer Herkunft hat mir das ausdrücklich bestätigen können.

Gruß M.S.

In einigen europäischen Ländern ist man Drogenpolitisch wesentlich weiter als hier in Deutschland: Neben den Niederlanden wären da Tschechien, Belgien, Spanien, Schweiz, Österreich (aber da bin ich nicht ganz sicher), Portugal (wurde ja schon genannt), Dänemark.

Fragt man aber bei unsere tollen Drogenbeauftagten nach, warum solche Modelle nicht in Deutschland möglich sind, bekommt man nur die Standardausreden zu hören: Wegen internationaler Verträge nicht möglich, fehlende Studien, anderer Kulturkreis, etc.

Selbst bei Anfragen zur medizinischen Verwendung wird ähnlich argumentiert, bzw auf Sativex als "bessere" Alternative verwiesen.

Wenn man das ein paar Jahre verfolgt hat, fragt man sich manchmal ernsthaft ob die Verantwortlichen von irgendwelchen Lobbyisten für solche Aussagen bezahlt werden.

So blind für die Realität kann man doch gar nicht sein, oder doch?

[quote name="Dieter"]
Dämmlich finde ich jedoch jene Menschen, die Cannabis legal erwerben wollen, jedoch eine Legalisierung von harten Drogen ablehnen.[/quote]

Und inwiefern ist dies dämlich? Cannabis kann man nicht vergleichen mit drogen wie kokain/crack heroin pcp crystal und was weiß ich was es da noch gibt... diese drogen machen schon nach kurzem gebrauch körperlich (

Und inwiefern ist dies dämlich? Cannabis kann man nicht vergleichen mit drogen wie kokain/crack heroin pcp crystal und was weiß ich was es da noch gibt... diese drogen machen schon nach kurzem gebrauch körperlich [/quote]
abhängig von den körperlichen/psychischen schäden mal abgesehen... im vergleich dazu ist cannabis wirklich ein witz

@ tom
Somit sagst Du indirekt:
"Man muss die Bevölkerung vor solchen Substanzen schützen!".
Eben DIESES argument kann man für eien kriminalisierung von cannabis benutzen. Und davon wird auch rege Gebrauch gemacht.

Ausserdem kann man nur durch eine Entkriminalisierung/Legalisierung
a) den Markt unter "Kontrolle" bringen (sprich dem Schwarzmarkt seinen (Drogen)Boden entziehen, um somit zu
b) zu gelangen: einer kontrollierten Abgabe; Kontrolliert bezüglich: Menge, Preis, Qualität.
Somit kann man
c) DIREKTE Präventionsarbeit leisten, also den Konsumenten unmittelbar beim Verkauf über Drogen informieren und Risiken GENAU druchsprechen, und zum Beispiel eine Broschüre zur jeweiligen Substanz mitgeben.

Wäre das etwa unsinnig?
Also lieber alle Leute an verunreinigten Substanzen (meist) hilflos zu Grunde gehen lassen, als ihnen mit kontrollieren und günstigeren Substanzen und vorallem Präventionsarbeit/Risikominimierung zu helfen?
Darüber solltest DU und JEDER mal nachdenken, egal ob pro oder contra Legalisierung ALLER Drogen.

das einzigste was ich immer noch dumm finde ist das wir wirklich noch so blöd sind und es uns verbieten lassen.. es hat jeder für sich selber zu entscheiden ob er sich das gibt oder ob er sich damit killt oder sonst was das geht die überhaupt garnix an!

cannabis ist heut zu tage gleichgestellt mit heroin kokain meth und krok oda was es da noch alles fürn crap gibt! meiner meinung nach nur damit diese sachen verharmlost werden um mehr neueinsteiger zu bekommen ;) es ist alles nur ein abgekateter teufelskreis und daran wird sich nie was ändern weil die wo schuld daran sind von tag zu tag immer mächtiger werden!!

ps: ihr könnt meine kommis löschen wie ihr wollt das ändert nix daran das es jedes kind weiß^^

und mir isses auch scheiß egal ob die jetzt verärgert sind oder nicht! in der kack welt will doch eh keine sau mehr leben.. zumindest keiner der weiß wie sie wirklich aussieht...

pps: gebt nicht immer merkel und so die schuld! die wo wirklich schuld sind kennt keine sau ;) politiker sind heut zu tage nur noch vorzeigepüppchen und nicht mehr... 0 macht 0 einfluss 0 wissen also scheiß egal was ihr wählt es ändert eh nix!!

umso früher ihr es kapiert umso besser oder glaubt ihr tatsächlich das ausgerechnet deutschland das einzigste land ist in dems besser is??? aber irgendwann werden es die mächtigen schon verstehen das auch sie nur kleine opfas sind ;) und dann werden sie heulen wie kleine mädchen...

