Dialog über Deutschland - Teil 1

  • Veröffentlicht am: 11. Juni 2012 - 11:17
  • Von: Georg Wurth

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Merkels Zukunftsdialog geht in die Umsetzungsphase. Maximilian Plenert und Georg Wurth haben nun einen Termin im Bundeskanzleramt. Was genau am 3. Juli passieren soll, bleibt allerdings bisher im Dunkeln, ebenso wie der Absender der Einladungs-Email...

 

 

 

Letzten Mittwoch, den 06.06.12, erhielten wir folgende Email:

Sehr geehrter Herr Plenert, sehr geehrter Herr Wurth,

der von Ihnen eingereichte Vorschlag gehört zu den 10 bestbewerteten Vorschlägen aller Kategorien im Dialog über Deutschlands Zukunft (s. dazu auch unseren Blogbeitrag vom 16.4.2012:
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2012-04-16_Fo...).

Wir möchten Sie deshalb – wie bereits angekündigt – zu einem Termin ins Bundeskanzleramt nach Berlin einladen. Dort bekommen Sie dann die Möglichkeit, der Bundeskanzlerin Ihre Ideen persönlich vorzustellen und it ihr darüber zu diskutieren. Das Zusammentreffen mit der Bundeskanzlerin wird am 3. Juli stattfinden.

Bitte teilen Sie uns schnellstmöglich, spätestens bis zum 11.6.2012, Ihren vollständigen Namen und Ihre Postadresse mit, damit Ihnen die Einladung aus dem Bundeskanzleramt übersendet werden kann. Nutzen Sie dazu bitte die beigefügte Einverständniserklärung.

Wir freuen uns auf das Zusammentreffen in Berlin!

Mit freundlichen Grüßen
das Redaktionsteam
www.dialog-ueber-deutschland.de

Die Email war nicht namentlich unterschrieben, eine Telefonnummer war nicht angegeben.
Eine Uhrzeit für das Treffen war nicht angegeben.
Der Termin wird diktiert, obwohl wir als Familienväter mitten in den Berliner Sommerferien auch mit unseren Kids am Strand in Griechenland sitzen könnten. Dass wir uns das vom DHV-Gehalt gar nicht leisten können, kann das Kanzleramt ja nicht wissen. Nunja, dass Frau Merkels Terminkalender voller ist als unsere, ist immerhin nahe liegend. Trotzdem ist die kurze Frist zur Anmeldung innerhalb weniger Tage schon recht ungewöhnlich.
Es war ein word-Anhang dabei, auf dem wir drei Unterschriften leisten sollen wegen der Personenüberprüfung, dass wir mit der Übertragung der Bildrechte einverstanden sind (die Veranstaltung soll aufgezeichnet werden) und überhaupt, dass wir die Informationen gelesen haben. Es gab keine Angabe, wohin das Papier geschickt werden sollte. Diese Info kam dann in der Antwort auf meine Email, die ich am am Freitag, den 08.06. als Antwort schrieb:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich habe noch einige Fragen zum weiteren Fortgang des Bürgerdialogs und dem Zusammentreffen mit der Kanzlerin.

Zunächst zum Termin:
Sie haben keine Uhrzeit genannt.
- Wann wird das Treffen also genau stattfinden und wie lange wird es dauern?
- Wie lange im Voraus müssen wir anwesend sein wegen der Sicherheitskontrollen?
- Sind wir mit unserem Thema "exklusiv" bei der Kanzlerin oder haben Sie ein Zusammentreffen mit allen 10 Fragestellern gleichzeitig geplant? Ich nehme das zwar nicht an, da dann wohl kaum eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den Themen möglich sein dürfte, aber ich frage trotzdem mal vorsichtshalber..
- Halten Sie eine Präsentation zu unserem Thema im Rahmen des Treffens für sinnvoll?

Zum weiteren Fortgang des Bürgerdialogs:
- Wie soll der Dialog nach diesem Treffen weitergeführt werden?
- Welche Experten des Bürgerdialogs beschäftigen sich konkret mit unserem Vorschlag und gibt es von ihnen schon eine Stellungnahme?

mit freundlichen Grüßen
Georg Wurth

 

Darauf erhielt ich am gleichen Tag folgende Antwort, wieder ohne Namen im Absender:

Sehr geehrte Herr Wurth,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Leider können wir Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine genaueren Informationen zum Ablauf der Veranstaltung mitteilen.
Wenn sie an dem Zusammentreffen mit der Bundeskanzlerin am 3. Juli in Berlin teilnehmen möchten, bitten wir Sie, das ausgefüllte Anmeldeformular an folgende Adresse zu schicken:

Bundeskanzleramt
Stab Politische Planung
z.Hd. Frau Wolter
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Genauere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie direkt aus dem Bundeskanzleramt, nachdem Ihre Einverständniserklärung dort eingegangen ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Das Redaktionsteam Zukunftsdialog

Nunja, bisher fühlen wir uns nicht wie Bürger im Dialog mit der Kanzlerin. Wir sind gespannt, wie es weitergeht, wenn jetzt das Kanzleramt die Fäden in die Hand nimmt...

 

Mehr zum Thema:

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