[quote name="omfg"]cannabis ist heut zu tage gleichgestellt mit heroin kokain meth und krok oda was es da noch alles fürn crap gibt! meiner meinung nach nur damit diese sachen verharmlost werden um mehr neueinsteiger zu bekommen ;) es ist alles nur ein abgekateter teufelskreis und daran wird sich nie was ändern weil die wo schuld daran sind von tag zu tag immer mächtiger werden!!

ps: ihr könnt meine kommis löschen wie ihr wollt das ändert nix daran das es jedes kind weiß^^

und mir isses auch scheiß egal ob die jetzt verärgert sind oder nicht! in der kack welt will doch eh keine sau mehr leben.. zumindest keiner der weiß wie sie wirklich aussieht...

pps: gebt nicht immer merkel und so die schuld! die wo wirklich schuld sind kennt keine sau ;) politiker sind heut zu tage nur noch vorzeigepüppchen und nicht mehr... 0 macht 0 einfluss 0 wissen also scheiß egal was ihr wählt es ändert eh nix!!

umso früher ihr es kapiert umso besser oder glaubt ihr tatsächlich das ausgerechnet deutschland das einzigste land ist in dems besser is??? aber irgendwann werden es die mächtigen schon verstehen das auch sie nur kleine opfas sind ;) und dann werden sie heulen wie kleine mädchen...[/quote]

Herr lass Hirn regnen! Was du schreibst ist ja direkt peinlich :oops: . Mal ganz abgesehen von Interpunktion, Rechtschreibung und Ausdrucksweise :-x

Den "echten" Kritikern der kontrollierten Legalisierung aller Suchtstoffe möchte ich euch nahelegen, dass es etliche Studien gibt die belege, das der Konsum der jeweiligen Droge nicht nennenswert ansteigt, eher das Gegenteil ist der Fall. Stichwort bessere Aufklärung, Hilfestellen, saubere Konsummittel (Spritzen etc.).

Desweiteren, halte ich es eher für bedenklich, dass Jugendliche durch den illegalen Markt, beim Dealer landen der ihnen so ein Zeug, in einem ungefestigtem Stadium anbietet.

Dem Schwarzmarkt nimmt man meiner Meinung nach größtenteils, den Wind aus den Segeln. Da Legalisierung ohnehin mit Jugend- und Verbraucherschutz einher gehen muss.

[quote name="Grünen Fee"]In einigen europäischen Ländern ist man Drogenpolitisch wesentlich weiter als hier in Deutschland: Neben den Niederlanden wären da Tschechien, Belgien, Spanien, Schweiz, Österreich (aber da bin ich nicht ganz sicher), Portugal (wurde ja schon genannt), Dänemark.

Fragt man aber bei unsere tollen Drogenbeauftagten nach, warum solche Modelle nicht in Deutschland möglich sind, bekommt man nur die Standardausreden zu hören: Wegen internationaler Verträge nicht möglich, fehlende Studien, anderer Kulturkreis, etc.

Selbst bei Anfragen zur medizinischen Verwendung wird ähnlich argumentiert, bzw auf Sativex als "bessere" Alternative verwiesen.

Wenn man das ein paar Jahre verfolgt hat, fragt man sich manchmal ernsthaft ob die Verantwortlichen von irgendwelchen Lobbyisten für solche Aussagen bezahlt werden.

So blind für die Realität kann man doch gar nicht sein, oder doch?[/quote]
Ist dir das nicht bewusst ?
Wie würdest du es nennen wo doch die Politiker ihre Wahlgelder genau von denen bekommen denen ein aufheben der Cannabis Prohobition schaden würde.
Brauereien, Schnapsbrennereien, Pharmaunternehem etc.pp
KAPIERT ? Die Merkel lebt immer noch im Osten mal nachschauen ob die ihr FDJ Hemdchen weggeschmissen hat oder für die Neue Zeit gebügelt im Schrank liegt.

die linke sind wirklich die partei mit den klarsten forderungen und der klarsten denkweise. ich habe mich lange nicht für politik interessiert, irgendwann fing es dann durch diverse kabarettisten an. mittlerweile informier ich mich....und ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum die linke so wenig beachtung findet. deren forderungen, deren erläuterungen, deren kritik etc.....die ist einfach super. ich finde sie haben von allen parteien das beste programm, und das sie jetzt auch noch für eine legalisierung sind zeigt, dass sie sich gedanken machen. ich weiß die linke wird gern verteufelt....aber seht euch bundestagsdebatten und reden von gysi und co an...wer dem nicht zustimmen kann...keine ahnung...der lebt irgendwie in ner anderen welt, oder dem sind die probleme die wir haben und die noch kommen scheißegal.

gruß, phil.

Aus den Reihen der Piratenpartei liest mal derzeit ähnliches in der Presse. Wollen wir mal hoffen, daß sie diesem Ansatz treu bleiben.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nrw-piraten-fuer-legalis...

Der Artikel ist dennoch ein typisches Beispiel für die verzerrende Berichterstattung der Medien. Denn wieder mal müssen wir erleben, daß Entkriminalisierung und Legalisierung quasi synonym verwendet werden. Man fragt sich manchmal, ob sich die Mühe der sprachlichen Genauigkeit überhaupt lohnt, wenn doch offensichtlich der Bevölkerung mehr oder weniger bewußt suggeriert wird, es handele sich um dasselbe?

:lol: ich würde nicht die harten Drogen legalisieren aber den Konsum finde zum Eigenbedarf würde ich aber Entkriminilaisieren. Weil ich denke das Kriminalisierung von Drogenabhängigen(Kokain,Heroin,Crack,Amphetamine)keinen sinn macht ich würde stattdessen das geld in eine bessere Prävention hinsichtlcih aller harten Drogen setzten z.Bsp(Alkohol,Kokain,Tabak,Heroin usw )

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